Als ihre Tante Kathrin mit einem Schlaganfall auf der Intensivstation landet, entdeckt Journalistin Vera in deren Unterlagen Brisantes aus der Vergangenheit. Sie beginnt zu recherchieren und kreuzt dabei die Wege von Problemlöser Lefteris. Eine Jagd um die Unterlagen und die Wahrheit beginnt.
Sandberg hat für ihre Krimihandlung einen sehr ernsten Hintergrund gewählt, der mich beim Lesen immer wieder neu betroffen gemacht hat. Ich mochte die Perspektivwechsel zwischen Vera, der jungen Kathrin und Manolis, denn so konnte der Fall und die Motive dahinter umso besser beleuchtet werden. Mir hat besonders gefallen, dass die Figuren nicht alle in gut-böse eingeteilt waren, sondern jede eine gewisse Ambivalenz aufweist. Gerade Kathrin fand ich sehr interessant, ihre Motive sind nachvollziehbar und jeder darf sich fragen, wie er in entsprechender Situation gehandelt hätte. Sandberg erzählt spannend, trifft aber auch in heiklen Situationen den richtigen Ton. Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn ich den Handlungsstrang um Manolis manchmal etwas umständlich fand.

























