Ellen Porath , Mark Anthony Der Bund der Drachenlanze 1. Ungleiche Freunde

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Inhaltsangabe zu „Der Bund der Drachenlanze 1. Ungleiche Freunde“ von Ellen Porath

Die Elfenstadt Qualinost erstrahlt im schönsten Glanz der Frühlingssonne. Auf Einladung des Herrschers des Elfenvolkes kommt der Zwerg Flint in die zauberhafte Stadt, um für die Elfen das Schmiedehandwerk auszuüben. Die meisten Elfen mögen zwar seine Kunst, hegen insgeheim aber eine Abneigung gegen alles Fremde. So findet der Zwerg seinen besten Freund in einem anderen Außenseiter, in Tanis, einem Halbelfen. Es ist der beginn einer ungleichen Freundschaft, die der junge Halbelf schon bald brauchen wird, als mächtige Elfen ihre Intrigen zu einem tödlichen Netz um ihn spannen...

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  • Rezension zu "Der Bund der Drachenlanze 01. Ungleiche Freunde." von Ellen Porath

    Der Bund der Drachenlanze 1. Ungleiche Freunde
    darkchylde

    darkchylde

    19. January 2011 um 15:13

    Das Autoren-Duo Hickman und Weis hat bereits in den 1980ern mit den „Chroniken der Drachenlanze“ den Grundstein für die immer noch weiter wachsende Drachenlanze-Saga gelegt. Seitdem wurde auch von anderen Autoren fleißig an der Geschichte der Welt Krynn geschrieben. Mit dem zwölfbändigen Zyklus „Der Bund der Drachenlanze“ wagten sich verschiedenste Schreiber an die Vorgeschichte zum Lanzenkrieg aus den Chroniken. Genauer gesagt wird in diesen Büchern erzählt, wie die doch recht gegensätzlichen Gefährten und Helden der Drachenlanze sich überhaupt einst kennenlernten und zu Freunden wurden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in „Ungleiche Freunde“ die älteste Freundschaft den Anfang machen darf: die zwischen dem mürrischen Zwerg Flint Feuerschmied und dem Halbelf Tanis. ---------- Nach Jahrhunderten der selbstgewählten Isolation öffnet der Elfenherrscher Solostaran sein Reich endlich wieder für die Außenwelt. Von vielen Elfen kritisch beäugt, folgt auch der mürrische Zwerg Flint Feuerschmied der Einladung Solostarans, sich an seinem Hof als Kunstschmied niederzulassen. Halbjährlich pendelt er die nächsten zwanzig Jahre zwischen seiner Wahlheimat Solace, der Stadt in den Bäumen, und Qualinost, wo er zwar mit Solostaran selbst eine fast freundschaftliche Beziehung unterhält, den meisten anderen Elfen jedoch ein Dorn im Auge bleibt. In dem Halbelfen Tanis, Ziehkind Solostarans und Produkt einer Vergewaltigung dessen Schwägerin durch einen Menschen, findet er schließlich seinen besten Freund. Tanis hatte selbst zeitlebens unter der Fremdenfeindlichkeit der reinrassigen Elfen zu leiden. Unbemerkt zieht sich schließlich ein Netz tödlicher Hofintrigen um die beiden ungleichen Freunde zusammen… ---------- Dieses Buch gerecht zu bewerten, fällt mir nicht leicht. Respekt an sich verdient sicherlich, dass sich die beiden Autoren überhaupt daran gewagt haben, aus den diversen Andeutungen in den Büchern der Chroniken und Legenden der Drachenlanze eine in sich schlüssige Hintergrundgeschichte zu basteln. Im Vergleich zu den Chroniken und Legenden handelt es sich hier aber dennoch „nur“ um einen gerade noch mittelmäßigen Kriminalroman und keinen ergreifenden Epos. Vielleicht bin ich auch einfach kein Freund von Ränkespielen bei Hofe, dass mich die Geschichte an sich nicht wirklich fesseln konnte. Da ich „Ungleiche Freunde“ jedoch weniger als eigenständigen Roman, sondern als Teil der gesamten Drachenlanze-Sage ansehe, stört mich schon allein die Tatsache, dass hier dem Zwerg Flint und dem Elfenherrscher Solostaran eine freundschaftliche Beziehung angedichtet wird, die es in den zuerst erschienenen Chroniken gar nicht gibt. Dort kennen sich die beiden nicht einmal, da seit der Erbauung des Sonnenturms in Qualinost kein Zwerg mehr seinen Fuß in denselben gesetzt hat. Auch die „Liebesgeschichte“ zwischen dem Halb-Elf Tanis und der Elfenprinzessin Laurana erscheint hier doch weitaus einseitiger, als das in den Chroniken dargestellt wird. Noch dazu fragt man sich über die Hälfte des Buches, worum genau es eigentlich geht und wo die Geschichte hin will. Im Grunde passiert nämlich erst einmal gar nichts, Ereignis reiht sich fast zusammenhangslos an Ereignis, bis sich gegen Ende dann doch noch eine Kernhandlung herauszukristallisieren scheint. --------- Vielleicht sollte erwähnt werden, dass das englische Original „Kindred Spirits“ in der deutschen Übersetzung auf zwei Bücher aufgeteilt wurde und die Geschichte aus „Ungleiche Freunde“ erst in „Die Erben der Stimme“ fertig erzählt wird. Der spannendere Abschnitt der Geschichte befindet sich daher auch im zweiten Teil. ---------- Abschließend würde ich Drachenlanze-Neulingen nicht unbedingt empfehlen, mit „Ungleiche Freunde“ und den restlichen „Bund der Drachenlanze“ – Büchern zu beginnen. Als Ergänzung nach den Abenteuern aus den Chroniken und Legenden gehen sie jedoch in Ordnung.

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