Ellen Thiemann Der Feind an meiner Seite

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Inhaltsangabe zu „Der Feind an meiner Seite“ von Ellen Thiemann

Als "Der Spiegel" Ellen Thiemanns Exmann als einen der größten Stasi-Spitzel unter den DDR-Sportjournalisten enttarnt, hat sie nur noch ein Ziel: die Wahrheit finden, aufklären, zur Verantwortung ziehen. So erfährt sie, dass ihr Mann unmittelbar nach ihrer Inhaftierung ausgerechnet mit ihren Feinden paktierte, als deren Laufbursche und Marionette fungierte. Hatte er gar die gemeinsam geplante Flucht verraten? Die Autorin beschreibt ihren Kampf mit der bundesdeutschen Justiz gegen Stasi-Vernehmer, Richter, Spitzel, Zuchthausleiter. Sie offenbart brisante Aufzeichnungen ihres Exmannes über Kollegen, Geliebte, Sportler und Trainer in der DDR, der BRD und auch im europäischen Ausland. Wegen Republikflucht kam Ellen Thiemann für zweieinhalb Jahre ins gefürchtete Frauenzuchthaus Hoheneck, wo sie mit drastischen Strafmaßnahmen - Folter, Schlafentzug, stundenlangen Verhören und Zwangsarbeit - konfrontiert wurde. Fast zwanzig Jahre später musste sie sich erneut einer schockierenden Tatsache stellen: Ihr Exmann gehörte zu den größten Stasi-Spitzeln im Sportbereich. Sie war jahrelang beschattet, denunziert, verraten worden - von ihren Freunden und dem eigenen Ehemann. Daraufhin beginnt ihr Kampf um Gerechtigkeit, um Wahrheit und Aufklärung, gegen Unrecht und Vergessen. Sie entlarvt die Machenschaften von Stasi und SED, enthüllt die Grausamkeiten der Diktatur, legt Zeugnis ab über die Verbrechen, auch im Sport. Ellen Thiemanns Buch ist ein authentischer Bericht über einen Menschen, der keine Skrupel kannte - gegenüber Trainern, Spielern, Kollegen und Vorgesetzten. Es ist auch ein Aufschrei gegen die Verharmlosung und Verklärung der DDR-Geschichte.

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  • Die eigene Ehefrau hat er verraten!

    Der Feind an meiner Seite
    TanteGhost

    TanteGhost

    15. January 2014 um 19:08

    Ellen Thiemann selber ist auf dem Cover abgebildet. Sie kommt, herbstlich gekleidet, aus einem großen Gebäude mit dem DDR-Emblem über der Tür. Könnte der Pallast der Republik sein, wenn ich jetzt mal meine Fantasie walten lasse. Ansonsten sind noch Verlag, Name der Autorin und der Titel abgedruckt. Das war es dann auch schon. - Ein schlichtes Bild, aber vollkommen ausreichend. Denn das Thema, welches in dem Buch behandelt wird, ist ja auch nicht unbedingt zum Lachen. Ellen Thiemann entdeckt nämlich bei der Sichtung der sie betreffenden Stasi-Akten das Doppelleben ihres Exmannes. Er war ein inoffizieller Mitarbeiter der Stasi. Genau das hat sie aber nicht gewusst. So erfährt sie, dass Ihr Mann nicht unbeteiligt war, als es darum ging, ihre vorzeitige Haftentlassung zu vereiteln, um ihre Qualen zu vermindern. Sie muss lesen, was er alles an die Stasi von ihr verraten hat. Frau Thiemann erfährt, was die Stasi für Möglichkeiten hatte, um ungeliebte und unbequeme Menschen los zu werden. Auch ihren Vater haben diese „Agenten“ auf dem Gewissen. Und auf einer Buchmesse muss auch Ellen Thiemann merken, dass man ihr nachstellt. Ansonsten liest man noch, was Herr Thiemann so alles aus seinem Verlag von Freunden und Verwanden weiter gegeben hat und mit welchen Frauen er auf Befehl intim geworden ist, um sie auszuhorchen. Eine wirklich sehr makabere Sache. Vom Stoff her, war das Buch wirklich ein ziemlich heftiger Stoff. Ich frage mich noch immer, wie Frau Thiemann das alles ausgehalten hat und wo sie die Kraft dafür her genommen hat. Von der Seitenaufteilung her, hätte ich auch etwas anders gemacht. Die Passagen, in denen direkt der Text der Akten zitiert wird, sind wirklich sehr klein geschrieben. Hier habe ich mir fast die Augen verrengt. Naja und der Wortlaut war auch nicht immer so gut zu verstehen. Aber dafür kann Frau Thiemann ja nun nicht wirklich was, da sie ja in dem Fall nur zitiert hat. Nach einer gewissen Weile wurde alles ziemlich fußballlastik. Herr Thiemann hat die verschiedensten Fußballvereine bespitzelt und hier jedes Vorkommnis minuziös aufgeschrieben. Das wird auf Dauer sehr langweilig, zumal wenn man nicht mal Fußballfan ist. Alles in Allem aber ein recht gut geratenes Buch. Nicht so gut wie ihr erstes Werk, aber trotz allem wissens- und lesenswert.

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