Ellery Queen

 4.1 Sterne bei 169 Bewertungen

Lebenslauf von Ellery Queen

Pseudonym der beiden Cousins Frederick Dannay (1905–1982) und Manfred B. Lee (1905–1971)

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Ellery QueenSherlock Holmes und Jack the Ripper. Eine Studie des Schreckens.
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Sherlock Holmes und Jack the Ripper. Eine Studie des Schreckens.
Ellery QueenDer Sarg des Griechen
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Der Sarg des Griechen
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 (8)
Erschienen am 01.01.2001
Ellery QueenDas Geheimnis der weißen Schuhe
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Das Geheimnis der weißen Schuhe
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 (6)
Erschienen am 28.03.2014
Ellery QueenAm zehnten Tage
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Am zehnten Tage
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 (6)
Erschienen am 01.03.2002
Ellery QueenDer mysteriöse Zylinder
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Der mysteriöse Zylinder
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 (6)
Erschienen am 01.10.1998
Ellery QueenUnd raus bist du!
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Ellery QueenDrachenzähne
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Drachenzähne
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 (4)
Erschienen am 03.09.2009
Ellery QueenBlut im Schuh
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Blut im Schuh
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 (3)
Erschienen am 01.03.2002

Neue Rezensionen zu Ellery Queen

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Am zehnten Tage" von Ellery Queen

Amnesie und Mord
TheRavenkingvor 2 Jahren

Ein junger Mann aus gutem Hause, Howard Van Horn, leidet unter rätselhaften Amnesie-Attacken. Weit von zu Hause entfernt erwacht er an unbekannten Orten ohne zu wissen, wie er dahingekommen ist. Die gegenwärtige Station seines nicht enden wollenden Alptraums ist New York City. Wie gut, dass der Privatdetektiv Ellery Queen hier residiert, denn Howard ist mit Mr. Ellery Queen befreundet, das heißt sie waren für kurze Zeit befreundet. Vor zehn Jahren begegneten sie sich in Paris. Damals, 1938, am Vorabend des 2. Weltkrieges trafen sich, der ein Studium der Bildhauerei verfolgende, Howard und Ellery in der französischen Hauptstadt, verloren sich aber schon bald wieder aus den Augen. Nun wendet sich Howard in seiner Verzweiflung an seinen alten Bekannten. Keiner der Ärzte, die er bisher aufsuchte, konnten ihm helfen, und auch bei Ellery bedarf es einer gewissen Überredung. Aber Ellery merkt schnell, dass Howard am Rande der Verzweiflung steht, er befürchtet, irgendein furchtbares Verbrechen begangen zu haben, an welches er sich nicht mehr erinnern kann. Schließlich stellt sich sogar heraus, dass Howard aus dem kleinen Ort Wrightsville stammt, der Ellery noch aus seinem vorigen Fall in Erinnerung ist (hier sei auch darauf hingewiesen, dass dieser Roman die Lösung eben dieses älteren Falles aufgreift und etwaige Spoiler beinhaltet). Dort residiert sein steinreicher Vater, der sich eine wesentlich jüngere und bemerkenswert attraktive Frau angelacht hat, noch dazu ist dieser Diedrich Van Horn ein großer Fan des Detektivs, er besitzt sämtliche Fälle Ellery Queens (die dieser ja stets selbst aufzeichnet und in Romanform gießt) und scheint dem Fremden großes Vertrauen entgegenzubringen. Also quartiert sich der Detektiv im Palast der Van Horns ein, um ein Auge auf Howard zu haben. Ich nehme vermutlich nichts vorweg, wenn ich verrate, dass dessen Attacken sich fortsetzen und sogar in handfeste Verbrechen münden und am Ende kommt es sogar zu einem Mord.

Was zunächst auffällt ist, wie wunderbar Am zehnten Tage geschrieben ist:

„Im Anfang war es noch ohne Form; Finsternis, ein Dunkel, das sich Tänzern gleich rhythmisch hin und her wiegte. Irgendwo in der Ferne war auch Musik; leise, heiter, rätselhaft; plötzlich rauschte sie auf einen zu und schwoll zu einem solch ohrenbetäubenden Brausen an, dass man sich vorkam wie eine Mücke im Windkanal. Dann war sie auch schon vorbeigerauscht, schwoll ab, verlor sich leise spielend in der weiterhin schaukelnden Finsternis.

