Elliott Hall Böses mit Bösem

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Inhaltsangabe zu „Böses mit Bösem“ von Elliott Hall

Isaac Taylor hingegen ist nicht verschwunden. Denn laut offiziellen Angaben hat er nie existiert. Doch das kann der Privatermittler Felix Strange nicht glauben – schließlich ist Isaac ein früherer Army-Kumpel gewesen, der Felix einst in Teheran das Leben gerettet hat, in einem der schlimmsten Abschnitte des Irankrieges. Was ist mit ihm geschehen? Sehr bald findet Felix heraus, dass Isaac nicht der Einzige ist. Im ganzen Land verschwinden Menschen – alte, junge, gute, böse – spurlos.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    cybergirll

    cybergirll

    05. July 2012 um 20:57

    Böses mit Bösem Das Buch spielt in Amerika im Jahre X. Houston ist einem Atombombenangriff zum Opfer gefallen. In Amerika herrscht eine Gruppe christlicher Fundamentalisten. Es ist verboten ohne Trauschein zusammen zu leben, Schwangerschaftsverhütung ist verboten. Die Frau hat sich züchtig zu kleiden und am besten ruhig zu sein. Eines Tages verschwindet Isaac, seine Freundin bittet Felix Strange nach Ihm zu suchen. Felix und Isaac waren zusammen im Irankrieg. Hier wurde Felix wohl schwer verletzt und braucht teure Medikamente. Bei der Suche entdeckt er, dass überall im Land Menschen verschwinden. Das Buch ist nicht einfach zu lesen und für mich etwas zu utopisch. Es springt immer wieder -10 Jahre zurück zum Krieg. Der Detektiv Felix Strange ist mir auch nicht besonders sympathisch.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    monja1995

    monja1995

    01. May 2012 um 11:13

    Klappentext: Was geschah mit Isaac Taylor? Isaac Taylor ist nicht verschwunden. Denn nach offiziellen Angaben hat er nie existiert. Doch das kann der Privatermittler Felix Strange nicht glauben – schließlich ist Isaac ein früherer Army-Kumpel gewesen, der Felix einst in Teheran das Leben gerettet hat, in einem der schlimmsten Abschnitte des Irankrieges. Was ist mit ihm geschehen? Sehr bald findet Felix heraus, dass Isaac nicht der Einzige ist. Im ganzen Land verschwinden Menschen – alte, junge, gute, böse – buchstäblich spurlos ... Düster und bildgewaltig: der zweite Band der Noir-Serie um den Privatermittler Felix Strange, der in einem von christlichen Fundamentalisten beherrschten Amerika agiert. Mein Umriss: Vor 10 Jahren wurde Houston im Inferno einer atomaren Explosion vernichtet. Die Regierung der Vereinigten Staaten beschuldigte die Mullahs der Tat und marschierte im Iran ein. Auch in Teheran explodierte eine Bombe apokalyptischen Ausmaßes. Zu keiner der beiden Bomben bekannte sich eine Regierung oder eine Organisation. In der Folge wurden die bereits mächtigen evangelikalen Christen in den USA immer mächtiger und beherrschen mittlerweile den Staat. Im Hintergrund sind es die Ältesten, die über Moral und Anstand wachen und ihre Ansichten darüber teils mit brutaler Gewalt durchsetzen. Die faschistischen Züge dieser Gesellschaft sind nicht zu übersehen. Felix Strange ist ein Veteran des Iran-Feldzuges. Seit der Explosion der Bombe in Teheran leidet er an Anfällen, die nur mit teuren Medikamenten einigermaßen in Schach zu halten sind. Schwierig für ihn ist zudem, dass er kein gläubiger Christ ist und für die aktuelle übertriebene Zurschaustellung des Glaubens nur Verachtung übrig hat. Sein Beruf als Privatdetektiv gibt ihm genügend Gelegenheit, hinter die öffentliche Heuchelei zu blicken. Isaac Taylor ist ebenfalls Veteran des Iran-Krieges und hat Felix einmal das Leben gerettet. Isaac wird als vermisst gemeldet, seine Daten sind aus dem System verschwunden und es scheint, als habe er nie gelebt. Felix fühlt sich verpflichtet, ihn zu suchen. Bei dieser Suche taucht er immer tiefer in den Sumpf der von den Ältesten kontrollierten Gesellschaft. Dabei helfen ihm alte, bereits aus dem Vorgängerband „Den ersten Stein“ bekannte Figuren. Es gibt aber auch andere Widerständler gegen die religiöse Diktatur, die Felix noch einigen Freiraum für seine Ermittlungen verschaffen. Gegen Ende des Buches brechen diese kleinen Widerstandsnester zusammen. Felix wird immer mehr zum einsamen Detektiv, wie man ihn aus den Büchern von Dashiell Hammett kennt. Mein Eindruck: Dieses Buch ist beklemmend. Schon heute haben die evangelikalen Christen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft der USA. Der Autor geht nur einen winzigen Schritt weiter in diese mögliche Zukunft, in eine Gesellschaft, in der – hoffentlich – keiner von uns leben möchte. Die Geschichte ist gut erzählt, allerdings kann man leicht etwas durcheinander kommen ob der schieren Menge der teilweise konkurrierenden religiösen Organisationen, die sich manchmal auch gegenseitig bekämpfen. Beinahe zaghaft gibt Felix auch etwas von seiner Vergangenheit preis, die ihn durchaus nicht nur in einem guten Licht erscheinen lassen. Auch er hat in Teheran Schuld auf sich geladen. Am Ende des Buches gibt es keine „Guten“ mehr. Sie sind im Exil oder wurden ermordet. Mein Fazit: Der Cliffhanger am Ende des Buches macht Hoffnung auf ein drittes Buch mit Felix Strange. „Böses mit Bösem“ bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    hanniball

