Elsa Osorio

 4.3 Sterne bei 61 Bewertungen
Autorin von Mein Name ist Luz, Im Himmel Tango und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Elsa Osorio

Die argentinische Schriftstellerin Elsa Osorio kommt 1952 in Buenos Aires zur Welt. Im Anschluss an ihren Schulabschluss studiert sie an der Universität ihrer Heimatstadt Literatur auf Lehramt. Für ihr literarisches Debüt, den Erzählband "Ritos Privates", wird sie 1982 mit dem Premio Nacional de Literatura, dem bedeutendsten Literaturpreis Argentiniens geehrt. Für "Reina Mugra" erhält Elsa Osorio 1990 den renommierten Premio Sociedad Argentina de Escritores. Es folgen weitere Veröffentlichungen in Form von einem biografischen Roman, einem Essay-Band und einem Roman. 1994 kehrt Osorio Argentinien den Rücken zu und lebt viele Jahre in Madrid. Im Jahr 2000 wird mit "Mein Name ist Luz" (A veinte años, Luz, 1998) ihr erstes Buch in deutscher Übersetzung. Elsa Osorio schildert darin den Versuch einer jungen Frau, Gewissheit über ihre eigene Herkunft zu erlangen, und greift damit das Thema der Zwangadoption in autoritären Regimen auf. Die Veröffentlichung gibt Anstoß zu weiteren Nachforschungen über die Kinder der "Verschwundenen“, auch über die Grenzen Argentiniens hinaus. Der Roman, der in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt wird, sorgt für Osorios Durchbruch als Schriftstellerin im europäischen Raum. Mein Name ist Luz wird 2001 mit dem Literaturpreis von Amnesty International bedacht, der im Rahmen des 40jährigen Bestehens der Menschenrechtsorganisation erstmals vergeben wird. Im Zusammenhang mit dem Verfassen des Drehbuchs zu "La lección de Tango" 1997 kommt Osorio erstmals mit dem Phänomen Tango in Berührung. In dem Roman "Im Himmel Tango" (Cielo de Tango, 2006) geht sie schließlich der Historie des argentinischen Tanzes nach. 2010 veröffentlicht sie unter dem Titel "Sackgasse mit Ausgang" die deutschsprachige Ausgabe ihres Erzählbandes "Callejón con salida". Elsa Osorio ist darüber hinaus als Journalistin, Dozentin und Drehbuchautorin für Film und Fernsehen tätig. 1992 wird sie für die Komödie "Ya no hay hombres" mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Seit 2006 lebt Osorio wieder überwiegend in Buenos Aires. Im Winter 2011/2012 erscheint ihr aktueller Roman "Die Capitana".

Alle Bücher von Elsa Osorio

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Buchformat:
Mein Name ist Luz

Mein Name ist Luz

 (49)
Erschienen am 14.07.2010
Im Himmel Tango

Im Himmel Tango

 (7)
Erschienen am 22.09.2008
Die Capitana

Die Capitana

 (3)
Erschienen am 12.12.2011
Sackgasse mit Ausgang

Sackgasse mit Ausgang

 (0)
Erschienen am 19.07.2010
Callejon con salida / Dead End Road

Callejon con salida / Dead End Road

 (1)
Erschienen am 03.09.2010
A veinte anos, Luz (368)

A veinte anos, Luz (368)

 (1)
Erschienen am 01.01.1998
My Name is Light

My Name is Light

 (0)
Erschienen am 01.09.2004

Neue Rezensionen zu Elsa Osorio

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Luis_Stabauers avatar

Rezension zu "Die Capitana" von Elsa Osorio

Als Leser werde ich Beteiligter am Geschehen
Luis_Stabauervor 5 Monaten

Mit Mein Name ist Luz" hat sich Elsa Osorio in die Liste der Weltbestseller geschrieben. Der neue Roman ist erneut ein Leseerlebnis. Wieder macht sie Zeitgeschichte über Beziehungen erlebbar, nachvollziehbar. Diesmal spannt Elsa Osorio mit "Die Capitana" den Bogen von der argentinischen Linken in den 20er Jahren über die Intellektuellen Freunde in Frankreich, dem Beginn der NS-Herrschaft in Berlin, hin zum spanischen Bürgerkrieg. Die politische Lebensliebe, die Revolution mit den Unterdrückten erlebbar zu machen, teilt Mika lange Zeit mit ihrem Mann Hipólito, er überlebt den Kampf gegen die Faschisten nicht. Sie wird als einzige Frau Capitana im Kampf um Spaniens Freiheit.
Eher zufällig schließt sich Mika der trotzkistischen und linkssozialistischen Gruppe POUM an, die mit den Anarchisten Spaniens zusammenarbeiten. Selbst während des Bürgerkrieges beginnen die Säuberungen der moskautreuen Kommunisten. Das stalinistische Gesicht des Kommunismus stuft Mika sogar als Feindin ein, sie muss vor den eigenen Leuten" flüchten. Trotz alledem zweifelt Mika nicht an ihren Idealen, als ältere Frau lebt sie wieder in Paris und kann den Jungen 68ern sogar noch einige Tricks von damals zeigen.
Der Roman mit jahrelangen historischen Recherchen als Background ist ein Leseerlebnis der besonderen Art. Die Betroffenheit der Autorin macht auch Leser zu Beteiligten.

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Perles avatar

Rezension zu "Mein Name ist Luz" von Elsa Osorio

Elsa Osorio - Mein Name ist Luz
Perlevor 3 Jahren

Klappentext:
Wer ist Luz wirklich? Eine junge Argentinierin macht sich auf die Suche nach ihrer geraubten Identität und deckt nicht nur ihr eigenes Schicksal auf, sondern das einer ganzen Generation.

