Elli H. Radinger Die Wölfe von Yellowstone: Die ersten zehn Jahre

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Wölfe von Yellowstone: Die ersten zehn Jahre“ von Elli H. Radinger

1995 begann ein auf der Welt einmaliges Experiment: Innerhalb von zwei Jahren wurden im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark 31 kanadische Timberwölfe angesiedelt. Heute lebt eine gesunde Wolfspopulation im ältesten Nationalpark der Welt. Die Autorin hat das Projekt von Anfang an begleitet und fliegt mehrmals jährlich nach Yellowstone, um die Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Aus ihren Berichten und Erlebnissen der ersten zehn Jahre entstand ein fesselndes Buch, das uns einen Einblick gibt in die faszinierende Welt der wilden Wölfe. Dieses Buch ist nicht nur die packende Geschichte der berühmtesten Wölfe der Welt, es ist auch eine einzigartige Liebeserklärung an den ältesten Nationalpark der Welt.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Happy Birthday, Wölfe von Yellowstone

    Die Wölfe von Yellowstone: Die ersten zehn Jahre
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    28. January 2015 um 10:40

    Am 12. Januar 1995 wurden nach 30-jähriger Abwesenheit die ersten 8 Wölfe im Rahmen eines seit Jahren geplanten Wiederansiedlungsprojektes nach Yellowstone gebracht – unter Jubel wurden sie am Nordeingang des Parks, am Roosevelt Arch begrüßt. Acht Tage später kamen weitere 6 Wölfe in ihrer neuen Heimat an. Nicht jeder war erfreut über die Ankunft der Beutegreifer und daher drohte das Projekt noch kurz nach der Ankunft der Wölfe zu kippen,. Das Wolfsprojekt entwickelte sich in den nächsten Jahren zum Erfolgsprojekt: die Zahl der Wölfe wuchs kräftig an und es blieb daher nicht aus, daß die Wölfe aus dem Park abwanderten, was wiederum zu Konflikten mit den Ranchern führte. Bis heute gibt es einen erbitterten Konflikt zwischen den Wolfsfreunden und -gegnern, unter denen sich meist Rancher befinden, die nicht bereit sind, ihr Nutztiermanagement anzupassen, und Jäger, die sich durch den Wolf um ihre Jagdbeute betrogen fühlen. Elli Radinger beschreibt in diesem Buch die spannende Geschichte des Wiederansiedlungsprojekt sowie die ersten zehn Jahre der Yellowstonewölfe. Sehr gut gefallen haben mir dabei die persönlichen Erfahrungen und Begegnungen der Autorin mit den Wölfen, die mir mehr als einmal Gänsehaut beschert haben. Aber die Autorin übt auch Kritik, nicht nur an den Wolfsgegnern, sondern auch an den Biologen und deren Kontrollmethoden, am Tourismus, der durch die Wölfe nochmals einen enormen Auftrieb bekommen hat, ja, auch die Wolfsbeobachter, zu denen sie selber zählt, nimmt sie kritisch unter die Lupe. Das Wiederansiedlungsprojekt war ein voller Erfolg. Die Bestrebungen der Wolfsgegner, den Wolf in den USA von der Liste der gefährdeten Arten zu streichen, zeigen ebenfalls erste Erfolge: seit wenigen Jahren ist in Montana die Wolfsjagd (außerhalb der Parkgrenzen) wieder zugelassen. In Wyoming wurde die Jagd glücklicherweise inzwischen aufgehoben. Die Auswirkungen der Jagden auf die Wölfe, wie auseinander gebrochene Rudelstrukturen, sind für die Biologen auch im Park spürbar deutlich, da besenderte Wölfe gezielt aus dem Park gelockt werden, um sie zu erschiessen. Am 12. Januar 2015 fand am Roosevelt Arch eine kleine Geburtstagsfeier für 20 Jahre Wölfe in Yellowstone statt. Es bleibt zu hoffen, daß noch viele Geburtstage folgen werden und die Erfolgsgeschichte weiterhin eine solche bleiben wird.

    Mehr