Tot überm Zaun

von Ella Dälken 
4,1 Sterne bei11 Bewertungen
Tot überm Zaun
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Lesenswerter Kriminalroman, der Spannung und Humor gelungen verbindet

EifelBuecherwurms avatar

Eine wirklich exzentrische Kriminalschriftstellerin.

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Inhaltsangabe zu "Tot überm Zaun"

Wenn ein Mörder in Gummistiefeln zuschlägt, ist Cosma Pongs zur Stelle
Cosma Pongs heißt eigentlich Renate und ist mit Mitte 60 im besten Alter. Sie ist leidenschaftliche Krimiautorin und will nur eins: ihr Fachwissen in die Praxis umsetzen. Leider fehlt es im beschaulichen Düsseldorf an Verbrechen. Doch dann stößt Cosma beim Spaziergang in den benachbarten Schrebergärten auf eine Leiche. Endlich ein Mordfall für sie! Ihre Tochter, Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs, sieht das jedoch völlig anders. Die verbietet sich jegliche Einmischungen in die Mordermittlungen. Davon lässt sich Cosma nicht abhalten, denn als erfahrene Krimiautorin weiß sie: Der Mörder kehrt immer an den Tatort zurück.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453421646
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:14.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 23 Tagen
    Band 1 einer vergnüglichen Kriminal Reihe

    Das Buch gliedert sich in zwei Handlungsstränge, nämlich Penelope, Aurora, Undine, Ludowika, Agatha oder kurz Paula.und Cosma. So ist auch schnell klar, wie die Wertigkeit gelesen ist. Alles konzentriert sich nämlich auf diese beiden Damen, das Mutter/Tochter-Gespann.

    Humorvoll lässt die Autorin den Leser an einem durchaus spannenden Kriminalfall teilhaben. Jedoch ist diese kriminalistische Handlung im Gegensatz zu den Kämpfen der beiden Damen leider nur zweitrangig. Ich möchte damit nicht sagen, dass keine Spannung aufkommt, oh nein...spannend ist es auf jeden Fall. Man sollte aber nicht zuviel Blutvergießen oder die großen Ermittlungsarbeiten erwartet. Es ist vielmehr ein Ermittlungsduell zwischen den Damen. Und dann, ja dann, kommt auch noch die Liebe, na ja, nennen wir es mal lieber erstmal die Gefühle, dazwischen.

     Sehr gelungen fand ich die Anhebung des Spannungsbogen zum Ende jedes Kapitels, so dass man gar nicht anders konnte. Man MUSSTE einfach immer weiterlesen. Und dank der kurzen Kapitel wurde so auch die Spannung immer aufrecht erhalten.

     Durch den Schreibstil wurde die Ermittlungsarbeit sehr bildhaft, so dass ich gedanklich schon fast ebenfalls in den Gärten stand, die Blumen riechen konnte und auch die Gespräche über dem Zaun verfolgen konnte. Ich war nicht nur Leser, sondern schon so etwas wie ein Zuschauer.

     Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext anmerken. Das Cover wurde sehr passend gewählt und zeigt eine streunende Katze (hier wohl Alfred). Im Hintergrund den Zaun (siehe Titel) Die Mistgabel bezieht sich wiederum auf die Location. Somit wirkt alles stimmig und die Farben machen das Cover einfach einladend.

    Der Klappentext macht neugierig. Er verrät nicht zu viel und nicht zu wenig. Gerade so die richtige Mischung, so dass man das Buch unweigerlich zur Hand nehmen wird und "nur mal blättern" möchte. Und schwupps...schon ist man in der Geschichte gefangen.

    📚 Lesespaß oder Lesefrust 📚

    Ganz klar: Lesespaß! ich fand es sehr amüsant dem Geplänkel der beiden ermittelnden Parteien zu folgen, dieses glich stellenweise fast schon einem Wettkampf, wer den Fall zuerst lösen würde. Ich muss sagen, ich habe selbst mitgefiebert und war am Ende sehr überrascht.

