Ellen Dee Davidson Diktatur der Stille

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Inhaltsangabe zu „Diktatur der Stille“ von Ellen Dee Davidson

Die fünfzehnjährige Miri lebt in Noveskina – einer perfekten Welt, deren Bewohner in scheinbar vollkommener Harmonie leben. Doch in Miris Inneren tobt ein furchtbarer Konflikt: Sie besitzt kein besonderes Talent, das sie in den Dienst der Gemeinschaft stellen könnte. Und wer diesen Anspruch nicht erfüllt, droht viel mehr zu verlieren als nur sein gesellschaftliches Ansehen. Miri muss sich entscheiden: Soll sie fliehen und alles hinter sich lassen, das sie liebt? Ohne es zu wissen, hält sie mit dieser Entscheidung das Schicksal aller Menschen von Noveskina in ihrer Hand …

ja dieses buch ist wirklich außergewöhnlich und hat mir sehr, sehr gut gefallen!

— Maja_Leah

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    Diktatur der Stille

    Zombody

    17. January 2016 um 12:14

    Stille vs Musik „Diktatur der Stille“ ist eine Dystopie, die meiner Meinung nach, moralisiert, was ich immer sehr angenehm finde, da es mir als Leser (vielleicht) andere / bessere / neue Werte aufzeigen kann. Die Protagonistin Miri hat sich durch ihr Brett vorm Kopf bzw ihrer Naivität und ihrer Ich – Bezogenheit nicht in mein Herz geschlichen, aber dennoch konnte ich mich gut mit ihr auseinandersetzen. Man wird in die Welt „Noveskina“ katapultiert und ist direkt im Geschehen der Zeit nach den Klangkriegen dabei. Der Titel ist nach beenden des Buches so aussagekräftig wie ich bisher nicht oft erlebt habe. Ich empfand die Grundstory des Buches als etwas neues, anderes und vor allem als bisher einzigartig, aber definitiv hätte man mehr aus ihr herausholen können. Viele Themen werden für mich nur kurz angeschnitten und dann geht es hopplaho weiter, ohne das man Gefühl hat, dass sich die Figuren des Buches wirklich mit ihrer Situation auseinander gesetzt haben. Der lockere Schreibstil ermöglicht einem ein schnelles Lesen und gutes Vorankommen, auch wenn ich gelegentlich stockte, weil ich das Gefühl hatte, etwas überlesen zu haben, da alles so rasch aufeinander folgte. Nahezu alle Charaktere waren mir sympathisch, bzw gewollt unsympathisch, man konnte sich jedem von ihnen gut vorstellen. Auch das Cover empfinde ich im Nachhinein als sehr gut gelungen, auch wenn es mir im ersten Moment nicht zusagte. Das Buch ist in sich abgeschlossen und trotzdem habe ich viele offene Fragen in meinem Kopf und möchte am liebsten selbst viele Lücken ausschmücken bzw schließen. Die Autorin hat für mich einen so gelungen Schreibstil, dass ich mich über eine Überarbeitung des Buches freuen würde ; das Gefühl hatte ich bisher noch nie bei einem Buch. Definitiv würde ich aber weitere Bücher der Autorin lesen, auch um zu sehen, ob nicht doch noch mehr in ihr steckt. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen, da der Schreibstil, die Basis der Geschichte und die einzelnen Komponenten (Schreibstil, Beschreibung von Charakteren und Schauplätzen, Cover, Titel .. ) für mich anstandslos gut sind.

