Das Leben der Brontës

von Elsemarie Maletzke 
4,0 Sterne bei9 Bewertungen
Das Leben der Brontës
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Inhaltsangabe zu "Das Leben der Brontës"

Wer kennt sie nicht, die Romane der Schwestern Brontë - Emilys Sturmhöhe, Jane Eyre von Charlotte, Agnes Grey von Anne? Doch ihren dauerhaften Ruhm begründen nicht nur ihre Bücher, ihr Leben selbst ist zum Mythos geworden und erscheint wie ein Stück Dichtung. Es wurde bereits mehrfach verfilmt.

Der neue Film von Charles Sturridge mit Evan Rachel Wood, Rebecca Hall, Nathalie Press und John Hurt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458351016
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:508 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:17.11.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    Bissfanvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Leben der Brontës" von Elsemarie Maletzke

    rezensiert von GoldenEye
    __________________

    Das Leben der Brontë-Schwestern und ihrer Familie ist mysteriös. Es ist nur wenig über ihr Leben bekannt, ihre ersten Schreibversuche, ihre erste Liebe.
    Der Leser reist ins England des 19. Jahrhunderts und erlebt die Brontë-Familie von der Heirat der Eltern an über die Geburt der Kinder Emily, Charlotte, Anne und Branwell und deren gesamter Kindheit bis zum Tod aller beteiligten Personen und noch ein Stück weiter, bis alle selbstgeschriebenen Bücher der Geschwister veröffentlicht sind.

    Tatsächlich kennt man die „sisters three“ hierzulande eher weniger, falls man sich nicht gerade mit klassischer Literatur beschäftigt. Den bis(s)festen unter uns dürfte aber Emily Brontë ein Begriff sein, die Bellas Lieblingsbuch „Sturmhöhe“ schrieb. Ihr düsterer Roman aus dem England des 19. Jahrhunderts enthält viel mehr aus ihrem eigenen Leben, als man vermuten würde – genauso wie jeder Roman ihrer Schwestern. In jedem Buch finden sich Anspielungen auf Menschen, Orte und Ereignisse aus ihrem Leben, die auch nicht lange unbemerkt blieben.
    In dieser fast 500 Seiten starken Biografie wird von Anfang an die Geschichte der gesamten Familie Brontë beleuchtet. Gestartet wird es vom Vater der Schwestern, dem Pfarrer, und geht über in das kleine Heimatdörfchen Haworth und erzählt dem Leser etwas über die Geschichte Englands, wie das 19. Jahrhundert für die Menschen aussah, wie es gestaltet war. So bekommt man einen guten Einblick und fühlt sich in die Geschichte ein.
    Eine Geschichte ist es tatsächlich. Man hat den Eindruck, man lese einen düsteren Roman und keine Biografie. Alles ist sehr detailliert beschrieben, soweit es die Quellen zulassen, denn nicht alles ist genau überliefert und Maletzke hält nichts von Spekulationen, was sie mehrmals deutlich macht.
    Das Leben jedes einzelnen Brontës wird erzählt mit allen Höhen und Tiefen, den literarischen Anfängen der Geschwister Anne, Emily, Charlotte und ihrem Bruder Branwell, sowie ihre Liebeleien mit verschiedenen Wesen des anderen Geschlechts. Auch diese Personen werden genauestens unter die Lupe genommen, so dass niemand als schwarzer Schatten durch das Buch huschen kann.
    Gespickt ist das Buch mit vielen Zeichnungen der Geschwister und Fotos aus der Umgebung. Unheimlich wird es gegen Ende, als Fotos von Charlotte gezeigt werden. Plötzlich wird einem klar, dass es diese großartigen Frauen wirklich gegeben hat und wie sie das Jahrhundert auf den Kopf gestellt haben, denn ihre Ansichten bezüglich der Ehe und den Rechten einer Frau waren nicht der Zeit entsprechend. Sie rebellierten über ihre Bücher und veröffentlichten diese zuerst über Künstlernamen. Charlotte (Künstlername Currer Bell) war die erfolgreichste der vier, sie brachte zwei Bestseller zustande, während die Bücher ihrer Schwestern fortwährend abgelehnt oder, falls sich ein Verlag erbarmte und ein Buch doch in die Regale stellte, einfach nicht beachtet wurden. Auch Branwell hatte unglaubliches Talent zum Schreiben und vor allem zum Zeichnen, doch er ertränkte sein Talent im Alkohol, bis es schließlich zu spät für ihn war.
    Nach und nach erkranken auch die Schwestern alle drei an Tuberkulose. Sie versuchen alles, um gesund zu werden oder das unvermeidliche Ende hinauszuzögern, doch auch Charlottes Ausflüge ans Meer helfen nichts mehr und so stirbt zuerst Emily, dann Anne und zuletzt auch Charlotte.
    Das ist das tragische Ende einer Familie. Die Geschwister lebten ihre Fantasie aus und brachten damit die halbe Welt gegen sich auf, da ihre Romane nicht das waren, was man sich zu dieser Zeit vorgestellt hatte. Doch sie ließen sich nicht beirren und schrieben das, was sie dachten.

    Dieses Buch holt den Leser aus seiner Dunkelheit. Man erfährt nicht nur etwas über die Schwestern, sondern zugleich etwas über die ganze Familie und England im viktorianischen Zeitalter. Der Schreibstil der Autorin ist sachlich, aber zwischendurch lässt sie ihre eigene Meinung durchblicken, was dem Buch neben den düsteren Geschichten auch einen guten Teil Witz verleiht.
    Alles wird so genau wie nur irgend möglich erzählt und beschrieben; es steht all das drin, was zu 100% sicher ist.
    Dieses Buch ist ein Muss für alle, die „Sturmhöhe“, „Jane Eyre“, „Agnes Grey“ und alle anderen Romane lieben und sich für das Leben dieser Menschen interessieren.

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    bln-1989vor 2 Jahren
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    MissFairfaxvor 4 Jahren
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    Buchgespenstvor 5 Jahren
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    Josefavor 6 Jahren
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    Caoimhevor 6 Jahren
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