Ellinor Wohlfeil Im Zwielicht der Zeit

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 5 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(6)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Im Zwielicht der Zeit“ von Ellinor Wohlfeil

“Die handelnden Personen sind frei erfunden, die Handlung des Romans orientiert sich jedoch an tatsächlichen Ereignissen.” Diesen Satz habe ich meinem Buch “Im Zwielicht der Zeit“ vorangestellt, dem ersten Band einer Familiensaga, die mit dem Roman “Im Bann der Vergangenheit“ weitergeführt wird. Sie ist keine Familienchronik, sondern Dichtung und Wahrheit. Das ergibt sich zwangsläufig schon daraus, dass ich im Jahr 1912, in dem die Geschichte beginnt, noch gar nicht gelebt habe. Die Ereignisse in den Jahren vor meiner bewussten Existenz sind mir erzählt worden und ich habe versucht, sie mit Leben zu füllen, indem ich einige Personen erfunden habe. Der Hintergrund für die beiden Romane sind die schicksalhaften Begebenheiten in meiner Familie, die alle der Wahrheit entsprechen und sich so ereignet haben, wie sie beschrieben werden.

Sehr intensiv, berührend und realistisch. Unbedingt empfehlenswert!

— Igelmanu66
Igelmanu66

Auch wenn die Figuren frei erfunden sind, merkt doch mit jedem Wort den Bezug der Autorin zu diesem Buch. Jeder sollte es lesen!

— Sumo
Sumo

Eine einfühlsame Familiensaga ohne den moralischen Zeigefinger auf den zeitgeschichtlichen HIntergrund in den Jahren 1912-1945 ...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Kraft

Auf der Longlist... Mir erschließt sich nicht wirklich weshalb...

Bibliomania

Das Glück meines Bruders

Vergangenheitsbewältigung auf verschiedene Arten

locke61

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

Der Sandmaler

Atmosphärische Schildungen, aber leider ziemlich eindimensionale Charaktere

leolas

Töte mich

Ein schlankes Büchlein, mit einer großartigen Geschichte voller Esprit. Ich fühlte mich gut unterhalten

brenda_wolf

Der Sommer der Inselschwestern

Ein wunderschönes Buch über die Kraft von Frauenfreundschaften und das Leben.

nati51

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Pflichtlektüre!!!

    Kein menschlicher Makel
    kingofmusic

    kingofmusic

    Als ausgebildeter Archivar ist es für mich selbstverständlich, mich mit Geschichte auseinander zu setzen. So auch (natürlich) immer wieder mit der Zeit des Nationalsozialismus und seinen Gräueltaten. Bereits an dieser Stelle möchte ich dem Verlag 3.0 und da besonders Kerstin Litterst danken, dass sie mir im vergangenen Jahr das Buch „Kein menschlicher Makel – weder gestern noch heute“ von Ellinor Wohlfeil als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Da es die knapp 100 Seiten (nicht nur) inhaltlich in sich haben, muss man den richtigen Zeitpunkt zum Lesen abpassen. Dieser war bei mir in den vergangenen Tagen gekommen und ich möchte kurz meine Gedanken dazu mit euch teilen. Es ist schon viel geschrieben worden über die Ausgrenzung, Verfolgung usw. der Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Ellinor Wohlfeil zeichnet in ihrem Roman also kein (neues) Bild dieser Zeit, trotzdem stellen sich mir immer noch (nicht nur) die Nackenhaare auf, wenn ich von dieser sinnlosen Hetze lese.  Die Protagonistin Ruth erzählt hier ihre Erlebnisse. Durch den Umstand, dass sie kaum von einem Erzähler unterbrochen wird (die Erzählweise erinnert mich an ein Instrument der Geschichtswissenschaft, die sog. „Oral History“) ist der geneigte Leser mittendrin im Geschehen und in der Gefühlswelt von Ruth. So entsteht eine tiefe Verbundenheit mit ihr – ein von der Autorin wahrscheinlich gewünschter Effekt :-). Ich wünsche dem Buch von Ellinor Wohlfeil die (große) Verbreitung, die es verdient hat – ob als Pflichtlektüre in der Schule oder in Lese- und Diskussionskreisen.

