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pat_mccraw

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Hallo, ihr Lieben!
Ich möchte heute die Leserunde einer lieben Kollegin ankündigen:
Elsa Riegers neues Buch "Helene sucht eine große Zehe und entdeckt die Wirklichkeit" ist lesenswert und wird sicher zur Diskussion anregen.

Es gibt 15 E-Books in den von euch gewünschten Formaten (epub, mobi oder pdf) und 3 Taschenbücher.

Bitte nur für diese Runde bewerben, wenn du wirklich Zeit und Lust hast, das Buch im Zeitraum von 1-2 Monaten zu lesen und zu rezensieren. Die Rezension ist Pflicht.

Natürlich begleitet Elsa Rieger diese Runde selbst und auch ich schaue gelegentlich rein.

Aber genug Technisches.

Worum geht es?
Helene ist seltsam, vielleicht. Als Kind hat sie ihre ungeliebte Lehrerin an das Zookrokodil verfüttert. Als junge Frau lernt sie einen Messerwerfer in London kennen, der in Wahrheit der Höllenfürst ist. Als Einzige kann sie mit Nowhere Man aus dem Beatlesfilm sprechen. Was ist Wahrheit, was Fiktion auf ihrer Suche nach Liebe? Sucht sie nach Liebe? Und was ist mit Louis, dem Rattenmann aus Paris, den sie mit nach Hause nimmt? Ist er Wirklichkeit oder Fiktion? Oder ist er vielleicht der Schlüssel zu einem großen Familiengeheimnis, das zu bröckeln beginnt, als die Ratte ihrer Mutter vermeintlich den Zeh amputiert. Welche Rolle spielen dabei ihr Vater, der Dessousfabrikant Konrad Meyerling, der sich liebevoll um Helene kümmert, und ihre Mutter Margarethe, die mehr weiß, als sie zugibt. Ein Roman mit Gänsehautfaktor!

Autor: Elsa Rieger
Buch: Helene sucht eine große Zehe und entdeckt die Wirklichkeit

Elsa_Rieger

vor 3 Jahren

Leseprobe

Leseprobe aus Helene sucht eine große Zehe ...

Helene ist fünfundzwanzig, sie kommt gerade von ihrem Vater, der sie zum Geburtstag damit überrascht, dass er sie zur Teilhaberin der Dessousfabrik macht.

