Ellen Dunne Für immer mein

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Inhaltsangabe zu „Für immer mein“ von Ellen Dunne

Dem leichtlebigen Ghostwriter Tarek Waldmann wird es mal wieder zu eng in seinem Leben und seiner kränkelnden Beziehung. Da kommt ihm der Auftrag, die Lebensgeschichte der eigenwilligen Helga Wolff aufzuschreiben, gerade recht. Kurzerhand fliegt er dafür nach Wien, die Stadt seiner Kindheit, quartiert sich dort bei seinen Adoptiveltern ein und verliebt sich neu – in seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Valerie. Von Helgas Persönlichkeit ist Tarek ebenso fasziniert wie von ihren Erzählungen. Als ihre Biografie mit jedem Kapitel tragischer wird, beginnt er auch seine eigene Herkunft noch einmal zu hinterfragen. Doch seine sonst so offenen Eltern scheinen plötzlich etwas zu verbergen. Bald ahnt Tarek: Helgas Auftrag an ihn war kein Zufall. Die Wahrheit, mit der Helga ihn schließlich konfrontiert, erschüttert nicht nur alles, was Tarek über sich selbst zu wissen glaubte. Sie bedroht seine ganze Familie – und sein Leben.

Lieblingsbuch <3

— Naibenak
Naibenak

Sprachlich herausragend. Mit einem überraschenden Ende, das ich so nicht erwartet hätte. Sehr empfehlenswert!

— juttamaria
juttamaria

Ein Thriller, der so ganz anders ist und gerade deshalb fasziniert. ;-)

— justitia
justitia

...ein etwas anderer Thriller, der das Lesen wert ist!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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Vom Ende an

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  • Ein Mann ohne eigene Geschichte

    Für immer mein
    Vimpsy

    Vimpsy

    Tarek Waldmann, 32 Jahre alt, arbeitet als Biograph, hat aber scheinbar selber keine Geschichte.  Er lebt in Irland, nimmt aber einen Auftrag in Wien an, dort wo auch seine Adoptiveltern wohnen. Und nicht nur das, auch seine Jugendliebe lebt dort und wird für Aufregung sorgen. Seine Auftraggeberin ist Helga Wolff. Immer wieder treffen sich die Beiden, um ihre Geschichte aufzuschreiben. Doch je näher sie sich kennenlernen, umso tragischer erscheinen ihre Erzählungen, doch Tarek fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Irgendetwas scheint die Beiden zu verbinden.   Seine Eltern verdrängen das Thema rund um seine Vergangenheit und weichen aus. Doch Tarek merkt, dass da etwas nicht stimmen kann. Bis er eines Tages einen Brief zu lesen bekommt, der sein ganzes Leben ändern wird...   Meine Meinung: Der anfängliche Prolog ist an Spannung kaum zu überbieten. Auch ohne die Zusammenhänge zu kennen, wird der Leser gefesselt und es stellen sich viele Fragen, die geklärt werden wollen. Dieser Start ins Buch ist Ellen Dunne wirklich fantastisch gelungen. Der darauf folgende Einstieg in die Geschichte ist vergleichsweise harmlos, teils verwirrend. Immer wieder finden Perspektivenwechsel zwischen Helga und Tarek statt. Was das Buch aber spannend macht, weil es im Verlauf des Buches zu einer Geschichte verschmilzt. Sehr interessanter Aufbau des Buches - die Spannung wurde bis zum Schluss hochgehalten. Die Protagonisten wurden sehr gut dargestellt. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre verschiedenen Charaktere erkennen. Auch hatte ich das Gefühl, dass sehr genau recherchiert wurde. Gerade was das Leben in der DDR und dessen Auswirkungen betrifft. Ich fand die Erzählungen sehr realistisch. Ganz besonders gut gefällt mir außerdem das Cover - ich finde es super gewählt zu dieser Geschichte.   Fazit: Ein Roman,  voller Familiengeheimnisse.  Diese wurden so fesselnd und packend in eine Geschichte gepackt, dass von Anfang an der Leser neugierig wird und  das Rätsel um Tarek Waldmann lösen will. Von mir gibt es die volle Punktzahl und ich kann "Für immer mein" unbeschränkt weiter empfehlen.