    Die kurzen Kapitel halten den Spannungsbogen und der durchaus humorvolle Plot nimmt jeden Leser gefangen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die bereits auf mich wartet.

    Es ist zwar nicht der größte Kriminalfall aller Zeiten, aber dafür ist er ein Garant für vergnügliche Stunden!

    Meine komplette Rezension findet ihr hier:

    https://chattysbuecherblog.blogspot.com/2018/09/972018.html

    Viel Spaß beim Lesen und Stöbern.

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    EifelBuecherwurms avatar
    EifelBuecherwurmvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wirklich exzentrische Kriminalschriftstellerin.
    Ein besonderes Mutter Tochter Duo

    Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
    Preis: € 9,99 [D]
    Verlag: Heyne
    Seiten: 384
    Format: Taschenbuch mit Klappenbroschur
    Altersempfehlung: keine Angabe
    Reihe: Band 1
    Erscheinungsdatum: 14.08.2017

    Inhalt:

    Cosma Pongs heißt eigentlich Renate und ist mit Mitte 60 im besten Alter. Sie ist leidenschaftliche Krimiautorin und will nur eins: ihr Fachwissen in die Praxis umsetzen. Leider fehlt es im beschaulichen Düsseldorf an Verbrechen. Doch dann stößt Cosma beim Spaziergang in den benachbarten Schrebergärten auf eine Leiche. Endlich ein Mordfall für sie! Ihre Tochter, Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs, sieht das jedoch völlig anders. Die verbietet sich jegliche Einmischungen in die Mordermittlungen. Davon lässt sich Cosma nicht abhalten, denn als erfahrene Krimiautorin weiß sie: Der Mörder kehrt immer an den Tatort zurück.

    Design:

    Das Cover hat mich sofort überzeugt. Ich mag den Used Look Schriftzug und das Motiv des weißen Gartenzauns mit der Katze im Vordergrund, der Meise auf dem Zaun und der Heugabel dahinter. Ein scheinbares Idyll, das im Gegensatz dazu steht, dass es in dem Buch um einen Mord gehen soll. Aber das ist sowieso ein ideales Stilmittel, wie wir es vor Jahren schon von den Desperate Housewives gelernt haben. Außen hui, innen pfui. Mich hat das Cover auf jeden Fall neugierig gemacht.

    Meine Meinung:

    Cosma Pongs ist das Pseudonym von Renate - einer Krimiautorin Mitte 60, die ihre Umgebung mit ihren Schriftstellerkollegen unsicher macht. Immer auf der Suche nach einer richtigen Leiche wird sie endlich fündig! In einer Düsseldorfer Kleingartenanlage kommt es zu einem Mord. Einen Unfall schließt sie von Anfang an aus. Und ihre haarsträubenden Ermittlungen machen sie zur Nervensäge Nummer eins für die Polizei. Besonders ihre Tochter Paula Pongs, ihres Zeichens Polizeibeamtin, würde ihre Mutter am liebsten für die Zeit der Ermittlungen in ein anderes Land schicken.

    Dieses Buch zeichnet sich besonders durch die sehr eigenwillige Protagonistin Cosma aus. Wer mit ihr und ihrer sehr speziellen Art nicht klar kommt, der wird das Buch nicht mögen. Sie ist überspitzt und sehr exzentrisch angelegt. Ich mochte sie gerne, auch wenn ich viel Mitleid mit ihrer Tochter hatte. Cosmas Gedankengänge lassen sich mit diesem Zitat recht gut verdeutlichen:

        "Das sieht so verdächtig aus, dass es schon wieder unverdächtig ist - und damit eindeutig verdächtig." Seite 22

    Der Schreibstil ist locker, luftig, leicht. Die Formatierung des Textes ist ein klein wenig anders: die Schrift ist ein bisschen größer und die Ränder sind schmaler gehalten. Damit sehen die Seiten voller aus, aber es lässt sich super lesen. Und der Buchrücken ist so gearbeitet, dass sich beim Lesen keine Rillen bilden. Ihr wisst, wie sehr ich Leserillen hasse.

