Elvira Stecher Drache im Ei

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Inhaltsangabe zu „Drache im Ei“ von Elvira Stecher

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  • Rezension zu "Drache im Ei" von Elvira Stecher

    Drache im Ei
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    25. February 2013 um 16:03

    „Drache im Ei“ erzählt die Geschichte von dem Mädchen Dycra, die in einem Dorf mit lauter Frauen und Kindern lebt, denn die Männer streifen durch das Land und kehren nur wenige Male im Jahr zurück. Dycra leidet seit einiger Zeit an der Knospenkrankheit von der, außer ihrer Mutter, niemand im Dorf etwas erfahren soll, da sie in der Zeit des Ausbruchs ansteckend ist. Um die Krankheitsausbrüche zu mildern, geht das Mädchen immer wieder heimlich in den Wald zur Zauberin Emeryllis um Pulver zu holen. Dycra leidet entsetzlich unter ihrer Krankheit und ihrem Anderssein. Während die anderen jungen Mädchen bei der Rückkehr der Männer um deren Aufmerksamkeit buhlen, will Dycra lieber für sich sein. Als sie eines Tages von einer der Frauen aufgrund ihrer Blässe gefragt wird ob sie krank sei, gesteht Dycra der Dorfgemeinschaft ihre Knospenkrankheit. Die Frauen reagieren verständnisvoll, doch als die zurückgekehrten Männer davon erfahren, muss sie das Dorf mitten in der Nacht verlassen und ist eine Ausgestoßene... Zu Beginn der Geschichte musste ich mich erst ein wenig an den Schreib- und Erzählstil der Autorin gewöhnen, der poetisch und sehr beschreibend auf eine eigene Art ist, doch dann bin ich völlig in die Welt von Dycra und dem Land mit den Maulwurfshügelhäusern eingetaucht. Als Leser nimmt man an der Gefühls- und Gedankenwelt von Dycra intensiv teil und lernt die gesellschaftlichen Strukturen kennen, die zwar von Männern beherrscht aber von den Frauen gelebt wird. Aufgrund ihrer Krankheit verstoßen, verfolgt man Dycras Weg zu sich selbst, in ihr Innerstes... und da kommt die Magie zum Vorschein, die in ihr ruht und nun in einer Nacht voller Gefahren und körperlicher Schwäche aus ihr hervorbricht. Für „Drache im Ei“ sollte man sich Zeit nehmen. Die Geschichte besticht nicht durch vordergründige Spannung, sondern durch ihre atmosphärische Tiefe, der Verbundenheit mit der Natur und den fein eingeflochtenen fantastischen Elementen - und nicht zuletzt durch den besonderen Schreibstil der Autorin. Ich empfehle diesen Roman vor allem LeserInnen, die sich gerne auf einen ruhigeren und atmosphärischen Fantasyroman einlassen mögen.

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