Ellen Marie Wiseman

 4.1 Sterne bei 136 Bewertungen
Autorin von Die dunklen Mauern von Willard State, Die bittere Gabe und weiteren Büchern.
Ellen Marie Wiseman

Lebenslauf von Ellen Marie Wiseman

Fesselnde historische Romane mit viel Gefühl: Die in dem beschaulichen Ort Three Mile Bay im Norden des Bundesstaates New York geborene und aufgewachsene US-amerikanische Schriftstellerin Ellen Marie Wiseman besuchte eine der letzen kleinen Ortsschulen mit einem einzigen Raum. Trotz der wenigen Mittel entdeckte Wiseman hier ihre Liebe zu Büchern, Geschichten und dem geschriebenen Wort. Gleichzeitig entwickelte sie eine blühende Fantasie, die sie bald darauf für eigene Geschichten nutzte. Aber erst, nachdem Wiseman mehrere Jahre lang als Buchhändlerin gearbeitet und zwei Kinder großgezogen hatte, wagte sie den langersehnten Schritt und veröffentlichte im Jahr 2012 ihr Romandebüt „Plum Tree“, dessen Handlung im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist. Ellen Marie Wiseman hat Verwandte in Deutschland und begeisterte sich seit ihrer Kindheit für die deutsche Geschichte, das Land und die Kultur. In den folgenden Jahren gelang es ihr, an den literarischen Erfolg ihres Erstlingswerks anzuknüpfen. Zu ihren weiteren tragischen, romantischen Historienromanen zählen unter anderem „What She Left Behind“, „Coal River“ und „The Life She Was Given“. Wiseman ist Autodidaktin und belegte keinerlei Kurse, um das kreative Schreiben zu erlernen. Dessen ungeachtet erhielten alle ihre Romane hervorragende Pressekritiken und eroberten zahlreiche Bestsellerlisten.

Alle Bücher von Ellen Marie Wiseman

Die dunklen Mauern von Willard State

Die dunklen Mauern von Willard State

 (92)
Erschienen am 09.11.2015
Die bittere Gabe

Die bittere Gabe

 (20)
Erschienen am 01.02.2018
Das verlorene Medaillon

Das verlorene Medaillon

 (20)
Erschienen am 01.02.2017
Die bittere Gabe

Die bittere Gabe

 (4)
Erschienen am 03.05.2018
What She Left Behind

What She Left Behind

 (0)
Erschienen am 01.02.2014
The Plum Tree

The Plum Tree

 (0)
Erschienen am 24.12.2012
El jardín de Dachau

El jardín de Dachau

 (0)
Erschienen am 01.04.2014

Neue Rezensionen zu Ellen Marie Wiseman

Neu
Josettas avatar

Rezension zu "Die bittere Gabe" von Ellen Marie Wiseman

Menschliche Kuriositäten
Josettavor 2 Monaten

Die Erstgeborene des renommierten Pferdezuchtgestüts Blackwood Manor kommt mit einem seltenen Gendefekt zur Welt: Albinismus. Lilly, eine Abscheulichkeit, die man auf dem Dachboden des Gutshofs verbergen muss, wie ihre bigotte Mutter findet. Lillys labiler Vater fügt sich seiner dominanten Ehefrau und billigt das Versteckspiel. Er unternimmt auch nichts, als diese ihre kleine Tochter im Alter von neun Jahren an einen Wanderzirkus verkauft. Seinen Kummer und Schmerz ertränkt er im Alkohol.
So landet das kleine Mädchen als Attraktion in der Freakshow – einem Kuriositätenkabinett, in dem sie jeder zahlende Besucher anglotzen darf. Fortan besteht ihr Leben aus Reisen, Vorstellungen und dem demütigenden Gefühl, für Geld zur Show gestellt zu werden. Es gibt kein Entrinnen, jegliche Aufbegehrung wird durch Gewalt ihres „Käufers“, dem Chef der Freakshow unterdrückt. So fügt sich Lilly ihrem Schicksal. Aber sie erlebt auch schöne Momente. Da ist ihre große Liebe zu den Zirkuselefanten und deren Dompteur, die ihr so unendlich viel geben. Und eines Tages wird ein Traum wahr. Sie bekommt eine eigene Elefantennummer und verhilft dem Zirkus dadurch zu großem Ruhm. Doch das Glück währt nicht lange und ein schlimmer Unfall verändert das Leben jedes einzelnen Artisten auf eine tragische Weise.