Alles schwankte. Er fühlte sich seekrank.

Das mochte der Nachthimmel über dem Atlantik sein da droben, mit einem schattenhaften Wolkenschleier und zittrigen Tupfern anstelle von Sternen. Die Musik war das Pfeifen des Windes auf dem Vorderdeck oder das Rauschen von Kielwasser. Er wusste, dass es wirklich war; denn wenn er die Augen schloss, blendeten sich Wolkenschleier und Sterne aus, obwohl das Schaukeln blieb – und auch die Musik. Er nahm Fischgeruch wahr und hatte einen Geschmack auf der Zunge, der in sich widersprüchlich war, etwa wie der sauren Honigs.

Es war interessant: Obwohl ihm dies alles nur Kopfzerbrechen bereitete, war es geradezu so, als gäbe die Gelegenheit, über das nachzugrübeln, was er sah, hörte, roch und schmeckte, seiner Person neues Gewicht; ja, es war, als wäre zuvor nie etwas gewesen. Es war, wie geboren zu werden. Es war, wie auf einem Schiff geboren zu werden. Man lag in dem Schiff; das Schiff schaukelte, man schaukelte mit ihm in der schaukelnden Nacht und schaute zum Himmelszelt auf.“

Zugegeben, dieser Anfang wirkt auf den Leser zunächst etwas desorientierend, gibt aber gerade dadurch perfekt das Gefühl eines Menschen wieder, der sich in einem solch ungewöhnlichen psychischen Zustand befindet. Man hat selbst keine Ahnung, wo genau man sich befindet und vermag Howard Van Horn dadurch sehr gut zu verstehen.

Das Autorenduo Ellery Queen bietet hier zumindest stilistisch ein sehr hohes Niveau, wie man es heutzutage kaum noch in Kriminalromanen findet. Umso enttäuschender fällt aus, wie trivial und überholt die Handlung anmutet, wobei dies tatsächlich erst im Finale klar wird, bis dahin wiegt man sich als Leser in der Hoffnung, all dies würde irgendwann zu einer überwältigenden, zutiefst überraschenden Auflösung führen.

Im Nachwort wird der französische Regisseur Claude Chabrol zitiert, welcher den Roman mit einer Starbesetzung (u.a. Anthony Perkins und Orson Welles) verfilmte: „Einer der besten Detektivromane, die je geschrieben wurden, weil in ihm auf wunderbare Weise die Erklärung des Geheimnisses faszinierender ist als das Geheimnis selbst – sie gibt dem Werk eine völlig neue Dimension.“

Nun ja, für den Leser des Jahres 1948 (in welchem der Roman ursprünglich erschien) mag dies ja der Höhepunkt wendungsreicher Krimikunst gewesen sein, für den Konsumenten von Kriminalliteratur indes, der das Unglück hat im 21. Jahrhundert zu existieren (im Zeitalter des abgedroschenen und bereits dagewesenen) ist die Handlung nur ein alter Hut. Egal wie fabelhaft der Plot auch erzählt wird, das Ende nötigte mir nicht viel mehr als ein müdes Schulterzucken ab.

Der Detektiv dagegen beißt sich fast die Zähne aus an diesem nicht sonderlich komplexen Rätsel. Es ist schon erstaunlich, wie lange Ellery braucht, um hinter die Wahrheit zu kommen. Zunächst scheitert er sogar, und erst ein Jahr später gelingt es ihm die Lösung zu finden. Das hätte jeder herkömmliche Krimileser von heute wesentlich schneller austüfteln können. Zumal die Zahl der Verdächtigen doch äußerst begrenzt ist: Gerade mal vier Hauptfiguren gibt es, von denen am Ende auch noch zwei tot sind. Und ja, selbst das Motiv dieses Übeltäters ist letztendlich so etwas von banal, da fragt man sich: hat es dazu wirklich einen ganzen Roman gebraucht, um solch eine jämmerliche Story zu erzählen? (Über die zahlreichen schreienden Logiklöcher will ich gnädig hinwegsehen.) Nein, Am zehnten Tage ist nicht so sehr klassisch, wie viel mehr antiquiert, und so leid es mir auch tut, mein lieber Ellery, ein Detektiv, der etwas auf sich gibt, sollte sich keine solchen Patzer erlauben.