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    • 2
    Floh

    Floh

    31. July 2014 um 13:08
  • Ein so ganz anderer Thriller...

    Für immer mein
    justitia

    justitia

    Ellen Dunne liefert mit "Für immer mein" einen Thriller, der damit so ganz anders ist als man zunächst erwartet. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch, im Gegenteil, denn genau dieses Andersartige ist es, was fasziniert und fesselt... Zum Cover: Das Cover ist in düsteren Farben gehalten, die auf einen Thriller voller Spannung und Nervenkitzel schließen lassen. Unterstützt wird dieser erste Eindruck von den weißen Seilen die waagerecht über das Cover gespannt sind. Sie nehmen den Leser schon mit dem Betrachten des Covers gefangen und fesseln ihn förmlich an dieses Buch. Auch der Titel des Buches ist von den Seilen eingeschlossen und hebt sich durch sein tiefes Rot, der Farbe des Blutes, deutlich vom übrigen Cover ab. Insgesamt ist es ein stimmiges Cover, dass dem Genre Thriller voll und ganz gerecht wird und die Überraschung in Sachen Inhalt noch etwas hinauszögert. Zum Inhalt: Tarek Waldmann lebt in Irland und arbeitet als Ghostwriter für Biografien. Eines Tages erhält er von Helga Wolf aus Österreich, seiner eigentlichen Heimat, einen Auftrag. Als er diesen annimmt und sich auf die Reise nach Wien begibt ahnt er noch nicht, dass dieser Auftrag alles verändern wird und nichts mehr so sein wird wie es einmal war. In Wien angekommen quartiert sich Tarek bei seinen Adoptiveltern ein und trifft auch seine Jugendliebe wieder. Von Kapitel zu Kapitel wird Helgas Lebensgeschichte tragischer und bringt auch Tarek dazu, seine eigene Herkunft zu hinterfragen. Doch seine Adoptiveltern verschließen sich diesem Thema zunehmend und weichen seinen Nachfragen aus. Nach und nach wird Tarek allerdings bewusst, dass es kein Zufall war, dass Helga ausgerechnet ihn beauftragt hat. Mit dieser Erkenntnis spitzt sich die Situation allerdings immer mehr zu... Meine Meinung: Der anfängliche Prolog fesselt den Leser sofort - Entführung, Lebensangst und die ausweglose Situation des Opfers lassen dem Leser einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Umso überraschter ist er dann als er weiter liest, denn die folgenden Kapitel haben dann so rein gar nichts mehr mit einem Thriller zu tun, sondern ähneln vielmehr einer Familiensaga. Sie beschreiben die Umstände unter denen Tarek nach Wien kommt und auf die eigenwillige Helga trifft, mit der er zunächst nichts anfangen kann und ihm eher suspekt ist. Doch irgendetwas fasziniert ihn an ihrer Geschichte und er bleibt dran. Ein Fehler?? Das herauszufinden lässt den Leser weiterlesen und genau das ist es auch, was ihn fesselt. Man will die Geheimnisse und Hintergründe herausfinden. Dennoch kommt man nicht umhin sich immer wieder zu fragen, wo die düsteren Ereignisse bleiben, die einen Thriller eigentlich ausmachen. Das komische Gefühl hier etwas ganz anderes als einen Thriller vor sich hat, doch genau das fasziniert und fesselt. Aber gerade die Suche Tareks nach seiner wahren Identität und das so passive Verhalten seiner Adoptiveltern sind derart authentisch gestaltet, dass die Spannung hier in keiner Weise auf der Strecke bleibt. Die Fakten und Umstände der Adoption in den Zeiten der DDR und die damit verbundenen Schrecken und Ängste für die Familien sind sehr gut recherchiert und aufgearbeitet. Dies erhöht die Faszination des Lesern für diesen außergewöhnlich Roman zunehmend. Der einzige Wermutstropfen ist, dass der Geschichte sehr viel Nebenhandlung mit einer Reihe von Nebeninformationen beigefügt sind, die für die eigentlich Geschichte eher nicht relevant sind. So ist der Leser unweigerlich mit der Aufgabe konfrontiert, die wesentlichen Informationen und Handlungen herauszufiltern, um sich nicht in Unwesentlichkeiten zu verlieren. Hierdurch erscheinen dem Leser einige Passagen sehr langatmig und ihm wird etwas Durchhaltevermögen abverlangt. Doch das lohnt sich, ist der Schreibstil insgesamt geprägt von einer großen Portion Spannung, die gleichzeitig etwas sehr Geheimnisvolles in sich trägt. Gesteigert wird dies noch durch den Perspektivwechsel zwischen Tarek und Helga, sodass der Leser die Geschichte stets aus zwei Sichten erzählt bekommt, wodurch wiederum die Spannung und das Geheimnisvolle der Geschichte gesteigert werden und den Leser so unweigerlich zu einer Art Ermittler werden lässt. Fazit: Dieser Roman ist eine spannende Mischung aus Thriller und Familiensaga, die den Leser gerade wegen seiner Andersartigkeit fasziniert und fesselt. Man kann sich ihm nicht mehr entziehen, diesem Geheimnisvollen und Außergewöhnlichem gepaart mit einem packenden Schreibstil und einem spannungssteigernden Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten. Faszinierend anders - faszinierend gut!

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    • 3
  • Leserunde zu "Für immer mein" von Ellen Dunne