    Inhaltlich hat mich das Buch gut unterhalten. Richtige Spannung kam jedoch zu keiner Zeit auf. Dieses Buch will unterhalten - und schafft das auch, wenn man sich auf den außergewöhnlichen Humor von Cosma einlässt. Sicherlich wird dieser nicht für jeden etwas sein, doch mir hat er zugesagt.

    Die Kapitel sind schön kurz und werden entweder aus der Sicht von Cosma oder von Paula erzählt. Dieses Mutter-Tochter-Gespann hat auf jeden Fall für die kommenden Bücher noch einiges Potential zu bieten.
    Auch die anderen Schriftstellerkollegen von Cosma sind herzig und besonders auf ihre Art und Weise. Ich freue mich darauf sie in den nächsten Bänden noch näher kennenzulernen.

    Fazit:

    Humorvoll von Anfang bis Ende mit einer leichten Kriminote, so kann man dieses Buch zusammenfassen. Ein lustiger Auftakt für die Reihe, in der hoffentlich noch einige kurzweilige Romane erscheinen werden. Dafür gibt es von mir drei Sterne.

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    Fannies avatar
    Fannievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Cosma Pongs und ihre Crew stellen einen schillernden Farbklecks auf der Krimi-Landkarte dar.
    Schillernder Farbklecks auf der Krimi-Landkarte

    Cosma Pongs, eine Krimiautorin Anfang sechzig, die mit drei ebenfalls älteren Herrschaften in einer WG in Düsseldorf lebt, kann ihr Glück kaum fassen: In der Kleingartenanlage „Zur guten Freundschaft“ stolpert sie tatsächlich über eine echte Leiche! Hobbykriminalerin Cosma, die eigentlich Renate heißt, und ihre Gang, bestehend aus dem ehemaligen Verwaltungsbeamten von Itzenplitz, der rheinischen Frohnatur Ewald Meier-Zurhorst, der verträumten Horror-Autorin Gerda Romstätter und Kater Alfred, der dem Alkohol sehr zugetan ist, legen sofort los mit ihren Ermittlungen. Behindert werden sie dabei von Cosmas Tochter Paula, ihres Zeichens Kommissarin bei der zuständigen Mordkommission. Paula hat alle Hände voll zu tun: Sie muss nicht nur den Mord an Kleingärtner Roland Baumann aufklären, sondern auch ihre übereifrige Mutter und deren Freunde ständig vom Tatort fernhalten. Wer wird den Fall wohl zuerst lösen?

    Die Autorin Ella Dälken lebt in Düsseldorf und schreibt neben Fachpublikationen auch Krimis und Kurzgeschichten. „Tot überm Zaun“ ist ihr erster Kriminalroman im Heyne Verlag und am 14. August 2017 erschienen.
    Nicht nur durch ihren fröhlichen und herrlich unverkrampften Schreibstil beschert Ella Dälken Krimifreunden auf 384 Seiten puren Lesespaß. Auch ihre originellen Figuren und der bis zum Schluss ebenso spannungsreiche wie absolut stimmige Kriminalfall tragen dazu bei, dass man sich beim Lesen von „Tot überm Zaun“ nicht einen Augenblick langweilt.

    Interessant ist auch die Wahl der abwechselnden Erzählperspektiven: Cosma hat in ihren Kapiteln in der Ich-Form das Wort, während Paulas Episoden quasi von einem unsichtbaren Erzähler vorgetragen worden.

    Das Lokalkolorit hat ebenfalls einen Platz in „Tot überm Zaun“ erhalten, denn Ella Dälken streut eine Prise regionale Eigenarten in ihre Geschichte: Ewald Meier-Zurhorst spricht (zum Missfallen von Cosma Pongs) rheinischen Dialekt und auch die Feindschaft zwischen den Rheinmetropolen Köln und Düsseldorf nimmt die Autorin aufs Korn.

    Ganz egal, ob man zu den passionierten Kleingärtnern zählt oder seine liebe Not mit dem grünen Daumen hat – dieser Krimi ist für Gartenfreunde und Nichtgärtner gleichermaßen geeignet, die ein Faible für humorvolle Kriminalgeschichten haben.