Als ich zwanzig war, konnte er nicht stolz auf mich sein, ich war ihm peinlich. Heute verstehe ich das. Ich sehe mich, wie ich vor ein paar Jahren barfuß durch die Stadt zu Django lief, nach einem Streit mit Papa wegen der beschissenen Unterhosen, die ich in der Phase meiner Lehrzeit nähen sollte. Ich denke, Django war damals der einzige Jamaikaner in ganz Österreich, klar, dass ich ihn haben wollte.
Bei ihm kauerte ich auf dem Linoleumboden, und er saß auf seinem abgewetzten Sofa über mir. Meine Fingernägel waren so schwarz wie die Fußsohlen, ich pulte den Schmutz zwischen den Zehen heraus. „Drecksfabrik! Am besten, ich werde schwanger, dann wird er Ruhe geben.“
Vergebens versuchte ich, den Blick meines Liebsten unter den dichten, langen Wimpern einzufangen.
„Bitte!“
Er heizte das Dope an. „Magst du auch?“
„Mach mir ein Kind. Bitte!“ Lauter.
„Ekelhaft.“
„Du vögelst doch gern. Was ist schon dabei?“ Schreiend.
Django hustete nach dem Lungenzug. Er schob das Kinn vor in Richtung Flur. „Geh duschen!“
Vielleicht war er besserer Laune, wenn ich seinem Wunsch nachkam.
Ich war erst ein paar Mal bei ihm gewesen. Er kam lieber in meinem Elternhaus vorbei. Es sei edler, sagte er. Außerdem gab es bei ihm nie etwas zu essen. Kennengelernt hatte ich ihn im Voom-Voom, der schrägsten Disco Wiens. Zuhause gab ich vor, an diesen Tanzabenden eine Freundin zu besuchen. Papa hätte niemals zugestimmt, dass seine Tochter in ein derartiges Lokal ginge. Django arbeitete dort hinter der Theke und schenkte Bier aus. Eines Abends war ich sturzbetrunken, weil ich nur mit ihm ins Gespräch kam, wenn ich etwas bestellte. Mutig fiel ich ihm um den Hals, das kam ihm entgegen, er legte mich in der Personalgarderobe aufs Kreuz. Seitdem waren wir ein Paar.
Mit seiner Nagelbürste schrubbte ich die schmutzigen Fußsohlen, das heiße Wasser färbte sich langsam von Dunkelgrau zu Hellgrau. Endlich war es durchsichtig, ich stieg aus der Dusche und trocknete mich ab. Als ich ins Zimmer zurückkam, war Django zugedröhnt. Ich umschlang seinen Nacken, setzte mich auf seinen Schoß und küsste ihn.
„Ein Kind“, flüsterte ich ihm ins Ohr.
Anfallartig begann er zu lachen, seine Dreads wippten im Takt der Stöße. Plötzlich schubste er mich von seinen Schenkeln.
„Du spinnst doch!“
Ich landete mit dem Hintern auf dem Linoleumboden. Nachdem ich mich angezogen hatte, schlug ich Django ins Gesicht.
„Dann scheiß ich auf dein Einverständnis, Idiot! Ich krieg schon, was ich will!“
Er hielt sich die Wange, trat nach mir. Doch er erwischte mich nicht mehr. Ich war bereits aus der Tür, spuckte sie an und lief davon. So ein Arsch!
Zuhause setzte ich mich auf die Schaukel meiner Kindheit im alten Nussbaum und beobachtete meine Mutter Margarethe. Die sprach im Singsang, wenn sie sich über die Beete beugte oder die verblühten Rosenköpfe aus den Ranken zupfte. Die Blumen nannte sie: „Meine Schönen.“ Mit mir schimpfte sie oft, beklagte sich über mein Benehmen. Nacktschnecken schnitt sie entzwei und Wühlmäuse verfolgte sie mit dem Spaten. Über die regte sie sich am meisten auf. Wenn sie selten genug eine stellte, erschlug sie die mit Genuss.
„Verdammtes Rattenpack!“, schrie sie auch an diesem Tag, als sie eine erwischt hatte.
„Lass sie leben“, bat ich. Mutter hörte nicht, sie fuhr damit fort, Schnecken aus dem Gras zu rupfen, zu halbieren und in einem roten Kübel zu sammeln. Der Ast, an dem die Seile hingen, knarrte, als ich von der Schaukel sprang. Ich war immer noch stinkwütend auf Django, Zorn über Mutter kam dazu, ich entriss ihr den Henkel des Eimers. Entführte die armen Mollusken und schüttete sie über den Palisadenzaun auf die saure Wiese, neben den schmalen Bach, der dort floss.
„Stell dir vor, ich schneide durch deinen Bauch“, antwortete ich Margarethes hasserfülltem Blick.
„Ich bin längst entzwei“, entnahm ich ihrem Murmeln.
Diesen Satz hatte ich schon einmal gehört … ich muss sehr klein gewesen sein. Als ich eines Abends aufwachte, hörte ich Papa und Margarethe nebenan im Schlafzimmer streiten. Wortfetzen nur, aber mein Vater schrie. Er, der mich sonst nur liebevoll streichelte und mir schöne Dinge sagte, schrie. Mein weißes Nachthemd schleifte auf dem Boden, als ich mit meinem Krokodil ins Vorzimmer schlich, zu ihnen wollte. Sie sollten wieder lieb sein. Ich mochte die lauten Stimmen nicht hören und hielt mir die Ohren zu.
Auf einmal war es ruhig. Diese plötzliche Stille machte mir Angst. Zitternd hob ich mein Plüschtier wieder auf, drückte es an die Brust, um mich zu beruhigen. Leises Gemurmel. Dann hörte ich Margarethe weinen. „Ich bin schon entzwei“, schluchzte sie.
Worte und Bilder verschwammen. Mutter warf die Schnecken auf die Wiese, Mengen. Unverhohlen starrte ich sie an, sah, wie sie oberhalb ihres Nabels auseinanderbrach. Das Blut spritzte nicht, sondern landete in fetten Tropfen im Gras. Im Schneckentempo krochen die davon.
Bizarr.
Margarethes Herz flutschte aus der Wunde, kullerte ins Saatbeet für die Kapuzinerkresse. Mit Wasser aus der Gießkanne säuberte ich das pulsierende Ding von der Erde und steckte es wieder unter Mutters Brust. Dann lief ich zum Geräteschuppen, nahm die Rolle mit Sisalseil an mich; es diente zum Festbinden der Ranken am Geländer. Damit flickte ich die Schnittstelle über den Rippen zusammen.
„Du bist meine Blume, Helene“, sagte Margarethe zu mir und sank auf die Wiese. „Dein Selbstmordversuch hat mir das Herz gebrochen.“
Das kam unerwartet, katapultierte mich in die reale Welt zurück. Es schockierte mich. Hatte ich ihr hartes Herz durch die Operation aufgeweicht? Ich legte den Kopf in Mutters Schoß. „Die Sache vor zwei Jahren mit den Tollkirschen tut mir leid, auch wenn es eher ein Unfall war“, wiegelte ich ab, und es stimmte, denn umbringen wollte ich mich nicht wirklich.
Papas Stimme schreckt mich aus meinen Gedanken.
„Wieso starrst du denn Löcher in die Luft?“ Keinesfalls will ich ihm jetzt erzählen, dass ich an eine Phase meines Lebens gedacht habe, die er nicht besonders gut fand. „Das Schild, Papa, ich freu mich so! Ausgesprochen modern!“, lenke ich ab.
Er schmunzelt. „Man muss ja mit der Zeit gehen.“