Parallel zu Lillys Geschichte springt das Buch immer wieder zurück nach Blackwood Manor. Wir lernen Julia kennen. Sie ist die jüngere Schwester der taffen Albinofrau. Nach dem Tod ihrer Eltern möchte sie als Alleinerbin die erfolgreiche Pferdezucht weiterführen. Ein ortsansässiger Tierarzt und ein langjähriger Angestellter des Gutshofs helfen ihr beim Start. Julias Kindheit war unglücklich. Sie litt sehr unter ihrer kaltherzigen und strengen Mutter und ihr Vater ignorierte sie weitestgehend. Der Umzug zurück ins Elternhaus reißt viele alte Wunden erneut auf. Immer noch hängen Mutters Verbote und Regeln wie eine dunkle Gewitterwolke über Julia. Warum gab es verschlossene Türen, warum durfte sie als kleines Mädchen nicht alle Räume des Hauses betreten? Welches Geheimnis hüteten ihre Eltern? Julia sucht nach Antworten und findet sie. Die Erkenntnis überrollt sie wie eine Dampfwalze. Der Alptraum ist viel schlimmer, als sie es sich je vorstellen konnte….

Nachdem der letzte Track meines Hörbuchs „Die bittere Gabe“ verklungen ist, bin ich immer noch erschüttert über Lillys Geschichte. Ein Paradebeispiel für menschliche Abscheulichkeiten, welche sich durch den ganzen Roman ziehen. Nicht nur einmal kamen mir Tränen in die Augen.
Da ist die Mutter, die ihre eigenen Schuld und ihr schlechtes Gewissen so perfekt auf ihre Mitmenschen übertragen konnte, dass ihr Verhalten und ihre Worte selbst mir, dem Hörer, Übelkeit bereiteten. Und da sind die Verantwortlichen des Zirkus, die ihre „Waren“ bis aufs Blut ausbeuten, egal, welchen Schaden eine menschliche Seele dabei nimmt. Die bittere Gabe zeigt aber auch die dreckige Sensationslust der Menschen. Es ist dieselbe, die sich heute noch z.B. beim Gaffen von Verkehrsunfällen zeigt. Menschen können grausam sein.

Vielleicht hat Wisemann Lilly und Julia einen Tacken zu viel Gutmensch verpasst – mag sein – ich jedenfalls saugte jedes Wort, jede Geste, welche einen Anflug von Glück andeuteten, regelrecht auf. Am Schluss angelangt, verlangte ich unbedingt ein Happy End. Habe ich es bekommen? Nun, dann müsste ich spoilern - und das hat kein Neuleser verdient.

Ein Wort zu Julias Geschichte: Sie ist recht vorhersehbar, denn für den Hörer, bzw. den Leser ist klar, welches Geheimnis sie aufdeckt. Auch die finale Information, der Showdown des Romans, hat mich weniger überrascht, ich ahnte die Wahrheit bereits, konnte mir aber zu keiner Zeit vorstellen, wie sich die Story bis dorthin entwickeln würde. Letztendlich ziehe ich meinen Hut, denn die Autorin hat sehr gute Arbeit geleistet und die finale Ausarbeitung wurde schlüssig und glaubwürdig umgesetzt.
Eine vorhersehbare Story? Ja, damit kann man gut umgehen. Die Dramatik lag in der Zeit, die Julia brauchte, um endlich hinter den Alptraum zu blicken. Mehrere Male bedauerte ich sogar, dass die Geschichte unterbrach und zurück zu Lilly wechselte.


Die Hörbuchsprecherin Katrin Zimmermann las mit viel Gefühl und verhalf dem Buch durch ihre Stimme zur Dramatik, welches es verdient hat.
Bei „Die bittere Gabe“ würde ich das Hörbuch den bedruckten Seiten vorziehen.