    Für immer mein
    Ellen-Dunne

    Ellen-Dunne

    Ich freue mich riesig, Euch zur ebook-Leserunde zu meinem zweiten Roman, "Für immer mein", einladen zu dürfen –  eine spannende Familiengeschichte, die in Wien spielt. Hier zur Einstimmung kurz der Klappentext: ***** Dem leichtlebigen Ghostwriter Tarek Waldmann wird es mal wieder zu eng in seinem Leben und seiner kränkelnden Beziehung. Da kommt ihm der Auftrag, die Lebensgeschichte der eigenwilligen Helga Wolff aufzuschreiben, gerade recht. Kurzerhand fliegt er dafür nach Wien, die Stadt seiner Kindheit, quartiert sich dort bei seinen Adoptiveltern ein und verliebt sich neu – in seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Valerie. Von Helgas Persönlichkeit ist Tarek ebenso fasziniert wie von ihren Erzählungen. Als ihre Biografie mit jedem Kapitel tragischer wird, beginnt er auch seine eigene Herkunft noch einmal zu hinterfragen. Doch seine sonst so offenen Eltern scheinen plötzlich etwas zu verbergen. Bald ahnt Tarek: Helgas Auftrag an ihn war kein Zufall. Die Wahrheit, mit der Helga ihn schließlich konfrontiert, erschüttert nicht nur alles, was Tarek über sich selbst zu wissen glaubte. Sie bedroht seine ganze Familie – und sein Leben.  ***** Du liest gerne Spannendes, es muss aber nicht unbedingt ein klassischer Thriller oder Krimi sein? Du magst Familiengeschichten und kommst den Charakteren eines Romans gerne richtig nahe? Dann könnte Für immer mein genau das Richtige für Dich sein!  Auf meiner Website gibt es außerdem eine Leseprobe: http://www.ellen-dunne.com/fur-immer-mein-leseprobe/ Interessiert? Dann freue ich mich auf Eure Bewerbung bis spätestens 14. November 2013! Sagt mir dazu einfach, warum Ihr "Für immer mein" lesen wollt, und schreibt mir Eure Meinung zur folgenden Frage:  Was hat mehr Einfluss auf die Persönlichkeit eines Menschen? Die Gene oder die Erziehung? Unter allen Teilnehmern verlost der Eire Verlag 20 ebooks. Zusätzlich verlosen wir 5 Taschenbuchausgaben von "Für immer mein" unter all jenen, die ihre Rezension bis spätestens 1. Dezember 2013 posten. Wie schon beim letzten Mal bin ich wieder aktiv bei der Leserunde mit dabei. Freue mich schon auf eine lebhafte und konstruktive Runde mit Euch!  Ellen PS: Teilnehmer, die das ebook bereits besitzen, sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen, mitzulesen und -diskutieren!     

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    • 371
  • Ein Familiendrama um die eigene Biografie

    Für immer mein
    schafswolke

    schafswolke

    14. January 2014 um 13:52

    Tarek Waldmann schreibt Biografien über das Leben anderer Leute, er selbst kennt aber seine eigene Biografie nicht, denn er wurde schon als Baby adoptiert. Tarek hat sich sein Leben lang ungeliebt und unerwünscht gefühlt. Mit seinen Adoptiveltern hat er kein einfaches Verhältnis. Eines Tages wird er von Helga Wolff beauftragt ihre Lebengeschichte niederzuschreiben, dafür reist Tarek von Irland nach Österreich. In Wien angekommen, zieht er wieder bei seinen Adoptiveltern ein. Während seines Aufenthaltes trifft er auf seine Jugendliebe Valerie, die ist aber mittlerweile schon verheiratet. Und auch der Job, ist dieses Mal anders als sonst, denn auch Tarek ist immer noch auf der Suche nach seiner Geschichte. Irgendwie hab ich mir von dem Buch was anderes erwartet. mehr so in Richtung Thriller, aber als ich mich davon lösen konnte und das Buch als Familiendrama gesehen und gelesen habe, kam ich damit besser zurecht. Leider konnte ich keine Beziehung zu den Personen aufbauen, denn sie erschienen mir alle sehr unnahbar. Bei einigen Szenen habe ich dann auch schon mal das Interesse an der Person verloren. Trotzallem ist es aber ein gutes Buch, ich denke, meine Schwierigkeiten hängen mehr mit meinen falschen Erwartungen zusammen. Ellen Dunne hat in ihrem Buch gezeigt, wie schnell es auf allen Seiten Verlierer geben kann, wenn ein Leben auf Lügen aufgebaut wird. Hier hab ich mal wieder ein Sternchenproblem. Ich würde gerne 3,5 oder sogar 3,75 geben, aber leider geht das hier nicht. Ich kann mich aber nicht zu 4 Sternen durchringen.

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  • Für immer mein

    Für immer mein
    lisam

    lisam

    23. December 2013 um 16:37

    Tarek Waldmann lebt in Irland und ist Ghostwriter für Biografien. Da er Helgas Auftrag annimmt fliegt er nach Wien um an dem Buch zu arbeiten. Die Abreise kommt ihm gerade recht, da seine aktuelle Beziehung wieder einmal anstrengend ist. In Wien quartiert es sich bei seinen Adoptiveltern ein und trifft seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Valerie wieder. Helgas Lebensgeschichte wird mit jedem Kapitel tragischer und auch er beginnt seine Herkunft zu hinterfragen. Seine Eltern wollen sich dem Thema aber nicht wirklich öffnen. Helgas Auftrag ist kein Zufall und alles spitzt sich zu…. Ich habe ein wenig gebraucht bis ich mit dem Buch warm geworden bin, da ich mit Tarek am Beginn nicht so viel anfangen konnte. Die Geschichte von Tareks Identitätssuche und der Gegenwind von seinen Adoptiveltern hat mir aber dann gefallen. Da alle aus der DDR stammen macht es die Geschichte interessanter, da mich dieser Zeitabschnitt interessiert und die Fakten gut recherchiert sind. Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, damit das Buch spannend bleibt. 

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  • Wie eine Familie getrennt wird und alle leiden...

