Ellen Alpsten Halva, meine Süße

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Inhaltsangabe zu „Halva, meine Süße“ von Ellen Alpsten

Eine Liebe, die alle Grenzen überwindet Als die 18-jährige Halva auf einer Party Kai kennen lernt, ist es für sie Liebe auf den ersten Blick. Und auch Kai schwebt auf Wolke sieben. Doch auf einmal versucht ihre Familie, die Treffen mit Kai zu unterbinden. Halva ist völlig verwirrt: Was stört ihre sonst so weltoffenen Eltern an ihrer großen Liebe? Und was hat es mit den mysterösen Briefen auf sich, die plötzlich aus Teheran eintreffen? Als Halva schließlich hinter das dunkle Geheimnis ihrer Familie kommt, wird ihr klar, dass ihre gesamte Zukunft auf dem Spiel steht. Und ihre Liebe zu Kai ...

Halva, meine süße - ein wunderbares Buch! Ich bin begeistert und hoffe sehr auf eine Fortsetzung!!!

— Na_Nox

Eine teilweise sehr kaugummiartige Liebesgeschichte, die mich aber durch das ganze Drumherum doch überzeugen konnte.

— AlenasTops

Wundervoll und unendlich traurig. Eine junge Liebe von Ehre und Wiedergutmachung überschattet. Liest sich super und geht ins Herz.

— MelE

Das Ende ist viel zu abrupt und sagt überhaupt nichts aus - und man will beim Lesen gegen Ende nur noch auf etwas einschlagen

— crazyLady_101

Süße Liebesgeschichte, die mit dem Ende für mich aber nicht abgerundet ist!

— GanzesBuch

Mir haben hier und da ein paar Dinge nicht gefallen, aber überwiegend war es doch eine schöne Geschichte. Würde ich weiterempfehlen.

— buecher_liebe21

Teilweise unrund geschrieben. Anfangs im Bezug auf die plötzliche Liebesgeschichte leider sehr unrealistisch. Das Ende ist am spannendsten.

— 2und5ist7

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  • Kulturelle und moralische Unterschiede - Herausforderung für die Liebe

    Halva, meine Süße

    MelE

    28. February 2016 um 15:33

    "Plötzlich begriff Halva, was Kindheit bedeutete. Kindheit war Unsterblichkeit, denn alles schien endlos und unerschöpflich. Zeit. Hoffnung. Glaube. Freiheit. Diese Unsterblichkeit endete hier und heute." Zitat S. 170 "Halva, meine Süße", stand schon eine ganze Weile in meinem Buchregal. Nun war es endlich Zeit es zu erlösen und im Nachhinein ärgere ich mich ein klein wenig, dass ich mir dieses wunderbare Buch selbst so lange vorenthalten habe. Die Story ist sehr bewegend und zeigt sehr deutlich die Unterschiede der kulturellen und moralischen Werte eines jungen Mädchens, welches in Teheran geboren wurde und einem jungen Mann, der durch und durch Deutscher ist. Auch wenn Halva in Deutschland aufgewachsen ist, macht sich ihre Kultur rasch bemerkbar, als sie sich in Kai verliebt und anfängt mehr und mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Plötzlich ist alles westliches Denken vergessen und die iranischen Wurzeln schimmern durch. Für Halva bricht eine harte Zeit an und sie muss sich entscheiden zwischen ihrer Familie und dem jungen Mann den sie liebt. Im Hintergrund wird gegen Halva und Kai integriert, wobei dies nicht das richtige Wort ist, um auszudrücken, was letztendlich geschieht und welchen Wandel das am Anfang erfrischende und lebensbejahende Buch nimmt . Wem kann Halva trauen? Es scheint, als wäre sie in diesem Spiel ganz alleine auf sich gestellt. Ich habe oft den Atem angehalten, denn ich empfand das, was Halva widerfährt als sehr ungerecht und regelrecht weltfremd. Ich würde dies Verhalten allerdings nicht allein  auf den Hintergrund der Religion schieben, obwohl deutlich wird, das dies großen Raum einnimmt. Es ist die Rede von Entehrung, Ehre und vielen anderen Dingen, die uns von Iranern unterscheidet. Mir würde es leichter fallen, ein gegebenes Wort / Ehrenwort zu brechen, für eine iranische Familie heißt es, das Gesicht verlieren und Schlimmeres. Für Halva ändert sich alles, als die ersten Briefe aus Teheran eintreffen. Es kommt zum Eklat und zum Bruch innerhalb der Familie. Welch Schmerz, welche Schande. Ich litt mit Halva und Kai und hatte bis zuletzt Hoffnung auf ein glückliches Ende.  "Halva, meine Süße" ist ein wundervolles Jugendbuch, welches für das vorgesehene Lesealter unbedingt geeignet ist. Der Geschmack von Halva, einer wunderbaren Süßwarenspezialität  liegt mir immer noch auf der Zunge und der Geruch in der Nase. Ellen Alpsten ist die Gradwanderung innerhalb der verschiedenen Kulturen wunderbar gelungen. Gerne empfehle ich "Halva, meine Süße" trotz Traurigkeit und Drama hier und da gerne weiter, da es zum Nachdenken anregt. Es bietet auch sehr viel Schönes und verdeutlicht, wie schmerzlich es ist zu lieben, wenn man es nicht darf und Heimlichkeiten beginnen. Die Heimlichkeiten geben dem Buch die gewisse Romantik, die in einem Jugendbuch nicht fehlen darf, wenn es einen Wohlfühleffekt erzielen will. In "Halva, meine Süße" vereinen sich die Emotionen und daher empfand ich das Buch als ganz besonders wertvoll.

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  • Leserunde zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug" von Stefan Bollmann

    Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug

    killerprincess

    Achtung, keine Leserunde! Kein Buch zu gewinnen! Hallo liebe Teilnehmer des Überraschungsthreads, der Herbst naht mit großen Schritten und das bedeutet, es ist wieder Zeit für eine Überraschungspaket-Runde! *************************************************************** Anmeldung bis:   13.09.2015 Auslosung:           14.09.2015 Starttermin:         26.10.2015 *************************************************************** Paketmamis: Ohne einige Paketmamis kann die Runde natürlich nicht starten! Also unbedingt melden, wenn ihr Lust habt, ein Paket zu stellen! -Wildpony Teilnehmer: 1. killerprincess               Wunschliste 2. summi686                    Wunschliste 3. Wildpony                      Wunschliste 4. Starlet                           Wunschliste 5. Litfara                           Wunschliste 6. Ayanea                          Wunschliste Reihenfolge: 1. killerprincess            (angekommen: 31.10. abgeschickt: 05.11.) 2. Starlet                        (angekommen: 10.11.  abgeschickt:  ) 3. Litfara                        (angekommen:   abgeschickt: 19.11 ) 4. Ayanea                       (angekommen: 27.11   abgeschickt:  ) 5. Summi686                  (angekommen:   abgeschickt:  ) 6. Wildpony                    (angekommen:   )      

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  • Ein schöner Liebesroman mit schrecklichem Ende