    hanniball

    23. April 2012 um 10:59

    *Böses mit Bösem* Irgendwann später, aber gar nicht mal soviel später in diesem Jahrhundert in den USA. Nachdem Houston durch eine Atomexplosion ausgelöscht wurde, schieben die USA diesen Anschlag sofort auf das islamistische Regime Irans. Und selbstverständlich wird genauso sofort ein "Gegenschlag" gestartet. Gnadenlos werden Teheran ausradiert und verbliebene Kämpfer wie auch Zivilisten verfolgt, gefoltert, ausgerottet mit dem wenigstens vorgeblichem Ziel, weitere Atombomben zu finden. Schließlich kommt es unter leicht dubiosen Umständen zu einer Atomexplosion. Felix Strange war dabei, zunächst als Fallschirmjäger, später als Mitglied einer berüchtigten Geheimdienst-Organisation, die bekannt für ihr skrupelloses und menschenverachtendes Vorgehen war. Und er war bei der Explosion nicht wirklich weit weg, leidet auch 10 Jahre später noch unter den gesundheitlichen Folgen, die nur mit einem extrem teuren und nicht wirklich getesten Medikamenten-Cocktail ansatzweise unter Kontrolle gehalten werden können. Die USA sind mittlerweile vollständig unter Kontrolle der Ältesten, eine Scheindemokratie unter der Aufsicht fundamentalistischer Gotteskrieger christlicher Ausprägung. Felix Strange arbeitet als Privatdetektiv und steht unter dem Schutz des FBI, nachdem er im ersten Band der Serie wohl einige Schweinereien des Ältestenrats aufgedeckt hat, mit denen sich das FBI den Ältestenrat fernhalten kann. Ein fragiler Waffenstillstand, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ein Freund von Felix, Isaac, verschwindet und er verschwindet nicht allein, mit ihm verschwindet seine Existenz, alle Spuren und Unterlagen, die ein Mensch üblicherweise hinterlässt, verschwinden mit ihm. Seine ganze Existenz wurde ausgelöscht. Auf der Suche nach Isaac trifft Felix viele alte Bekannte aus Teheran wieder, die meisten von ihnen hätte er wohl besser nicht wiedergetroffen. Aber so gerät er in ihr Visier und erneut in das des Ältestenrats. Zumal er entdeckt, dass Isaac kein Sonderfall ist; ganz im Gegenteil, hier wird offenkundig in großem Maßstab gehandelt. In der folgenden, turbulenten Story gerät Felix immer wieder in Gefahr, wird gerettet, gerät zwischen die verschiedensten Fronten, verliert zwischendurch ein wenig die Orientierung und deckt letztendlich zwar die Verschwörung auf, kann aber im wesentlichen nichts ausrichten. Die Idee eines christlich-fundamentalistischen Gottesstaates auf dem Gebiet der USA ist sicherlich ein bedenkenswertes Schreckensszenario, das auch nur auf den ersten Blick unrealistisch erscheint. Aber leider ist dieser Hintergrund der Geschichte genauso oberflächlich ausgestaltet wie der Plot selbst eher schwerfällig erzählt wird. Insgesamt ließ sich das Buch zwar ganz gut lesen, aber auch nicht wirklich mehr. Eine wirklich gute Idee wurde meiner Meinung nach ziemlich verschwendet, so dass statt eines faszinierenden Buches dann halt doch nur ein (knapp) gutes entstanden ist. Schade, ich hatte mir mehr versprochen.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    bookgirl