    Für immer mein
    Steffi1611

    Steffi1611

    15. December 2013 um 18:32

    Tarek arbeitet als Biograph und bekommt einen Auftrag aus Wien. Momentan wohnt er in Irland und reist für diesen Auftrag zurück nach Wien. Seine Adoptiveltern sind nach Jahren in Irland vor einiger Zeit zurück nach Wien gezogen. Bei diesen wohnt er und begegnet zeitgleich seiner Jugendliebe Valerie wieder. Durch seinen Auftrag bei Helga erfährt Tarek eine traurige Lebensgeschichte aus der DDR, sowie ein gescheiterter Fluchtversuch und somit den Verlust eines Sohnes. Wie das alles zusammenhängt und was Helga alles anstellt und wo und wann sie in ihrem Leben enttäuscht wurde, kann jeder selber nach lesen. ;) Was das alles mit Tarek zutun hat, erfährt der Leser natürlich auch. Die Geschichte dieses Buches ist wirklich interessant und fesselt beim Lesen, aber es gab für mich zu viel drum herum. Es passiert sehr viel, was für die eigentliche Geschichte gar nicht wichtig ist. Zumindest kam es mir so vor. Außerdem konnte ich mich mit keinem Charakter identifizieren. Gemocht habe ich nur Valerie und sie ist ein Nebencharakter. Tarek, Helga, Gero und Marina sind an mir einfach vorbei gegangen. Tarek war mir zu überheblich in den meisten Momenten und wirkliche Gefühle hat er einfach nicht. Helga wirkt gleich von anbeginn leicht verrückt und das hält auch an. Mitleid habe ich für sie kurz empfunden aber das verging beim Lesen schnell wieder. Gero und Marina passen einfach nicht zusammen auch wenn es soetwas wie Liebe zwischen ihnen geben muss. Sie ist so extrem introvertiert und er ist einfach wenig sympathisch. Der Schreibstil wiederrum war sehr ansprechend auch wenn einige Passagen sehr langatmig waren, wurden diese durch den flüssigen Stil lesbarer. Das Cover sowie der Titel ist im ersten Moment sehr nichts sagend. Aber wenn man das Buch gelesen hat, wird der Titel klarer. Was beim Cover leider nicht der Fall war, aber für so einen Inhalt ist die Coverauswahl sicherlich schwer.

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  • Für immer

    Für immer mein
    walli007

    walli007

    05. December 2013 um 20:50

    Tarek wurde als Baby adoptiert. Seine Eltern lebten damals noch in der DDR, doch nur wenige Jahre nach seiner Geburt flohen sie in den Westen. Ihm haben sie immer erzählt, seine leiblichen Eltern hätten ihn nicht gewollt und einfach abgelegt. Dennoch nagt es an Tarek, dass er seine leiblichen Eltern nicht kennt und dass seine Eltern auch nicht gewillt sind, sich um Informationen zu bemühen. Als Erwachsener empfindet sich Tarek als Mensch ohne wirkliche Geschichte, deshalb will er als Biograf die Geschichten anderer erzählen. Und so tritt Helga in sein Leben, die ihr Leben erzählen will, von ihrer missglückten Republikflucht, ihrem gestohlenen Kind. Tarek, der manchmal so haltlos wirkt, nutzt diese Gelegenheit nach Wien zu reisen. So kann er seiner on-off Freundin Lina entfliehen, die ihm gerade eröffnet hat, dass sie schwanger ist und auch seine Eltern besuchen, die in Wien leben. Wie wirkt sich die Vergangenheit der Eltern auf das Leben der Kinder aus? Die Wegnahme des Kindes, die Adoption, mit der die Wünsche Dritter eher erfüllt werden als die der Ziehmutter. Was, wenn das Kind etwas merkt und doch nur einen Teil zu wissen bekommt? Wie schon gesagt, Tarek wirkt haltlos und auch rastlos. Letztlich fühlt er sich von allen verlassen, wenn ihm keiner Übles will. Seine Zieheltern machen vielen zu seinem Guten, auch wenn nicht immer alles gut ankommt. Als Helga in sein Leben tritt, ist sie ihm schon seltsam vertraut, doch so richtig mag er sie nicht. Noch immer will Gero ihn vor Helga schützen. Können etwa leibliche Eltern auch eine Enttäuschung bringen? Kann die Wirklichkeit die Träume von der wunderbaren wahren Herkunft rüde zum Platzen bringen? Wohl möglich. Tarek irrt durch Helgas Geschichte und Helga kann keine Mutter sein, wie ein Kind sie sich wünschen würde. Zu sehr hat sie sich all die Jahre auf ihr verschollenes Kind konzentriert und es mit Wünschen und Eigenschaften belegt, die es nicht erfüllen kann und auch nicht hat.  Eine schwere Geschichte, mit der die Thematik der Zwangsadoptionen in der ehemaligen DDR aus einem besonderen Blickwinkel betrachtet wird. Welches Leid wurde dadurch über alle Beteiligten gebracht. Die leiblichen Eltern, die daran zerbrechen. Die Zieheltern, die immer der Gefahr ausgesetzt sind, dass die Adoption nicht zu wirklicher Elternschaft führt. Und auch die Kinder, die ohne wirklichen Halt ruhelos durch ihr Leben irren, getrieben vom Wunsch nach einer besseren Vergangenheit, doch möglicherweise nur sich selber finden. Und gerade das Letzte ist es, was Anlass zur Hoffnung gibt. Eine Buch, dass erst nach und nach, dann aber mit jeder Seite besser wird. 

