Elsie Chapman Du oder ich

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Inhaltsangabe zu „Du oder ich“ von Elsie Chapman

In einer Zukunft, in der jeder Mensch einen Doppelgänger hat, darf nur einer von ihnen überleben. Die beiden Betroffenen haben genau einen Monat Zeit, den jeweils anderen zu töten. Weigern sie sich, werden beide von der Regierung eliminiert. West Grayer ist die letzte Überlebende ihrer Familie und arbeitet als staatlich legitimierte Auftragskillerin. Eigentlich sollte es also kein Problem sein, ihre Doppelgängerin zu töten. Doch als sie ihr gegenübersteht, versagt Wests ansonsten so vorbildliche Zielsicherheit. Erst, als ihre Gegnerin ihre große Liebe Chord ins Visier nimmt, stellt West sich dem Duell auf Leben und Tod.

Solide Dystopie!

— KlaasHarbour
KlaasHarbour

Interessante Idee, leider nicht gut umgesetzt! Schluss hat sich extrem gezogen obwohl das Buch nur 330Seiten hat. Nicht empfehlenswert!

— Salien
Salien

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    Du oder ich
    KlaasHarbour

    KlaasHarbour

    20. October 2016 um 22:23

    Stell dir vor, du lebst in einer Stadt, die durch einen verheerenden Krieg von der Außenwelt abgeschnitten ist... Stell dir vor, jeder Bewohner der Stadt hat einen Doppelgänger... Und stell dir vor, dein Doppelgänger jagt dich... West Grayer lebt in einer Stadt, in der jeder Bürger einer Doppelgänger, einen Substituten hat, den es gilt innerhalb eines Monats zu töten, sobald die Regierung dazu befiehlt. So erreicht auch West die Nachricht, das sie ihren Doppelgänger ermorden muss. Eben dieser hat die selbe Nachricht erhalten und geht auf die Jagd nach West. West trifft ihre Substitutin, schafft es aber nicht diesen umzubringen und flüchtet. Als ihre Doppelgängerin dann jedoch Wests Freund bedroht, wird ihr klar, dass sie ernst machen muss... Aus der Sicht von West führt Elsie Chapman uns durch die Geschichte in der Ich - Form und lässt Spannung aufkommen, die zwar nicht mit "richtigen" Thrillern zu vergleichen ist, jedoch für ein Jugendbuch schon gar nicht schlecht ist. Besonders die Beschreibungen der Stadt haben mir gut gefallen und versetzen den Leser in eine dunkle Atmosphäre. Wichtig anzumerken ist auch, dass dies der erste Teil einer Reihe ist. Die folgenden Bücher werden aber leider nicht mehr übersetzt. Trotzdem kann man das Buch lesen, ohne dass man den zweiten Teil "nötig" hat, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist.

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  • wo ist der "Kick"