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  • Unausgegoren

    Diktatur der Stille

    lipophil

    13. July 2015 um 06:47

    Töne enthalten in der Welt des Buches mehr als nur Schallenergie: sie können so machtvoll werden, dass sie töten können und dass damit ganze Kriege geführt werden können. Die sogenannten Klangkriege liegen nun schon länger zurück, die Menschen leben innerhalb einer Stadt und werden vor dem Erreichen des Erwachsen-seins maskiert: eine Methode, mit Hilfe eines aus Zellen gezüchteter zweiter Gesichter die Stimmen der Menschen zu dämpfen und gleichzeitig dem Maskierer zur Verfügung zu stellen - und damit die Energie der Menschen. Der Maskierer ist ein typischer Tyrann: nach außen hin tut er nur gutes für die Menschen, ohne ihn wären sie Tod und Krieg ausgeliefert - in Wahrheit aber nutzt er ihre Lebensenergie.  Die Menschen im Buch entwickeln außerdem ein individuelles Talent: fliegen, Gedankenlesen, Artistik etc. Miri findet ihr Talent nicht, soll noch ein Jahr weiterforschen und wird daher nicht mit ihrem Geburtsjahrgang seelenverbunden - eine Katastrophe für Miri. Heimlich schleicht sie sich in die Maskierungszeremonie, die alle anderen nur unter Drogen mit erleben und an die sie sich deshalb nicht mehr erinnern. Mit diesen heimlichen Beobachtungen beginnt für Miri eine lange und gefährliche Reise. Die Grundidee ist interessant, mal etwas ganz anderes. Zuerst versteht man gar nicht genau, was die Sache mit den Tönen und Stimmen auf sich hat. Eine spätere Erklärung wäre weiter vorn im Buch wirklich hilfreich. Normalerweise stört es mich nicht, mir die neue Welt mit ihren Regeln und ihrer Historie selbst zu erlesen, aber in diesem Buch werden viele Gedanken einfach nicht zum Ende geführt. Außerdem muss man sich zum einen die Gefahr der Töne erlesen und zum anderen das strenge Kastensystem der Gesellschaft - neben den vielen Charakteren, die man ja auch noch kennenlernen muss. Alles in allem ist die Geschichte irgendwie nicht fertig, was ganz besonders am Ende auffällt - das man nur als Möchtegern-Showdown bezeichnen kann. Wenn man das Buch zuschlägt, stellt sich nur noch die Frage: ja...und? Insgesamt war ich jedenfalls enttäuscht.

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  • Rezension zu "Diktatur der Stille" von Ellen Dee Davidson

    Diktatur der Stille

    Azimer74

    04. October 2010 um 14:35

    Ein außergewöhnliches Buch mit einer außergewöhnlichen Plotidee, soviel vorab. Die Welt von Noveskina scheint ein Paradies zu sein - Friede, Harmonie und Ordnung herrschen überall. Jeder Einwohner dieser von der Außenwelt hermetisch abgeriegelten Statdt hat ein besonderes Talent, das während der Kindheit entdeckt und gefördert wird. Je nach Talent bekommt jeder Einwohner von Noveskina schließlich eine "Maske" angepasst und auf das Gesicht gesetzt, die sein oder ihr Talent fördert, aber die Kraft der eigenen Stimme senkt - angeblich, um die von unregulierten Stimmen ausgehende Gefahr für die Gesellschaft zu unterdrücken, denn seit den sog. "Klangkriegen", in denen mit der Kraft der Stimmen gewaltige Verwüstungen angerichtet wurden, ist dies so Gesetz. Der Nachteil dieser Prozedur ist allerdings ein Verlust von Emotion und Individualität. Miri hat ein Problem: sie findet ihr Talent einfach nicht und wer kein Talent hat, der wird in die niedrigste Kaste der Gesellschaft verbannt und ist nur noch als Mitglied der Dienerschaft zu gebrauchen, auf die alle herabsehen und die kaum als Menschen gelten. Eine gewaltige Schande für Miris Eltern, die hochrangige Beamte der Regierung von Noveskina sind, vor allem für ihre Mutter, die für die Herstellung der Masken verantwortlich ist, zumal ihr Bruder ein gewaltiges Talent zu haben scheint: eine Befehlsstimme, die ihn zum geborenen Anführer macht. Als sich die Dinge für Miri zuspitzen, beobachtet sie verbotener Weise die Maskierung ihrer engsten Freunde, um auch in Zukunft mit deren Stimmen verbunden zu sein - und dabei beobachtet sie Dinge, die den Maskierer, den Herrscher von Noveskina, als skrupellosen Diktator erscheinen lassen und nicht als den strahlenden Wohltäter, als der er seit vielen Jahrzehnten (Jahrhunderten?) gefeiert wird. Der Maskierer ertappt sie dabei und Miri bleibt nur noch die Flucht aus der geliebten Heimat, um in der unbekannten Ferne außerhalb der Stadt vielleicht doch noch ihr Talent zu finden - und einen Weg für die Freiheit aller Bewohner von Noveskina...

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