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  • spannend und mitreissend erzählt

    Für immer mein
    Livres

    Livres

    05. December 2013 um 09:04

    Tarek Waldmann ist Biograf, obwohl er selbst nur wenig über seine eigene Geschichte weiß: er wurde als Baby von Marina und Gero in der ehemaligen DDR adoptiert und ist mit ihnen vor vielen Jahren zuerst nach Wien und dann nach Irland ausgewandert. Über seine biologischen Eltern und die damaligen Umstände weiß er nichts. Daher schreibt er gerne die Geschichte anderer Menschen auf. Sein neuester Auftrag führt ihn von Irland in seine alte Heimat Wien. Dort soll er das Leben von Helga Wolff niederschreiben. Die knapp 60jährige beginnt ihm, ihre Geschichte zu erzählen und übt eine unbekannte Faszination auf ihn aus. Doch auch sein Privatleben ist recht turbulent: Da ist seine Freundin Lina in Irland, die ihm sagt, dass sie schwanger sei und seine Jugendliebe Valerie, der er zufällig in Wien wieder über den Weg läuft. Trotz oder auch wegen dieser vielen Verwicklungen merkt Tarek bald, dass nicht immer alles so ist wie es scheint und auch Helga ihn vielleicht nicht zufällig mit ihrer Biografie beauftragt hat… Ellen Dunne präsentiert mit „für immer mein“ eins spannenden Familiendrama um das Leben von Tarek und das der Menschen um ihn herum. Zum Teil werden historische Geschehnisse z.B. aus der ehemaligen DDR behandelt, zum anderen tiefe Emotionen, Verlustängste, Trauer, alte Liebe und auch alter Hass. Mittendrin Tarek, der eigentlich schon immer nach seinen Wurzeln sucht und wissen will, was damals war. Es handelt sich hier nicht um einen typischen Thriller, aber um eine spannende Reise in die Wahrheit und Vergangenheit und vielleicht auch ein Stück weit zu sich selbst.

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  • Tareks Geschichte

    Für immer mein
    hoonili

    hoonili

    01. December 2013 um 21:23

    Tarek soll die Lebensgeschichte von Helga Wolff schreiben. Es führt ihn in das schöne Wien, wo allerhand Überraschungen auf ihn warten. Seine Jugendliebe Valerie ist immer noch seine Nummer eins, allerdings ist sie inzwischen verheiratet. Helgas Geschichte hat mit Tarek persönlich zu tun, mehr möchte ich nicht verraten. Er erfährt hier mehr über sein Leben, als ihm lieb ist.... Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme in die Story einzusteigen, aber nach kurzer Zeit habe ich mich doch zurecht gefunden. Die Geschichte hat sehr viel Inhalt, über den man noch nachdenken kann. Der flüssige Schreibstil und der Blick in die Vergangenheit haben mich fasziniert.

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  • Nicht ganz so packend wie erwartet, aber trotzdem toll...

    Für immer mein
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    01. December 2013 um 16:25

    Inhalt: Dem leichtlebigen Ghostwriter Tarek Waldmann wird es mal wieder zu eng in seinem Leben und seiner kränkelnden Beziehung. Da kommt ihm der Auftrag, die Lebensgeschichte der eigenwilligen Helga Wolff aufzuschreiben, gerade recht. Kurzerhand fliegt er dafür nach Wien, die Stadt seiner Kindheit, quartiert sich dort bei seinen Adoptiveltern ein und verliebt sich neu – in seine inzwischen verheiratete Jugendliebe Valerie. Von Helgas Persönlichkeit ist Tarek ebenso fasziniert wie von ihren Erzählungen. Als ihre Biografie mit jedem Kapitel tragischer wird, beginnt er auch seine eigene Herkunft noch einmal zu hinterfragen. Doch seine sonst so offenen Eltern scheinen plötzlich etwas zu verbergen. Bald ahnt Tarek: Helgas Auftrag an ihn war kein Zufall. Die Wahrheit, mit der Helga ihn schließlich konfrontiert, erschüttert nicht nur alles, was Tarek über sich selbst zu wissen glaubte. Sie bedroht seine ganze Familie – und sein Leben.  Meine Meinung: Ich habe mich auf dieses Buch gefreut, weil ich einfach mal wieder etwas anderes als einen Krimi lesen wollte. Hier erfahren wir sehr viel über die Geschichte von Tarek. Er wurde als Kind von DDR-Flüchtlingen geboren und als totgesagtes Kind von anderen Eltern adoptiert. Ich finde es toll, wie die Autorin die Geschichte dieses jungen Mann erzählt. Die vielen verschiedenen Gedankenstränge machen es einem manchmal schwer zu verstehen, welche Situation von wem erzählt wird. Doch dies gibt sich mit der Zeit und man gewöhnt sich daran.  Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er ist sehr flüssig, wodurch es einem leicht fällt durch die Geschichte zu "rauschen".  Alles in allem kann man sagen, dass der Autorin Ellen Dunne wirklich ein tolles Buch gelungen ist. Fazit: Gutes Buch, auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man gerne Lebensgeschichten liest. 

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  • Ein toller Erzählstil und ein packendes Familiendrama ...