    Du oder ich
    CoffeeToGo

    CoffeeToGo

    11. January 2016 um 15:39

    Kersh ist nach einer Katastrophe von der Außenwelt isoliert. Um Elitesoldaten heranzuzüchten, wird jeder Einwohner im Alter von 10-20 Jahren "aktiviert". D.h. er muss seinen genetischen Doppelgänger (Substituten) ermorden, um sich als würdig erweisen. Mittendrin ist West. Sie ist ein Striker und ermordet illegal für andere Aktivierte deren Doppelgänger. Bis sie plötzlich selbst aktiviert und so zur Zielscheibe wird. Obwohl das nicht wirklich neu ist, klang es für mich sehr vielversprechend. Ich brannte darauf zu erfahren, warum Kersh so isoliert ist und was sich hinter den Mauern befindet. Leider erfährt man, außer der Ursache der Katastrophe nichts weiter. Man erfährt nicht, was hinter den Mauern ist, ob die Menschen dort auch so vom System beherrscht werden und, und, und. Die einzelnen Bezirke in Kersh wurden zwar immer mal wieder erwähnt, blieben für mich jedoch undurchsichtig. Ich konnte in meinem Kopf keine richtige "Karte" von Kersh erstellen und so war es für mich auch schwer West’s Gedanken und räumliche Handlungen nach zu vollziehen. Etwas geteilter Meinung bin ich über die Beziehung zwischen Chrod und West. Zum einen finde ich es super, dass die Liebe der beiden seeehr langsam keimt und eher nebensächlich ist, doch zum anderen tat mir Chrod manchmal echt leid. West zweifelt so sehr an sich selbst und stößt die, die sie liebt und die sie lieben von sich weg, meiner Meinung nach teilweise völlig überzogen und ohne Grund. Nach langem hin und her Überlegen habe ich mich entschieden, eher 3 als 4 Sterne zu vergeben. Ich habe die Geschichte zwar gerne gelesen, aber sie war mir dann doch zu unausgereift und hatte zu viele Längen. Viel zu lange läuft West als Aktivierte umher, unfähig ihre Substitutin umzubringen, obwohl sie zuvor am laufenden Band Menschen umgebracht hat. Scheinbar wird es eine Fortsetzung geben, aber ob da offene Fragen geklärt werden, wage ich zu bezweifeln.

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  • Kein Thriller, dafür eine Young Adult Dystopie mit guten Ansätzen!

    Du oder ich
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    01. October 2013 um 20:24

    ~Inhalt~ Die fünfzehnjährige West Grayer ist verzweifelt, als ihr Bruder Luc stirbt, der letzte ihrer Familie. Die meisten ihrer Familienangehörigen wurden von ihren Doppelgängern getötet und die junge West erwartet das gleiche Schicksal, wenn sie nicht schneller und vor allem rücksichtsloser im Kampf als ihre Substitutin ist. Doch die tragischen Verluste in der Vergangenheit verstören West so sehr, dass sie ein bisschen den Fokus verliert und sich auf ihre Arbeit als frisch rekrutierte Auftragskillerin konzentriert, statt ihre Feindin anzuvisieren. Allein Chord, Lucs bester Freund, scheint sie vor dem Schlimmsten bewahren zu