Gelixxx

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich möchte auch gern mitlesen, das Buch ist mir empfohlen worden. LG Geli

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Beiträge davor

Solengelen

vor 2 Jahren

Kapitel 6
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Desi fährt mit ihrer Freundin, deren Bruder und Eltern in die Weihnachtsferien. Sie ist voller Zorn, Enttäuschung, fühlt sich von Helene vernachlässigt, abgeschoben bei jeder Gelegenheit an ihren Vater. Ich kann sie verstehen, Helene hat sicher das ihr mögliche gegeben, aber Desi empfindet es natürlich nicht so. Helene eilt ins Krankenhaus zu Mercedes. Obwohl Mercedes nie wirklich für Helene da war, erwartet sie jetzt, Helenes Hilfe. Helene fühlt sich ungeliebt. Eine Begegnung, eine Suppe, ein Stück Weißbrot, und die Sicht auf die Dinge. Das letzte Kapitel war noch einmal speziell. Speziell, aufschlussreich und irgendwie schön. Jeder gibt in seinem Leben sein Bestes, Möglichstes, das was ihm möglich ist, mehr geht nicht. Auch wenn es für die Familie und Co. anders aussieht, weil es falsche Entscheidungen sind, zuwenig Liebe gegeben wird, und und und. Auch wenn man sich oft sagt, ich mache es anders als meine Eltern, fällt man doch oft in die gleiche Schiene. Liebe Elsa , danke, dass ich Helene kennen und auch trotz oder wegen ihrer speziellen Art, lieben lernen durfte. Auch Moritz ist ein besonderer Mensch. Im Grunde hat mir jeder Charaktere gefallen, wenn ich auch nicht jeden ins Herz schließen konnte, waren sie doch für die Geschichte wichtig. Das Ende war noch einmal sehr berührend. Rezi folgt.