    Halva, meine Süße

    buecher_liebe21

    19. January 2015 um 16:06

    Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war schon sehr gespannt darauf es zu lesen. Eigentlich gehören Liebesromane nicht zu meinem Genre, aber ich wollte diesem Buch trotzdem eine Chance geben. Das Buchcover ist sehr schön gestaltet, die Ornamente sind je nachdem wie das Licht auf das Buch fällt, mal zu sehen und mal nicht. Die Farben harmonieren alle miteinander und wirken freundlich, aber auch zurückhaltend. Das Mädchen, das links zu sehen ist, scheint zu tanzen und sich dabei frei zu fühlen. Und um dieses Thema geht es auch in diesem Buch. Nicht nur Liebe, sondern auch Freiheit spielen in diesem Buch eine große Rolle. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden, da man nicht wusste, über welche Personen geschrieben und einige Fremdwörter benutzt wurden. Allerdings änderte sich das dann auch schon beim nächsten Kapitel. Die Autorin hat einen sehr flüssigen und leichten Schreibstil, der auf Jugendliche abgestimmt ist und das Buch sich somit einfach und schnell lesen lässt. Die Geschichte ist von Anfang an interessant geschrieben und es kam nie Langeweile auf, wovor ich schon überflüssigerweise Angst hatte. Was mir nicht gefiel, war die Tatsache, dass sich die zwei Hauptprotagonisten so schnell ineinander verliebten. Sie hatten noch nicht einmal die Zeit gehabt, sich richtig kennen zulernen, da waren sie auch schon total ineinander verknallt. Dies empfand ich leider als unrealistisch. Dennoch entwickelte sich ihre Liebesbeziehung weiter und später war diese auch richtig schön. Ich habe für Halva und ihren Freund gehofft, dass sie in Ruhe und Frieden Zusammensein konnten, da sie ein sehr schönes Liebespaar waren. Allerdings passieren einige Dinge, die sie davon abhält. Es wird beinahe alles daran gesetzt, dass sie sich trennen. Die letzten paar Seiten empfand ich als heftig und krass, da einige schlimme Dinge passieren, die man überhaupt nicht vorhersieht. Es wurde dadurch aber auch so spannend, dass ich die Seiten nur so verschlungen habe. Das Ende jedoch gefiel mir leider gar nicht. Es war sehr traurig, ich hätte mir ein schöneres Ende gewünscht. Alles in allem empfand ich diesen Liebesroman, als meinen ersten gelesenen, sehr schön. Mir haben hier und da ein paar Dinge nicht gefallen, aber überwiegend war es doch eine schöne Geschichte. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, auch an die, die gerne mal etwas über den Iran erfahren möchten.

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  • Teils sehr schwach, aber doch aufwühlend

    Halva, meine Süße

    splitterherz

    18. October 2013 um 21:46

    "Immer wenn du Halva isst, dann sollst du an mich denken. An mich und daran, wer du bist und wo du herkomst. Du darfst das nie vergessen, vor allen Dingen,weil du von morgen an überall eine Fremde sein wirst. Wenn du Halva ist, dann denk an Teheran." [”Halva, meine Süße” // Ellen Alpsten // S. 19] Erster Satz: "Was für ein verrücktes Land, in dem man sich drinnen freier fühlt als draußen an der frischen Luft." Inhalt: Als der neunzehnjährige Jurastudent Kai, die hübsche Iranerin Halva Mansouri sieht, weiß er eins genau: Halva ist anders. Ihre geheimnisvolle und warme Art verdrehen ihm sofort den Kopf, doch dann ist da noch ihr Bruder Mudi, der sie auf Schritt und Tritt zu kontrollieren scheint - und überhaupt, warum kann Halva nicht einmal ihren Orangensaft selber bestellen? Kultureller Unterschiede zum Trotz verlieben sich die beiden ineinander, nichts ahnend, dass ihnen ein Hindernis bevorsteht, welches sie kaum überwinden können: Als Halvas Vater 2004 mit Hilfe von Glück und einem Freund aus dem Gefängnis im Iran fliehen konnte, ist er auf einen Handel eingegangen, um das Visum für seine Familie nach Deutschland zu bekommen. Bald schon muss Halva erkennen, dass der Preis für die Freiheit ihrer Familie definitiv zu hoch ist... Schreibstil: Mit Ellen Alpstens Schreibstil verhält es sich in etwa so wie mit Schokolader - man liebt sie, ganz klar, aber nach ein oder zwei Stücken reicht es dann auch schon wieder. Alpstens Stil ist da nicht anders; er ist eine so widersprüchliche Mischung aus Poesie und Plumpheit, dass man manche Stellen verschlingt und andere nur mit einem missbilligenden Seufzer bedenken kann. Besonders was Dialoge und Jugendsprache angeht, wirkt "Halva" sehr unrealistisch und unglaubwürdig, die Sprache liest sich hölzern und aufgesetzt und da können die schön geschriebenen Passagen leider auch nicht mehr viel dran ändern. Insgesamt liest sich das Buch aber dennoch recht flüssig und die kleinen Stolpersteine interessieren den Leser am Ende sowieso nicht mehr. Daher: Gute Ansätze, aber keine Glanzleistung. Meine Meinung: Manche Bücher möchte man zeitweise gegen die Wand werfen, einfach, weil sie einen emotional so aufwühlen. Gut, manche nerven auch einfach nur und ich muss zugeben, dass auch "Halva, meine Süße" da nicht unbedingt ein unschuldiges Exemplar ist, aber prinzipiell gehört diese Geschichte eher in die erste Kategorie: Emotional aufwühlend. Denn wenn "Halva, meine Süße" (im folgenden immer nur "Halva") eines ist, dann das - und das nicht nur wegen der unzähligen Schwächen, die dieses Buch aufzuweisen hat. Nein, auch die Geschichte entwickelt sich gegen Ende zu einer unglaublichen (und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes) Aneinanderreihung aus Verständnislosigkeit, Unglauben und Hass, die man zwischendrin kaum noch aushalten kann. Ich wollte diesem Buch wehtun, ich wollte es aus dem Fenster werfen und ich wollte es nicht weiterlesen, denn man kann sagen was man will, "Halva" ist definitiv kein durchweg gutes Buch, aber es ist eines, das in mir etwas bewegen konnte - und das spricht doch im Grunde nur dafür. Fangen wir bei den Dingen an, die mich gestört haben - und das immens. "Halva" deutscht extrem herum, wenn ihr versteht, was ich meine. Es hat diese Art und Weise, an der man direkt merkt, dass dieses Buch von einer deutschen Autorin geschrieben wurde und das gerade im Hinblick auf das Verhalten Jugendlicher. Unauthentischer kann man die Jugend von heute eigentlich kaum darstellen, gerade was die Sprache betrifft. Ich kenne niemanden, weder Student, noch Schüler, noch Kind, der derart altmodisch und slanglos redet, wie es in diesem Buch der Fall ist. So verliert die Geschichte öfters mal an Glaubwürdigkeit und wirkte, als wäre es aus der Sicht eines achtzigjährigen geschrieben, wo wir auch direkt bei Protagonist Kai wären, der so ziemlich der aalglatteste und unglaubwürdigste Mensch ist, der mir literarisch je über den Weg gelaufen ist. Warum? Weil er unmenschlich, beinahe aufgesetzt und gekünstelt wirkt. Er verhält sich wie ein Jugendlicher und redet wie ein alter Mann, der schon alles vom Leben gesehen hat und auf seine letzten Tage noch einmal ein Abenteuer in Sachen Liebe erleben will. "Plötzlich begriff Halva, was Kindheit bedeutete. Kindheit war Unsterblichkeit, denn alles schien endlos und unerschöpflich. Zeit. Hoffnung. Glaube. Freiheit. Diese Unsterblichkeit endete hier und heute." [S. 170] Dabei fällt öfters mal auf, wie wenig man auf die Worte der Autorin vertrauen kann. Erst noch wird die Beziehung zwischen Kai und seinem Vater als schwierig dargestellt und plötzlich kommt der neunzehnjährige Kai mit Worten wie "Papa [...] Wenn du jemanden magst... ich meine, so richtig [so wie du Mama geliebt hast] magst. Soll man das gleich sagen?" (S. 116). Bitte? Welcher neunzehnjährige Student fragt denn so was seinen Vater, wenn er geistig auf der Höhe sein soll? Die zweite Protagonistin Halva jedenfalls ist in dieser Hinsicht ein wenig realistischer gezeichnet. Gerade ihren iranischen Hintergrund und generell die kulturellen Wissenseinschübe, die hier oft in den Text eingebaut werden, haben mir sehr gut gefallen und mich extrem interessiert. Die Autorin führt die Figuren auch sehr schnell zusammen - und lässt sie sich so schnell ineinander verlieben, das die Magie, dieser besondere Zauber einfach völlig wegfällt. Das ist natürlich sehr schade, da die Geschichte enorm dramatisch und pathetisch ist und dem Leser einiges an Unverständnis und Mitleid abverlangt, was er für die blassen Figuren oft gar nicht übrig hat. Und jetzt kommt das große ABER, denn die Geschichte hat mich ja doch berühren können, mich rasend gemacht und verdammt sauer, denn die familiäre Situation Halvas ist doch zu schockierend, als dass sie einen kalt lassen könnte. Es ist verblüffend, wie schnell Figuren, die man anfangs mochte, plötzlich zu jemand ganz anderem werden und man jegliche Sympathie für sie verlieren kann, aber Alpsten hat das definitiv geschafft. Geschickt und glaubwürdig präsentiert sie die kulturellen, wie moralischen Unterschiede zwischen dem Iran und Deutschland und hat mich damit so manches Mal sehr wütend gemacht. Die letzten hundertfünfzig Seiten des Buches bohrten sich in mein Herz und konnten so leicht nicht mehr herausgezogen werden; tausend kleine Widerhaken stecken noch immer dort fest und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Die vielen Thematiken und Probleme, die Alpsten in das Zentrum der Geschichte stellt, sind einfach zu faszinierend und gerade in der kurzen Zeitspanne kaum zu lösen. So bleibt auch das Ende sehr unbefriedigend und schreit der Offenheit wegen gerade zu nach einer Fortsetzung, die aber wohl ausbleiben wird. Fazit: Zugegeben: Sonderlich lesenswert und positiv tönt das alles nicht und ich bin auch absolut nicht überzeugt von dem Buch, aber im Gesamtbild und gerade zum Ende hin betrachtet, hat dieses Buch etwas geschafft, was nur wenige Geschichte wirklich zu erreichen vermögen: Es hat mich aufgewühlt. In jeder Hinsicht. Es hat mich mehrmals fest geschüttelt, mich gegen die Wand geworfen und dort gehalten, denn die Geschichte um Halva, ihre Familie und Kai ist eine sehr trauriger und emotionaler Art, die mich mehr als einmal den Kopf hat schütteln lassen. Zwar ist die Charakterzeichnung und die Authentizität im Hinblick auf das Verhalten und die Sprechweise Jugendlicher ziemlich schwach und überzeugt nur wenig, dafür sind es die Details, die die Geschichte besonders machen. Aufwühlend, anders und dramatisch - das ist Halvas Geschichte und sie ist trotz der vielen Kritikpunkte meiner Meinung nach lesenswert, gerade die letzten hundert Seiten.