    Ich wünsche mir, dass „Tot überm Zaun“ noch weitere Fälle für Cosma Pongs folgen, denn die herrlich unangepasste Hobbyermittlerin und ihre Crew stellen einen schillernden Farbklecks auf der Krimi-Landkarte dar.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre mit etlichen Überraschungen.
    Tot überm Zaun

    Große Aufregung im Verein der Düsseldorfer Schrebergärtner. Ausgerechnet einen Tag vor dem alljährlich stattfindenden Sommerfest, entdeckt Cosma Pongs in einer der Gartenparzellen eine Leiche. Als ambitionierte Krimiautorin wartet sie schon lange darauf, das leibhaftige Verbrechen endlich hautnah mitzuerleben und so stürzt sie sich mit Feuereifer in die Ermittlungen. Damit handelt sie sich allerdings jede Menge Ärger mit ihrer Tochter Paula ein, die als zuständige Kommissarin offiziell für den Fall zuständig ist. Während Paula und ihr Team die umständlichen Vorschriften des Dienstwegs einhalten müssen, nutzt Cosma die Chance der freien Spurensuche.

    Fazit
    Eine kurzweilige Krimikomödie, die trotz des dominierenden Slapstick-Charakters, so manch wahren Kern trifft.

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    walli007s avatar
    walli007vor einem Jahr
    Mutter macht alt

    Cosma Pongs, freischaffende Kriminalschriftstellerin, hat es nicht leicht. Ihre Tochter Paula, Kriminalkommissarin, will einfach nicht mit ihr zusammenarbeiten. Dabei kann es doch keine authentischere Recherche geben als in echten Fällen zu ermitteln. Cosma hat es im Gespür, es wird einen Mord geben. Etwas erschrocken ist sie dennoch als sie und die Mitbewohner in ihrer ü60 Wohngemeinschaft in einem Schrebergarten tatsächlich auf einen Menschenauflauf stoßen, in dem darüber diskutiert wird, die der vor ihnen liegende Besitzer eines der Gärten wohl zu Tode gekommen sein mag. Cosma ist wie elektrisiert - eine echte Leiche, es muss einfach Mord sein.


    Cosma und Paula Pongs sind ein Team, das aus Wiederständen zusammengeschweißt ist. Paula erteilt regelmäßig Platzverweise, die Cosma regelmäßig ignoriert. Neugierig sind sie beide, wodurch sich ihre Ermittlungen, bei denen sie sich gerne behindern, hin und wieder auch ergänzen. Ist im Verein der Gartenfreunde also tatsächlich ein Mord geschehen? Zunächst einmal wird schnell klar, dass der Tote nicht besonders beliebt war, ein Paragraphenreiter, der auf die Einhaltung sämtlicher Regeln und Gesetze pochte, wo man es doch eigentlich nicht ganz so genau nehmen muss, solange sich alle einig sind. Doch so ergeben sich etliche Motive, angefangen von dem Nachbarn mit der zu hohen Hecke bis zur Ehefrau, die nicht sehr zu trauern scheint.


    Obwohl der Roman in Düsseldorf spielt kommt einem beim Lesen der Beschreibung Cosma Pongs irgendwie der Gedanke an Katharina Thalbach, die in der Soko Köln in einigen Folgen eine schrullige Kriminalschriftstellerin/Privatdetektivin verkörperte. Und so erhält Cosma schneller eine Stimme und ein Gesicht als geahnt. Für die Lektüre ist das keinesfalls schlecht, es trägt eher weiter zur Erheiterung des Lesers bei, der den eh schon mit Witz und Humor gespickten Roman noch besser genießen kann. Wenn in den Nachrichten über viele bedrohliche oder unheimliche Geschehnisse berichtet wird, bietet so ein Cosy-Krimi gerade die richtige Portion Ablenkung und Abwechslung vom trüben Alltag. 


    Mag man dieses Genre des humorigen Kriminalromans wird man von diesem Debüt sehr angetan sein.

