Elliott Hall

 3.4 Sterne bei 17 Bewertungen
Elliott Hall

Lebenslauf von Elliott Hall

Elliott Hall ist in Toronto geboren und aufgewachsen. Zur Zeit lebt er in London und unterrichtet am dortigen King's College.

Alle Bücher von Elliott Hall

Böses mit Bösem

Böses mit Bösem

 (12)
Erschienen am 01.09.2011
Den ersten Stein

Den ersten Stein

 (5)
Erschienen am 01.01.2011

Neue Rezensionen zu Elliott Hall

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ralluss avatar

Rezension zu "Den ersten Stein" von Elliott Hall

Felix Strange die Erste
rallusvor 5 Jahren

Das Szenario ist erschreckend: nach einer Atombombe auf Houston haben die fundamentalen Christen die Macht in den USA bekommen.
Demzufolge haben die Minderheiten noch schwerer zu kämpfen, alle Zugeständnisse die sie in den letzten Jahrzehneten erkämpft haben, verlieren sie nach und nach in den trübsinnigen christlich-radikalen Bibelsumpf.
Frauen müssen zurück an den Herd und die Kinder hüten, Schwule und Lesben verlassen lieber die USA ins noch freie Ausland.
Medien sind reglementiert, die Reichen sind nur noch geduldet.
Felix Strange, ein Privatdetektiv,  hat sich eine Krankheit im heiligen Krieg in Iran zugezogen und ist auf illegale Medizin angewiesen.
Deshalb nimmt er einen zweifelhaften Auftrag entgegen, als ein heiliger Priester ermordet wird, er soll den Mörder finden.
Mit seinen Recherchen sticht er in ein Wespennest von nicht geahnten Verbindungen.
Ein klassischer Hardboiled Thriller, wo die Informationen nach und nach gereicht werden, der Held ist eher gehandicapt findet aber seine Bonnie, die zwar eine andere politische Meinung hat, Felix aber durchaus die Treue halten kann.
Als Serie ausgelegt kann der erste Teil überzeugen, der Plot und die Sprache sind staubtrocken, der Witz mir teilweise etwas zu sandig.
Auch sind die einzelnen Institutionen und deren Verbindungen nur angedeutet und das Verstehen wird durch die Verwirrtheit der unbekannten Begriffe etwas geschmälert.
Ein etwas anderes Buch im Buchsektor was die Fans des Lonely Rangers überzeugen wird.
Für mich knapp an 4 Sternen vorbei

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cybergirlls avatar

Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall
cybergirllvor 6 Jahren

Böses mit Bösem

Das Buch spielt in Amerika im Jahre X.

Houston ist einem Atombombenangriff zum Opfer gefallen. In Amerika herrscht eine Gruppe christlicher Fundamentalisten.

Es ist verboten ohne Trauschein zusammen zu leben, Schwangerschaftsverhütung ist verboten. Die Frau hat sich züchtig zu kleiden und am besten ruhig zu sein.

Eines Tages verschwindet Isaac, seine Freundin bittet Felix Strange nach Ihm zu suchen.

Felix und Isaac waren zusammen im Irankrieg. Hier wurde Felix wohl schwer verletzt und braucht teure Medikamente.

Bei der Suche entdeckt er, dass überall im Land Menschen verschwinden.

Das Buch ist nicht einfach zu lesen und für mich etwas zu utopisch. Es springt immer wieder -10 Jahre zurück zum Krieg.

Der Detektiv Felix Strange ist mir auch nicht besonders sympathisch.

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monja1995s avatar

Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall
monja1995vor 7 Jahren

Klappentext:

Was geschah mit Isaac Taylor?

Isaac Taylor ist nicht verschwunden. Denn nach offiziellen Angaben hat er nie existiert. Doch das kann der Privatermittler Felix Strange nicht glauben – schließlich ist Isaac ein früherer Army-Kumpel gewesen, der Felix einst in Teheran das Leben gerettet hat, in einem der schlimmsten Abschnitte des Irankrieges. Was ist mit ihm geschehen?

Sehr bald findet Felix heraus, dass Isaac nicht der Einzige ist. Im ganzen Land verschwinden Menschen – alte, junge, gute, böse – buchstäblich spurlos ...
Düster und bildgewaltig: der zweite Band der Noir-Serie um den Privatermittler Felix Strange, der in einem von christlichen Fundamentalisten beherrschten Amerika agiert.

Mein Umriss:

Vor 10 Jahren wurde Houston im Inferno einer atomaren Explosion vernichtet. Die Regierung der Vereinigten Staaten beschuldigte die Mullahs der Tat und marschierte im Iran ein. Auch in Teheran explodierte eine Bombe apokalyptischen Ausmaßes. Zu keiner der beiden Bomben bekannte sich eine Regierung oder eine Organisation. In der Folge wurden die bereits mächtigen evangelikalen Christen in den USA immer mächtiger und beherrschen mittlerweile den Staat. Im Hintergrund sind es die Ältesten, die über Moral und Anstand wachen und ihre Ansichten darüber teils mit brutaler Gewalt durchsetzen. Die faschistischen Züge dieser Gesellschaft sind nicht zu übersehen.

Felix Strange ist ein Veteran des Iran-Feldzuges. Seit der Explosion der Bombe in Teheran leidet er an Anfällen, die nur mit teuren Medikamenten einigermaßen in Schach zu halten sind. Schwierig für ihn ist zudem, dass er kein gläubiger Christ ist und für die aktuelle übertriebene Zurschaustellung des Glaubens nur Verachtung übrig hat. Sein Beruf als Privatdetektiv gibt ihm genügend Gelegenheit, hinter die öffentliche Heuchelei zu blicken.

Isaac Taylor ist ebenfalls Veteran des Iran-Krieges und hat Felix einmal das Leben gerettet. Isaac wird als vermisst gemeldet, seine Daten sind aus dem System verschwunden und es scheint, als habe er nie gelebt. Felix fühlt sich verpflichtet, ihn zu suchen. Bei dieser Suche taucht er immer tiefer in den Sumpf der von den Ältesten kontrollierten Gesellschaft. Dabei helfen ihm alte, bereits aus dem Vorgängerband „Den ersten Stein“ bekannte Figuren. Es gibt aber auch andere Widerständler gegen die religiöse Diktatur, die Felix noch einigen Freiraum für seine Ermittlungen verschaffen. Gegen Ende des Buches brechen diese kleinen Widerstandsnester zusammen. Felix wird immer mehr zum einsamen Detektiv, wie man ihn aus den Büchern von Dashiell Hammett kennt.

Mein Eindruck:

Dieses Buch ist beklemmend. Schon heute haben die evangelikalen Christen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft der USA. Der Autor geht nur einen winzigen Schritt weiter in diese mögliche Zukunft, in eine Gesellschaft, in der – hoffentlich – keiner von uns leben möchte. Die Geschichte ist gut erzählt, allerdings kann man leicht etwas durcheinander kommen ob der schieren Menge der teilweise konkurrierenden religiösen Organisationen, die sich manchmal auch gegenseitig bekämpfen. Beinahe zaghaft gibt Felix auch etwas von seiner Vergangenheit preis, die ihn durchaus nicht nur in einem guten Licht erscheinen lassen. Auch er hat in Teheran Schuld auf sich geladen. Am Ende des Buches gibt es keine „Guten“ mehr. Sie sind im Exil oder wurden ermordet.

Mein Fazit:

Der Cliffhanger am Ende des Buches macht Hoffnung auf ein drittes Buch mit Felix Strange. „Böses mit Bösem“ bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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