Ella Maillart

 3,6 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor*in von Geliebte Seidenpfote, Der bittere Weg und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ella Maillart (1903–1997) wuchs in Genf auf und war in vielerlei Hinsicht eine Wegbereiterin. Die hervorragende Sportlerin vertrat 1924 die Schweiz an den Olympischen Spielen in Paris im Einhandsegeln. Von 1930 bis ins hohe Alter unternahm sie zahlreiche Reisen, u.a. in die Sowjetunion, nach Afghanistan, China, Tibet, Indien und Nepal. Sie schrieb, fotografierte und hielt Vorträge über ihre Expeditionen. Mit ihren Werken Verbotene Reise und Turkestan Solo erlangte sie internationale Anerkennung als Asienkennerin, Reiseschriftstellerin und Fotografin.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Verbotene Reise (ISBN: 9783857878053)

Verbotene Reise

(1)
Erscheint am 23.06.2026 als Taschenbuch bei Lenos Verlag.
Cover des Buches Der bittere Weg (ISBN: 9783857878190)

Der bittere Weg

(2)
Neu erschienen am 17.03.2026 als Taschenbuch bei Lenos Verlag.

Alle Bücher von Ella Maillart

Cover des Buches Geliebte Seidenpfote (ISBN: 9783492229036)

Geliebte Seidenpfote

(6)
Erschienen am 01.04.2005
Cover des Buches Auf kühner Reise (ISBN: 9783857876967)

Auf kühner Reise

(2)
Erschienen am 01.01.2006
Cover des Buches Der bittere Weg (ISBN: 9783857878190)

Der bittere Weg

(2)
Erschienen am 17.03.2026
Cover des Buches Verbotene Reise (ISBN: 9783857877414)

Verbotene Reise

(2)
Erschienen am 01.06.2010
Cover des Buches Verbotene Reise (ISBN: 9783857878053)

Verbotene Reise

(1)
Erscheint am 23.06.2026
Cover des Buches Ti- Puss. Mit einer Katze in Indien (ISBN: 9783931782276)

Ti- Puss. Mit einer Katze in Indien

(1)
Erschienen am 01.08.2000
Cover des Buches Ti-Puss (ISBN: 9783857878343)

Ti-Puss

(0)
Erschienen am 16.01.2023
Cover des Buches Turkestan Solo (ISBN: 1845110277)

Turkestan Solo

(1)
Erschienen am 23.12.2005

Neue Rezensionen zu Ella Maillart

Cover des Buches Verbotene Reise (ISBN: 9783857878053)
EmmaWinters avatar

Rezension zu "Verbotene Reise" von Ella Maillart

EmmaWinter
Über 6000 Kilometer quer durch Asien

Die Schweizerin Ella Maillart (1903-1997) hat eine wahnsinnig interessante Biografie: Sie war Olympiateilnehmerin, Seglerin, Skifahrerin, Hockeyspielerin, Stuntfrau, Modell und Reisejournalistin und Fotografin. Von ihrer siebenmonatigen Reise von Peking aus durch entlegene Gebiete in China bis nach Srinagar in Kashmir handelt diese Reisebeschreibung. Ihr Begleiter, obwohl beide lieber als Alleinreisende unterwegs waren, auf dieser über 6.000 km langen Tour war Peter Fleming, ein britischer Reisejournalist und der Bruder von Bond-Erfinder Ian Fleming. Das Team aus Eton-Schüler und Schulabbrecherin funktionierte offenbar prächtig. "Ich hatte dabei Peters glänzende Intelligenz schätzen gelernt, seine Fähigkeit, alles zu essen und überall zu schlafen [...] seine Abscheu gegen jegliche Entstellung der Tatsachen und die angeborene Sachlichkeit, mit der er sie darstellte [...] Ich wusste auch, dass Fleming weder unter meinem Falschsingen noch unter meiner primitiven Kochkunst leiden würde. [...] Und Peter klärte mich darüber auf, dass seine affektierte Stimme, sein nöliger Oxforder Akzent seinen letzten Reisegefährten fast wahnsinnig gemacht hätten." (S. 23)


In ihrem Reisebericht schildert sie, eher dokumentarisch, jede Etappe der Reise, die sich anhand einer kleinen Karte im Buch mitverfolgen läßt. Manchmal war es etwas ermüdend und tempoarm, aber immer interessant. Die politischen Verwicklungen waren sehr konfus und ich habe nicht alles nachrecherchiert. Interessante Personen und Ereignisse haben jedoch meine Neugierde geweckt und daher weiß ich jetzt z.B. über die sogenannte Citroën-Expediton(en) Bescheid. Wir erfahren, mit welchen Verkehrsmitteln (von Zug bis Esel war alles dabei) die beiden unterwegs waren, was gegessen und getrunken wurde und (manchmal wollte man es gar nicht wissen) wo es herkam bzw. wie es gemacht wurde. Maillart schildert die unterschiedlichen Landschaften und deren Bewohner*innen, ihre Lebensweise und die Probleme der Regionen und die bürokratischen Hürden, die die Reisenden immer wieder zur schieren Verzweiflung getrieben haben.