können … ~Einschätzung~ Etwas ganz anderes bekommen, als erwartet: So mein erstes und knappes Resümee über diese Lektüre. Vom Verlag als waschechter Thriller deklariert, gab es mit diesem Schmöker allerdings eher eine gestandene Dystopie an die Hand. Na gut, das eine schließt das andere ja nicht wirklich aus ;) und ich kann dann doch von einer wirklich positiven Überraschung sprechen. Dazu kommt noch, dass man „Du oder ich“ durchaus auch im Genre Young Adult ansiedeln kann, was ich jetzt auch nicht unbedingt auf der Rechnung hatte, aber passt schon so ;) Mit der fünfzehnjährigen West stellt uns die Autorin eine Hauptprotagonistin vor, bei der ich mir während des Lesens immer mal wieder ihr Alter in Erinnerung rufen musste. Die Gute agiert nämlich wahrlich nicht wie eine junge Teenagerin und erinnert viel mehr an eine Romanheldin, die längst den Kinderschuhen entwachsen ist. Überhaupt tut man sich in manchen Szenarien schwer, Wests Tun und Handeln zu verstehen und nachzuvollziehen. Einerseits beschreibt die Autorin natürlich das Paradebeispiel einer diktatorischen Gesellschaftsform, in der sich unsere junge Romanheldin perfekt angepasst hat, darauf auch mechanisch und abgestumpft reagiert, ohne nachzudenken. Andererseits schafft sie es aber auch ganz geschickt, individuelles Handeln zuzulassen und dabei West verbotene Dinge tun lässt. Diese doch rebellische Ader von West hat mir unheimlich gut gefallen. Allerdings hat mir bei dem Zusammenspiel mit dem guten Chord doch etwas Entscheidendes gefehlt und eine richtige, geschweige denn romantische Love Story wird hier von den beiden auch nicht wirklich zelebriert. Da zeigt sie sich oft sperrig und unzugänglich gegenüber dem wirklich äußerst geduldigen Chord – und ehrlich gesagt, überträgt sich diese Unzugänglichkeit auch hin und wieder auf den Leser. Genau dies wiederum macht es einem doch manchmal etwas schwer, West in sein Leserherz zu schließen, wobei man die Gute dann doch eher bei den Schultern packen möchte, um sie kräftig durchzuschütteln. Ein bisschen fehlte mir hier auch bei der Charakterisierung der einzelnen Romanfiguren die Tiefe und – wie eben schon erwähnt – die romantische Beziehung zwischen West und Chord wird nicht ganz so intensiv beleuchtet und kommt, wenn überhaupt, erst zum Finale etwas in Schwung. Was vielleicht an Tiefgründigkeit bei den Protagonisten fehlt, macht die Autorin aber durchaus mit ihrer exakten und detaillierten Erläuterung dieser so strikten Gesellschaftsform wieder wett und gewährt uns Lesern ein wirklich gutes Feeling für dieses drakonische und rigorose Setting. ~Fazit~ Kein echter Thriller und damit nicht ganz das, was ich auf der Rechnung hatte – nichtsdestotrotz war „Du oder ich“ im Großen und Ganzen eine gelungene Überraschung. Von mir gibt’s gute 4 und 5 Punkte für die dickköpfige West samt ihrem geduldigen Chord! (AK)