"Die historische Wahrheit kommt daher als vorwärts stürmender Krimi, als Schicksalsroman, Familiendrama und Liebesgeschichte. Dieses Buch, das gegen das Vergessen geschrieben ist, ist selber eines, das man nicht vergißt." (Der Spiegel)

"Elsa Osorio ist ein literarisches Meisterwerk gelungen." (Kulturspiegel, ARD)

"Elsa Osorio gelingt es, sich in ihre Figuren hineinzufühlen und damit jeder Person ihre Authenzität zu verleihen. Sie erzählt unparthetisch, kühl und doch engagiert." (Süddeutsche Zeitung)

"Elsa Osorios Darstellung ist überzeugend und eindringlich. Sie enthält sich jeder direkten Schuldzuweisung." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Ausgezeichnet mit dem Argentinischen Nationalpreis für Literatur.

Eigene Meinung:
Dieses Buch kaufte ich vor Monaten oder auch 1-2 Jahren mal auf dem Flohmarkt. Der Titel hörte sich ganz gut an und es interessierte mich sehr dafür. Ich kaufte es und so wanderte es in meinen Beutel.

Das Familiendrama ist wirklich hart, aber echt gut zu Lesen. Es ist wirklich ein literarisches Meisterwerk. Kompliment Elsa Osorio, 1952 in Buenos Aires geboren und lebt heute vorwiegend in Madrid.

Das Buch las ich in 5 Tagen aus, es waren ganze 445 Seiten, schon am ersten Tag las ich 170 Seriten, es hatte mich tatsächlich gefesselt und ich las jeden Tag mit Begeisterung weiter. Ich fand nur einen kleinen schreibfehler, doch den habe ihn blind überlesen.

Den Argentinischen Nationalpreis hat sie sich wirkloiuch verdient, es ist ihr sechster Roman, ich würde liebend gerne weitere Romane von ihr lesen, besonders nach diesem klasse und interessanten Buch.

Vergebe hierfür liebendgerne herzliche 5 Sterne!


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glasperlenspiel13s avatar

Rezension zu "Die Capitana" von Elsa Osorio

Rezension zu "Die Capitana" von Elsa Osorio
glasperlenspiel13vor 6 Jahren

"Die Capitana" - Die Geschichte einer bemerkenswerten Frau, die leider von der Geschichtsschreibung vergessen wurde. Elsa Osario füllt diese Lücke mit einem sehr persönlichem Roman über Mika Etchebéhère.

Sie wird 1902 als Jüdin in der Provinz Entre Ríos (Argentinien) geboren, ihre Eltern müssen bereits Ende des 19. Jahrhunderts aus der Ukraine fliehen, weil sie die schrecklichen Lebensbedingungen nicht länger ertragen können. Während ihres Studiums in Buenos Aires trifft Mika die Liebe ihres Lebens: Hipólito. Gemeinsam wollen sie die Welt verändern, stellen dabei ihr Leben in den Dienst der Revolution und verzichten freiwillig auf Familie und ruhige Zweisamkeit. Doch immer wieder macht ihnen die schwere Krankheit von Hipólito einen Strich durch die Rechnung und zwingt sie zu längeren Ruhepause. In den 30er Jahren wird dann endlich ihr Traum wahr und sie gehen nach Europa, zunächst nach Paris, später nach Berlin. Als 1933, nach dem Reichstagsbrand, Jagd auf die Linke gemacht wird, müssen auch sie fliehen. Ihr Weg führt sie zurück in die französische Hauptstadt. Von dort beobachten sie aber sehr genau die Entwicklungen in Spanien und entschließen sich nach Madrid zu gehen. Als der 1936 der Spanische Bürgerkrieg beginnt, ist Mika noch weit davon entfernt eine Capitana zu sein. Erst durch den Verlust ihrer großen Liebe Hipólito greift auch sie zur Waffe und macht den Kampf der spanischen Bevölkerung zu ihrem Krieg.

"... sie hatten festgehalten an ihrer Überzeugung, die auch uns leitete: dem Streben nach einer besseren Gesellschaft. Mit diesem Ziel hatten wir unsere Heimat verlassen, aber erst im Zusammensein mit ihnen begriffen wir, dass wir, so unterschiedlich unsere Herkunft und unsere Lebenswege auch waren, eine einzige Welt teilten und sie nicht ihrem Schicksal überlassen durften. Wir konnten sie ändern. Das glaubten wir wirklich. Inbrünstig."

Vor allem im Spanischen Bürgerkrieg kann man sehr genau die Konflikte innerhalb der Linken beobachten. Moskauer Agenten und spanische Trotzkisten lieferten sich hinter der Front interne Kämpfe. Da wurden sogenannte "Verräter" an den Pranger gestellt und Exempel statuiert. Auch Mika wurde von einem russischen Geheimagent, den sie noch aus Berliner Tagen kannte, verraten und verschleppt. Nur durch einflussreiche Freunde, mit denen sie in den letzten Monaten gemeinsam gekämpft hatte, gelang ihr die Flucht.
Ihren Lebensabend verbrachte sie später in Paris und als alternde Frau beobachtete sie mit Zufriedenheit der 68er Bewegung. Nach ihrem Tod 1992 schrieb Guy Prévan: "Als Revolutionärin der ersten Stunde, Antifaschistin und Antistalinistin blieb sie immer ihrem Weg treu, den sie eingeschlagen hat, als sie noch fast ein Kind war."

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