Ellen Alpsten Weiße Schuld

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Inhaltsangabe zu „Weiße Schuld“ von Ellen Alpsten

Weiß ist anders, und anders muss sterben Er ist weiß, und er muss sterben. Das Opfer besitzt nach dem Glauben seiner Henker Zauberkräfte, die man für Schwarze Magie nutzen kann. Er wird nicht das letzte Opfer sein. Zeitungskorrespondentin Charlotte, die erst kürzlich nach Nairobi gezogen ist, wird in den Sog aus Glaube, Aberglaube, Magie und Habgier gezogen. Ein Sog, der auch vor Kindern nicht haltmacht. Und plötzlich hängt es von der jungen Frau aus Deutschland ab, ob das Schicksal Leben oder Tod heißt.

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  • Rezension zu "Weiße Schuld" von Ellen Alpsten

    Weiße Schuld

    saba

    14. March 2012 um 19:02

    Charlotte Frank, eine junge und ehrgeizige Journalistin aus Köln, nimmt nach der Trennung von ihrem Freund eine neue Arbeitsstelle in Nairobi an. Trotz großer kultureller und klimatischer Unterschiede, ist Charlotte schnell von der bunten Fülle der afrikanischen Lebensart fasziniert. Leider lernt Charlotte aber bald auch die dunkle Seite von Nairobi kennen. Bei ihrem ersten Besuch im größten Slum der Stadt, Kibera genannt, wird sie Zeuge einer grausamen Gewalttat. Ein Albino wurde auf offener Straße ermordet. Die kenianische Polizei interessiert sich für solche Fälle wenig, bis gar nicht. Ganz im Gegenteil sind inzwischen sind viele staatliche Ämter in Kenia, von einer Art Sekte unterwandert, die zu den Ursprüngen der afrikanischen Sitten und Gebräuche zurückmöchte, was unter anderem die Beschneidung der Frauen und die Verfolgung der Albinos beinhaltet. Ein alter Aberglaube besagt, dass die Knochen der Albinos geheime Kräfte haben. Darum können mit den Gebeinen hohe Preise auf dem Schwarzmarkt erzielt werden. Weil gerade Menschen in Schwarzafrika mit diesem Gendefekt sehr auffallen, können sie leicht gejagt werden. Allerdings gibt es auch kenianische Stämme, bei denen Albinos als etwas Heiliges verehrt werden und den Namen „Gotteskinder“ tragen. Schnell merkt Charlotte, das es nicht erwünscht ist, wenn sie sich mit diesem Thema beschäftigt, denn schon kurz nach ihrer Ankunft in Nairobi erhält sie offensichtliche Drohungen. Stattdessen beauftragt ihr neuer Vorgesetzter Charlotte, dass sie über eine Firma berichten soll, die in Kenia ökologische Kinderkleidung herstellt. Die Familie des Firmeninhabers Max Fleissner, kam ursprünglich aus Deutschland, ließ sich aber in Kenia einbürgern. Nach kurzer Einarbeitungszeit, steht für Charlotte außer Frage, dass bei dieser Vorzeigefirma nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Als Max Fleissner auf einer Pressekonferenz dann bekanntgibt, dass er und seine Frau keine eigenen Kinder haben können und sie deshalb vorhaben zwei der sogenannten „Gotteskinder“ zu adoptieren, ist der Jagdinstinkt von Charlotte geweckt. Trotz aller Drohgebärden begleitet Charlotte die Familie auf ihrem Weg in den Norden Kenias, wo die Übergabe der Kinder erfolgen soll. Für Charlotte wird die Tour in den Norden zu einer Reise, die nicht nur für sie den Kampf ums Überleben bedeutet. Ellen Alpsten wurde in Kenia geboren und wuchs auch dort auf. Durch ihre Ortskenntnisse und ihr Wissen über die afrikanische Kultur und Lebensart wirkt der Roman sehr lebensnah. Die dargestellten Sachverhalte, waren sehr informativ und luden zur weiterführenden Recherche ein. Die Autorin ermöglicht einen faszinierenden und zugleich schockierenden Einblick in ein dunkles Kapitel der schwarzafrikanischen Kultur, das mir vorher völlig fremd war. Ihre Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und lebendig gestaltet. Für mich hatte das Buch daher, trotz der ernsten Thematik, einen hohen Unterhaltungswert. Nach diesem spannenden Krimierstlingswerk von Ellen Alpsten bleibt zu hoffen, dass es eine Fortsetzung von Charlottes Abenteuern in Nairobi geben wird.