    bookgirl

    24. February 2012 um 10:46

    Nach der Leseprobe war ich sehr unentschlossen, was ich von dem Gelesenen zu halten habe und ob das Buch meinem Geschmack entspricht. Nach dem doch etwas wirren Protokoll am Anfang, kommt man jedoch leicht in die Geschichte, die mir dann doch sehr gut gefallen hat. Doch nun zum Buch. In "Böses mit Bösem" geht es darum, dass überall in den USA Menschen verschwinden. Egal ob jung, alt, gut oder böse. Besonders erschreckend dabei ist, dass es keinerlei Anhaltungspunkt für deren Existenz gibt. Als Felix Strange versucht heraus zu bekommen, was mit seinem Freund Isaac geschehen ist, gerät er in Gefahr und deckt eine Verschwörung auf. Elliot Hall hat einen spannenden und packenden Schreibstil, der auch dazu geführt hat, dass ich das Buch schon an diesem Wochenende zu Ende gelesen habe. Außerdem zeichnet er mit Felix Strange einen sehr interessanten Charakter. Man darf sich durch das Protokoll am Anfang nicht zu sehr beeindrucken lassen, da das Buch viel mehr zu bieten hat. Ich würde es jederzeit weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    Literatur

    Literatur

    11. November 2011 um 16:04

    Eine Utopie entwirft eine erdachte Gesellschaftsordnung, die in den Menschen als Gedanke, Wunsch oder Idee verwurzelt ist. Utopien konnten bereits in der Vergangenheit Menschen so beflügeln, dass zumindest Teile davon in die Wirklichkeit umgesetzt werden konnten. Elliott Hall entwirft im Gegensatz dazu in seinem Thriller "Böses mit Bösem" eine Anti-Utopie, die hoffentlich niemals Wirklichkeit werden wird. Der von seinen Erlebnissen gebrochene Kriegsveteran und Privatermittler Felix Strange stößt zufällig auf die Information, dass sein früherer Freund und Armee-Kollege Isaac verschwunden sein soll, was er kaum glauben kann. Bei seinen Recherchen stößt er immer mehr auf Ungereimtheiten und kommt einem riesigen Skandal auf die Spur. Was einerseits sehr spannend klingt, wird leider sehr langatmig und verworren dargestellt. Jedem Leser, der sich für die Noir-Serie um Felix Strange und die darin entwickelten Anti-Utopien interessiert, sei dringend angeraten, mit dem ersten Teil "Den ersten Stein" zu beginnen, da der zweite Teil stark auf den ersten Teil Bezug nimmt und vieles erst im Zusammenhang deutlich wird. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, sodass ich trotz Internetrecherche große Schwierigkeiten hatte, dem Autor und der Handlung zu folgen und viele Abschnitte doppelt und dreifach qualvoll gelesen habe. Ich muss gestehen, dass ich nach dieser Leseerfahrung ungern den ersten Teil nachholen möchte, da zwar der Inhalt besser nachzuvollziehen sein wird, der verworrene Stil des Autors sich jedoch vermutlich nicht ändern wird. Insgesamt musste ich feststellen, dass literarische Anti-Utopien in dieser Art nicht mein Fall sind, aber ein Versuch war es zumindest wert. Das Buch ist Lesern zu empfehlen, die sich für politische Thriller und Anti-Utopien begeistern können und die nach Lektüre des ersten Bandes gewillt sind, weiterzulesen.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. October 2011 um 13:37

