Elliot Perlman Tonspuren: Roman

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Inhaltsangabe zu „Tonspuren: Roman“ von Elliot Perlman

Ein mitreißendes Geschichtsepos über die Kraft der Erinnerung und die Macht des Erzählens Ein junger Afroamerikaner, der in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen versucht; ein Holocaust-Überlebender, der auf dem Sterbebett die Vergangenheit aufleben lässt; ein Geschichtsdozent, der um seine Karriere und die große Liebe kämpft. Drei Schicksale, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, verknüpfen sich in diesem Roman meisterhaft zu einer epischen Erzählung über Erinnerung, Liebe, Schuld und unerwartetes Heldentum. Elliot Perlman führt uns vom Polen der Kriegs-Ära über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre bis in das New York der Gegenwart und demonstriert uns, wie wichtig es bleibt, sich zu erinnern und Zeugnis abzulegen – denn Geschichte hat die Eigenschaft, sich zu wiederholen.
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  • Intelligent, vielschichtig und unheimlich wichtig!

    Tonspuren: Roman
    Tales

    Tales

    11. September 2013 um 13:32

    Elliot Perlmans "Tonspuren" habe ich vor knapp einer Woche spontan gekauft, als es mir im Vorbeigehen an einer Buchhandlung ins Auge fiel. Schon die Umschlaggestaltung hat mich angesprochen. Bevor ich zu lesen begann, habe ich mir im Internet Rezensionen durchgelesen, die mich fast abgeschreckt hätten. Der Roman wird als "schwere Kost" beschrieben und man müsse sich sehr konzentrieren, um der Handlung folgen zu können. Nichts desto trotz habe ich gleich nach dem Erwerb mit der Lektüre begonnen und bin unheimlich froh darüber! Schon nach den ersten Seiten habe ich mich von Perlman emotional und intellektuell berühren lassen. Sein sanfter, geschickter und kreativer Schreibstil mit dem er den Leser auf eine zeitgeschichtlicher Reise mitnimmt, wirkt lange nach. Die Geschichte spannt aus gegenwärtiger Sicht einen Bogen vom Holocaust im dritten Reich über die Rassentrennung in den USA bis hin zum latent vorhandenen und immer wieder deutlich werdenden Rassismus der Gegenwart. Es stimmt, was in einigen Kritiken beschrieben wird: Der Holocaust wird teilweise entsetzlich detailliert beschrieben. Aber genau darum ist dieser Roman so wichtig. Perlman gibt einiger der 6 Millionen ermordeten Juden nicht nur ein sprichwörtliches Gesicht sondern auch eine Lebensgeschichte, einen Charakter. 6 Millionen ist nicht irgendeine Zahl. Es sind 6 Millionen Leben, Menschen, Geschichten, Gefühle. Nein, es wurde nicht schon zuviel darüber geschrieben. Dieser Roman beweist das. Zeigt auf, dass wir nie vergessen dürfen und die Geschichte immer wieder erzählen müssen. "Geschichte wiederholt sich nicht. Aber die reimt sich" - Dieses Mark Twain Zitat verwendet Perlman in der Einleitung. So ist es. Trotz dem umfassbaren Leid und der schrecklichen Abgründe, die Perlman sich hier zum Thema nimmt, schafft er es, Menschlichkeit, Wärme und Hoffnung in der Person seiner Protagonisten zu transportieren. Ein unbedingte Leseempfehlung von mir für dieses grandiose Werk!!

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