Absolute Lese- bzw. Hörempfehlung! 

Kommentieren0
1
Teilen
chumas avatar

Rezension zu "Die bittere Gabe" von Ellen Marie Wiseman

fesselnder Roman mit kleineren Schwächen
chumavor 3 Monaten

Amerika in den 30ern: Die zehnjährige Lilly ist anders und wird deshalb von ihren Eltern auf dem Dachboden vor der Welt versteckt. Ihre Mutter ist grausam und verbittert, verkauft das Kind schließlich an einen Wanderzirkus. Dort wird Lilly gezwungen in der Freakshow aufzutreten bis sie ihre wahre Begabung erkennt ...
Zwei Jahrzehnte später erbt eine junge Frau (Julia) das Anwesen Blackwood Manor und entdeckt alte Fotos und Unterlagen, die ihr zunächst ein großes Rätsel aufgeben, schließlich jedoch ein lang gehütetes Geheimnis offenbaren, das ihre Welt zum Einsturz bringen wird.

"Die bittere Gabe (OT: The Life She Was Given) von Ellen Marie Wiseman ist ein spannender Roman, der mittels zwei Zeitebenen erzählt wird, und mich durchaus gut unterhalten hat. Es ist aber auch eine Geschichte, die für mich als Tierfreund stellenweise nur schwer auszuhalten war. Zu grausam sind einige der Schilderungen im Umgang mit den Zirkuselefanten in meinen Augen. (Ein Grund warum ich schon immer Abstand von Zoos und Zirkussen genommen habe.) Der Schreibstil konnte mich nicht komplett überzeugen, es gab zu viele Wiederholungen, die mich aus dem Fluß gebracht haben. Insgesamt konnte mich der Roman aber durchaus fesseln und ist für alle, die sich mit dem Thema der Diskriminierung von Andersartigkeit und der Tierquälerei auseinandersetzen können und wollen, sicher einen Blick wert.

Kommentieren0
10
Teilen
Das_Lesedings avatar

Rezension zu "Die bittere Gabe" von Ellen Marie Wiseman

langweilig
Das_Lesedingvor 5 Monaten

Inhalt:
2 Erzählstränge, welche sich später auflösen. 2 Junge Frauen auf ihrem harten Weg zum erwachsen werden…

Schreibstil:
Zu Beginn konnte mich die Geschichte fesseln, als mir die Auflösung bzw. das Zusammenfließen der beiden Handlungsstränge klar wurde, empfand ich die Handlungen nur noch als langweilig. Durch konstruierte Unfälle / Schicksalsschläge / etc zog sich alles und wanderte von einer tragischen Erzählung in einen Roman zum Kopfschütteln. Der Schreibstil war von der ersten bis zur letzten Seite sehr einfach gehalten. Die Wortwahl entsprach nicht der Zeit, in der die Geschichte spielt, und auch nicht den Charakteren, welche als gebildet beschrieben wurden. Hier passte nichts zusammen. Viele Dinge wurden nicht aufgeklärt – waren sie doch nur Lückenfüller oder sorgten für Verwirrung. Schade war, dass der Umgang mit den „Freaks“ nicht herausgearbeitet wurde. Ellen Marie Wisman hat eine Thematik aufgegriffen, welche viel Potential hat, aber dies nicht im entferntesten aufgegriffen.

Charaktere:
Sie wirkten unfertig und immer genau so, wie sie gerade gut für die Handlung waren. Es war nicht möglich eine Sympathie aufzubauen und eine Konstante zu finden.

Cover:
Das Cover wirkt mystisch, passt aber nicht unbedingt zur Geschichte.

Fazit:
Ein Buch mit wenig Handlung und wenn, dann leider konstruiert. Von mir gibt es keine Leseempfehlung und daher nur 2 Sterne, diese gebe ich ausschließlich für den interessanten Beginn.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Ellen Marie Wiseman im Netz:

Community-Statistik

in 230 Bibliotheken

auf 65 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks