Ellen Porath

 3.2 Sterne bei 31 Bewertungen

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Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 2. Die Erben der Stimme" von Ellen Porath

Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 02. Die Erben der Stimme" von Mark Anthony
darkchyldevor 8 Jahren

Nachdem das englische Original „Kindred Spirits“ in der deutschen Übersetzung auf zwei Bücher aufgeteilt wurde, handelt es sich bei „Die Erben der Stimme“ um den zweiten Teil der Geschichte, wie der Halbelf Tanis und der mürrische Zwerg Flint Feuerschmied Freunde wurden. Zeitlich schließt es also unmittelbar an die Geschehnisse aus „Ungleiche Freunde“ an.
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Obwohl der Zwerg und Kunstschmied Flint Feuerschmied bereits seit 20 Jahren halbjährlich in der Elfenstadt Qualinost lebt und arbeitet, begegnen ihm die meisten Elfen mit Argwohn und Ablehnung. Allgemein fremden Kulturen und Rassen gegenüber wenig aufgeschlossen, kritisieren sie offen die liberale Handelspolitik ihres Herrschers Solostaran. Erst als ein Tylor, ein drachenähnliches, aggressives Wesen, in der Gegend sein Unwesen treibt und bei der Wahl seiner Mahlzeiten keinen Unterschied zwischen Elfen und Nicht-Elfen macht, begeben sich Flint, der Halbelf Tanis und eine Gruppe Elfen auf die Jagd, bei der ein folgenschweres Unglück geschieht. Tanis wird verhaftet und seinem Freund Flint bleiben nur drei Tage Zeit, seine Unschuld zu beweisen…
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Das Buch gerecht zu bewerten, fällt mir ähnlich schwer, wie schon bei „Ungleiche Freunde“. Obwohl sich nun endlich eine vernünftige Kernhandlung herauskristallisiert hat und sich auch zeitweise so etwas wie Spannung aufbaut, ist die Lösung der Täter-Frage zu vorhersehbar. Die Kritikpunkte im Hinblick auf die Gesamtheit der Drachenlanze-Saga bleiben dieselben: in den zuerst erschienenen Chroniken der Drachenlanze sind der Elfenherrscher Solostaran und der Zwerg Flint nicht befreundet, kennen sich nicht einmal. In den Chroniken betritt Flint den Sonnenturm des Herrschers zum ersten Mal, hier kennt er sogar den Geheimgang dorthin.
Optisch ist anzumerken, dass das Buchcover von „Ungleiche Freunde“ thematisch noch passend war, da es Flint und Tanis zeigt. Das Cover von „Die Erben der Stimme“ zeigt jedoch unter anderem den Kender Tolpan, der erst im dritten Band des „Der Bund der Drachenlanze“-Zyklus erstmals auftauchen wird. Dieser Umstand macht das Buch zwar weder besser noch schlechter, fällt aber einfach auf.
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Wie schon beim ersten Band des Bund-Zyklus erwähnt, würde ich Drachenlanze-Neulingen davon abraten, mit diesem Zyklus zu beginnen. Als Ergänzung nach den Abenteuern aus den Chroniken und Legenden gehen die Bücher jedoch in Ordnung.

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Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 1. Ungleiche Freunde" von Ellen Porath

Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 01. Ungleiche Freunde." von Ellen Porath
darkchyldevor 8 Jahren