    Mehr
    • 2
  • Fesselnde Familiengeschichte

    Im Zwielicht der Zeit
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    »Das war das Leben, das war mein Leben! Wie wird es weitergehen?« Im Jahr 1912 trifft das Schicksal erstmalig die gerade 17jährige Gertrud mit ganzer Härte – ihre Mutter stirbt. Von nun an ist sie allein mit dem Vater und ihrem jüngeren Bruder Paul. Sehr oft wird die Mutter ihr in den folgenden Jahren fehlen, denn der Vater, ein Patriarch, wie er im Buche steht, weiß ganz genau, was sich für ein junges Mädchen aus gutem Haus gehört und was nicht. Und er ist es gewohnt, dass seinen Wünschen und Anordnungen gefolgt wird. Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges folgen die nächsten Schicksalsschläge. Gertruds Verlobter fällt an der Front und aus dem wohlbehüteten und an einen gewissen Wohlstand gewöhnten Mädchen wird eine junge Frau, die vom Hunger getrieben versuchen muss, bei Bauern Wertgegenstände gegen Lebensmittel einzutauschen. Nach dem Krieg sucht sie einen neuen Weg für ihr Leben, doch der Vater untersagt ihr eine Berufstätigkeit und drängt sie stattdessen zu einer Ehe, die ihr für die Zukunft Wohlstand und Sicherheit bieten soll. Einer Ehe mit dem jüdischen Kaufmannssohn Philipp Goltstein… Aus heutiger Sicht weiß jeder Leser natürlich sofort, dass die Heirat mit einem Juden in den 1920er Jahren alles andere als ein Garant für eine gesicherte Zukunft war. Wir erleben mit, wie Gertrud und Philipp mit ihren beiden Kindern Anna und Paul eine kurze Zeit des Glücks gegeben ist, bevor sich ab 1933 das Blatt für alle grausam wenden wird. Durch Repressalien, Angst und Bedrohungen hindurch begleiten wir die Familie bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Eine Familiengeschichte ist das hier – aber was für eine! Ich war so gefesselt von der Handlung, dass ich es nicht aus der Hand legen mochte. Die Geschichte bietet einen präzisen Eindruck des täglichen Wahnsinns, den ein Jude oder Halbjude während dieser furchtbaren Zeit erleiden musste. Dadurch, dass man als Leser die Personen schon vorher kannte und sie (weil allesamt sympathisch) in sein Herz geschlossen hatte, ist man geradezu mitschockiert, verfolgt fassungslos die Ereignisse. Stets ist man ganz nah an der Handlung, was sicher auch an den intensiven Schilderungen der Autorin liegt. Deutlich merkt man mit jedem Satz, dass er von einer Zeitzeugin geschrieben wurde. Die Geschichte bietet aber noch mehr, denn die Probleme, die zwischen Eltern und Kindern geschildert werden, lassen sich in ähnlicher Form vermutlich auf jede Zeit, jedes Land und jede Gesellschaftsschicht übertragen. Vereinfacht könnte man sagen, dass Eltern das Beste für ihr Kind wollen und überzeugt sind zu wissen, was dieses Beste genau ist - aber trotzdem irren können. Und dass sie sich mit der Durchsetzung des Willens beim Kind nicht gerade beliebt machen. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang zu beobachten, wie ein solches Kind, sobald es selber Kinder hat, handelt. Konkret kann man im Buch verfolgen, was Gertrud sich als junges Mädchen wünscht und wie sie unter den Anordnungen und Ansichten des Vaters leidet. Und eine Generation später verhält sie sich ihrer Tochter Anna gegenüber praktisch in gleicher Weise. Sollte das nicht helfen, Verständnis füreinander zu entwickeln? Wer sich für Zeitgeschichte und Familienchroniken interessiert, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Zugegeben: Das Gelesene tut oftmals richtig weh, mich hat es noch lange beschäftigt. Aber trotz aller Schrecken ist dies ein lebensbejahendes Buch, das sogar ein wenig Mut machen kann. »Bäume blühen, und Äpfel reifen, so wie sie es seit Tausenden von Jahren getan haben, trotz der sinnlosen Zerstörung, von der die Welt heimgesucht wurde. Das Leben hat überlebt.« Die Geschichte der Familie in den Jahren 1945 – 1975 wird im 2. Teil dieser Saga „Im Bann der Vergangenheit“ beschrieben. Fazit: Sehr intensiv, berührend und realistisch. Unbedingt empfehlenswert!

    Mehr
    • 10
  • Buchverlosung zu "Im Zwielicht der Zeit" von Ellinor Wohlfeil

    Im Zwielicht der Zeit
    Stoeberlieschen

    Stoeberlieschen

    „Autoren schenken Lesefreude“ ist das Motto von Lovelybooks zum Welttag des Buches. Ich möchte mich mit einer Buchverlosung daran beteiligen und verlose 3 x meine zweibändige Familiensaga. Sie schildert das wechselvolle Schicksal einer deutschen Familie vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens der Jahre zwischen 1912 und 1975. Der erste Band „Im Zwielicht der Zeit“ erzählt von den Jahren 1912 – 1945. Gertrud, die Hauptfigur des Romans, erlebt 1912 mit siebzehn Jahren den Tod ihrer Mutter. Der 1. Weltkrieg nimmt ihr ihren Verlobten. Die schweren Kriegsjahre durchlebt sie im Hause ihres Vaters. Als sie nach der düsteren Kriegszeit Zerstreuung in der bunten und unkonventionellen Welt der Künstlerbohème sucht, zwingt sie der Vater zurück in ein bürgerliches Leben und verheiratet sie mit dem Sohn einer angesehenen jüdischen Familie. Ab 1933 leiden Gertrud, ihr Mann und ihre Kinder unter dem Druck der Naziverfolgung und den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Der zweite Band der Familiensaga „Im Bann der Vergangenheit“ spielt in den Jahren von 1945 – 1975. Hier steht Anna, Gertruds Tochter, im Mittelpunkt. Zutiefst verunsichert durch ihre traumatischen Kindheits-und Jugenderlebnisse als Halbjüdin im Dritten Reich versucht sie, ihren Lebensplan zu verwirklichen. Wer sich an der Verlosung beteiligen will, beantworte bitte diese Frage: Ist es sinnvoll, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen? Oder sollte man denken: vorbei ist vorbei, ich lebe heute, was geht mich die Vergangenheit an? Zu meiner Person: Ich schreibe seit ca. 20 Jahren und habe vier Bücher veröffentlicht. Gedichte und Kurzprosatexte von mir sind in verschiedenen Anthologien erschienen. Ich bin Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband, im Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen in Wien und im Freundeskreis Düsseldorfer Buch. Ich freue mich über jeden, der sich an der Verlosung beteiligen möchte. Bis zum 5. Mai 2015 könnt ihr hier posten. Die Gewinner werden von mir so schnell wie möglich benachrichtigt. Sobald ich eure Postanschrift habe, schicke ich euch die Bücher zu, auf Wunsch auch signiert.

    Mehr
    • 46
    BeaSurbeck

    BeaSurbeck

    06. May 2015 um 16:39