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  • Meine erste Dystopie

    Du oder ich
    Fami

    Fami

    18. September 2013 um 22:23

    Meine Meinung: "Du oder Ich" wird als Thriller deklariert aber es ist eher eine Dystopie mit Thrillerelementen. Dies tut der Story aber keinen Abbruch wenn man sich daran nicht fest klammert.  Für mich war es das erste Buch mit dystopischen Elementen und es hat mich auf den Geschmack gebracht vielleicht noch andere Dystopien auszuprobieren.  Die Idee gefällt mir echt super auch wenn ich sie echt gruselig finde.  Eltern die einen Kinderwunsch haben müssen sich mit diesem beim Board (Regierung) melden, dort wird dann ein 2tes Elternpaar gesucht, weil Kinder in dieser Welt nur noch "produziert" werden. Was anderes als produzieren kann man dazu nicht sagen, weil aus den Genen der jeweiligen Elternpaare werden 2 identische Kinder gezeugt.  Diese Kinder erhalten dann zwischen ihrem 10-20 Lebensjahr vom Board den Auftrag ihren Substituten (Doppelgänger) umzubringen, wenn keiner von beiden den Auftrag innerhalb von 28 Tagen ausführt, sterben beide. Schafft es jedoch einer den Auftrag durchzuführen, lebt dieser als Vollendeter weiter und hat alle Privilegien die es gibt. Das Ganze dient nur dazu "die Schwachen" zu selektieren, um eine Bevölkerung aufzubauen die kampffähig ist. Wobei nicht immer nur "die Schwachen" ihr Leben durch eine Auftragsdurchführung verlieren, da es auch einige Faktoren gibt die in dem Ganzen mitreinspielen können.  Und diesen Auftrag erhält auch die Hauptprotagonistin West Grayer mit 15 Jahren. Aber am Anfang erleben wir mit wie ihr Bruder seinen Auftrag durchführt, was ein guter Einstieg in die Story war. Und ein wichtiger Punkt für die weitere Geschichte.  Kurz nachdem man dies miterlebt hat, bekommt auch West ihren Auftrag. Und damit begann der spannendere Teil der Story. Ich habe ständig mitgefiebert, wann sie endlich ihre Flucht aufgibt, aufhört Aufträge anzunehmen und sich auf die Suche nach ihrer Substitutin macht. Dies geschieht wie der Klappentext schon verrät, nachdem sie ihrer Substitutin das erste Mal gegenüber steht und West den Auftrag aber nicht durchführt. Ihre Doppelgängerin nimmt danach Chord, den besten Freund ihres Bruders, ins Visier. Und ab da ist West´s Kampfwille wiedergeboren.  West ist eine sehr verschlossene, dickköpfige und trotzdem sympathische Person. Ich konnte viele ihrer Gedanken sehr gut nachvollziehen auch wenn ich nicht alles so gemacht hätte wie sie. Zu den anderen Charakteren kann man nicht wirklich viel sagen weil der Hauptteil auf West gelegt wurde. Der Einzige der noch eine größere Rolle spielt, ist Chord und der ist in der Story etwas blass geblieben. Allerdings kommt er sehr emotional rüber als die Liebesgeschichte zwischen ihm und West seinen Lauf nimmt.  Fazit: Eine gelungene Story, egal welchem Genre man es denn eher zuordnen möchte.  Dieses Buch hat mich dazu gebracht womöglich doch noch einige Dystopien auszuprobieren, solange der Schmalz der Liebesgeschichte, ohne diese ja Bücher anscheinend nicht mehr auskommen, nicht aus den Seiten trieft.

