Elliott Erwitt

 4.8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Regarding Women, Das Handbuch und weiteren Büchern.

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Elliott ErwittRegarding Women
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Regarding Women
Regarding Women
 (2)
Erschienen am 14.08.2014
Elliott ErwittDas Handbuch
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Das Handbuch
Das Handbuch
 (2)
Erschienen am 01.09.2003
Elliott ErwittHundeleben
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Hundeleben
Hundeleben
 (1)
Erschienen am 14.05.2004
Elliott ErwittUnseen
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Unseen
Unseen
 (1)
Erschienen am 13.09.2007
Elliott ErwittElliott Erwitt XXL, no print
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Elliott Erwitt XXL, no print
Elliott Erwitt XXL, no print
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Erschienen am 01.09.2012
Elliott ErwittPersonal Exposures
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Personal Exposures
Personal Exposures
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Erschienen am 01.04.2012
Elliott ErwittThe Art of Andre S Solidor
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The Art of Andre S Solidor
The Art of Andre S Solidor
 (0)
Erschienen am 17.08.2009
Elliott ErwittWuff
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Wuff
Wuff
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Erschienen am 01.02.2007

Neue Rezensionen zu Elliott Erwitt

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Cuba" von Elliott Erwitt

"Die raue Wirklichkeit hatte die Hoffnungen und Träume von Veränderungen gedämpft"
R_Mantheyvor einem Jahr

Dieser Satz stammt aus dem euphorischen Vorwort zu diesem zweigeteilten Bildband. Am Anfang findet man einige Fotos, die Erwitt 1964 bei seinem ersten Kuba-Aufenthalt machte. Danach folgen Bilder aus den Jahren 2015 und 2016. Alle in schwarz-weiß, eben Erwitt-typisch. Allerdings endet das Typische hier schon. Wo ist Erwitts berühmter Sinn für die Komik des Augenblicks? Die Suche bleibt vergebens. Schon 1964 hatte der Fotograf offenbar eine Sichtweise in seinem Kopf, die sich von seinen anderen Bildbänden deutlich unterscheidet. Castro und Che, den Ikonen linker Hoffnungen, bei der Erschaffung des "neuen Menschen" über die Schulter zu schauen, war möglicherweise seine Intention. Ein halbes Jahrhundert später sieht das Ergebnis dieses Experiments ernüchternd aus. Wenigstens das dokumentiert Erwitt deutlich.

Seinen Bildern fehlt fast immer die karibische Fröhlichkeit, mit der die meisten Kubaner das sozialistische Experiment ertragen haben. Da Erwitt sich fast ausschließlich für Menschen interessiert (seine Hunde-Leidenschaft ist hier sowieso weit abseits des Themas) muss man sich nicht wundern, dass der morbide Zustand von Gebäuden und Infrastruktur auf Kuba kaum eine Rolle auf seinen Bildern spielt. Wenn dieser Band überhaupt eine Aussage besitzt, dann wohl die, dass sich in 50 Jahren fast nichts geändert hat, sieht man einmal vom Zerfall ab.

Das kratzt vielleicht ein wenig am Lack der einstigen Revolution, führt aber dem Zeitgeist folgend nicht wirklich zu tieferem Nachdenken. Dafür ist bereits das merkwürdige Vorwort ein deutlicher Beleg. Kein Wort über 50 Jahre Diktatur auf dieser Insel, die natürlich Opfer forderte. Und wohl nicht wenige. Stattdessen werden die "Revolutionsführer" mit fast schon religiöser Hingabe verehrt. Ein fröhlicher Che mit Zigarre auf dem Cover als Sinnbild einer offenbar niemals aussterbenden Ausblendung der Realität.

Wäre nicht mein unendlicher Respekt vor Erwitt, so hätte ich diesem Bildband wohl eine andere Bewertung gegeben.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Regarding Women" von Elliott Erwitt

Hintergründig
R_Mantheyvor 3 Jahren

Elliot Erwitts Fotografien erklären sich fast immer sofort, weil sie von seinem hintergründigen Witz getragen werden, den man nur schwer übersehen kann. Mich wundert es nicht, dass er sich stoisch weigerte, seine Technik oder seine Herangehensweise zu erklären. Wer danach fragt, hat Erwitt nicht verstanden und gehört offenbar zu den Zeitgenossen, die sich Witze erklären lassen müssen, um dann über sie verkrampft lachen zu können.