Das Autoren-Duo Hickman und Weis hat bereits in den 1980ern mit den „Chroniken der Drachenlanze“ den Grundstein für die immer noch weiter wachsende Drachenlanze-Saga gelegt. Seitdem wurde auch von anderen Autoren fleißig an der Geschichte der Welt Krynn geschrieben.
Mit dem zwölfbändigen Zyklus „Der Bund der Drachenlanze“ wagten sich verschiedenste Schreiber an die Vorgeschichte zum Lanzenkrieg aus den Chroniken. Genauer gesagt wird in diesen Büchern erzählt, wie die doch recht gegensätzlichen Gefährten und Helden der Drachenlanze sich überhaupt einst kennenlernten und zu Freunden wurden.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass in „Ungleiche Freunde“ die älteste Freundschaft den Anfang machen darf: die zwischen dem mürrischen Zwerg Flint Feuerschmied und dem Halbelf Tanis.
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Nach Jahrhunderten der selbstgewählten Isolation öffnet der Elfenherrscher Solostaran sein Reich endlich wieder für die Außenwelt. Von vielen Elfen kritisch beäugt, folgt auch der mürrische Zwerg Flint Feuerschmied der Einladung Solostarans, sich an seinem Hof als Kunstschmied niederzulassen. Halbjährlich pendelt er die nächsten zwanzig Jahre zwischen seiner Wahlheimat Solace, der Stadt in den Bäumen, und Qualinost, wo er zwar mit Solostaran selbst eine fast freundschaftliche Beziehung unterhält, den meisten anderen Elfen jedoch ein Dorn im Auge bleibt. In dem Halbelfen Tanis, Ziehkind Solostarans und Produkt einer Vergewaltigung dessen Schwägerin durch einen Menschen, findet er schließlich seinen besten Freund. Tanis hatte selbst zeitlebens unter der Fremdenfeindlichkeit der reinrassigen Elfen zu leiden. Unbemerkt zieht sich schließlich ein Netz tödlicher Hofintrigen um die beiden ungleichen Freunde zusammen…
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Dieses Buch gerecht zu bewerten, fällt mir nicht leicht. Respekt an sich verdient sicherlich, dass sich die beiden Autoren überhaupt daran gewagt haben, aus den diversen Andeutungen in den Büchern der Chroniken und Legenden der Drachenlanze eine in sich schlüssige Hintergrundgeschichte zu basteln. Im Vergleich zu den Chroniken und Legenden handelt es sich hier aber dennoch „nur“ um einen gerade noch mittelmäßigen Kriminalroman und keinen ergreifenden Epos. Vielleicht bin ich auch einfach kein Freund von Ränkespielen bei Hofe, dass mich die Geschichte an sich nicht wirklich fesseln konnte. Da ich „Ungleiche Freunde“ jedoch weniger als eigenständigen Roman, sondern als Teil der gesamten Drachenlanze-Sage ansehe, stört mich schon allein die Tatsache, dass hier dem Zwerg Flint und dem Elfenherrscher Solostaran eine freundschaftliche Beziehung angedichtet wird, die es in den zuerst erschienenen Chroniken gar nicht gibt. Dort kennen sich die beiden nicht einmal, da seit der Erbauung des Sonnenturms in Qualinost kein Zwerg mehr seinen Fuß in denselben gesetzt hat. Auch die „Liebesgeschichte“ zwischen dem Halb-Elf Tanis und der Elfenprinzessin Laurana erscheint hier doch weitaus einseitiger, als das in den Chroniken dargestellt wird.
Noch dazu fragt man sich über die Hälfte des Buches, worum genau es eigentlich geht und wo die Geschichte hin will. Im Grunde passiert nämlich erst einmal gar nichts, Ereignis reiht sich fast zusammenhangslos an Ereignis, bis sich gegen Ende dann doch noch eine Kernhandlung herauszukristallisieren scheint.
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Vielleicht sollte erwähnt werden, dass das englische Original „Kindred Spirits“ in der deutschen Übersetzung auf zwei Bücher aufgeteilt wurde und die Geschichte aus „Ungleiche Freunde“ erst in „Die Erben der Stimme“ fertig erzählt wird. Der spannendere Abschnitt der Geschichte befindet sich daher auch im zweiten Teil.
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Abschließend würde ich Drachenlanze-Neulingen nicht unbedingt empfehlen, mit „Ungleiche Freunde“ und den restlichen „Bund der Drachenlanze“ – Büchern zu beginnen. Als Ergänzung nach den Abenteuern aus den Chroniken und Legenden gehen sie jedoch in Ordnung.

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