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    OmaIngevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Cosykrimi der gut unterhält aber eine nervige Protagonistin hat.
    Schrebergartenkrimi

    Was passiert wenn eine Krimiautorin eine Leiche entdeckt? Cosma Pongs findet einen Toten in einem Schrebergarten und versucht gleich die Ermittlungen an sich zu ziehen. Ihre Tochter Paula, die als Kriminalhauptkommissarin den Fall übernimmt, ist gar nicht erbaut von der "Hilfe" ihrer Mutter.
    Mein Leseeindruck: Cosma Pongs ist eine leidenschaftliche Krimiautorin. Sehr zum Leidwesen ihrer Tochter Paula, die gerne auf die Mithilfe ihrer Mutter verzichten würde. Cosma heißt eigentlich Renate, ist Mitte 60 und hält sich für eine gewiefte Ermittlerin. Schnell hat sie immer wieder einen anderen Verdächtigen und versucht auf eigene Faust mit ihren Wohngemeinschaftsfreunden zu ermitteln. Zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört Cosma nicht. Sie ist rechthaberisch, aufdringlich, unbelehrbar und macht ihrer Tochter das Leben schwer.  Paula muss in dem Mord Ermittlungen anstellen und gleichzeitig ihre Mutter und deren Truppe fernhalten. Das gelingt ihr nicht immer und sie verzweifelt fast daran. Ich kann ihr das gut nachfühlen. Wenn Cosma meine Mutter wäre würde ich mich versetzen lassen.
    Die kurzen Kapitel sind jeweils Cosma oder Paula zugeordnet und mit einer Überschrift versehen. So verliert man beim Lesen nicht den Faden und kann sich auch mal von Cosma erholen.
    Der Kriminalfall selber hat eine (für mich) unerwartete aber logische Lösung. Im Buch überwiegt der Slapstick und der Krimi kommt fast zu kurz. 
    Mein Fazit: Ein Cosykrimi, der gut unterhält und dem Leser den Schrebergartenalltag mit seinen Vorschriften näherbringt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt obwohl die Hauptprotagonistin Cosma absolut nicht mein Fall ist.

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    StephaniePvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lesenswerter Kriminalroman, der Spannung und Humor gelungen verbindet
    Tot überm Zaun

    In einer Schrebergartenanlage wird eine Leiche gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Kleingärtner vergiftet wurde. In dem auf den ersten Blick sehr idyllisch wirkenden Gartenverein finden sich schnell einige Verdächtige und Motive. Doch die Ermittlerin Paula Pongs kann sich nicht hundertprozentig auf die Lösung des Falls konzentrieren, da ihre Mutter Cosma und deren Mitbewohner auf eigene Faust ermitteln und dadurch wichtige Beweise zerstören und die polizeilichen Ermittlungen deutlich behindern.

    Ella Dälkens Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen, wodurch ein kurzweiliger Kriminalroman entsteht. Es wird gleich zu Beginn Spannung aufgebaut und geschickt mit einer Menge Humor kombiniert. Vor allem der Showdown ist sehr fesselnd und äußerst gelungen. Die Autorin beschreibt die Ermittlungen von Cosma und ihren Mitbewohnern sehr bildlich, wodurch sich viele amüsante Szenen im Buch finden.

    Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und gut durchdacht. Dies hat zur Folge, dass unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Durch die Kapiteleinteilung lässt sich das Buch schnell lesen und erfordert beim Lesen nicht die volle Konzentration. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Paula und Cosma ab. Um wessen Sichtweise es sich gerade handelt wird allerdings vor Beginn jedes Kapitels deutlich gekennzeichnet, wodurch der Leser der Handlung ohne Probleme folgen kann.