    Für immer mein
    SharonBaker

    SharonBaker

    30. November 2013 um 00:11

    Tarek Waldmann ist Schriftsteller, aber die Jobs in Irland sind knapp und so geht er auch seinem zweiten Standbein nach, dem Biographie schreiben. Er bekommt einen Auftrag, der ihn nach Wien führt, zu seinen Adoptiveltern und der Stadt seiner Kindheit. Für ihn ist es außerdem auch eine Flucht, denn seine Freundin klammert, und er selber ist an einem Punkt, wo er sich neu finden möchte. So kommt er nach Wien und wird zum Einen von der Krankheit seines Vaters überrascht und zum Anderen von der Begegnung seiner Jugendliebe Valerie. Dabei lernt er natürlich auch seine Auftraggeberin Helga Wolff kennen, die ihn ihre Geschichte erzählt und dabei Tarek so zum Grübeln bringt. Über ihre Vergangenheit erfährt er Einiges und merkt durch sein ganzes Gefühlschaos fast zu spät, was sie da erzählt. Denn Helga scheint nicht irgendeine Auftraggeberin zu sein, sie verbirgt was vor ihm. Wird es Tarek rechtzeitig erkennen? Was verbirgt man all die Jahre vor ihm? Und wie wird es sein Leben und sein Umfeld beeinflussen? Diese Geschichte lebt von dem tollen Schreibstil der Autorin, denn sie erzählt aus verschiedenen Richtungen. Zum Einen aus Tarek‘s Sicht, sein Leben, seine Frauen, seine ungewöhnlichen Eltern, sein Suchen nach dem Platz im Leben und zum Anderen wie er die Biographie schreibt, Helgas Erinnerungen in Worte verfasst und uns so ihre Geschichte erzählt. Aber dann bekommen wir noch Briefe zu lesen, die Helga an ihren verstorbenen Mann Herrmann schreibt und uns so in ihre Gefühlswelt sehen lässt. Genau das ist höchst interessant und man bekommt durch diese Einblicke eine Gänsehaut. Denn aus Helga wird man nicht ganz schlau, ist sie wirklich ein Opfer? Genauso fängt das Buch auch an, verwirrend und suchend nach der Wahrheit. Das lässt uns das ganze Buch nicht los, man will endlich hinter den Vorhang gucken und Tarek‘s Vergangenheit hören. Dabei hat die Autorin ganz tolle Charaktere geschaffen, die Ecken und Kanten haben. Die beim Lesen auf die Nerven gehen, oder man schüttelt über ihre Blindheit den Kopf. Diese Figuren sind so nah am richtigen Leben, sie vermitteln soviel Natürlichkeit und auch, wie sie die Schwere ihres Lebens meistern müssen. Sie sind einfach realistisch und nicht so aal glatt wie in anderen Romanen, aber das hatte mir schon bei ihren Erstlingswerk so gut gefallen. Auch der historische Blick in die Welt der DDR ist beeindruckend in Szene gesetzt und lässt einen so manchmal hart schlucken. Ich fand diese Einblicke sehr interessant und super in die ganze Geschichte eingebaut, eine sehr gelungene Idee mit einer klasse Umsetzung. Wer also gut erzählte Geschichten mag und auch einige kleine Längen gern in kauf nimmt, ist mit diesem interessanten Familiendrama bestens bedient. Es hat eine tolle Geschichte, sehr interessante Figuren und eine Entwicklung, die sogar kriminalistische Einflüsse hat. Das Einzige was mich persönlich an diesem tollen Buch gestört hat, war Tarek‘s Windhundgeschichte... das konnte ich nicht ganz so gut verstehen und ein bisschen Verständnis fehlte mir da auch. Ansonsten bitte mehr von ihren tollen Geschichten, Ellen Dunne.

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  • Die Leere in der eigenen Vergangenheit