    Böses mit Bösem ist der zweite Teil einer Dystopienreihe um den Privatermittler Felix Strange. Nach einem Auszug aus dem ersten Thessalonicher-Brief beginnt der Thriller mit einem Geheimprotokoll. Felix Strange wird von zwei FBI-Agenten zum Tod von Bruder Isaiah und dem Ermittler Ezekiel White befragt. Wer den ersten Teil der Reihe nicht gelesen hat, dürfte hierbei einige Verständnisprobleme haben. Für alle anderen Leser ist das Protokoll ein guter Einstig, da es die Ereignisse von Den ersten Stein nochmal grob zusammenfasst. Die Hauptperson ist der Privatermittler Felix Strange, ein Kriegsveteran, der den Atomangriff auf Teheran hautnah miterlebt hat und seit dem unter einer mysteriösen Krankheit leidet. Mittlerweile steht er unter dem Schutz des FBI. Sein Verbindungsmann dort ist sein guter Freund Benny, mit dem er schon im Irankrieg gedient hatte. Nachdem sie einige Zeit untergetaucht war, ist auch Iris, eine Agentin des Kreuzzugs, wieder da und ermittelt mit Felix im Fall der verschwundenen Menschen. Eine große Rolle im aktuellen Geschehen spielt Stonebridge. Er war im Iran in der gleichen Spezialeinheit wie Felix, doch beide gerieten wegen unterschiedlicher Ansichten aneinander. Der Thriller hat zwei Zeitebenen. Der Hauptteil erzählt die aktuelle Handlung. Zusätzlich gibt es einen Nebenstrang, der sich in Form von Rückblenden um die Ereignisse vor zehn Jahren dreht. So erfährt man, was Felix in seiner Militärzeit im Iran widerfahren ist. Diese Rückblenden sind wichtig, da sie offene Fragen über die Vergangenheit der Protagonisten klären und sich in der aktuellen Handlung fortsetzen. Elliott Hall hat sowohl die Verschwörungstheorien als auch die politischen Hintergründe gründlich recherchiert. Dadurch wirkt die Geschichte sehr realistisch und beklemmend. Es ist eine düstere Zukunftsvision von einem Amerika, das nach außen hin eine Demokratie darstellt, doch eigentlich eher eine Diktatur ist. Der Ältestenrat regiert, und wer sich nicht fügt wird bedroht oder verschwindet. Der Roman erzählt von einer erschreckenden Zukunft. Da die Handlung nicht vorhersehbar ist, bleibt die Spannung bis zum Schluss und darüber hinaus erhalten. Der Schreibstil ist tempo- und bildreich mit viel wörtlicher Rede und erinnert an die Detektivromane der 50er Jahre. Der Roman ist in der Ich-Erzählperspektive aus der Sicht von Felix Strange geschrieben. So kann man sich sehr gut in die Hauptperson hineinversetzen und seine Gedanken und Gefühle verstehen. Auch die anderen Charaktere sind gut durchdacht und dadurch glaubwürdig. Die Fortsetzung ist noch spannender als der erste Teil. Elliott Hall schreibt sehr anschaulich und ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein. Das Szenario ist wirklich erschreckend, besonders, weil es so glaubwürdig klingt. Was würde mit unserer Gesellschaft nach einem Atomangriff geschehen? Und ist es nicht wirklich oft so, dass man gar nicht nach dem Schuldigen sucht, sondern den zum Schuldigen erklärt, der sich gerade anbietet? Ich warte jedenfalls sehnsüchtig auf den dritten Teil.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    saia

