Ellen Forney

 4 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Ellen Forney

Meine Tassen im Schrank

Meine Tassen im Schrank

 (9)
Erschienen am 02.10.2014
Mania, Depression, Michelangelo and Me

Mania, Depression, Michelangelo and Me

 (0)
Erschienen am 16.08.2013
Majareta

Majareta

 (0)
Erschienen am 01.05.2014

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himbeerbels avatar

Rezension zu "Meine Tassen im Schrank" von Ellen Forney

Bipolare Störung mal anders
himbeerbelvor 2 Jahren


Eine unterhaltsame, informative und autobiografische Graphic Novel der Künstlerin und Schriftstellerin Ellen Forney über ihren Umgang mit der manisch-depressiven Erkrankung.


Als ihre Therapeutin ihr eröffnet, dass bei ihr eine Bipolare Störung vorliegt, beginnt für Ellen Forney eine Reise in ihre eigene Psyche. Sie muss lernen, sich selbst kritisch zu beobachten und zeigt ihren Weg in dieser autobiografischen Graphic Novel auf.


Im Gegensatz zum farbenfrohen Cover sind die Zeichnungen im Buch durchgehend schwarz-weiß gehalten. Ellen Forneys Zeichenstil ist lebendig und frisch. Immer wieder finden sich kleine witzige Anmerkungen oder Zusatzdetails in den Bildern wieder, sodass es immer auch beim zweiten Hinsehen noch etwas zu entdecken gibt. Die Autorin geht informativ und offen mit ihrer Krankheit um. Sie hat die Stimmungsschwankungen, die unterschiedlichen Gefühlszustände, Befürchtungen und Ängste gut eingefangen und nachvollziehbar auf eine spielerische Art dargestellt. Sie zeigt den Zusammenhang von künstlerischer Kreativität und psychischen Erkrankungen auf und trotz ernster Thematik kommt auch der Humor in Form von Selbstironie und teilweise tragisch-komischen Ereignissen nicht zu kurz.


Nicht so gelungen finde ich einzig den deutschen Buchtitel (Original: „Marbles“), bei dem in der Ergänzung lediglich die Depressionen Erwähnung finden. Erst ein Blick auf die Rückseite und ins Buch selbst verrät, dass es darin um die Bipolare Störung geht.

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Bücherkrähes avatar

Rezension zu "Meine Tassen im Schrank" von Ellen Forney

Freche Graphic Novel über ein Leben mit Bipolar I Diagnose
Bücherkrähevor 2 Jahren

Was tun, wenn man mit einer Bipolar I Störung diagnostiziert wird? Ellen Forney wagt die Flucht – nach vorn, wie sie glaubt. Sie weigert sich anfangs, Medikamente zu nehmen, denn in den Hochphasen ihrer Manie fühlt sich Ellen künstlerisch produktiv, kreativ, großartig. In diesen Phasen ist sie überzeugt, dass die Tiefphasen, die sie durchstehen muss, rückblickend gar nicht so schlimm sind, und dass Medikamente, die sie stabilisieren sollen, ihr die Kreativität nehmen würden. Ein Todesurteil für eine Künstlerin. Als sie sich eines Tages doch dazu entschließt, Medikamente zu nehmen, beginnt ein Jahre andauernder Prozess der medikamentösen Einstellung, der oft sehr frustrierend und mitterschmetternd ist.
Ellen Forney schreibt und vor allem zeichnet, wie sie anfing ihre Krankheit zu akzeptieren und wie sie lernte, dass Medikamente nicht das Ende ihres künstlerischen Schaffens sind, sondern sie im Gegenteil augleichen und sie so noch mehr Energie hat. Geholfen hat ihr dabei auch die Recherche über andere depressive, bekannte Künstler wie z.B. van Gogh, ob und wie Depressionen und künstlerisches Schaffen zusammenhängen. Am Ende kann sie nur eine Antwort für ich selbst finden, die sie aber zufrieden stellt. Zumindest für den Moment hat sie einen Weg gefunden, ihr Bipolar I Störung zu handhaben.

Forney erzählt frech und geradeheraus. Der Zeichenstil ist wie die Sprache schnörkellös, was der Klarheit des Themas zugute kommt. Viele, im erstem Moment komplex erscheinende Sachverhalte werden verständlich dargestellt, und man bekommt einen Einblick in die Denk- und Verhaltensmuster eines Menschen mit Bipolar I Störung. Manches bleibt letztlich vielleicht doch etwas unverständlich, aber wenn es so einfach wäre, wären Therapiemöglichkeiten leichter anzuwenden.

Ich fand die Graphic Novel spannend, bisher hatte ich nur ein – wenn überhaupt – rudimentäres Verständnis von dieser Krankheit. Trotzdem hatte sie ein paar Längen und der Zeichenstil unter’m Strich nicht meins.

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AllesAllerleis avatar

Rezension zu "Meine Tassen im Schrank" von Ellen Forney

Graphic Novel mit Tiefgang
AllesAllerleivor 3 Jahren


Meine Tassen im Schrank ist eine Autobiographische Graphic Novel also eine sogenannte Graphic Memoiar. 
In ihr Verarbeitet Ellen Forney reflektiert, emotional und glaubwürdig nachvollziehbar wie ihr Leben sich durch die Diagnose "Bipolare Störung. Ich bin Manisch Depressiv" verändert hat und welchen Kampf sie fechten musste gegen die Krankheit und teilweise auch sich selbst. 
Besonders erwähnenswert und gut gelungen sind hierbei auch die Passagen in denen Ellen nicht nur über das schreibt was ihr wieder fahren ist sondern auch eine Art Aufklärung betreibt. So befasst sie sich zum Beispiel damit welche berühmten Künstler die gleiche Diagnose hatten, welche Medikamente mit welchen Nebenwirkungen wie wirken und was Psychische Erkrankungen mit Kreativität zu tun haben. 

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