Else Ury Kläuschen und Mäuschen.

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Inhaltsangabe zu „Kläuschen und Mäuschen.“ von Else Ury

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  • Rezension zu "Kläuschen und Mäuschen."

    Kläuschen und Mäuschen.
    sabisteb

    sabisteb

    13. November 2012 um 09:42

    Der fünfjährige Klaus, genannt Kläuschen, und die fünfjährige Mäuschen, die eigentlich Marianne Neumann heißt, sind beste Freunde. Klaus ist der Sohn des Hausmeisters, der nebenbei auch noch Schuhe repariert. Klaus lebt mit seinen Eltern in einem Zimmer. Marianne hat ein eigenes Zimmer, viele Spielsachen und noch zwei ältere Geschwister, die Lotte und den Kurt. Die Lotte ist die Älteste und geht schon viele Jahre zur Schule, während Mäuschen und Klaus dieses Jahr in den Kindergarten zu Tante Lotte kommen. Ein Kinderbuch aus dem Jahr 1933, wie man es damals fünfjährigen Kindern vorlas. Wenn keiner zum Vorlesen da war, dann hatten die Kinder viele bunte Bilder von Professor Robert Sedlaceck zum Anschauen und auch einige schwarz-weiß Zeichnungen, die in vielen, der wenigen Exemplare, die es noch von diesem Buch gibt, teilweise ausgemalt sind. Da es sich um ein Buch für Kinder handelt, das ihr Leben zu dieser Zeit beschreibt, malt dieses Kinderbuch ein authentisches Bild eines Kinderlebens im Berlin des Jahren 1932/33. Klaus ist der Sohn des Hausmeisters. Die Familie von Klaus lebt zusammen, beengt in einem Zimmer im Erdgeschoss eines Mietshauses und öffnet die Tür. Nebenbei repariert Klaus Vater noch Schuhe, damit es zum Leben reicht. Mäuschen kommt aus einer wohlhabenden Familie. Sie wohnt in den großen Wohnungen oben im Haus. Dennoch sind die beiden Kinder beste Freunde. Familie Neumann, Mäuschens Eltern, sehen es als ihre Pflicht zu helfen, sie spenden, und ich vermute, sie zahlen Kläuschens Kindergartenaufenthalt, denn seine Eltern würden sich das weder leisten können, noch müssen sie Klaus wirklich im Kindergarten parken. Kläuschen darf schon mit seinen fünf Jahren alleine einkaufen gehen! Im Kindergarten wird gespielt und geturnt, aber nicht gelernt, wie heute. Im Kindergarten gibt es Hühner und jedes Kind hat ein kleines Blumenbeet und Tante Lotte ist ganz alleine mit der kleinen Kinderschaar, heute undenkbar. Ein wenig Erziehung muss natürlich in so einem Kinderbuch auch sein. Lotte lernt, dass eine Mutter alle ihre (Puppen-)Kinder gleich lieb haben muss, auch wenn sie schwarz sind. Das verfressene Kläuschen lernt, dass man Dummheiten anstellen darf, man darf aber nicht lügen und muss diese gestehen. Überrascht hat mich, wie modern der Osterhase gesehen wird. Moderner als heute, denn 1933 bringt der Osterhase die Eier mit dem Flugzeug. Berlin 1932 durch die Augen eines Kindes. Nicht alles ist Elend und Armut. Man macht noch Urlaub an der Ostsee oder dem Bauernhof, man geht noch in den Kindergarten und in den Zoo. Ein normales Leben, auch wenn es Kläuschens Eltern deutlich schwerer haben als Mäuschens Eltern. Die Standesunterschiede sind aber kein Problem und Mäuschens Mutter hilft wo sie kann. Mal eine andere Sichtweise auf eine Welt kurz vor der Machtübernahme Hitlers. 1933 bekam Else Ury Schreibverbot, weil sie Jüdin war. 1933 wurde der Kinderbuchverlag, der dieses Buch verlegte, der Meidinger Verlag auch geschlossen, vermutlich weil er jüdische Autoren verlegte oder Juden gehörte. Viele Bücher dieser Auflage können somit nicht mehr in den Verkauf gelangt sein, und dennoch haben einige den Krieg überlebt. Das macht das Buch aber auch extrem teuer, wenn es denn mal auftaucht. In den letzten 10 Jahren sind meines Wissens ca. 5 Exemplare in den Antiquariaten und auf online Auktionsplattformen aufgetaucht.

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