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Rinnerls avatar

Rezension zu "Sherlock Holmes und Jack the Ripper. Eine Studie des Schreckens." von Ellery Queen

Nostalgie ist schon was feines :)
Rinnerlvor 5 Jahren

Schriftsteller und Detektiv Ellery Queen kämpft mit seiner Schreibmaschine. Genauer gesagt, mit einer Schreibblockade. Der Abgabetermin seines neuen Buches rückt näher und keine zündende Idee in Sicht. Seine Begeisterung hält sich daher in Grenzen, als ein Bekannter ihm ein handschriftliches Manuskript zur Begutachtung vorbeibringt. Das anonym hinterlassene Tagebuch war mit dem Hinweis versehen es Ellery Queen zukommen zu lassen. Ein erster genauer Blick trägt nicht gerade dazu bei, sein Interesse zu steigern.

Ein unbekannter Fall des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, dokumentiert von der Hand seines Biographen und Freundes Dr. John Watson?
Ellery ist überzeugt davon, dass es sich dabei nur um eine Fälschung handeln kann.
Dennoch, ein Blick in das Tagebuch und er ist gefesselt. Der größte aller Detektive am Werk und sein Gegner ist kein Geringerer als Jack the Ripper!

Doch was steckt dahinter? Wer hat ihm das Manuskript zukommen lassen und warum? Und wer ist der Mann (oder die Frau?) die ganz London ein dreiviertel Jahrhundert zuvor in Angst und Schrecken versetzt hat?



Sherlock Holmes ist hier keine Romanfigur, sondern eine reale Person, die tatsächlich ein knappes Jahrhundert zuvor gelebt und gewirkt hat.
Zugegeben, mit diesem Buch wird das Rad nicht neu erfunden, der Schreibstil ist eher simpel und die Story an sich ist auch nicht die beste oder spannendste ever.

Und trotzdem tut es dem (meinem!) Lesevergnügen absolut keinen Abbruch. Die gut 190 Seiten lesen sich wie im Flug und lassen einen (mich) mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht zurück.
Dafür, für das Nostalgie-Feeling (hatte das Buch vor mindestens 20 Jahren schon mal gelesen und wieder völlig vergessen) und weil ich Sherlock Holmes liebe, gibt’s 4 von 5 möglichen Sternen :)

Kommentare: 5
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Dubhes avatar

Rezension zu "Der nackte Tod" von Ellery Queen

Rezension zu "Der nackte Tod" von Ellery Queen
Dubhevor 6 Jahren

Es sollte eine nette Feier werden, doch dann taucht plötzlich ein Typ bei Rosa und ihrem Onkel David auf, die sich etwas abseits befinden. Doch er will nicht einfach nur plaudern, sondern er denkt, dass David John Marco ist, der Held der Damenwelt, von den Frauen verehrt, von den Männern gehasst.
Und Marco soll nun sterben. Rosa weiß, dass sie ihren Onkel nie wieder sehen wird, aber trotz allen stirbt John Marco dann schließlich bei einer Liebelei.
Ein neuer Fall für Ellery Queen.
Marco hatte viele Feinde, doch wer würde so einen Schritt wagen?
.
Ich habe einige gute Kritiken zu diesem Ellery Queen gehört und als ich endlich ein Buch lesen konnte, war ich nun ziemlich enttäuscht. Denn ich habe es mir komplett anders vorgestellt. Besser, origineller.
Aber was kann man sich von einem ziemlich alten Krimi eigentlich schon erwarten?
Früher waren die Erwatungen nicht ganz so hoch, wie bei uns heute, was den Unterschied macht.
Ansonsten war das Buch nicht allzu schlecht, nur eben etwas langweilig.

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