Ich habe mir so viele Post-its gesetzt, dass ich gar nicht alles erwähnen kann. Eine zweifellos sehr interessante Lektüre, die aber etwas Zeit braucht. Am Ende sind einige Bilder von dieser Reise abgedruckt, die Maillart gemacht hat.


Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die Reise, die Maillart einige Jahre später mit ihrer Landsmännin Annemarie Schwarzenbach nach Afghanistan unternimmt. Ebenfalls eine Reisejournalistin und Fotografien mit einer spannenden Biografie.


In diesem Jahr hat der Exekutivrat der UNESCO der Aufnahme der Nachlässe der Schweizer Schriftstellerinnen Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart in das Register des Weltdokumentenerbes zugestimmt.






 


 

Cover des Buches Verbotene Reise (ISBN: 9783857877414)
dream_s avatar

Rezension zu "Verbotene Reise" von Ella Maillart

dream_
Reise in eine andere Welt

Eigentlich lese ich keine Reiseberichte, doch dann fand ich in einem Bücherschrank die Verbotene Reise von Ella Maillart. 

1935 machte sich diese mutige junge Frau auf den Weg von Peking nach Kaschmir. Zu Pferd, Pony, auf dem Kamel ... gemeinsam mit einem zufällig gefundenen Reisegefährten, wobei sie doch viel lieber allein gereist wäre. 

Beeindruckt von diesem Mut, dieser Liebe zu einem Land, das mir selbst so fremd ist und gefühlt unendlich weit weg, durfte ich beim Lesen Seite für Seite mit Ella Maillart reisen und ihre Erlebnisse und Eindrücke erfahren. 

Sie berichtet anschaulich und leicht zu lesen von ihrer Reise, den Orten und Menschen, die sie auf ihrem Weg traf, der Kultur, den Gepflogenheiten, der Landschaft ... Man fühlt sich ein wenig als Mitreisender und wird in diese völlig andere Welt mit hinein genommen.

Ein tolles Buch, ein toller Bericht, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und den ich gerne weiter empfehle.



Cover des Buches Geliebte Seidenpfote (ISBN: 9783492229036)
abuelitas avatar

Rezension zu "Geliebte Seidenpfote" von Ella Maillart

abuelita
„Am Ende einer Reise stosse ich immer wieder auf mich".....

„Am Ende einer Reise stosse ich immer wieder auf mich, und ich bereue es, dass ich so viele Jahre vertan habe, bis ich den Mut hatte, mich selbst kennenzulernen“. Das hat Ella Maillart erst sehr spät erkannt ….

Ella Maillart war zeitlebens auf „der Suche nach der Wahrheit“. Sie war eine der berühmtesten Abenteuerinnen des 20. Jahrhunderts – noch mit 80 Jahren bereiste sie Nepal und Tibet. Anfang der 40iger Jahre war sie in Indien, eben, um sich selbst zu finden.

Dieses Buch ist eher ein Mischmasch zwischen Reisebericht, Katzenbuch und indischer Weisheit. Denn in Indien trafen Ti-Puss und Ella Maillart aufeinander – und drei Jahre lang begleitete die Katze die Autorin.

Da ich selber schon immer das Glück hatte, Begleiterin von Katzen sein zu dürfen….*g*…. konnte ich vieles sehr gut nachvollziehen – den unbändigen Freiheitdrang von Ti-Puss genauso wie ihre Liebe zu der Autorin, die Spaziergänge „mit Katze“, die Neugierde von Ti-Puss genauso wie ihr teilweises Ablehnen ihrer Kinder dann…..

Das Ringen um „die wahre Liebe“ der Autorin nimmt einen Großteil des Buches ein ; sie möchte auch Ti-Puss „sich selbst sein lassen“ - auf der einen Seite. Auf der anderen Seite sind sie beide aufeinander angewiesen….

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