Elsa_Rieger

vor 2 Jahren

Kapitel 6
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Solengelen schreibt:
Desi fährt mit ihrer Freundin, deren Bruder und Eltern in die Weihnachtsferien. Sie ist voller Zorn, Enttäuschung, fühlt sich von Helene vernachlässigt, abgeschoben bei jeder Gelegenheit an ihren Vater. Ich kann sie verstehen, Helene hat sicher das ihr mögliche gegeben, aber Desi empfindet es natürlich nicht so. Helene eilt ins Krankenhaus zu Mercedes. Obwohl Mercedes nie wirklich für Helene da war, erwartet sie jetzt, Helenes Hilfe. Helene fühlt sich ungeliebt. Eine Begegnung, eine Suppe, ein Stück Weißbrot, und die Sicht auf die Dinge. Das letzte Kapitel war noch einmal speziell. Speziell, aufschlussreich und irgendwie schön. Jeder gibt in seinem Leben sein Bestes, Möglichstes, das was ihm möglich ist, mehr geht nicht. Auch wenn es für die Familie und Co. anders aussieht, weil es falsche Entscheidungen sind, zuwenig Liebe gegeben wird, und und und. Auch wenn man sich oft sagt, ich mache es anders als meine Eltern, fällt man doch oft in die gleiche Schiene. Liebe , danke, dass ich Helene kennen und auch trotz oder wegen ihrer speziellen Art, lieben lernen durfte. Auch Moritz ist ein besonderer Mensch. Im Grunde hat mir jeder Charaktere gefallen, wenn ich auch nicht jeden ins Herz schließen konnte, waren sie doch für die Geschichte wichtig. Das Ende war noch einmal sehr berührend. Rezi folgt.

Ich danke dir sehr für deine erfreuliche Abschlussbewertung und freu mich, dass du Helene gut findest! Danke auch für die Rezensionen schon im Voraus!

Liebe Grüße, Elsa

Elsa_Rieger

vor 2 Jahren

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mabuerele schreibt:
Danke, dass ich das Buch lesen durfte! Meine Rezi hat etwas länger gedauert, ist aber nun fertig. Es war nicht einfach, die Eindrücke zu schildern, ohne zu viel zu verraten. http://www.lovelybooks.de/autor/Elsa-Rieger/Helene-sucht-eine-gro%C3%9Fe-Zehe-und-entdeckt-die-Wirklichkeit-1138939163-w/rezension/1141089248/ http://www.amazon.de/review/R19H6U0TQH4IN6/ref=cm_cr_rdp_perm

Herzlichen Dank für die Rezensionen und ich finde, du hast das ganz toll gemacht, ohne etwas zu verraten. Ich weiß, dass ist eine Kunst bei dem Buch, danke!

Liebe Grüße
ELsa

Solengelen

vor 2 Jahren

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Hier jetzt endlich meine noch fehlende Rezension. Liebe Elsa, danke, das ich Helene erspüren durfte. Ich wünsche dir alles Liebe.

http://www.lovelybooks.de/autor/Elsa-Rieger/Helene-sucht-eine-gro%C3%9Fe-Zehe-und-entdeckt-die-Wirklichkeit-1138939163-w/rezension/1155054843/

Elsa_Rieger

vor 2 Jahren

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Solengelen schreibt:
Hier jetzt endlich meine noch fehlende Rezension. Liebe Elsa, danke, das ich Helene erspüren durfte. Ich wünsche dir alles Liebe. http://www.lovelybooks.de/autor/Elsa-Rieger/Helene-sucht-eine-gro%C3%9Fe-Zehe-und-entdeckt-die-Wirklichkeit-1138939163-w/rezension/1155054843/

Oh, da freu ich mich jetzt aber, vielen Dank! Ich habe nicht mehr damit gerechnet!
Auch für dich alles Liebe! Gerne lade ich dich wieder ein, wenn ich darf, zur nächsten Leserunde, die ich plane. Diesmal mit LiebesWellen.

Solengelen

vor 2 Jahren

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Elsa_Rieger schreibt:
Oh, da freu ich mich jetzt aber, vielen Dank! Ich habe nicht mehr damit gerechnet! Auch für dich alles Liebe! Gerne lade ich dich wieder ein, wenn ich darf, zur nächsten Leserunde, die ich plane. Diesmal mit LiebesWellen.

Sehr gerne, da freue ich mich. Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag.

Elsa_Rieger

vor 1 Jahr

Dies und Das

Liebe Leserunde, zur Info, das Buch wird in neuem Gewand als Relaunch im Maverick Verlag erscheinen. Ich hoffe, es wird dann besser gehen.
Im Juni erscheint übrigens ebenda ein weiterer Roman von mir, für den ich dann wieder eine Leserunde starte und hoffe, Ihr seid dabei?
Liebe Grüße, Eure Elsa

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