    saia

    09. October 2011 um 17:20

    Der ziemlich umfangreiche Roman (über 450 Seiten), beginnt, mit einem doch recht verwirrenden Protokoll eines Verhörs – Felix Strange wird zur Ermordung eines Menschen vernommen. Dabei versteht man erst einmal fast gar nichts. Nur eins ist klar: das Ganze läuft in den Vereinigten Staaten ab, die im gesellschaftlichen Aufbau nicht viel mit den heute existierenden USA gemeinsam haben. Im weiteren Verlauf, der von Felix Strange selbst erzählt wird, lernt man den Kriegsveteranen, der sich als Privatdetektiv durchs Leben schlägt, Stück für Stück besser kennen. Dabei bleibt zunächst sehr vieles unverständlich. Man geht einfach nur mit Felix Strange mit, sieht was er sieht, hört, was er hört, und kann sich im Verlauf des Romans immer besser in der neuen Welt zurecht finden. So erfährt man, dass die Macht in den USA jetzt von einem sogenannten Ältestenrat ausgeübt wird, dass ein hoher Post in der christlichen Kirche gleichbedeutend mit Macht und Einfluss ist. Staat und christlicher Glauben sind miteinander verschmolzen. Von der heutzutage selbstverständlichen Rolle der Frau, Toleranz und Selbstbestimmung ist die Gesellschaft Lichtjahre entfernt. Dabei bemüht sich jeder, irgendwie zurechtzukommen und sich unterzuordnen, um nicht aufzufallen. Vor einigen Jahren wurde in Houston eine Atombombe gezündet, daraufhin kam es zum Krieg im Iran mit vielen Opfern, der die Einwohner dieses Landes in Tod und Elend stürzte, zu Kreuzzugsbewegungen und einer ständigen Machterweiterung des Ältestenrates. Felix Strange, der in Teheran weilte, als es dort zu einer Atombombenexplosion kam, ist unheilbar krank, medikamentenabhängig und durch seine Erlebnisse psychisch stark geprägt. Als einer seiner ehemaligen Kriegskameraden verschwindet, nimmt er sich der Suche nach ihm an und muss feststellen, dass dieser nicht der einzige ist. Im ganzen Land sind Menschen verschollen und verschwinden immer noch. Je mehr der Detektiv erfährt umso gefährlicher wird die Lage für ihn. Es ist fast unmöglich zu erkennen, wer Freund oder Feind ist, jeder weitere Schritt kann der letzte sein. Was zunächst als Zufall erscheint, erweist sich als Puzzleteil zu einem viel größeren und auch schrecklicherem Bild als zunächst gedacht. Der Erzählton des Autors bzw. seines Haupthelden ist meist schnodderig und von einem – sagen wir mal – etwas seltsamen Humor. Zuerst fand ich diesen recht abstoßend, doch je mehr Zeit ich mit Felix Strange bzw. dem Roman verbrachte, desto mehr konnte ich ihn verstehen, bis er mir zum Ende schon fast ans Herz gewachsen war und die Trennung doch recht schwer fiel. Die Handlung ist sehr komplex aufgebaut und zunächst nicht sehr durchschaubar. Viele der auftretenden Personen sind erst einmal schwer in das Geschehen einzuordnen, auch Rückblicke schaffen anfangsmehr Verwirrung als Klarheit. Doch man sollte nicht verzagen, sondern standhaft weiterlesen – es lohnt sich! Je mehr man sich auf die Handlung einlässt, umso spannender wird das Ganze. Für Liebhaber von Verschwörungstheorien und Dystopien ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss. Dabei finde ich es bewundernd und erschreckend, wie dicht sich der Roman an realen Ereignissen orientiert – Terroranschläge, angebliche Existenz von Massenvernichtungswaffen, Krieg im nahen Osten usw.. Erst nach dem Lesen des Buches verstand ich den Inhalt des Verhörs am Beginn des Buches. Der Roman „Böses mit Bösem“ ist nicht das erste Buch über Felix Strange. Das Verhör dient nur der Überleitung von einem Buch zum nächsten. Fazit: Ich hoffe sehr, dass dieses Buch nicht das letzte war, das wir von diesem Autor mit diesem Helden lesen dürfen (und wenn es das erste Buch mal in der Bibliothek gibt, werde ich es auf jeden Fall ausleihen).

