Elliot Perlman

 4 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Sieben Seiten der Wahrheit, Drei Dollar und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Elliot Perlman

Elliot Perlman wurde 1964 in Melbourne geboren. Er praktizierte einige Jahre als Anwalt, bis er nach dem Erfolg von „Drei Dollar“, seinem ersten Roman, nach New York zog, wo er sich ausschließlich dem Schreiben widmete. Perlmans literarisches Werk ist preisgekrönt. Sein zweiter Roman „Sieben Seiten der Wahrheit“, der ihm international den Durchbruch bescherte, wurde von der Presse als „große Literatur“ (Deutschlandradio Kultur) gefeiert; sein dritter Roman "Tonspuren" erschien 2013. Elliot Perlman lebt heute wieder in Melbourne.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Elliot Perlman

Cover des Buches Sieben Seiten der Wahrheit (ISBN:9783442740192)

Sieben Seiten der Wahrheit

 (26)
Erschienen am 01.12.2009
Cover des Buches Drei Dollar (ISBN:9783442747849)

Drei Dollar

 (12)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Tonspuren (ISBN:9783641117788)

Tonspuren

 (5)
Erschienen am 09.04.2013
Cover des Buches Seven Types of Ambiguity (ISBN:1594481431)

Seven Types of Ambiguity

 (2)
Erschienen am 06.12.2005
Cover des Buches The Street Sweeper (ISBN:9780571236855)

The Street Sweeper

 (1)
Erschienen am 01.03.2013
Cover des Buches Three Dollars (ISBN:1594482381)

Three Dollars

 (0)
Erschienen am 06.03.2007
Cover des Buches The Reasons I Won't Be Coming (ISBN:1594482233)

The Reasons I Won't Be Coming

 (0)
Erschienen am 05.12.2006

Neue Rezensionen zu Elliot Perlman

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Rezension zu "Sieben Seiten der Wahrheit" von Elliot Perlman

Zuviel Wind um zu wenig
Henk_Bleuvor 7 Monaten

Die sieben Seiten der Wahrheit – so ein Titel gibt zu Reflektionen Anlass. Ist Wahrheit denn nichts Absolutes? Kann es davon verschiedene Versionen geben? Wenn man dies Buch gelesen hat, wird man antworten: Logischerweise, denn jeder hat sein persönliches Erleben und seinen eigenen Blickwinkel auf Dinge.

 

Der charismatische Englischlehrer Simon  liebt die schöne Anna. Die Trennung verwindet er nicht. Jahre später, er ist arbeitslos und mit Angela, einem Callgirl, liiert, kidnappt er in einem Akt der Verzweiflung Annas Sohn, den sie mittlerweile mit einem anderen hat.  Er wird verhaftet, öffentlich bloß- und vor Gericht gestellt.

 

Das ist in Kürze der Kern der Handlung, die uns aus sieben Perspektiven geschildert wird. Neben Simon, Anna und Angela kommen noch Simons Therapeut, seine Anwältin, Annas Mann, dessen Kollege und die Tochter des Psychiaters in einem eigenen Kapitel zu Wort.

 

Sieben mal dieselbe Geschichte – ist das nicht langweilig? Nun, es ist nicht jedesmal dieselbe Geschichte. Der Blickwinkel der jeweiligen Erzählstimme macht sie zu etwas anderem, ihr Hintergrund und Beitrag zum Geschehen fügt der Geschichte jeweils etwas Neues hinzu und bringt sie voran. Insofern erweitert sich der Roman permanent zu einer Art Gesamtbild.

 

Langweilig wird es unterwegs doch ein bisschen. Der Aufbau mit dem Perspektivwechsel ist zwar künstlerisch und konzeptionell interessant, doch braucht Elliott Perlman dafür ungefähr 800 Seiten, die er um einen Entführungsfall strickt, der letztlich keiner ist. Hier liegt eigentlich die Krux der Handlung: Obwohl wenig geschieht, lesen wir soviel Stoff. Viel Wind um wenig, könnte man sagen. Okay, es gibt noch zahlreiche Nebenhandlungen und Reflexionen zur australischen Gegenwart aus Politik und Wirtschaft, die durchaus intelligent formuliert sind und zum Nachdenken anregen.

 

Doch die Stärke des Romans liegt nicht in seiner Handlung, sondern in der psychologischen Ausdeutung seiner Charaktere und den Reflexionen der Personen. Das macht der Autor sehr differenziert, aber auch sehr wortreich, um nicht zu sagen langatmig. Mit diesem Trick gelingt es ihm, Motivation und Handlung plausibel zu machen, obwohl sie es eigentlich nicht ist. Warum Simon Anna Sohn entführt, bleibt trotz vieler Worte rätselhaft. Zum Teil, zumal in der Zeit, in der Simon in U-Haft sitzt, kam mir der Text stellenweise redundant vor.

 

Ich habe das Buch wegen seiner Psychologie und seines Aufbaus insgesamt gern gelesen, hätte mir aber 2- 300 Seiten weniger gewünscht. Dann wäre der Antrieb jeder einzelnen Person immer noch klar gewesen, und der Zweck einer differenzierten Darstellung immer noch erfüllt.

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Rezension zu "Tonspuren" von Elliot Perlman

Anspruchsvoll, aber es lohnt sich! Ein Buch mit langer "Nachwirkung"...
AnjaLG87vor einem Jahr

Dieses Buch habe ich als relativ anspruchsvoll empfunden: Verschiedene Perspektiven und Zeitebenen, die man erst einmal auseinander halten und einordnen muss. Dann lohnt es sich aber wirklich, durchzuhalten, denn die einzelnen Handlungsstränge laufen schließlich "zum großen Ganzen" zusammen. Scheinbare Einzelschicksale hängen dann doch mit anderen zusammen, Handlungen und Erinnerungen Einzelner haben wiederum Einfluss auf andere... Ich kann dieses Buch kaum beschreiben, sondern nur sagen, dass die Themen Erinnerungskultur, Historismus und Verantwortung wirklich toll und gekonnt in eine spannende Geschichte rund um Interviews mit Holocaust-Überlebenden und die Suche eines Historikers nach einem neuen Forschungsthema eingefügt worden sind. Vorher habe ich noch nie etwas von Perlman gelesen; den Namen werde ich mir auf jeden Fall merken! Klare Lese-Empfehlung von mir; ein Buch, das ich sicherlich mehrfach lesen werde.

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Rezension zu "Tonspuren" von Elliot Perlman

Aktuell und sehr intensiv
c-m-mondsteinvor einem Jahr

Dieses Buch fesselt, nimmt den Leser mit in die Abgründe der Konzentrationslager. Menschliche Schicksale werden hautnah beschrieben und es gibt kein entkommen. Packend, verstörend aber aktuell und sehr wichtig. Ein Buch, dem man sich nicht entziehen kann. Bestechend durch den aktuellen Bezug, der immer wichtiger wird.

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