    Die Charaktere sind äußerst authentisch beschrieben. So sprechen einzelne Protagonisten beispielsweise immer wieder im Dialekt, was allerdings den Lesefluss und das Verständnis nicht beeinflusst. Der Leser kann sich schnell ein Bild der einzelnen Protagonisten bilden und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Allerdings waren mir Cosma, die anderen Bewohner der AutorenWG und deren Erlebnisse zum Teil etwas zu übertrieben und unrealistisch beschrieben.  Zudem haben ihre Ermittlungen häufig Überhand gewonnen, wodurch der eigentliche Fall etwas in den Hintergrund geraten ist.

    „Tot überm Zaun“ ist mein erstes Buch von Ella Dälken. Die Mischung aus Humor und Spannung ist wirklich gelungen und es macht Spaß das Buch zu lesen. Ich werde auch in Zukunft zu Bühern dieser Autorin greifen.

    FAZIT:

     „Tot überm Zaun“ verbindet sehr gelungen Krimielemente mit Humor. Allerdings geraten die eigentlichen Ermittlungen immer wieder in den Hintergrund, da zu sehr auf Cosma und ihre Mitbewohner eingegangen wird, welche mir zum Teil zu übertrieben dargestellt waren. Daher vergebe ich 4 Sterne!

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein typischer Cosykrimi, der neben der Krimihandlung vor allem unterhalten will. Leider kam mir der verzwickte Fall etwas zu kurz.
    Cosma kann’s nicht lassen

    „Das hier ist ihre erste echte Leiche, und ich hoffe inständig, dass sie nicht den Täter findet. Wenn das passiert, kann nichts und niemand sie mehr aufhalten.“ (S. 204) 

     

    Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs ist sichtlich genervt, denn ausgerechnet ihre Mutter Cosma hat nach einigen Falschmeldungen jetzt wirklich mal eine echte Leiche entdeckt – im Schrebergarten um die Ecke. Leider ist Cosma auch noch Krimiautorin und lässt sich von Nichts und Niemandem bei ihren Ermittlungen bremsen, obwohl Paula wirklich alles versucht: sie spricht Platzverweise aus, stellt Cosma unter Hausarrest und kettet sie sogar mit Handschellen an einen Zaun. Ohne Erfolg. Zusammen mit ihrer Krimi-Schriftsteller-WG und dem alkoholsüchtigen Kater Alfred ermittelt Cosma auf eigene Faust und das nicht mal erfolglos ...

     

    Cosma mischt sich aber nicht nur in Paulas Arbeit, sondern auch in ihr Privatleben ein - der neue Gerichtsmediziner ist schließlich Single und gutaussehend. Paula tat mir nicht nur einmal leid, wenn ihre Mutter wieder mal übers Ziel hinausgeschossen ist oder die Ermittlungen behindert hat.

    Da die Handlung abwechselnd aus der Sicht beider Frauen erzählt wird, hat man verschiedene Blickwinkel auf den Fall. Paula wird u.a. von ihrem motivtortenbackenden verklemmten Kollegen Walter unterstützt – mein persönlicher Liebling. Er ist seit Jahren erfolglos in eine Kollegin von der Spusi verliebt, die ihn nicht mal wahrnimmt. Im Zuge der Ermittlungen tauscht er mit den Gärtnerinnen  Tortenrezepte und blüht dabei regelrecht auf.

    Auch Cosmas Krimi-WG gehören lauter schräge Typen. Herr von Itzenplitz z.B. schreibt historische Krimis über den Kampf des Proletariats, Gerda schreibt Splatter-Krimis, obwohl sie kein Blut sehen kann und Eddi MeiZu lebt seine eigenen Fantasien als japanischer Großmeister in Geheimdienstthrillern aus.

     

    „Tod überm Zaun“ ist ein typischer Cosykrimi, der neben der Krimihandlung vor allem unterhalten will. Der Slapstick-Charakter kommt gut zum tragen, leider kam mir dafür der Fall an sich etwas zu kurz, obwohl er sehr verzwickt war. Insgesamt hatte mir das Buch einfach zu wenig Spannung. Die zum Teil sehr kurzen Kapitel machen es leicht, der Handlung nicht konsequent zu folgen sondern das Buch immer mal aus der Hand zu legen. Ich denke, es ist die perfekte Lektüre für den Garten, wenn man mal ein Päuschen vom Unkrautzupfen einschieben möchte ...