    Für immer mein
    WolfgangB

    WolfgangB

    25. November 2013 um 07:15

    Tarek Waldmann ist ein auf Biographien spezialisierter Ghostwriter. Für seinen aktuellen Auftrag reist er von Dublin nach Wien, die Stadt seiner Kindheit, wo er die Lebensgeschichte von Helga Wolff, einer älteren Dame aus der ehemaligen DDR zu Papier bringen soll. Mit Valerie, seiner Jugendliebe, beginnt er eine Affäre, worauf die Situation bei einem Klassentreffen eskaliert. Vollends aus dem beschaulichen Gleichgewicht geworfen wird das Leben des Adoptivkindes Tarek jedoch, als sich die Hinweise verdichten, daß es sich bei seiner Klientin um seine leibliche Mutter handeln könnte. Wie weit wird die Liebe zu ihrem Sohn sie treiben? Und wie geht Tarek mit der ihm aufgezwungenen Suche nach der eigenen Identität um? Gleich zu Beginn ihres aktuellen Romans "Für immer mein" konfrontiert die gebürtige Salzburger Autorin Ellen Dunne den Leser mit dem Abschluß: Ein gehetzter Protagonist sieht sich mit seiner toten Mutter konfrontiert, die Atemlosigkeit der Figuren findet sich in fragmentarischen Sätzen wieder. Dieser Vorgabe folgend, weiß die Autorin, die mit ihrem Erstlingswerk "Wie du mir" reüssieren konnte, einmal mehr mit einer metaphernreichen Sprache zu überzeugen. Die Erzählperspektive wechselt dabei zwischen der auktorialen, mit der überwiegend aus Sicht der Hauptfigur Tarek Waldmann erzählt wird und der ersten Person seiner leiblichen Mutter Helga Wolff. Gerade in deren Briefen an ihren verstorbenen Gatten wird jenes Mutterglück, das schließlich in Besessenheit mündet, besonders intensiv erforscht. Geschickt werden auch Namen von Marken des alltäglichen Gebrauchs wie etwa Supermarktketten oder Lebensmitteln eingesetzt, um Zeit und Ort der Handlung abzustecken. Wiewohl der Roman als Chronik einer Familie verstanden werden kann, ist es doch das Topos der Identitätssuche, das ihn als Hauptmotiv bestimmt. Ein junger Mann, der als Adoptivkind seine leiblichen Eltern nie kennenlernen konnte, verdingt sich als Ghostwriter. Keine Romane sind es jedoch, die er verfaßt, sondern die Biographien seiner Auftraggeber, womit er in einem ständigen Streben begriffen ist, die eigene Leere in seiner Vergangenheit aufzufüllen. Implizit ist "Für immer mein" durchzogen von der Frage, was das Wesen eines Menschen bestimmt, die genetische Disposition oder die Lebensumgebung. Dabei vermeidet die Autorin eine direkte Antwort, sondern überläßt vielmehr der Hauptfigur Tarek die Entscheidung zwischen seinen leiblichen und den Adoptiveltern. Somit schafft sie ein Plädoyer für den freien Willen, für die Eigenständigkeit der Persönlichkeit, die Möglichkeit, immer wieder wählen zu können. Emotional unreif und fremdbestimmt durch seinen Alltag gespielt, wirkt Tarke Waldmann wie eine Figur von Nick Hornby, während das fein gesponnene Netz aus ihn umgebenden Personen in seiner Vielfalt an Tana French erinnert. So kann Gerhard Waldmann die obligate Vaterrolle nur sehr schwach besetzen. Seine Zeugungsunfähigkeit stellt ein starkes Defizit in seiner Männlichkeit dar, zudem verliert er durch seine Krankheit im Verlauf des Romans die Fähigkeit, aktiv am Geschehen teilzunehmen. Die entscheidungsschwache, impulsive Lina repräsentiert als Tareks aktuelle Geliebte seine emotionale Gegenwart, die zugleich mit einem Kind die Zukunft in sich trägt. Durch seinen Seitensprung mit Valerie, der Freundin aus der Schulzeit, bringt er sein Bedürfnis nach Stabilität zum Ausdruck. Sie ist nicht nur fest in ihrem Alltag verwurzelt, sondern symbolisiert in ihrem Beruf als Anästhesistin auch die Betäubung seiner Zweifel. Die beiden zentralen Frauenfiguren des Romans sind jedoch Tarkes Mütter. Helga, seine leibliche Mutter beantwortet die Frage nach dem Charakter auf ihre eigene Weise. Zeitlebens von den Auswüchsen des DDR-Systems umgeben, bespitzelt sie ihren Sohn, indem sie ihn als Klientin mit ihrer Biographie konfrontiert, während sie ihn aushorcht und ihm nachstellt. Dabei scheint die tief verwurztelte Mutterliebe korrumpiert, wenn sich Zuneigung in Besessenheit manifestiert. Adoptivmutter Marina andererseits scheinen derartige Gefühle zunächst fremd, ihre Ablehnung beeinträchtigt Tarek in seinem eigenen Reifeprozeß. Mit ihrem Engagement als bildende Künstlerin scheint Marina jedoch in späten Tagen ihr Bedürfnis zu kompensieren, Gegenständliches zu schaffen, die Welt zu bereichern. Ihre Skulpturen sind Ersatz für ein eigenes Kind, deren Zerstörung durch Tarek weist verheerende Symbolik auf. Paradoxerweise wird ihr Name mit "Ma" abgekürzt, was aus dem Mund ihres Adoptivkindes auch als Koseform für "Mutter" interpretiert werden kann. Die Ambivalenz der charakterlichen Konstituierung findet sich auch im Namen des Protagonisten. Die Wahl seiner leiblichen Eltern fiel auf Patrick, verweist somit auf die Zeit der Stabilität in Irland. Tarek hingegen steht mit seinen arabischen Wurzeln für Weltbürgertum, provoziert Hänseleien in der Schule, verweigert sich dieser Konfliktfreiheit. "Morgenstern", aber auch "Eroberer" lautet die Bedeutung, wie im Verlauf der Handlung zu erfahren ist. Fazit: "Für immer mein" nimmt sich des elementaren menschlichen Bedürfnisses nach der Ergründung der eigenen Identität an. Sowohl die treffende Metaphorik, als auch behutsam eingesetzte Symbolik und ein Ensemble an Figuren, das die Entwicklung des Helden widerspiegelt, legen dabei Zeugnis für die schriftstellerische Reife der Autorin ab.

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  • Auf der suche nach der eigenen Biographie