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  • Eins meiner Lieblingsbücher

    Halva, meine Süße

    coco_90

    26. August 2013 um 18:19

    Mittlerweile ist über ein halbes Jahr vergangen, dass ich das Buch gelesen habe. Und auch heute bin ich noch hin und weg, wenn ich darüber nachdenke. Halva wächst mit ihrem Bruder Mudi und ihren Eltern in Teheran auf. Als ihr Vater durch einen Bekannten aus einem Gefängnis entkommen konnte, setzt die Familie alles daran nach Deutschland zu um zu ziehen. Wirklich alles! Halva ist 8 Jahre alt als sie mit ihrer Familie nach Deutschland einreist, ihr Bruder 10 Jahre. Beide wachsen mit Respekt vor ihren Eltern und ihrer Kultur auf, haben aber nahezu alle westlichen Freiheiten. Mudi lernt bedingt durch sein Jurastudium Kai kennen. Die beiden verbindet sofort eine Freundschaft. Als Mudi seine Schwester Halva mit auf die Erstsemesterparty nimmt lernt sie ebenfalls Kai kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Als sie beginnt zu tanzen ist es auch um Kai geschehen. Die beiden können ihr Glück kaum fassen und möchten jede freie Minute mit einander verbringen. Doch dann beginnt die Familie die Treffen der beiden zu verhindern. Zunächst glaubt Halva an Zufälle, doch schnell merkt sie, dass ihre sonst so weltoffenen Eltern ein Problem mit ihrer Beziehung zu Kai haben. Zeitgleich treffen mysteriöse Briefe auf Farsi ein. Es scheint, als hätten diese Briefe etwas mit der negativen Veränderung der Familie zu tun. Als Halva von ihrer Tante den Brief übersetzt bekommt bricht ihre Welt in tausend Scherben, denn sie erfährt, dass ihre Eltern für ihr Leben in Deutschland ein schreckliches Versprechen machen mussten. Zuerst möchte ich ein riesiges Lob für die Aufmachung des Covers aussprechen. Jeder, der dieses Buch in den Händen hielt oder halten wird, wird verstehen was ich meine! Der bildliche Schreibstil von Ellen Alpsten gefällt mir sehr gut. Man kann die Orte an denen die Handlung spielt gerade zu greifen und hat genaue Bilder im Kopf. Zudem ist das Buch in kurzen, einfachen Sätzen geschrieben und an manchen Stellen sehr poetisch. Man ist sofort im Buch gefangen und taucht in eine neue Welt ein. Die Charaktere sind wahnsinnig gut beschrieben. Man hat sofort eine Vorstellung von Halva, Mudi und Kai. Mit Kai und Halva fühlt man richtig mit, da sie einem gleich sympatisch sind. Auch die "Nebencharaktere" sind unglaublich gut gezeichnet! Dieses Buch ist kein typischer Schicksalsroman sondern viel mehr die Geschichte eines Liebespaares. Natürlich spielt der Iran und die Herkunft eine sehr große Rolle, doch vor allem am Anfang des Buches werden auch die schönen Seiten aufgezeigt. Die Handlung der Geschichte wechselt zwischen wunderschön, traurig, lustig und schockierend. Immer wieder hält sie neue Überraschungen parat und lässt den Leser sprachlos zurück. Es ist nicht möglich dieses Buch über längere Zeit zu lesen, da man unbedingt wissen will wie es weiter geht! Das Buch ist durchgehend sehr authentisch und nicht zu über- oder untertrieben. Das Ende ist einfach nur genial. Wer ein wunderschönes und aufwühlendes Buch mit einem besonderen Schreibstil und einer wertvollen Geschichte lesen möchte, bei der Kultur und Liebe nicht zu kurz kommen, ist mit diesem Buch bestens beraten! 5 Sterne