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  • Rezension zu "Du oder ich" von Elsie Chapman

    Du oder ich
    Lainybelle

    Lainybelle

    Inhalt: "Aber das ist der Grund, warum Kersh so stark ist. Weil man die Schwachen eliminiert." "Es ist stark in Bezug auf Kämpfer und Krieg. Doch was ist mit den Dingen, die mehr aus uns machen als Maschinen, die uns menschlich bleiben lassen?" (S.85) Die fünfzehnjährige West ist in Kersh aufgewachsen, der letzten kriegsfreien Zone der Welt. Doch die Stadt steht unter einer großen Bedrohung von außen. Die Lösung: Schon die Kinder werden zu Soldaten herangezogen. Jeder Mensch hat einen Doppelgänger mit identischem Erbmaterial. Zwischen dem zehnten und zwanzigsten Lebensjahr erhält man den Auftrag, Jagd auf ihn zu machen. Ihn zu töten. Denn das ist der einzige Weg, um zu überleben. Meine Meinung: zum Cover: Bei diesem Buch, gab es für mich eine Art Premiere: Mir gefällt sowohl das englische Original- als auch das deutsche Cover sehr. Ersteres hat zwar einen stärkeren Bezug zur Geschichte und man kann sich sehr gut vorstellen, dass das Mädchen West ist, die durch eine Straße ihres Bezirks läuft. Letzteres spiegelt dafür mit dem starken Schwarz-Rot-Kontrast und den beiden gleichen Gesichtern meiner Meinung nach noch intensiver die düstere Stimme wider. Während der kurze Text auf dem Buchrücken neugierig macht und viel Spannung verspricht, verrät die Zusammenfassung auf der Innenklappe für meinen Geschmack mal wieder ein bisschen zu viel. zur Geschichte: Obwohl auf dem Schutzumschlag "Thriller" zu lesen ist, wird schon nach wenigen Seiten klar, dass es sich bei dem Buch um eine waschechte Dystopie handelt. Nach meiner Beurteilung ist es beides und in jedem Fall außergewöhnlich. Der Schauplatz ist eine Stadt inmitten einer Zukunftswelt, die von Kriegen zerrüttet ist. Doch Kersh ist keineswegs die Oase in der Wüste. Innerhalb ihrer Grenzen herrschen Gewalt und Misstrauen, besonders unter den Unvollendeten, jenen Bürgern, die ihren Auftrag noch nicht erhalten haben. Im Laufe des Buches nimmt West den Leser in alle vier Bezirke mit: Jethro, Gaslight, Calden und Leyton. Jedes Viertel ist eine Welt für sich und der Autorin ist es gelungen, sie alle in ihrer Einzigartigkeit zu zeigen. Die Hintergründe der Geschichte fand ich stimmig und ausreichend erklärt. Im Vordergrund stand jedoch mehr die Entwicklung der Protagonistin. Der Plot besteht aus einem einzigen Strang, der zielstrebig auf das Ende zusteuert. Auch wenn ich selten das Gefühl hatte, unbedingt erfahren zu müssen, was auf der nächsten Seite geschehen wird, brannte ich doch darauf zu erfahren, worauf alles hinauslaufen würde. Die Idee mit den Substituten (Doppelgängern), die sich gegenseitig jagen müssen, was eine Art natürliche Selektion herbeiführen soll, fand ich sehr originell und interessant. Wie sich das auf die Gesellschaft und das Leben der Individuen auswirkt, war überzeugend dargestellt. Was mich ein wenig verwirrt hat, ist, dass die für Dystopien sonst so typische Erkenntnis der Protagonistin ausbleibt. Sie ergibt sich in das System, auch wenn sie damit alles andere als glücklich ist. Was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Ich habe aber gehört, dass es eine Fortsetzung geben soll. Vielleicht ist da ja noch etwas Rebellionsmäßiges in Aussicht. Der Schreibstil zeichnet sich vor allem durch ungewöhnliche Bilder aus (z.B. werden alte Autos in einer Gasse als "ganz orange vom Rost, ausladende, städtische Sonnenuntergänge im Betondschungel" (S.134) beschrieben). Zudem fand ich die Dialoge, vor allem zwischen West und Chord, sehr gelungen. zur Protagonistin: "Ich dachte, es wäre, als würde ich in einen Spiegel blicken und mich selbst ansehen, aber so ist es nicht. Nicht ganz. Der Unterschied ist so gering wie der zwischen dem eigenen Spiegelbild, das man betrachtet, und der Art, wie andere einen sehen. Es ist, als wären beide Gesichtshälften verkehrt zusammengesetzt, so dass kein Anblick der richtige ist. Als ich sie entdecke, denke ich: So also sehen mich die anderen." (S. 173) Die Ich-Erzählerin West habe ich als sehr starken Charakter empfunden. Ihre Kaltblütigkeit zeugt von den Verlusten, die sie verkraften musste, und ihrer insgesamt schweren Vergangenheit sowie den Missständen der Gesellschaft. Ihre Bindungsängste wirkten sehr realistisch und die eher im Hintergrund stehende Liebesgeschichte authentisch. Allerdings verstehe ich nicht, warum ihr das Töten so leicht fällt und sie nur vor ihrer eigenen Doppelgängerin zurückschreckt. Außerdem hätte ich sie ohne die Altersangabe auf jeden Fall älter als fünfzehn eingeschätzt. Fazit: "Du oder ich" überzeugt durch Spannung, Einfallsreichtum, eine starke Protagonistin und einen schönen Schreibstil. Auch wenn es sich zwischendurch ein kleines bisschen zieht, hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Ich weiß nicht genau, ob es eine Fortsetzung geben wird, aber falls nicht, wäre die Botschaft eher kritisch zu betrachten. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung!