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Slapstickhafter Krimi mit einem speziellen Mutter-Tochter-Ermittler-Duo im Schrebergartenmilieu
    Welcher Kleingärtner war hier der Täter?

    In Ella Dälkens Krimi "Tot überm Zaun" ermittelt Cosma Pongs im Schrebergartenmilieu. Der Krimi erscheint im Heyne Verlag. 

    Cosma Pongs heißt eigentlich Renate, ist Mitte 60 und schreibt in Düsseldorf Krimis. Zu gern würde sie ihr kriminalistisches Fachwissen einmal im wahren Leben anwenden und als sie im benachbarten Schrebergarten spazieren geht, findet sie eine Leiche. Leider gehört diese Leiche ihr nicht allein, auch ihre Tochter, Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs, wird jetzt aktiv und ermittelt von Amts wegen. Sie verbietet ihrer Mutter, sich in die Mordermittlungen einzumischen, aber Cosma lässt sich nicht abwimmeln. Sie bleibt dran an "ihrem Fall" und auch ihre Wohngemeinschaft wird in die Ermittlungen involviert.


    Paula Pongs ist Kommissarin  und hat es nicht leicht, weil ihre Mutter Cosma Krimiautorin ist und sich ständig in laufende Fälle und Ermittlungen einmischt. Dabei mag Paula ihre Mutter samt liebenswerter WG und hat Mühe, hier private Gefühle und Interessen von beruflichen zu trennen. Ständig steht ihre Mutter am Tatort auf der Matte und verdächtigt Hinz und Kunz. Sogar die Verfolgung von Tatverdächtigen behindert sie, dass das zu Komplikationen und Theater führt, ist klar. So hat man als Leser herrlich lustige Szenen vor Augen, die die Autorin auch ausdrucksstark zu Papier bringt.


    Gerade die WG-Truppe um Cosma bringt mit ihren Unternehmungen viel Unterhaltung und Humor in die Handlung, es gibt viel zu schmunzeln und man empfindet sofort Sympathie für die älteren, aber sehr aktiven Herrschaften. Wobei Mutter Cosma schon eine etwas sehr aufdringliche Figur abgibt. Ständig versucht sie, ihrer Tochter einen Lebenspartner einreden zu wollen, was Paula sichtlich nervt. Diese spezielle Mutter-Tochter-Konstellation kommt sich auch bei der Verfolgung des Falles stets in die Quere und das sorgt für heitere Querelen.

    Dieser Krimi lebt im Grunde mehr von den Figuren als von der Krimihandlung. Es gibt einige schräge Typen, verliebte Gockel und esoterische Frauen, aber auch einen Kommissar mit einer Vorliebe fürs Backen und für Motivtorten. Auch Tiere sorgen in diesem Buch für spezielle Auftritte. Es wird nicht langweilig und mir gefallen die Figuren in ihrer amüsanten Darstellung. Nebenbei geht es noch um die Regeln und Vereinsvorschriften der Kleingärtner, hier bekommt man einen Einblick in die geltenden Schnittverordnungen und erlebt ein turbulentes Sommerfest mit. 

    Vom Unterhaltungscharakter her ist dieser Krimi top geschrieben. Die Späße sind nie dümmlich und man wird von einigen Erlebnissen überrascht. 
    Allerdings war ich als Leserin nicht so sehr auf Cosmas Seite, sondern eher auf Paulas. Sie hatte es wirklich schwer, einerseits ihrem Beruf nachzugehen und andererseits ihre nervende Mutter bei ihren regelbrechenden Aktionen aus dem Gefängnis rauszuhalten. Jedoch durch die Einmischung erfährt Paula einige Informationen über das Privatleben der Verdächtigen, die sie als Polizistin nie erhalten hätte. Man muss bei diesem Krimi das Slapstickhafte mögen und nicht erwarten, hier einen realistischen Whodonit zu lesen.