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  • herzzerreißend

    Halva, meine Süße

    mausispatzi2

    30. May 2013 um 09:55

    Klappentext: Eine Familie zwischen zwei Welten, eine Liebe, die Grenzen überwindet, ein Versprechen, das alles zerstören kann. Als Halva auf einer Party Kai kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Während die beiden sich immer näher kommen und Pläne für eine gemeinsame Zukunft schmieden, ahnen sie nicht, welch Tragödie sie mit ihrer Beziehung ins Rollen bringen. Plötzlich erhalten Halvas Eltern seltsame Briefe aus ihrem Heimatland, dem Iran, und versuchen, ihre Tochter mit allen möglichen Ausflüchten von ihrem Freund fernzuhalten. Halva begreift zu spät, was noch alles auf sie und ihre Familie auf dem Spiel steht. Hat ihre Liebe zu Kai dennoch eine Chance? Meine Meinung: Halva meine Süße ist kein Roman, den man mal eben so lesen kann, denn dafür ist die Geschichte zu herzzerreißend und einfach unglaublich. Wie kann sich eine ganze Familie von jetzt auf gleich ändern und die gewonnene Freiheit außer Kraft setzten, obwohl sie doch genau wissen, wie es sich anfühlt, in Angst zu leben. Ich kann es einfach nicht glauben, wie sich Eltern so extrem in das Leben ihrer schon fast Erwachsenen Kinder einmischen können, nur damit die Ehre der Familie nicht beschmutzt wird. Ich kann ja verstehen, das sie sich ihrer Heimat verbunden fühlen und es gibt auch wirklich schöne Rituale und Sitten, aber müssen sie sich auch gegen ihre Freunde stellen. Die Story ist gut durchdacht und behandelt in der zweiten Hälfte alle möglichen Vorurteile, die man sich vorstellen kann. Die Umsetzung ist gut, aber teilweise so unglaublich, das man es sich einfach nicht vorstellen kann. Ich hoffe auf einen Zweiten Band, da ich das Ende (Cliffhanger) einfach nicht akzeptieren kann. Ansonsten gefällt mir die Idee der Story sehr gut und man merkt, das es in der Liebe keine Grenzen gibt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, da Kai und Halva abwechselnd in der Ich-Perspektive erzählen. Dennoch finde ich, das die Gefühle zeitweise nicht richtig rüberkommen. Sie haben mich nicht durchgehend erreicht und lassen mich mit gemischten Gefühlen zurück. Auch das Ende kann ich einfach nicht verstehen, die die es schon gelesen haben, werden wissen, was ich meine. Die Protagonisten sind alle sehr gut beschrieben. Kai mochte ich am liebsten, er war immer ehrlich und so zuvorkommend. Halva mochte ich auch, aber den Rest konnte ich sehr schlecht einschätzen. Manchmal waren sie nett und freundlich, aber teilweise auch richtig gemein und fies. Das Cover ist wunderschön, wenn man den Schutzumschlag abmacht, ist das Buch ganz golden und glänzt. Das Muster auf dem Umschlag ist ausgestanzt und das Gold schimmert durch, hach das sieht so toll aus. Fazit: Halva meine Süße ist kein normaler Liebesroman, er überschreitet kulturelle Grenzen, vermischt sie und macht etwas ganz neues daraus. Mir hat es bis auf ein paar Kleinigkeiten gut gefallen und ich wünsche mir so sehr einen zweiten Band.

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  • Konnte mich trotzt Startschwierigkeiten überzeugen

    Halva, meine Süße

    _Vanessa_

    26. May 2013 um 19:08

    Warum ich das Buch lesen wollte: Auf der Frankfurter Buchmesse 2012 habe ich dieses Buch gesehen und mich direkt in die wunderschöne Aufmachung (die auf dem Foto gar nicht richtig rüberkommt!) verliebt. Ich wollte es eigentlich erst gar nicht kaufen, da ich nur sehr selten mal eine Liebesgeschichte lese, aber als ich ein anderes Buch bezahlen wollte und dann gesagt wurde, dass die Bücher aus dem Verlag für wenig Geld verkauft werden, habe ich gar nicht lange überlegt und mir auch noch dieses Buch geschnappt. Zum Glück! Darum geht es: Die damals 8-jährige Halva musste 2002 mit ihrer Familie aus Teheran, ihrer Heimat im Iran, fliehen, nachdem ihr Vater nur mit sehr viel Glück dort aus dem Gefängnis entkommen konnte. Nun, zehn Jahre später, haben sie sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut. Halvas Eltern betreiben ein Café, welches gut läuft, ihr Bruder Mudi hat begonnen Jura zu studieren und sie selbst steht kurz vor ihrem Abitur. Auf einer Party, zu der sie ihren Bruder begleitet, lernt sie dann Kai kennen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch Halvas Eltern, die sonst eigentlich weltoffen sind, verbieten die junge Liebe und schon bald steht nicht nur diese auf dem Spiel, sondern auch Halvas Zukunft.. Meine Meinung: Der Schreibstil... Mir gefiel Ellen Alpstens Art zu Schreiben sehr gut. Das Buch ließ sich sehr gut und flüssig lesen. Ich konnte richtig gut in die Geschichte eintauchen und habe beim lesen gar nicht bemerkt, wie die Zeit verging. Die Geschichte... Die ersten 20 Seiten, also der Prolog, welcher 2002 spielt, gefielen mir erst gar nicht. Ich habe das Buch deswegen schon einmal abgebrochen, aber dieses Mal habe ich mich davon nicht beirren lassen und habe weitergelesen. Sehr schnell fing es dann an, mir besser zu gefallen. Ratz fatz waren die ersten 100, 150, 200 Seiten gelesen und ich war sehr ans Buch gefesselt. Die Liebesgeschichte gefiel mir sehr gut und auch das Ganze drum herum, dass mit Halvas Eltern bzw. ihrer Familie, warum auf einmal Briefe aus Teheran, ihrer alten Heimat, bei ihnen ankommen, etc., konnte mich überzeugen. Die Geschichte hat mich total mitgerissen und mich mitfiebern lassen! Und dann kam das Ende... Boar! Was für ein Ende! Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, ich war richtig erschüttert und hätte am liebsten geheult. Ich hoffe, da kommt noch irgendwas nach... Die Charaktere... ...finde ich einfach nur wunderbar und viel mehr gibt es da nicht zu sagen! Ich konnte mich sehr gut in Halva und auch in Kai hineinversetzen, habe mit ihnen mitgefühlt. Aber auch Halvas Familie konnte ich irgendwie verstehen, allerdings kann ich ihre Taten absolut nicht gutheißen und teilweise auch nicht ganz nachvollziehen. Alle Charaktere kamen mir sehr realistisch vor, was mir sehr gut gefiel. Fazit... "Halva, meine Süße" konnte mich trotzt Startschwierigkeiten überzeugen. Mir gefiel die Liebesgeschichte sehr gut und ich mag euch dieses Buch gerne empfehlen! Von mir gibt es sehr sehr gute 4 Sterne, die, wenn der Anfang nicht gewesen wäre, auch 5 hätten werden können.

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  • Halva meine Süße

    Halva, meine Süße

    netty176

    11. May 2013 um 14:15

      Ich war sehr gespannt auf das Buch und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Man ist sofort mitten drin in einer wunderbare Liebesgeschichte zwischen Kai und Halva. Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, man fliegt förmlich über die Seiten. Und auch die Perspektiven fand ich sehr gut gelöst. So erfährt man mal von Halvas Seite, mal von Kais Seite aber auch die Seiten der Eltern bzw. von Mudi. So hat man einen Blick auf alles, was das lesen total leicht machte. Was mir richtig gut gefallen hat, war das sich die Autorin auch nicht scheut, typische „Ausländer- Klischees“ mit einzubauen. Durch eines lernt Kai, der gerade anfängt zu studieren, Mudi kennen. Die beiden freunden sich schnell an und dadurch lernt er auch Halva kennen und lieben. Halva kommt für mich sehr authentisch rüber. Sie ist nicht so naiv, wie man es von vielen Liebesromanen kennt. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, wie man immer so schön sagt. Aber auch die anderen Charaktere kamen für mich sehr überzeugend rüber. Leider ist das Thema, welches die Autorin hier umgesetzt hat, immer noch sehr relevant. Ich fand es sehr interessant zu sehen, was die Familie alles auf´s Spiel setzt, nur weil man irgendwann mal ein Wort gegeben hat. Ebenso, dass das weibliche Geschlecht nicht so viele Rechte hat, wie es hier üblich ist. Die Autorin hat sich sehr viele Gedanken gemacht, was das angeht und es perfekt umgesetzt. Bei manchen Stellen habe ich mich selber dabei erwischt, dass ich dachte was wäre wenn, wie würde man selber in solch einer Situation handeln? Zum Ende sind bei mir sehr sehr viele Fragen offen geblieben, deswegen hoffe ich, dass es so nicht zu Ende geht. Man muss einfach wissen, wie die Geschichte endet. Fazit: Eine wundervolle, romantische Liebesgeschichte zwischen Kai und Halva, die leider nicht so sein darf. Trotzdem kämpfen beide dafür und stellen sich so gegen ihre Familie. Die Autorin beschreibt alles so wundervoll, gefühlvoll, romantisch aber auch sehr spannend, was einen durch das Buch fliegen lässt und man einfach nicht davon los kommt. Außerdem regt das Buch sehr zum Nachdenken an. Für mich ein absolutes Must Read.