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    19. September 2011 um 13:36

    Felix Strange, ein Privatermittler, sucht seinen Army-Kumpel Isaak, der verschwunden ist, und den es offiziell nie gegeben hat. Bei seinen Ermittlungen findet er schnell heraus, dass noch mehr Leute spurlos verschwunden sind. Dieser Roman spielt in einem beängstigenden, zukünftigen Amerika nach der Zerstörung von Houston und nach einem Iran-Krieg. Die Ältesten sind an der Macht, christliche Fundamentalisten, die eine "christliche" Diktatur errichtet haben. Frauen gibt es so gut wie nicht mehr in höheren Positionen, unverheiratete Pärchen dürfen nicht mehr zusammenleben. Juden sollen zurück ins heilige Land. Alle Einwohner werden beobachtet und bespitzelt. Die Ermittlungen fallen Felix daher nicht leicht.Felix ist aus dem Irankrieg mit einer Krankheit, die keiner kennt zurückgekehrt. Er hat Anfälle und muss ein Medikamentencocktail nehmen, das das FBI bezahlt. Die Army ist nicht mehr für ihn zuständig. Manche Kapitel sind ein Rückblick in die Zeit und die Erlebnissen, die Felix in Teheran bei der Army hatte.Dieser Politthriller ist sehr sachlich geschrieben ohne Emotionen, fast wie ein Bericht. Das Buch ist aber in der ich-Perspektive von Felix geschrieben. Ich mag es gerne, wenn ich mich mit einer Figur aus einem Buch identifizieren kann, die Figur mir Nahe steht, so dass ich in die Geschichte richtig eintauchen kann, dies ist bei diesem Buch nicht der Fall gewesen.Das Buch musste ich sehr konzentriert lesen, da sehr viele Organisationen auftauchen und die Handlung nicht so ganz einfach ist, kein Buch, das man vor dem Einschlafen lesen kann! Alles in allem ist Böses mit Bösem ein spannender Politthriller!

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    SweetBird

    SweetBird

    18. September 2011 um 15:12

    Die ersten 30-40 Seiten sind spannend und gut geschrieben, das Protokoll am Anfang, mal was komplett anderes ist spannend und macht Hoffnungen auf ein spannendes Buch, auch die folgenden Schilderungen der Zustände im HEUTE sind spannend geschrieben, sie haben mich noch gefesselt.Dann der Wechsel in die Zeit von vor 10 jahren und damit fiel das Buch ins Bodenlose ab,ein schwer lesbarer Teil beginnt,der durch Kriegsschilderungen unnötig gestreckt wird und mich echt belastet hat, es wird leider aber nicht besser. Das Veschwinden von Isaac Taylor hat mich mittlerweile,angekommen auf Seite 90,überhaupt nicht mehr interessiert, es ist einfach nur langweilig, düster, zäh und ein für mich typisches amerikanisches Buch,das mir leider komplett missfällt. Ab Seite 120 habe ich es weggelegt, es ging einfach nicht mehr. Es passiert nicht oft, das ich Bücher weglege, hier ließ es sich nicht vermeiden. Es war ein Qual für mich, vielleicht beginne ich irgendwann mit einem neuen Anlauf, momentan aber kann ich nur sagen, dieses Buch ist nicht mein Geschmack,auch wenn der Themenansatz sicherlich sehr gut und gerade in der heutigen Zeit brandaktuell ist,vor allem in einem Land wie die USA.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    silver111