    Die Kapitel sind recht kurz und mit besonderen Überschriften versehen, die Perspektiven wechseln sich zwischen Cosma und Paula ab und bieten so verschiedene Sichtweisen auf die Vorgänge. Das führt zu einigen amüsanten Einblicken und zum besseren Verständnis der Figuren.

    Die heitere Slapsticknote überwiegt bei diesem Buch, da kommt zwar der Krimifall zur Auflösung, aber die Spannung leidet etwas, und den Zwist zwischen Tochter und sich ewig einmischender Mutter muss man mögen. 


    Ella Dälken versteht es geschickt, hier humorvolle Unterhaltung und Krimi zu verbinden und logisch aufzuklären. Sicherlich wird es noch weitere Fälle mit den Pongs geben, auf die ich mich jetzt schon freue.

    Kommentare: 1
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    Gudrun67s avatar
    Gudrun67vor einem Jahr
    Kurzmeinung: da will ich doch hoffen, dass noch viele weitere Fälle folgen
    da will ich doch hoffen, dass noch viele weitere Fälle folgen

    Das Cover ist hervorragend gelungen. Es zeigt in seinen Elementen, um was es geht und macht gerade durch die Harke und die vorbeiziehende Katze neugierig, auf das, was da so kommen mag. Der Zaun weist auf Geheimnisse hin, die es zu erkunden lohnt. Die Farbgebung ist super aufeinander abgestimmt.



    Der Schreibstil ist locker-lässig und lässt sich in seiner humorigen Darstellung flüssig lesen. Hier will man doch gerne mit dabeisein.

    Die Charaktere werden lebhaft und in detailreichen Facetten erläutert. Allein durch diese Beschreibungen hatte ich bei allen Mitwirkenden ein konkretes Bild vor Augen und auch die Wesenszüge konnte ich hervorragend nachvollziehen.



    Die Idee, einen Mordfall aus zweierlei Perspektiven zu ermitteln, ist grandios. Dies wurde auch durch die Kapitelunterteilungen, die entweder aus Paulas oder aus Cosmas Sicht erläutert werden, gut gelöst, so dass man als Leser immer mit am Ball bleiben kann und kein Wirrwarr entsteht. Die Perspektiven wurden durch die sich abwechselnden Kapitel, denen die Überschriften mit dem jeweiligen Namen, also entweder Paula oder Cosma, angeführt. In den jeweiligen Kapiteln wurde der Ermittlungsansatz und die Begebenheiten dargestellt, die die dazugehörigen Personen betreffen. Dies führt dazu, dass sich die Spannung steigert und auch, dass man als Leser Stück für Stück mit einbezogen wird. Und mitunter kommen sich die "Ermittler", auf einer Seite Paula Pongs auf der Seite der Polizei und andererseits Cosma Pongs auf der Seite der schriftstellerischen "Ermittler", in die Quere.

    Dies bewirkt zum einen Teil, dass man als Leser den Fall von unterschiedlichen Seiten serviert bekommt und auch aus verschiedenen Blickwinkeln hautnah mitermitteln kann. Zum anderen Teil, dass man durch die unterschiedlichen Ansätze und auch die unfreiwilligen Pannen, zum Schmunzeln kommt. Hierzu trägt auch noch der Nebenschauplatz Mutter-Tochter-Konstellation sein Übriges dazu bei. Die Nebenschauplätze, wie beispielsweise die Querelen zwischen Mutter und Tochter oder aber auch vielerlei Anekdoten aus der Vergangenheit der Mitwirkenden werden mit charmanten Spitzen, geistreich und viiiiiiiiel gutem Humor eingeflochten.

    Sehr intelligent führen die Ermittler immer wieder auf´s Neue zu anderen Verdächtigen, so dass hier nichts vorhersehbar ist.

    Die Spannung steigt Schritt für Schritt immer weiter an bis man vollends gefesselt ist.

    Die Kombi zwischen subtilem Humor und Spannung ist ausgewogen und beschert alles in allem ein phänomenales Lesevergnügen.



    Mein Fazit: da will ich doch hoffen, dass noch viele weitere Fälle folgen

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