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  • Rezension zu Halva, meine Süße von Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

    Tintenfaesschen

    14. April 2013 um 14:05

    Wir schreiben das Jahr 2002, als die Familie Mansouri beschließt Teheran zu verlassen, nachdem der Vater der 8-jährigen Halva nur mit viel Glück der Willkür und Folter im iranischen Gefängnis entkommen konnte. Sie benötigten dennoch die Hilfe eines einflussreichen Bekannten, um sich ein neues Leben in Deutschland aufbauen zu können. Zehn Jahre später führen Halvas Eltern ein gut laufendes Café in Augsburg, ihr Bruder Mudi hat gerade mit seinem Jurastudium begonnen und sie selbst steht kurz vor ihrem Abitur. Doch alles soll sich schlagartig ändern, als sie Kai auf einer Erstsemesterparty trifft und sie sich ineinander verlieben. Ihre sonst so weltoffene Familie beginnt die Treffen mit Kai zu verhindern und plötzlich erreichen sie mysteriöse Briefe aus Teheran. Das dunkle Geheimnis ihrer Familie kommt ans Licht und Halva wird klar, dass nicht nur ihre Liebe zu Kai, sondern auch ihre gesamte Zukunft auf dem Spiel steht, denn der Preis, den die Familie Mansouri für ihre Flucht aus dem Iran gezahlt hat, war sehr hoch… "Eine Familie zwischen zwei Welten, eine Liebe, die Grenzen überwindet, ein Versprechen, das alles zerstören kann." “Halva, meine Süße” ist ein Buch, das nach dem Lesen der letzten Seite noch lange nachhallt. Es behandelt Themen, die ich auf diese Weise mit solch einem cleveren Erzählstil noch nicht gelesen habe. Die Handlung beginnt in einem prologähnlichen Rückblick ins Jahr 2002. Halvas Mutter Raya besucht mit Halva und ihrem Bruder Mudi ein letztes Mal vor der Abreise ihre Großmutter. Schon nach dem Lesen der ersten Seiten lässt sich vermuten, um welchen Preis es sich handelt, den Halvas Familie für ihre Flucht zahlen musste, denn Raya macht Andeutungen, dass sie Halva einem der Söhne des Bekannten versprochen haben. Diese schon frühe Offenbarung nimmt jedoch nicht die Spannung der Geschichte, denn das Interesse an der weiteren Entwicklung bleibt bestehen. Der clevere Erzählstil, der schon angesprochen wurde, äußert sich unter anderem in der “Halvathematik”, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und die beiden Welten miteinander verbindet: Bei ihrem letzten Besuch bei ihrer Großmutter lernt Halva wie man das süße Konfekt nach dem sie benannt wurde zubereitet. Halvas Großmutter zieht Parallelen zwischen der Herstellung von Halva und der Liebe, die immer wieder im Buch auftauchen. So benutzt Halva auch das Konfekt um ihre Gefühle auszudrücken und Kai so Botschaften zukommen zu lassen, während sie versuchen trotz der verbotenen Liebe und des Versprechens, das vor zehn Jahren gemacht wurde, ihr Glück zu finden. Die Geschichte wird liebevoll und wohl dosiert angereichert mit Informationen über das Leben, die Politik und die Kultur im Iran. Der Leser wird nicht mit zu viel politischem Input überfordert, trotzdem zeigt die Autorin auch Vorurteile und Probleme in Deutschland gegenüber Mitbürgern mit Migrationshintergrund auf, sodass die ganze Thematik rundum arrangierte Ehen sehr aktuell und realistisch wirkt. Die Erzählperspektive wechselt immer zwischen Kai und Halva und beide Sichten fügen sich gut ineinander. Ihre Schicksale sind von Anfang an miteinander verflochten. Doch als das dunkle Geheimnis ans Licht kommt, scheint alles ins Wanken zu geraten. Ein Versprechen aus alten Zeiten scheint die Familienverhältnisse zu zerrütten, schürt Misstrauen, wo vorher nur Liebe und Zusammenhalt war. Und besonders diese Szenen zwischen Halva und ihrer Familie sind sehr mitreißend gestaltet. Man empfindet so viel Sympathie für die Protagonistin und fühlt mit ihr. Alles in allem ist “Halva, meine Süße” ein gelungenes Buch, das aktuelle Themen behandelt. Es wirft zwar kleine Stolpersteine auf, wie z.B. die manchmal kitschig wirkende frische Liebe zwischen Kai und Halva, wenn Kai schon beim dritten Treffen sehr offensiv seine Liebe gesteht. Dennoch findet dieses Buch die richtige Mischung zwischen schwerer Thematik und “leichterem” Liebesroman. Die dynamische Handlung liest sich leicht von der Hand. Das Ende lässt einen kurz leer und traurig zurück, aber es gibt auch den nötigen Anreiz weiter über diese doch sehr realistisch wirkende Geschichte nachzudenken.

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  • Eine wunderbare römatnische Geschichte