    silver111

    16. September 2011 um 12:10

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Privatermittler Felix Strange, ein ehemaliger Iran Veteran, der gesundheitlich durch den Krieg schwer angeschlagen ist und nur mit einem Tablettencocktail seine Anfälle in Grenzen hält. Schauplatz sind die Vereinigten Staaten, doch das Amerika von heute hat sich inzwischen sehr verändert. 10 Jahre zuvor wurde die Stadt Houston von einer Atombombe völlig vernichtet, für den Anschlag tragen Islamisten die Verantwortung. Die Regierung ist inzwischen von religiösen Fanatikern unterwandert, es herrscht ein Regime von Kontrolle und Korruption in dem die Rolle der Frau rückschrittlich ist. Schwule werden verfolgt, Abtreibung ist verboten, genauso wie außerehelicher Verkehr. Als sein ehemaliger Kriegskamerad Isaac spurlos verschwindet, wird Strange von dessen Freundin angeheuert, ihn zu finden. Durch seine Ermittlungen gerät Strange selbst ins Visir der religiösen Fanatiker.Er findet heraus, dass Isaac nicht der einzige ist, der spurlos verschwunden ist. Zugegeben, ich hatte bei diesem Buch große Schwierigkeiten mich einzulesen und der Handlung zu folgen. Viele Namen, Schauplätze, Handlungen die im ersten Teil der Geschichte wohl schon eine Rolle gespielt haben, aber nicht leicht einzuordnen sind, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Ich war nahe dran, die Lektüre abzubrechen, letztlich hat mich der interessante Schreibstil und die Neugier aufrecht gehalten, so dass ich das Buch dann doch zu Ende gelesen habe. "Böses mit Bösem" ist kein Buch, das man nebenbei lesen kann, es fordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers. Auch ist es keine Lektüre, wo man abends mal auf die Schnelle einige Seiten lesen kann, man sollte sich Zeit nehmen und größere Abschnitte lesen, um im Lesefluss zu bleiben. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, es zeichnet ein absolut düsteres Zukunftsbild und ist sprachlich einfach super zu lesen. Um die Geschichte besser zu verstehen empfehle ich allerdings, unbedingt mit dem ersten Teil zu beginnen, sonst fällt der Einstieg etwas schwer.

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  • Rezension zu "Böses mit Bösem" von Elliott Hall

    Böses mit Bösem
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. September 2011 um 01:25

    Felix Strange ist Privatermittler in New York City und hat davor in Teheran für die Armee gedient. Von dort ist er mit einer schweren und rätselhaften Krankheit zurückgekehrt. Von dort kennt er auch Isaac Taylor. Dieser ist jetzt aber verschwunden und es gibt nicht einen einzige Spur von ihm, als hätte er nie gelebt. Aber Isaac ist nicht der einzige der verschwindet. Wer oder was steckt dahinter ? Ich weiß nicht, ob es besser gewesen wäre "Den ersten Stein" zu lesen. Manchmal fragt man sich schon wer wer ist und wer mit wem im Zusammenhang steht, aber insgesamt ist das Buch sehr gut und spannend geschrieben. Hilfreich sind aber auch die Rückblenden in Stranges Armeezeit, die immer wieder eingestreut werden. So erkennt man wer Böse und wer noch Böser ist. Die "Anti-Utopie" die einem da vorgeführt wird ist leider sehr abstoßend. Man lebt ja quasi in einen christlichen Gottesstaat. Frauen haben überhaupt nichts mehr zu melden, man wird überall überwacht, Sexualität wird verteufelt. Irgendwie ein Staat den sich die heute christliche Rechte in USA wohl wünscht. Teilweise fühlt man sich in die 50er Jahre zurückversetzt. Eine "Anti-Utopie" die ich nicht haben möchte. Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist toll geschrieben und wenn man sich in verschiedenen Verhältnisse reingelesen hat auch leicht zu verstehen.

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