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    • 3
    Lainybelle

    Lainybelle

    03. May 2013 um 14:32
  • Trotz kleiner Macken ein totaler PAGETURNER!!!

    Du oder ich
    lostpage

    lostpage

    01. May 2013 um 19:09

    Die fünfzehnjährige West Grayer ist die Letzte aus ihrer Familie, die noch am Leben ist. Ihr Bruder Luc ist erst kürzlich gestorben und jetzt ist sie allein. Muss allein damit klarkommen, dass sie jederzeit "aktiviert" werden kann. West lebt in einer Welt, in der jeder Mensch einen Doppelgänger hat. Im Alter von 10 - 20 kann die "Aktivierung" jederzeit einsetzten. Im Klartext: Ab diesem Zeitpunkt haben die Doppelgänger genau 30 Tage Zeit, den jeweils anderen zu töten, oder beide werden nach Ablauf der Frist eliminiert. Damit soll sichergestellt werden, dass nur der Stärkere überlebt und sich der Regierung als würdig erweist. Kurz nachdem West, den Letzten aus ihrer Familie beerdigt hat, schließt sie sich den "Striker" an. Von nun an ist der Tod ihr ständiger Begleiter - sie bringt ihn! Sie tötet im Auftrag von Aktivierten, um deren Doppelgänger zu erledigen, was eigentlich streng verboten ist. Als West selber aktiviert wird, muss sie sich ihrem Doppelgänger stellen. Doch ihre antrainierte Selbstsicherheit im Umgang mit dem Töten versagt bei ihrem Duplikat. Erst als Chord, die letzte Konstante in ihrem Leben, in unmittelbarer Gefahr schwebt, muss sich West aufraffen - aufraffen und kämpfen! Ich hab die Kurzbeschreibung gelesen und war gleich Feuer und Flamme. Das hört sich spannend an - das MUSS ich lesen! Zudem ein Thriller - den hatte ich schon lange nicht mehr. Aber schnell wird klar - ich lese hier doch gerade eine Dystopie, oder? Ich hatte auf jeden Fall kein "Thriller-Feeling" in dem Sinne. Eher eine Dystopie mit Thriller-Elementen. Die Welt hat sich gewandelt und eine Regierung will die Stärksten der Stärksten aussortieren. Und da kommt die Sache mit den Doppelgängern, oder auch Substituten genannt, ins Spiel.Das Überleben des Stärkeren soll sozusagen die natürliche Auslese von den Schwachen darstellen. Ich muss gestehen, das Drumherum, was mit der Welt passiert ist, wie das System genau funktioniert, die Details, die Einzelheiten, sind mir beim Lesen nicht direkt entgegen gesprungen. Ein wenig Informationen rückt die Autorin raus, aber ich bin es gewohnt, dass die "neue" Welt in den ersten Seiten ordentlich vorgestellt wird, damit ich genau weiß, WO ich mich befinde. Hier hab ich mich gefühlt, wie ausgesetzt auf nacktem, kaltem Asphalt, in einer trüben, schaurigen Gegend - kalt und grau! Aber nach einigen Kapiteln hatte ich meinen roten Faden, meinen Grund, meinen Anreiz, meine Sucht, mein Drängen, weiterzulesen - West Grayer! Die Fünfzehnjährige ist besonders, aus dem einfachen Grund, weil sie nicht wie etwas Besonderes wirkt. Ich mochte sie nach den ersten Sekunden. Sie ist weder besonders begabt, besonders schlau, besonders auffällig oder gar besonders sympathisch. Eher kühl, distanziert, dickköpfig. Ein