In diesem Bildband befindet sich endlich einmal Vorwort, dass Erwitt gerecht wird. Dort wird berichtet, dass er bei einer Preisverleihung die Laudatio auf sein Werk mit den Worten kommentierte, dass er nichts von dem verstanden hätte, was diese Kunstversteher über seine Fotografien vorgetragen hatten. Wenn einem Künstler seine Werke erklärt werden und er darüber innerlich lacht, muss er wohl ein Meister sein.

Und in der Tat: Erwitt muss nichts erklären. Seine Fotografien von Frauen in diesem Band sind unbearbeitet. Er hat, wie er selbst sagt, einfach drauf gehalten. Wenn man allerdings Erwitts Bilder sieht, dann wird klar, dass er seine Technik meisterhaft beherrschte, und erst das ihm die Möglichkeit schuf, den rechten Augenblick zu nutzen, um eines seiner hintergründigen Fotos zu erschaffen. Und diesen Moment muss man erst einmal sehen. Oft ist es ein Kontrast, der wie eine Karikatur wirkt, die man beim Betrachten ohne Worte versteht. Manchmal wirkt auch nur der Moment selbst oder eine Geste, die jemandem, der sich unbeobachtet fühlte, entglitten ist.

Erwitt betrachtet die Welt der Frauen mit seiner fröhlich-ironischen Art, gepaart mit dem Bewusstsein, dass er nicht alles verstehen kann und wird, was das andere Geschlecht so treibt oder für wichtig hält. Mit diesem Bildband bekommt man ganz nebenbei auch einen tiefen Einblick in Erwitts Werk. Es heißt, er mag Hunde und Kinder.

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Rezension zu "Sequentially Yours, Elliott Erwitt" von Elliott Erwitt

Mit dem genialen Blick für die unfreiwillige Komik des menschlichen Daseins
R_Mantheyvor 3 Jahren

Im Vorwort von Marshall Brickman lesen wir: "Wenn Elliott ein Geheimnis hat, dann besteht es darin, dass er Glück hat. ... Das Glück trifft aber die Tüchtigen. Er erfindet keine Situationen - er trifft auf sie." Nichts geht weiter am angeblichen Geheimnis von Elliott Erwitt vorbei als diese unsinnige Behauptung.

Man muss sich nur irgendwo hinsetzen, wo sich Menschen treffen und deren Tun im eigenen Zustand von beschäftigungsloser Gedankenfreiheit beobachten. Dann wird sich bald die unfreiwillige Komik offenbaren, die menschliches Dasein mit großer Regelmäßigkeit begleitet. Sich selbst so weit zurückzunehmen und den Blick für diese Komik zu entfalten - das ist das wirkliche Geheimnis hinter vielen Bildern und Bildfolgen von Elliott Erwitt.

In diesem Band findet man zahlreiche solcher Beispiele. Die Bilder aufzunehmen, war sicher keine große Kunst. Aber den Blick für die Situation und ihre versteckte Komik zu besitzen, scheint mir eine Gabe zu sein, die nur wenige Menschen besitzen. Man nehme nur die kurze Bildfolge auf dem Buchdeckel. Sie so zu betrachten, ist witzig. Doch wer hätte es im wirklichen Leben auch so gesehen?

Im Inneren findet man zahlreiche solcher Bildfolgen. Entweder man schmunzelt oder man fragt sich, was da wirklich passiert ist. Dieser Band enthüllt wie kein anderer den wirklichen Elliott Erwitt. Vielleicht regen diese Bildfolgen den einen oder anderen Betrachter an, sich auch einmal mit der Geisteshaltung dieses einfühlsamen Fotografen einfach irgendwo unter Menschen hinzusetzen und das sich dort entfaltende Leben zu betrachten. Das kann ungemein entspannend sein.

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