    Für immer mein
    Samy86

    Samy86

    24. November 2013 um 21:42

    Der Biograph Tarek Waldmann bezeichnet sich gerne als "der Biograph ohne eigenen Geschichtshintergrund". Er lebt in Dublin und ist mit einer Frau liiert die er so gesehen eigentlich gar nicht liebt. Zu allem Übel erwartet diese nun ein ungeplantes Kind. Tarek flüchtet vor der Verantwortung seine Heimatsstadt Wien, wo auch seine Adoptiveltern leben und nimmt dort den Auftrag von Helga Wolff an. Er begleitet sie durch ihre traurige Lebensgeschichte, von ihrer großen Liebe, der Flucht aus der DDR und den Verlust ihrers Sohnes. Während der Reise in Helgas Vergangenheit, fühlt Tarek sich immer mehr mit der ihr doch unbekannten Frau verbunden und in dieser Vertrautheit fallen immer mehr Parallelen zu seine "nicht bekannten" Biographie auf. Hat er etwa doch eine vorhandene Lebensgeschichte?   Die Nachforschungen nach seiner Kindheit findet kein Anklang bei seinen Adoptiveltern.  Es kommt früher oder später zum großen Eklat!  Mir persönlich gefällt der Schreibstil von Ellen Dunnes sehr gut und ich finde  die einzelnen Charaktere sehr gut dargestellt. Der Wechsel zwischen Tarek in der Gegenwart und dem Anteil an Helgas Vergangenheit sind sehr gut im Einklang verarbeitet und machen die ganze Thematik sehr abwechslungsreich.   Fazit: Am Anfang entstanden bei mir sehr viel Fragenzeichen die in Neonfarbe leuchtenden und nach Antworten gesucht haben. Jedoch wird im verlauf des Buches alles nach und nach beantwortet und ergibt am Ende ein abgerundetes Bild.  Ich kann das Buch nur wärmsten an alle Leseratten weiter empfehlen. Ein absolut in sich stimmiger und spannender Roman! 

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  • Reicht Helgas Geschichte für zwei?

    Für immer mein
    Antek

    Antek

    23. November 2013 um 17:20

    Der in Dublin lebende Ghostwriter Tarek bekommt über das Internet einen neuen Auftrag. Er soll in Wien die Biografie von Helga Wolff schreiben. Dieses Angebot kommt ihm sehr gelegen. Er kann sich bei seinen ebenfalls in Wien lebenden Adoptiveltern einquartieren und so Gero, seinem Vater während seiner Krebstherapie beistehen. Der Auftrag ermöglicht ihm aber auch die Flucht vor seiner Freundin Lena, die mehr Familie will, als Tarek verträgt. Sie wird doch hoffentlich nicht wirklich schwanger sein, so wie sie ihn beim Abflug noch vorwarnt. In Wien angekommen wird das Leben aber bei weitem nicht einfacher für ihn. Gero geht es immer schlechter, seine Adoptivmutter ist selbst ein halbes psychisches Wrack und flüchtet sich in ihre Kunst. Dann trifft er auch noch seine Jugendliebe Valerie im Krankenhaus wieder und alte Gefühle flammen sofort neu auf. Der Noch-Ehemann von Valerie findet das allerdings gar nicht so gut, und versucht Tarek immer wieder ein Bein zu legen. Aber das ist nur die eine Ebene der Geschichte, denn Helga Wolff ist auf der Suche nach ihrem Kind, das ihr vom DDR Regime genommen wurde! Kann Tarek ihr Junge sein? Überraschend viele Parallelen in beider Geschichte deuten darauf hin. Reicht also Helgas Geschichte für beide, wie sie ihm schon beim ersten Kontakt zusichert? Ich habe mit diesem Roman begonnen und zuerst empfand ich die vielen scheinbar losen Handlungsfäden mehr als verwirrend. Ich dachte auch, dass die gesamte Story, bei der die ehemalige DDR und Republikflucht eine Rolle spielt, eventuell gar nicht so nach meinem Geschmack wäre. Allerdings hat sich dieser erste Eindruck mehr als schnell gewandelt. Die einfließenden Fluchtberichte waren nicht zu dominierend und so mitreißend, genau das richtige Maß. Auch die inneren Konflikte welche, die dargestellten Person austragen mussten, waren so fesselnd, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Man kann deren innere Entwicklung buchstäblich miterleben. Nach und nach kommt ein wenig mehr Licht in das dunkle Geheimnis um die Vergangenheit. Schrittweise kann man nachvollziehen, warum alles einfach genau so sein muss, wie es eben hier dargestellt wird. Man merkt deutlich, dass die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gründlich durchdacht ist. Und genau deshalb finde ich auch den etwas verwirrenden Anfang im Nachhinein passend. Insgesamt kann ich „Für immer mein“, der Titel könnte im Übrigen nicht treffender sein, wirklich nur empfehlen.

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  • Überraschenderweise - perfekt!

    Für immer mein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. November 2013 um 23:43

    Meine Meinung Das Buch gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig und die Figurenkonstellationen sind gut beschrieben. Es wurden viele Andeutungen, Symbole und kleine Witze eingebaut (Ich hätte nie gedacht dass ich in einem Thriller mal über StarWars lachen würde…). Die Charaktere waren mir am Anfang eher unsymphatisch, wobei ich jedoch sagen muss, dass sie mir nach einiger Zeit – sobald man das Hintergrundwissen hatte – richtig ans Herz gewachsen sind. Sicherlich haben sie sich im Laufe des Buches aber auch verändert. Es gab sehr viele Fragen, die man sich während des Lesens gestellt hat: Wie geht es weiter? In welchem Zusammenhang stehen die bisher genannten Informationen? Es bleibt viel Freiheit offen, da die Kleinigkeiten nicht wirklich geklärt werden. Doch es finden viele Überraschungen statt! Gerade das Ende war ein Schock für mich. Durch verschiedene Erzählstränge (Hauptsächlich von Helgas und Tareks Sicht aus) erkennt man die einzelnen Zusammenhänge nicht sofort, doch sobald sie zusammenlaufen erkennt man, wo es bereits Hinweise gab. Im Titel heißt es übrigens "Überraschenderweise.." weil ich auf den ersten Seiten wegen der Vielen offenen Fragen und Zeitsprünge unsicher war. Aber eine perfekte Lösung durch die Autorin! Absolut glasklar: 5/5 Sterne!

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