Charakter mit Ecken und Kanten. Ihrer "Schutzmauer" hat sich nach und nach gebildet, als ihre Familie geschrumpft ist, bis nur noch sie übrig blieb. Eine einsame Kämpferin. Ich hatte Mitleid mit ihr und hab sie gleichzeitig bewundert. Bewundert dafür, dass sie das alles aushält, auch wenn sich gelegentlich Zeichen von Schwäche zeigen. Wir erleben die Protagonistin aus der Ich-Perspektive, somit bin ich hautnah dabei. Erfahre ihre Gefühle, ihre Emotionen - bekomme alles mit! Wie sie fühlt, was sie fühlt. Ihre Furcht, die Angst vor dem was kommt. Die Welt, speziell das System um die Doppelgänger, die die Autorin in diesem Buch kreiert hat, ist was Eigenes, etwas ganz spezielles, das auf mich einen großen Anreiz ausgeübt hat. Der Kampf auf Leben und Tod, der sich auf mehrere Tage ausstrecken kann, bewirkt einen ständigen Drang, vorwärts zu kommen. Den Gegner zu finden und ihn natürlich auszuschalten, bevor man selber gefunden wird. In ständiger Alarmbereitschaft zu leben. Augen und Ohren offen zu halten. Wie kann man da verschnaufen, Energie tanken? Es kann ja überall passieren.  Die "Beziehung" zu Chord, der früher einmal Lucs bester Freund war, ist der einzige konstante Punkt in ihrem Leben. Nach ihrer Aktivierung sucht West aber erst einmal die Distanz, aus Angst er könnte durch die Doppelgängerin verletzt werden. Chord, als Nebenprotagonist, hat mir ebenfalls gefallen. Er taucht immer genau dann auf, wenn West ihn am meisten braucht, auch wenn er an ihrer Situation nichts ändern kann. Das, was sich zwischen den beiden entwickelt, wirkt in der Handlung total unaufdringlich und im Großteil der Geschichte nur ansatzweise sichtbar. Erst zum Ende hin bekommt man die wirkliche "Größe" zu Gesicht. Ich fand es schön und absolut zum Mitfühlen. Die Spannung kommt in diesem Buch nie zu kurz. Es wird blutig und hart und West wird dem Leser an einigen Stellen vielleicht sogar durch ihr Verhalten unvernünftig vorkommen. Damit beziehe ich mich vor allem auf ihr Dasein als "Striker". Zu viel verrate ich an dieser Stelle aber nicht. Somit bin ich eigentlich fast jedes Kapitel durch die Zeilen gerast und das Ende kam viel zu früh - ich hätte ewig weiterlesen können. Der Abschluss hat für mich perfekt gepasst - in jeglicher Hinsicht! Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Flüssig zu lesen und ihr Stil konnte für mich die Emotionen und Gefühle perfekt rüberbringen! Mich konnte "Du oder ich" begeistern. Auch wenn die Autorin von ihrer erschaffenen Zukunftsvision nicht viel verrät, so hat sich für mich schnell der eigentliche Kern herauskristallisiert. Auf das Drumherum konnte ich daher gerne erst einmal verzichten und mich voll und ganz auf die mitreißende und absolut spannende Handlung einlassen. Eine Protagonistin mit Ecken und Kante hat mich von der ersten Sekunde an überzeugen können und ich habe mit ihr mitgefiebert, gehofft, hab mich gefürchtet und mit ihr gemeinsam gekämpft! Daher kann ich über kleine Macken hinwegsehen und vergebe knappe 5/5 möglichen Punkten!