    Halva, meine Süße

    Amarylie

    11. April 2013 um 20:00

    Süße Träume. Bittere Realität. Teheran 2004: Nachdem der Vater der 8-jährigen Halva Mansouri nur mit viel Glück der Willkür und Folter im iranischen Gefängnis entkommen ist, sieht die Familie keinen anderen Ausweg mehr, als aus dem Iran zu fliehen. Mit Hilfe ihres einflussreichen Bekannten Bijan setzen sie sich nach Augsburg ab. Zehn Jahre später: Halvas Familie hat sich in Deutschland eine erfolgreiche Existenz aufgebaut. Ihre Eltern führen ein gut laufendes Café, ihr Bruder Mudi hat gerade mit seinem Jurastudium begonnen und sie selbst steht kurz vor ihrem Schulabschluss. Auf einer Erstsemesterparty lernt sie Kai kennen, einen Kommilitonen von Mudi. Für Halva ist es Liebe auf den ersten Blick und auch Kai schwebt auf Wolke Sieben. Doch auf einmal beginnt ihre Familie, die Treffen mit Kai zu verhindern. Halva ist völlig verwirrt: Was stört ihre sonst so weltoffenen Eltern an der Beziehung zu Kai? Und was hat es mit den Briefen auf sich, die plötzlich aus Teheran eintreffen? Als Halva schließlich hinter das Geheimnis ihrer Familie kommt, wird ihr klar, dass nicht nur ihre Liebe zu Kai, sondern ihre gesamte Zukunft auf dem Spiel steht – so hoch war der Preis, den ihre Eltern damals für die Flucht aus dem Iran gezahlt haben … Halvas Familie und sie sind Flüchtlinge aus dem Iran, um genauer zu sein aus Teheran. Ihre Eltern wollen ihr eine bessere Zukunft ermöglichen ohne jegliche Angst, denn nach der Aussage ihrer Mutter ist man in Iran im Haus freier als draußen in der Natur. Dies macht Halva nachdenklich und verfolgt sie bis nach Deutschland. Nachdem ihre Familie geschafft hat in Deutschland Fuß zu fassen und ein gutes Leben zu führen, lernt sie Kai kennen und verliebt sich Augenblicklich in ihn. Durch die Liebe zu ihm kommen Wahrheiten ans Licht, die sie nicht für möglich gehalten hat und ihre Welt verändert. Doch hat die Liebe dennoch eine Chance? Bei „Halva, meine Süße” habe ich mich auf eine Reise in eine andere Kultur eingestellt, sowie das Aufeinanderprallen zweier Länder, Kulturen, Sitten und Religion. Zum einen durch das orientalische Cover und den Klappentext sowie die Tatsache, dass Ellen Alpsten eine Journalistin ist, deren Schreibfeder bereits einige Bücher in solch einer Richtung erfüllt hat. Aufmerksam wurde ich jedoch auf die Autorin erst durch dieses Buch. Die Anspielung des Namen der Protagonistin ist zuckersüß! Als ich den Titel gelesen hatte, musste ich wegen der Anspielung und Doppelbedeutung grinsen. Zur Aufklärung: Zum einen ist Halva eine Süßwarenspezialität, deren Ursprung auch aus Iran ist. Zum anderen ist die Protagonistin eine liebenswerte Charakterin, die ebenfalls aus dem Iran stammt und als liebenswert dargestellt wird. Halvas (hierbei tatsächlich die Protagonistin und nicht die Süßwarenspezialität) Wordgewandt wird in der Geschichte dem Alter entsprechend angepasst. Sie wirkt erwachsen und vollkommen authentisch. Halva lernt durch Mudi, ihren Bruder, Kai kennen und verliebt sich in ihn. Kai lebt in Wohlstand und keines dieser Jungs, die durch Geld zu beeinflussen sind. Als es klar wird, dass sich die zwei ineinander verliebt haben, wird alles komisch. Ihre Familie bekommt immer wieder merkwürdige Briefe, Mudi wird auf einem Mal ebenfalls ganz anders und benimmt sich entsprechend. Er scheint nicht der Sonnenschein zu sein, bei dem Halva sich sicher fühlen kann. Nur bei ihrer jungen Tante Marya kann sie es. Zu ihr baut sie eine starke Verbindung auf und nur bei ihr kann sie sich öffenen, über ihre Probleme reden und alles erzählen. Im Großen und Ganzen geht es in der Geschichte um diese Charaktere. Der Schreibstil ist wunderschön. Die Sätze lassen sich wie ein Seidentuch umhüllen, vollkommen locker und gefühlsecht. Ellen Alpsten weiß mit Worten umzugehen und dem Leser ab der ersten Seite mit sich zu reißen. Die Gefühle der Verliebten kommen dabei nicht kurz, denn die Erzählung der Zuneigungen von Kai und Halva packen den Leser jedes Mal aufs Neue. Der Einblick in eine neue Kultur wird zudem in dieser Geschichte gewährleistet mit all ihren Problemen von Tradition bis hin zur Politik. Somit hat mich das Buch in keinster Weise enttäuscht, sondern eher mirgerissen! Liebe. Kulturen. Tradition. Politik. Iran. Problematiken. Flüchtlinge. -Begriffe, die ich mit dem Buch in Verbindung bringe. „Halva, meine Süße” ist ein romantisches Jugendbuch, welches mit Emotionen geprägt ist und den Leser mit Halva leiden, aber auch schöne Momente miterleben lässt. Ich kann das Buch nur jeden ans Herz legen, denn als Leser liest man nicht nur über eine Liebesgeschichte auf schwierigem Wege entstehen sehen, sondern lernt zudem auch eine andere Kultur mit ihren Problematiken kennen. Altersempfehlung: Ab 14 Jahren Ellen Alpsten wurde 1971 in Kitale in Kenya geboren . Dort lebte sie mit ihren Eltern bis sie 1991 nach Deutschland zurückkehrten. So machte sie in Deutschland ihr Abitur, studierte erst in Köln dann in Paris – Jura, Politik, Philosophie und Wirtschaft. Heute lebt Alpsen mit ihren 3 Söhnen und Mann in London. Dort ist sie als Moderatorin für N24 tätig. Seit 2004 arbeitet Ellen Alpsten als freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a für die FAZ, Spiegel Online, die Madame und mehrere britische Publikationen wie das politisch-kulturelle Magazin Standpoint. Titel: Halva, meine Süße Genre: Jugendroman Autor: Ellen Alpsten Verlag: Coppenrath ISBN: 978-3649605980 Preis: 16,95€

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  • Rezension zu "Halva, meine Süße" von Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