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  • Rezension zu "Weiße Schuld" von Ellen Alpsten

    Weiße Schuld

    michael_lehmann-pape

    12. January 2012 um 11:22

    Die brutale Seite Afrikas Der unglücklichen Liebe wegen ist Charlotte Frank von Deutschland nach Afrika, konkret Nairobi, gekommen. Die Journalistin hat sich bei einem kleinen Sender in Kenias Hauptstadt anstellen lassen, um über ihren ehemaligen Lebensgefährten hinwegzukommen, der sie schmählich verlassen hat. Kaum angekommen, gerät sie mitten hinein in das vitale, laute, tobende Leben der Stadt, in der die Schere zwischen Reich und Arm, Weiß und Schwarz ungeheuer aufklafft. Mutig und fast überneugierig, wie sie ist, verschlägt es sie fast umgehend in eines der größten Slums der Stadt, dort erlebt sie mit, wie ein Albino fast vor ihren Augen zerstückelt und in Einzelteilen verkauft wird. Albinos sind wertvolle Beigaben für die schwarze Hexerei, für die Magie. Auch wenn sie im Lauf der ersten durchaus auf andere Gedanken kommt, dem ein oder anderen sehr attraktiven Mann bereits begegnet, dieses Erleben im Slum lässt sie nicht los und so macht sie sich auf eigene Faust daran, die Hintergründe des Verbrechens zu klären. Vor allem, als sie auf einer Pressekonferenz miterlebt, wie ein bekannter Geschäftsmann der Öffentlichkeit verkündet, zwei Kinder adoptieren zu wollen. Albinos. Kinder, die durchaus nicht nur in allgemeiner Gefahr stehen, für magische Zwecke benutzt zu werden, sondern denen, das wird im Lauf des Buches klar, noch von ganz anderer Seite her Gefahren drohen. Und nicht nur die beiden Kindern werden gefahrvolle Situationen zu erleben haben. Aber aus ihrer eigenen Geschichte mit ihrer Schwester heraus ist Charlotte tief geprägt davon, dass sie es sich nicht verzeihen kann, sich herauszuhalten, wo Menschen bedrängt werden. Eintauchend in die Mischung aus uralten Traditionen, moderner Geschäftsgier, Magie und Zauberkräfte, Aberglaube und Hightech, die das Alltagsleben in Kenia in vielerlei Hinsichten bestimmen, geht sie ihren Weg. Gut, dass sie Menschen findet, die etwas bewegen können und denen sie trauen kann. Hoffentlich. Bunt und vielfältig, dabei durchaus spannend und keineswegs folkloristisch, legt Ellen Alpsten ihr neues Buch, ihren ersten „afrikanischen Kriminalroman“ vor du schickt mit Charlotte Frank eine durchaus glaubhafte und mutige, dennoch aber auch mit Brüchen versehene, Protagonisten ins Rennen und legt ein durchaus hohes Tempo im Buch vor, Langeweile taucht nicht auf bis zum Schluss. Ganz frei machen von Klischees kann sich allerdings die Autorin nicht an jeder Stelle. Dies betrifft weniger die Schilderung des afrikanischen Lebens, eher die Handlungsweisen und Beziehungseröffnungen der Figuren. Dass Charlotte Frank so gut wie immer auf den ersten Blick deutlich spürt, wie wer ist, zu wem sie sich umgehend hingezogen fühlt und von wem sie sich in acht nehmen muss, da fehlt es an einer gewissen Entwicklung in den Figuren und Beziehungen, die dem Buch durchaus noch gut zu Gesichte gestanden hätten, wie auch hier und da eine doch zu einfache Sprache genutzt wird. Auch hier hätte hier und da eine kräftigere und ausführlicher genutzte Bildsprache den Eindruck Nairobis und der Umstände im Land an sich noch stärker lebendig werden lassen können. Davon abgesehen bietet „Weisse Schuld“ gut Unterhaltung, eine durchdachte Geschichte und viel Einblick in das moderne Afrika jenseits aller Folklore, mit seinen Härten, aber auch Möglichkeiten.

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