Ella Danz

 3,9 Sterne bei 256 Bewertungen
Autorin von Osterfeuer, Ballaststoff und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ella Danz, gebürtige Oberfränkin, lebt seit ihrem Publizistikstudium in Berlin. Ihr spezielles Interesse gilt der genauen Beobachtung von Verhaltensweisen und Beziehungen ihrer Mitmenschen. Außerdem wird in ihren Büchern stets ausgiebig gekocht und gegessen sowie das Zusammenleben ihrer Protagonisten mit Genuss und Ironie durchleuchtet. Ella Danz ist aktiv bei Slow Food und sie hat Kommissar Georg Angermüller erfunden, einen sympathischen Oberfranken im Lübecker Exil, der nicht nur gegen das Verbrechen, sondern auch gegen schlechtes Essen kämpft. Die Geschichten um den Genießer im Polizeidienst haben ihr bei der Kritik den Titel „Agatha Christie des Gourmetkrimis“ eingebracht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ella Danz

Cover des Buches Osterfeuer (ISBN: 9783839229224)

Osterfeuer

(35)
Erschienen am 10.03.2021
Cover des Buches Ballaststoff (ISBN: 9783839211120)

Ballaststoff

(32)
Erschienen am 07.02.2011
Cover des Buches Steilufer (ISBN: 9783839233009)

Steilufer

(23)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Kochwut (ISBN: 9783839200391)

Kochwut

(21)
Erschienen am 08.09.2021
Cover des Buches Nebelschleier (ISBN: 9783899777543)

Nebelschleier

(21)
Erschienen am 01.02.2008
Cover des Buches Eisige Weihnachten (ISBN: 9783839224687)

Eisige Weihnachten

(23)
Erschienen am 09.10.2019
Cover des Buches Rosenwahn (ISBN: 9783839210567)

Rosenwahn

(16)
Erschienen am 08.02.2010
Cover des Buches Schatz, schmeckt's dir nicht? (ISBN: 9783839211090)

Schatz, schmeckt's dir nicht?

(14)
Erschienen am 12.07.2010

Neue Rezensionen zu Ella Danz

Cover des Buches Nachbarinnen (ISBN: 9783839207437)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Nachbarinnen" von Ella Danz

engineerwife
Hinter den gepflegten Fassaden ...

Das Buch „Nachbarinnen“ von Ella Danz beschreibt in jeweils eigenen Abschnitten die derzeitige Lebenssituation von vier sehr unterschiedlichen Frauen, die Tür an Tür in einem Mietshaus in Berlin wohnen. Ich lerne die junge Jenny kennen, die verzweifelt versucht schwanger zu werden und damit schnell die Beziehung zu ihrem Mann aufs Spiel zu setzen scheint. Dann haben wir Vera, die eigentlich mit ihrem Mann noch so viel vorhatte, bis ihn ein Schlaganfall von jetzt auf gleich außer Gefecht setzt und er zu Veras Pflegefall wird. Die quirlige Tanja weiß oft nicht, wo ihr der Kopf steht mit ihren drei Kindern, dem afghanischen Mitbewohner und dem durch seine häufige Abwesenheit glänzenden Dylan, Vater ihres jüngsten Sprosses. Last but not least ist da noch die hübsche aber recht unnahbare Frederike, die mit ihrem Mann Thomas und dem ewig kränkelnden kleinen Sohn das Schlusslicht bildet. 

Der Roman beleuchtet die jeweiligen Beziehungen der Frauen in ihren eigenen Familien aber auch die Dynamik des Zusammenlebens mit den anderen Parteien im Haus. Schicht für Schicht deckt die Autorin Geheimnisse auf, lässt die Frauen zusammen lachen und weinen und zeigt auf, wie wenig man sich doch gegenseitig zu kennen scheint.  

Leider konnte mich das Buch nicht so tief berühren, wie ich es mir gewünscht hätte. Immer mehr empfand ich es beim Lesen eher als eine Aneinanderreihung von Abschnitten und nicht wirklich als runde Geschichte. Die sehr ruhige Erzählweise hätte ein wenig mehr Tempo vertragen können, damit die zum Teil doch recht tragischen Ereignisse mehr an Gewicht gewonnen hätten. Ich vergebe für „Nachbarinnen“ deshalb 3,5 von 5 möglichen Sternen.  

Cover des Buches Theaterdonner (ISBN: 9783839280829)
Redroses avatar

Rezension zu "Theaterdonner" von Ella Danz

Redrose
Gelungener Krimi vor den Toren Hamburgs

Der Ananda Hof ist ein Mehrgenerationenheim und damit die Bewohner der einzelnen Apartments sich besser kennenlernen, findet jährlich ein Theaterspiel statt, welches in der Umgebung inzwischen recht bekannt ist. So war zumindest die Idee des inzwischen verstorbenen Gründers des Ananda Hofs, welcher von seiner Witwe und seiner Schwester weitergeführt wird. Eigentlich eine schöne Idee, aber die Harmonie steht und fällt eben mit den Bewohnern.