    elchi

    27. February 2013 um 20:36

    „Halva, meine Süße“ von Ellen Alpsten ist eine faszinierende Liebesgeschichte zwischen zwei Welten – Deutschland und dem Iran. Der Aufbau der Handlung ist der Autorin sehr gut gelungen, da sie durch ständige Wendungen der Geschehnisse eine kontinuierliche Spannung aufbaut, wobei sie in einem Moment einen Funken an Hoffnung gibt und ihn im nächsten Moment wieder zerschlägt. Man fiebert und leidet vom Anfang bis zum Ende der Geschichte mit den beiden Hauptprotagonisten, Halva und Kai, mit. Ellen Alpsten verleiht der Geschichte Lebendigkeit indem sie die Unterschiede der Kulturen Deutschlands und dem Iran gegenüberstellt und dem Leser vor Augen führt. Geflissentlich lässt sie Themen wie „Vorurteile“, „den Unterschied von Sitten und Traditionen“, „allgemeine Umgangsformen“, „Folter und Krieg“, „Ehrgefühl“, „Schande und Rache“, ebenso „Misstrauen“, aber auch Themen wie „Liebe“, „Mut und Vertrauen“ mit in die Geschichte einfließen. Sie übt teils Kritik an den Gesellschaften, andererseits öffnet sie den Lesern die Augen um fremden Kulturen gegenüber nicht voreingenommen zu sein. Der Schreibstil der Geschichte ist einfach und leicht verständlich und die Erzählweise wird aus der Sicht beider Hauptprotagonisten (Halva und Kai) im Wechsel wieder gegeben, wodurch die Geschichte und deren Protagonisten sehr authentisch rüber kommen um man sich als Leser fühlt, als befinde man sich selbst mitten im Geschehen. Des Weiteren sind die Charaktere sehr vielseitig und liebevoll beschrieben und dem Leser wird es durch die Einblicke in beide Sichtweisen erleichtert, einen Bezug zu den Charakteren herzustellen. Ihre Ängste, Zweifel und Sorgen sind wie ein offenes Buch und ihre sehr emotionalen Gefühlsausbrüche gehen einem dabei sehr nahe. Der Titel „Halva, meine Süße“ passt hervorragend zur Geschichte, denn Halva wird als liebevolles, junges Mädchen dargestellt, die dazu neigt es jedem Recht zu machen, aber dabei dennoch ihre Haltung wart und ihren eigenen Kopf durchsetzt. Hinzu kommt, dass Halva ein süßes Konfekt ist, welches man individuell zubereiten kann. Am Tag der Verabschiedung bei ihrer Großmutter lernt sie, wie man Halva zubereitet. Ihre Großmutter übermittelt ihr ein uraltes Familienrezept und gibt ihr eine Botschaft mit auf den Weg. Seitdem legt Halva ihre ganzen Gefühle in die Zubereitung von Halva rein und übermittelt somit Botschaften an ihren Geliebten Kai. Besonders erwähnenswert ist aber auch die tolle Covergestaltung. Während das Cover der gebundenen Ausgabe einheitlich Gold glänzt, so ist sein Schutzumschlag in Blautönen gehalten mit weißen Blüten und rosa Schmetterlingen. Zusätzlich hat es eine Laserstanzung im orientalischen Stil, so dass das Gesamtbild des Covers eine schöne Musterung darstellt. Um noch kurz zum Inhalt zu kommen… Halvas Familie lebt bis zu ihrem 8. Geburtstag in Teheran im Iran. Ihr Vater gerät eines Tages durch ein Versehen in ein islamisches Gefängnis und wird gefoltert, er entgeht nur knapp seinem Tod. Ein Bekannter hilft ihm zu entkommen und organisiert die Flucht für Halvas Familie nach Deutschland. Hierbei wird ein hoher Preis ausgehandelt… Kurz vor ihrer Flucht nach Deutschland ist Halva mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Mudi bei ihrer Gromutter zu Besuch um sich zu verabschieden. Ihre Gromutter bringt ihr das uralte Familienrezept zur Zubereitung von Halva, dem süssen Konfekt, nach dem Halva benannt ist, bei und vertraut ihr eine Botschaft an. 10 Jahre später hat die Familie Mansouri sich eine eigene Existenz in Form eines kleinen Cafés aufgebaut. Halva macht in Deutschland ihr Abitur und ihr Bruder Mudi studiert Jura. Am Tag seiner Anmeldung trifft er auf Kai, der ebenfalls Jura studiert. Ein junger Mann, aus reichem Haus, dessen Vater Arzt ist. Mudi und Kai schließen Freundschaft und als dann die Erstsemesterparty stattfindet, bringt Mudi seine Schwester Halva mit. Wie das Schicksal es will, verlieben sich Halva und Kai in einander und die Geschichte um eine romantische und sehr emotionale große Liebe beginnt. Zu Beginn scheint alles wunderbar, doch der Schein trügt. Ich möchte euch nicht zu viel verraten, da das ganze hier ein wenig verzwickt wird und ich euch die Spannung nicht nehmen möchte. Ich kann nur sagen, dass das Ende der Geschichte anders ausging als ich dachte und bei mir viele Fragen aufwirft. Fazit: Eine sehr emotionale Liebesgeschichte, die durch das Leben zweier Kulturen, die unterschiedlicher nicht sein können hart auf die Probe gestellt wird und zum Nachdenken anregt. Locker, flockig zu lesen – absolut empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Halva, meine Süße" von Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein wunderschönes,gefühlvolles Buch! Inhalt Als sich Halva und Kai in einander verlieben, scheint für den Deutschen und der Iranerin alles wunderschön und nahezu perfekt zu sein. Zu Beginn scheint es auch wirklich so, bis geheimnisvolle Briefe die Mansouris erreichen und Halvas Eltern in eine aufgeregte Stimmung versetzen. Bald beginnt auch Mudi, Halvas Bruder, sich ihr gegenüber merkwürdig zu benehmen. Halva möchte wissen was es mit diesen Briefen auf sich hat, was sie liest verschlägt ihr den Atem und schon bald muss sie nicht nur um ihre Liebe zu Kai kämpfen... Charaktere Kai, ein deutscher Junge und Sohn eines Arztes , der in sehr wohlhabenden Verhältnissen aufwächst. Doch so schön das Haus,die Autos und die Umgebung auch sein mögen, Kai fühlt sich alleine. Bis er Halva kennen lernt. Halva ist ein Mädchen das mit ihren acht Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen ist und gerade ihr Abitur macht. Als sie durch ihren Bruder Mudi, Kai kennen lernt, verliebt sie sich sofort unsterblich in den schönen,netten,deutschen Jungen. Mudi ist der große Bruder von Halva der gerade sein Jurastudium begonnen hat und sich dadurch auch mit seinem Mitstudenten Kai anfreundet. Der anfänglich so nette,fürsorgliche große Bruder entpuppt sich bald jedoch als hartgesottener Mann. Marya ist die ,noch sehr junge, Tante von Halva und die Einzige bei der Halva ihr Herz ganz und gar ausbreiten kann... Um diese vier Personen dreht sich das Buch hauptsächlich Natürlich kommen auch öfters die Eltern von Halva und Mudi zur Sprache und der Vater von Kai, der nie Zeit für seinen Sohn hat.. Schreibstil & Aufbau Der Schreibstil ist wunderschön,locker,flüssig und gefühlvoll. Er zieht den Leser gleich ab der ersten Seite in seinen Bann und lässt einen nicht mehr los. Die Gefühle die Halva,Kai gegebenüber hat und umgekehrt wurden jedesmal so wundervoll dargestellt ,dass ich Gänsehaut bekam. Spannend war das Buch ab der ersten Seite und es gab keinen Moment der mich langweilte, zum Ende nahm die Spannung sogar noch um einiges zu und ließen einen den Atem anhalten. Aufgebaut ist das Buch in Kapitel, wobei jedes Kapitel eine passende Überschrift hat. Fazit Ich hab dieses Buch geliebt. Nicht nur die wunderschöne Gestaltung sondern auch der Inhalt haben mich restlos begeistert. Ohne zu viel zu verraten kann ich nur sagen, dass ein großer Schwerpunkt in diesem Buch die Zwangsehe, um die Familienehe zu wahren, ist. Ein Thema das von der Autorin sehr gut umgesetzt wurde. Besonders begeistert haben mich Kai und Halva die mir von Anfang an mehr als sympathisch waren. Auch der Schreibstil war so toll, und das Buch beinhaltete so viele schöne Sätze, das ich diese nachher in mein Heftchen übernehmen werde. Ein Buch voller Liebe zwischen zwei jungen Leuten die ohne einander nicht leben wollen und können und doch um ihre Liebe kämpfen müssen. Ein Buch für Jung und Alt! "Life goes on for Kai and Halva"

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    • 2
  • Rezension zu "Halva, meine Süße" von Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

    Tintenelfe

    26. January 2013 um 22:09

    Seit 10 Jahren lebt die achtzehnjährige Iranerin Halva mit ihrer Familie in Deutschland. Die Flucht aus dem islamischen Staat, in dem das Alltagsleben von Frauen stark reglementiert ist und der Vater nur mit Mühe der Folter in einem iranischen Gefängnis entfliehen konnte, gelang nur mit Hilfe von einflussreichen Freunden. Halvas älterer Bruder Mudi ist der ganze Stolz der Familie und mit Beginn seines Jurastudiums erfüllt er pflichtbewusst die Hoffnungen und Erwartungen seiner Eltern, die sich mit einem kleinen Café eine neue Existenz aufgebaut haben. Als Halva und Mudis Kommilitone Kai sich auf einer Party kennenlernen, verlieben sie sich ineinander. Was anfangs kein Problem zu sein scheint, wird schon bald auf eine schwere Probe gestellt, denn es kommen Briefe aus dem Iran von dem Freund, der ihnen damals zur Flucht verhalf und der nun seinen Preis einfordert… „Halva, meine Süße“ ist ein Buch, auf das ich mich gefreut hatte, nicht zuletzt aufgrund der guten Bewertungen, die ich auf vielen Blogs gelesen hatte. Umso mehr bin ich von dem Buch enttäuscht. Von Anfang an hatte ich das Gefühl „Nachhilfe“ zum Thema „Iran“ zu bekommen, wobei mir Vieles klischeehaft vorkam. Das einzig Positive, was man in diesem Buch zum Iran findet, ist das Essen. Das liest sich dann wiederum manchmal ein bisschen wie aus einem Reiseführer. Ich war dann auch nicht mehr überrascht festzustellen, dass es sich bei Ellen Alpsten um eine deutsche Autorin handelt. Das Buch lässt sich sehr schnell und flüssig lesen, die Gefühle zwischen Halva und Kai werden ausdrucksvoll beschrieben. Die Geschichte ist sehr emotional und hat es durchaus verstanden mich mitzureißen und die Zeit nur so dahinfliegen lassen. Viele der Charaktere sind für mich jedoch in ihren Handlungen nicht nur unüberlegt und naiv, sondern in ihrer Entwicklung geradezu unglaubwürdig (dazu mehr auf der Spoilerseite auf meinem Blog). Zeigt die Autorin in der ersten Hälfte des Buches noch, wie das Miteinander der Kulturen funktionieren kann, wenn beide Seite aufgeschlossen sind, schwenkt sie dann radikal um und bedient sämtliche Klischees, die mit dem Islam, Ehre und Zwangsheirat einhergehen. Dies hat mir den Spaß an dem Buch dann leider doch sehr verdorben, trotz der schönen Liebesgeschichte und dem interessanten Thema. © Tintenelfe www.tintenhain.de

