Sie ist die Julia Engelmann Spaniens, wo sie mit ihren Gedichten und ihrem ersten Roman hohe Auflagen erreichte: Elvira Sastre. Ihre Gedichte (übersetzt von Anja Rüdiger) drehen sich um Liebe, Personal Growth, Ängste und Hoffnungen, Freundschaft und Jungsein.
Gegen all diese Themen ist nichts einzuwenden. Womit ich mich aber schwertue: dem zwar durchaus in die Tiefe gehenden, aber eher erläuternd wirkenden Ton; als wäre das Verhandelte kein Erleben, sondern ein Verfahren, eine Prozedur, die man Punkt für Punkt beschreiben könnte/muss.
Es scheint, daß viele Leute genau nach einer so gearteten Poesie suchen, zumindest kommt sie mir sehr oft unter. Gedichte, Slams und Songtexte, die einen an der Hand nehmen, erklären wie es so ist mit dem Leben, in einfachen Worten; guidance statt Geheimnis, Klarheit statt Komplexität. Aber kann man Gefühle so einfach herunterbrechen, durchdeklinieren?
Diese Gedichte stoßen, so scheint es, vor ins Leben, aber bei mir tut sich der Eindruck auf, dass sie sich eher auf eine saubere Ausdeutung zurückziehen, Chaos nur vorschützen und eigentlich Ordnung zelebrieren. Und genau in diesem Unterschied verläuft für mich der schmale Grat zwischen Poesie und Kalenderspruch. Wobei ich nicht weiss, wohin ich Sastre ordnen sollte.
Elvira Sastre
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Elvira Sastre
Die Tage ohne dich
Eines Tages werde ich mich selbst retten
Die Tage ohne dich
Neue Rezensionen zu Elvira Sastre
Im Buch, Die Tage ohne dich, geht es um zwei Liebesgeschichten.
Die Liebesgeschichte von Dora, Gaels Grossmutter, die sich in den Zeiten der zweiten Republik verliebte. Und die Liebesgeschichte von Gael, der introvertierte Bildhauer der sich in Marta verliebt.
Meine Geschichte zum Buch:
Ich habe noch nie etwas von Elvira Sastre gehört. Ich lief von der Arbeit zum Bahnhof und sah dann dieses Plakat vom Literaturfestival. Als ich dort den Titel ihres Buches las, weckte das mein Interesse. Ich kaufte also das Buch und auch die Tickets für ihre Vorlesung am Literaturfestival. Ich habe das Buch innerhalb drei Tage gelesen und war danach gespannt, auf Elvira Sastre und die Vorlesung.
Zum Buch:
Im Buch hat es zwei Protagonisten: Dora und Gael. Beide habe ich von Anfang an gemocht. Beide erzählen von ihrer Liebesgeschichte, die nicht ganz unterschiedlich voneinander sind. Die Liebesgeschichte von Dora war für mich jedoch glaubwürdiger. Womöglich lag das auch daran, dass die Stimme von Dora sehr authentisch war. Gaels Liebesgeschichte ist kurz aber sehr intensiv. Man begleitet ihn durch alle Phasen der Liebe: der Zauber der Anfänge, die intensiven Gefühle während der Beziehung und das Ende der Liebesgeschichte, sowie das vergessen der geliebten Person. Die Liebesgeschichte von Gael hat einen Anfang und ein Ende. Die Liebesgeschichte von Dora hat zwar auch ein Anfang und ein Ende, jedoch hatte ich bei ihr nicht das Gefühl, dass ihre Liebesgeschichte zu Ende war. Die Art und Weise wie Dora von der Liebe ihres Lebens erzählt und wie man sie als Leser durch diese tragische Zeit begleitet, gab mir das Gefühl, dass ihre Liebe auf ewig ist.
Das Buch ist in einem sehr schönen Stil geschrieben. Es hat wunderschöne Anekdoten und regt zum Nachdenken an.
Ich habe Elvira Sastre zum ersten Mal gelesen, was für eine schöne Art zu schreiben.
Dieses Buch ist das Schönste, was ich in letzter Zeit gelesen habe.
Zwischen zwei Verlustgeschichten führt uns die Autorin durch das Leben zweier sympathischer Protagonisten, durch die Vergangenheit und die Gegenwart und durch die Trauer, die sie beide bewältigen müssen, um weiterzukommen..
Tage ohne dich ist ein Roman über die Liebe aus der Sicht der Großmutter Dora,
einer Lehrerin aus der Zeit der Republik,
die ihrem Enkel Gael Kapitel für Kapitel ihre Liebesgeschichte erzählt.
Mit einer Sprache, die mich dazu brachte, das Buch mehrmals zu schließen, um nachzudenken.
Ein großartiges Buch
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