Die Idylle der Laientheatergruppe wird jäh gestört, als eine der Hauptdarstellerinnen ermordet wird. Wer hatte ein Motiv die schöne Odile zu töten? Liegt es daran, dass sie sich vor den Gemeinschaftsarbeiten erfolgreich drücken konnte? Oder ist Eifersucht im Spiel?

Für die Polizei kommt erschwerend hinzu, dass eine Hitzeglocke über der Region liegt und ich kann so sehr mit Kommissar Georg Angermüller nachfühlen. Wenn die Fahrt im klimatisierten Auto die einzige schöne Zeit des Tages ist, da möchte man einfach nicht aussteigen.

Theaterdonner ist bereits der 13. Fall mit Kommissar Angermüller, dem gemütlichen Typen, der mit einem Stück Kuchen zwischen den Zähnen einfach besser denken kann. Und weil der Herr Kommissar gerne selbst kocht, warten am Ende des Buches sogar noch etliche Rezepte auf mich.

Bevor das Gewitter endlich die große Erlösung bringt, sowohl beim Wetter als auch bei diesem spannenden Fall, führt uns Ella Danz noch ein paar Mal in die Irre.

Mir hat dieser Krimi gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die Entwicklungen von Angermüllers privatem Liebesleben und die nächsten Fälle.

Cover des Buches Theaterdonner (ISBN: 9783839280829)
A

Rezension zu "Theaterdonner" von Ella Danz

AnnetteTraks
Angermüllers 13. Fall ist wieder gewohnt spannend.

Seit dem Morgen brennt im Herzogtum Lauenburg die Sonne, es geht kein Lüftchen und ist drückend schwül. Auch auf dem Hof Ananda, dessen Zentrum eine Kulturscheune ist, leiden die Bewohner unter der Hitze und hoffen auf ein Gewitter, das hoffentlich die ersehnte Abkühlung bringen wird.

Man ist dabei, sich auf die alljährliche Theateraufführung vorzubereiten – diesmal soll „Tod auf dem Nil“ von Agatha Christie gegeben werden. Doch bevor es zur ersten Probe kommen kann, wird die junge französische Schauspielerin Odile tot auf der Bühne gefunden – auf ihrer Stirn klafft eine Schusswunde. Wer hat der lebenslustigen Frau, die gerne geflirtet und dadurch auch einige Unruhe gestiftet hat, nach dem Leben getrachtet? Dieser Frage müssen die Lübecker Kommissare Georg Angermüller und sein Kollege Claus Jansen nachgehen.

War Eifersucht das Motiv? Oder Neid? Schließlich war Odile neben ihrem Mann Erik die einzige Profi-Schauspielerin der Gruppe. Oder wollte jemand sich vielleicht rächen? Doch wofür?

Nicht nur das Wetter, auch die Ermittlungen bringen die Kommissare ganz schön ins Schwitzen.

Da gibt es noch eine weitere Leiche …

Resümee:

Auch Kommissar Angermüllers 13. Fall ist wieder gewohnt spannend. Ort der Handlung ist der Hof Ananda (Ausdruck des Sanskrit für „Glückseligkeit“) mit seiner Theaterscheune. Traditionell führen die Hofbewohner dort jedes Jahr ein Stück auf; diesmal soll es „Tod auf dem Nil“ sein. Doch vor der ersten Probe findet man auf der Bühne die junge französische Schauspielerin Odile ermordet auf.

Nach Agatha Christie-Vorbild ist dies ein Whodunnit-Krimi, bei dem es gilt, Täter und Motiv zu ermitteln. Als Leser, der über die gleichen Informationen wie die Ermittler verfügt, kann man miträtseln, wer Odil nach dem Leben getrachtet hat. Recht bald hatte ich einen Verdacht, der sich mit fortschreitender Handlung verdichtete und schließlich bestätigte. Das tat der Spannung jedoch keinen Abbruch, zumal eine Restunsicherheit bis zum Schluss blieb.

Der Ort der Haupt-Handlung ist – ebenfalls in Anlehnung an die Werke Agatha Christies - räumlich begrenzt, die Anzahl der Protagonisten überschaubar.

Gekonnt hat Ella Danz die Entwicklung des Wetters in den Geschehensverlauf eingebunden, etwa:

. drückende Schwüle, sich zunehmend zusammenbrauendes Gewitter – ein Mord geschieht, die Stimmung ist gedrückt, Ermittlungen werden aufgenom-men, einzelne Erkenntnisse verdichten sich und läuten die heiße Phase ein,

. das Gewitter entlädt sich, es kracht, donnert und regnet – der Täter wird entlarvt und gesteht nach anstrengendem Verhör (bei dem es ordentlich zur Sache geht) schließlich,

. es kühlt ab – die heiße Phase der Ermittlungen ist vorbei,

. ein Regenbogen ist zu sehen – zwischen einigen Akteuren wird es recht harmonisch und die Hoffnung auf zukünftiges Glück keimt auf.

Wie immer spielen die Zubereitung und der Essensgenuss eine große Rolle, und auch diesmal befinden sich im Anhang wieder die im Buch genannten Rezepte zum Nacharbeiten.

Der Schluss macht neugierig, wie es mit Georg Angermüller wohl privat weitergehen mag.

Fazit: Nun heißt es, geduldig auf den 14. Fall zu warten.

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