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  • Rezension zu "Halva, meine Süße" von Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

    Manja82

    23. November 2012 um 17:01

    Kurzbeschreibung: Als Halva auf einer Party Kai kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Während die beiden sich immer näher kommen und Pläne für die Zukunft schmieden, ahnen sie nicht, welche Tragödie sie mit ihrer Beziehung auslösen. Plötzlich erhalten Halvas Eltern seltsame Briefe aus ihrem Heimatland Iran und versuchen, ihre Tochter mit allen Mitteln von Kai fernzuhalten. Halva begreift zu spät, was noch alles für sie und ihre Familie auf dem Spiel steht. Hat ihre Liebe zu Kai dennoch eine Chance? (Quelle: Coppenrath Verlag) Meine Meinung: Im Alter von 8 Jahren muss Halva zusammen mit ihrer Familie aus Teheran fliehen. 10 Jahre später hat sich die Familie in Deutschland eine neue Existenz aufgebaut. Ihre iranischen Wurzeln haben sie aber niemals vergessen. Halva wurde modern erzogen und macht derzeit ihr Abitur. Ihr Bruder Mudi beginnt ein Jurastudium und auf einer Studentenfeier lernt Halva Kai kennen und verliebt sich in ihn. Allerdings wird die Familie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ganz plötzlich steht nicht nur ihre Zukunft auf dem Spiel, sondern auch ihre Liebe zu Kai. Ihr Vater erhält Briefe aus Teheran, in denen ein gewisser Bijan eine Schuld einfordert und ihn an sein Ehrenwort erinnert. Welches Geheimnis steckt hinter den Briefen? Welchen Preis musste Halvas Familie damals wirklich für die Flucht zahlen? Und hat die Liebe zwischen Halva und Kai überhaupt eine Chance? „Halva, meine Süße“ ist der erste Roman, den ich von Ellen Alpsten gelesen habe. Die Autorin hat aber bereits weitere Bücher veröffentlicht. Halva ist 18 Jahre alt und macht gerade ihr Abitur. Sie wurde sehr liebevoll gestaltet und war mir durch ihre unbeschwerte und liebenswerte Art direkt sympathisch. In ihren Inneren bestreitet Halva einen Kampf zwischen den Traditionen Teherans und der Moderne Deutschlands. Auf einer Studentenfeier ihres Bruders lernt sie Kai kennen. Kai ist Jurastudent und kommt aus recht reichem Hause. Doch Geld alleine macht ihn nicht glücklich, er fühlt sich oftmals alleine. Sein Vater ist ein vielbeschäftigter Arzt. Auf der Studentenfeier lernt er die Schwester seines Kommilitonen Mudi kennen. Mudi ist Halvas Bruder und Kais Kommilitone. Zu Beginn ist er fürsorglich und nett, wandelt sich aber recht schnell in einen ziemlich harten jungen Mann. Marya ist Halvas Tante und die einzige, zu der Halva gehen kann, wenn sie Kummer hat. Neben diesen 4 authentisch dargestellten Protagonisten, um die sich die Geschichte hauptsächlich dreht, gibt es noch weitere Charaktere, die Ellen Alpsten sehr gut gezeichnet hat. Die Liebegeschichte zwischen Halva und Kai ist sehr zart und schön beschrieben. Wenn man allerdings bedenkt, dass hier zwei komplett verschiedene Kulturen aufeinander treffen, so ging es mir einen Ticken zu schnell mit den beiden. Den Lesegenuss stört das aber überhaupt nicht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und gut lesbar. Teilweise ist er sogar recht poetisch und bildhaft. Die Handlung beginnt ziemlich langsam und steigert sich mit zunehmender Seitenzahl immer weiter. Sie ist sehr emotional und ab etwa der Hälfte wird es zunehmend spannend und mitreißend. Es gibt zudem viele Wendungen im Buch. Das angesprochene Thema, Zwangsehen, hat Ellen Alpsten gut in die Handlung mit eingebracht. Ich selber stehe diesem Thema eher skeptisch gegenüber. Das Ende hat mich sehr berührt aber auch etwas schockiert zurückgelassen. Es regt zum Nachdenken an. Fazit: „Halva, meine Süße“ von Ellen Alpsten ist ein toller Roman. Das Buch beginnt recht seicht, nimmt dann aber immer mehr Fahrt auf. Die Autorin kann mit tollen Protagonisten und einer Handlung, die sich auf ein aktuelles Thema bezieht, durchaus überzeugen. Lesenswert.

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  • Rezension zu "Halva, meine Süße" von Ellen Alpsten

    Halva, meine Süße

    Jetztkochtsie

    15. November 2012 um 18:43

    Sehr schade, dieses war eines der Bücher auf die ich mich brennend gefreut hatte. Die Umschlag gestaltung war einfach nur hinreißend, der Klappentext ließ auf so viel hoffen. Gefühl, Intensität, Nachdenklichkeit, Gesellschaftskritik. Leider funktioniert nichts von alledem, zumindest nicht für mich als Erwachsene. Die Charaktere aggieren nicht stringent, ihre Emotionen wirken auf mich überzeichnet und überzogen. Die Handlungen bergen logische Lücken (Kai springt in den Eiskanal, um Halva zu beweisen, wie wichtig sie ihm ist und fährt dann in Unterbuxe und völlig durchnäßt bei Minusgraden total entspannt mit ihr nach Hause...das glaubt doch nicht mal eine 14jährige, die diese Tat für noch so romantisch hält.) Später begehen zwei Personen (ich verrate nicht welche, um keine Spannung vorweg zu nehmen) Straftaten und leider schafft es die Autorin hier noch nicht mal diese juristisch richtig zu bezeichnen. Eine schwere Körperverletzung erfordert eine schwere Folge, die hier jedoch definitiv nicht eintritt, aber gut, das wird den jugendlichen Leser ja nicht stören. Was mich aber stört, bei der Vorstellung, daß dieses Buch von Jugendlichen gelesen wird, ist die Art des Umgangs mit dem Problem. Anstatt sich Beratung, Hilfe und Unterstützung zu suchen halten Halva und Kai still, bis die Situation eskaliert. Beide kommen sich bei ihren kleinen geheimen Treffen unglaublich schlau vor und blenden das Problem, daß Halva in den Iran verheiratet werden soll komplett aus. Das mag durchaus realistisch sein, befriedigte aber mein Leserempfinden überhaupt nicht. Ansonsten ist das Buch leider eine Anhäufung von Vorurteilen und mit solchen beladenen Charakteren. Es wird zu sehr schwarz und weiß gemalt, es scheint gar keine grauen Schattierungen zu geben. Es wird auch nicht wirklich etwas hinterfragt, oder überlegt oder nachgedacht. Die einen schwafeln von Liebe, die anderen von Ehrverletzung, daß man so keine Probleme löst dürfte selbst dem jugendlichen Leserklientel rasch klar werden. Für mich eine sehr enttäuschende Lektüre. Einziges Plus ist hier wirklich die Umschlaggestaltung und der zeitweise recht poetische Schreibstil (vorallem wenn es ums Kochen oder Essen ging, war das wirklich sehr schön zu lesen). Größtenteils hat mich das Buch aber einfach nicht überzeugen können. Das gänzlich offene Ende, mit einer Botschaft, die mir so gar nicht gefallen konnte und für mich auch keinen Sinn ergab, hat dann sein übriges dazu getan. Wirklich sehr schade. SEHR SCHADE!!

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