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  • Spannungsgeladener Thriller mit einem interessanten Kernthema

    Du oder ich
    franzi303

    franzi303

    02. April 2013 um 19:16

    Du oder deine Doppelgängerin? Wer ist klüger? Wer ist kaltblütiger? Wer drückt zuerst ab? Es gibt zwei von euch – aber nur eine wird überleben.Das Cover: Auf dem Cover zu sehen sind zwei Gesichter von einer Frau. Eins oben, eins unten. Ein Gesicht ist nach links gerichtet, eins nach rechts. Überschrieben sind die Gesichter mit dem roten Titel des Buches, ‘Du oder ich’. Ein recht passendes Cover, auch wenn das Englische mit West auf dem Cover, die eine Gasse entlangschreitet und in einer Hand eine Pistole und in der anderen ein Messer hat, besser passt. Die Geschichte: West Grayer ist fünfzehn, lebt in Kersh, einer Stadt in den USA, in einer Zukunft, die ziemlich brutal ist. Denn zwischen 10 und 20 Jahren wird bei jeder Person ein Code im Auge aktiviert, der zeigt, dass die Person ‘aktiviert’ ist. Sie muss nun ihren Doppelgänger, der genauso aussieht wie sie, und auch ein Mensch ist, nur anders aufgezogen wurde, finden und umbringen. Denn nur einer von beiden kann überleben. Für den Mord haben die Aktivierten 30 Tage Zeit, sonst werden beide Personen eleminiert. West hat bis auf ihren Bruder alle aus ihrer Familie in dieser Auslese verloren. Als Lucs bester Freund Chord aktiviert wird, begeben sich West, Luc und Chord auf die Jagd nach Chords Doppelgänger. Doch dabei geschieht ein Missgeschick und Luc stirbt. Von nun an ist alles anders. West hat zwar, wie alle anderen auch, viele Trainingseinheiten zum Überleben und Waffen bedienen absolviert, doch sie will sich ihrem Schicksal nicht einfach ergeben und schon für den Ernstfall trainieren. Also schließt sie sich einer Gruppe von Attentätern an, die sich ‘Striker’ nennen. Durch ihre Aufträge kann West sich auf den Tag vorbereiten, an dem sie aktiviert wird. Und der lässt nicht lange auf sich warten … Meine Meinung: Mit ‘Duoder ich’ hat Elsie Chapman eine neue, recht brutale Dystopie gestartet. Die Idee von zwei Doppelgängern, bei der nur der Stärkste überlebt, ist gut, aber für mich sehr brutal. Es geht jedoch nicht, wie z. B. in ‘Die Tribute von Panem’, um ein Tribut für eine frühere Tat der Vorfahren, sondern ganz einfach um die ‘Auslese’ des Schwächeren. Jeder muss seinen eigenen Doppelgänger töten, der in einer anderen Familie geboren wurde, aber genauso aussieht wie man selbst. Doch ist der Doppelgänger bzw. die Doppelgängerin anders aufgewachsen. Die Welt ist ganz anders. Die Kinder trainieren schon von Anfang an für die Tötung ihres Doppelgängers. Das ‘Board’, das wohl die Regierung darstellt, stellt die Regeln für das Töten auf. Jeder soll seinen eigenen Doppelgänger töten, doch wir erfahren, dass auch Auftragskiller den Doppelgänger töten können, auch wenn das nicht gern gesehen ist, da es ja eine Auslese des Schwächeren sein soll. Nun zu West, der Protagonistin. Zuerst einmal zeigt schon der ungewöhnliche Name, dass die Geschichte nicht in unserer Zeit spielt. West ist fünfzehn und noch sehr jung. Doch sie muss zeigen, dass sie für sich selbst sorgen und auf sich aufpassen kann. Sie ist auf sich gestellt, weil sie ihre Familie durch das System früh verloren hat. Nur ihr Bruder bleibt ihr, der durch ihre Beteiligung stirbt. Das fand ich schon ziemlich dumm von ihr. Sich in Chords Angelegenheit einzumischen … Außerdem hat sie viele Chancen, ihre Doppelgängerin zu töten, doch immer wieder zögert sie. Da macht sie doch lieber ein paar Auftragsmorde. Für mich nicht nachvollziehbar. Nun zu dem Freund ihres Bruders, Chord, der ja, laut dem Klappentext, ihre große Liebe sein soll. Das kommt in dem Buch meiner Meinung nach überhaupt nicht zur Geltung. Sie flieht, um ihm Sicherheit zu geben. Aber er hat ihrem Bruder ja ein Versprechen gegeben, dass er auf West aufpasst, und das tut er. Er ist sehr fürsorglich, was sie jedoch nicht wirklich zu schätzen weiß. Das Ende ist gut gemacht und sehr spannend. Auch wenn ich mich frage, was im zweiten Band, der auf Englisch ‘Divided’ heißen wird, noch geschehen wird. Mein Fazit: Mir hat es gefallen und ich habe das Buch fast in einem Zug durchgelesen. Und das sagt schon viel aus… Meine Bewertung: 'Du oder ich’ ist ein wirklich sehr spannender, aber auch blutiger Thriller mit einer sehr guten Kernidee und einer interessanten Hintergrundgeschichte. Mir hat es sehr gefallen, deswegen vergebe ich fünf Sterne für diesen rasanten Thriller.

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