Elya C. Moss

 4,8 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf

Elya C. Moss wurde in einer kleinen Stadt am Main geboren und wuchs in einem noch kleineren Dorf in der Nähe von Frankfurt am Main auf. Ihre Kindheit war geprägt vom Wasser, vom Spielen auf der Straße und auf dem Feld und von Büchern. Schon früh begann sie, ihre Geschichten und Gedichte in Notizbüchern festzuhalten. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Lesen halfen ihr, die Universität zu meistern und in Sozialwissenschaften zu promovieren, aber etwas fehlte: die Kreativität und Fantasie. Und so begann sie, ihren ersten Roman „Die Nacht der Zeitwächter“ zu schreiben. Die Idee kam ihr, als sie sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitete, einschlief und von einer dystopischen Zukunft träumte. Den Job hat sie trotzdem bekommen und seitdem würde sie am liebsten Tag und Nacht schreiben und die leeren Seiten mit ihren Geschichten füllen.

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Neue Rezensionen zu Elya C. Moss

Für welche Welt entscheidet man sich?

Das große Finale der Elmirin Chronik ist mit diesem Band Essenz der Unsterblichkeit beendet.

Wer glaubt das dieser Band weniger Düster ist als der Vorherige, der täuscht sich gewaltig. 

Auch hier treffen wir wieder auf Minna, so wie viele der Charakteren aus den vorherigen Bänden.

Jetzt entscheidet sich für welche Welt man sich am Ende entscheidet.

Was hier noch so passiert, könnt ihr selbst nachlesen.


Der Schreibstil der Autorin Elya C. Moss ist fesselnd und spannend.

Man sollte die ersten vier Bände bereits kennen, sonst läuft man in Gefahr die Geschichte nicht zu verstehen.

Diese Reihe ist einfach nur der Wahnsinn. So viel Realität in einem Fantasybuch, das es wehtut.

Minna schließt sich genau der Vereinigung an, bei der sie Samuel überhaupt sehen möchte. Diese Menschen haben ihn als Teenager schreckliche Dinge sehen lassen, die ihn auch heute noch verfolgen. Samuel versucht den Kontakt mit Minna abzubrechen, um wenigstens nicht selbst an ihrem Tod verantwortlich zu sein. Minna ist natürlich ziemlich sauer darüber und meidet auch Samuel. Sie bleibt aber nicht lange alleine, denn Constantin verdreht ihr den Kopf. Warum ist sie dabei sich in ihn zu verlieben, obwohl doch eigentlich nur Samuel ihr Auserwählter ist?

Aber Minna bleibt nicht mehr viel Zeit. Die Welt steht kurz vor dem Untergang und Minna muss sich entscheiden. Nimmt sie den leichten Weg oder rettet sie doch mit Samuel die Menschheit? Die Entscheidung ist nicht einfach, denn es erfordert mehr als nur das Opfer der beiden Verbundenen.

Meine Bewertung: 

Minna hat mit Constantin nun zwei Kerle am Start. Für mich ist das einer zu viel. Er ist halt auch das dunkle Gegenteil von Samuel. Leider fand ich die Liebesbekundungen und das ganze Hin und Her total nervig. Insgesamt wurde aber sehr plausibel aufgeklärt, warum Minna sich so verhält. Dem ganzen wurde hier meiner Meinung nach allerdings zu viel Raum gegeben. Was ich schade fand denn das hat für mich den Verlauf der eigentlichen Geschichte etwas in den Hintergrund treten lassen. Minna hatte hier oft den Fokus auf sich ohne an das zu achten, was sie mit ihrem Verhalten auslöst. Sie hätte sich auch denken können, dass Samuel ihre Entscheidungen aufgrund seines Hintergrundes nicht verstehen wird. Hier merkt man, dass sie noch recht unreif ist. 

Aber immerhin hat sie immer mit offenen Karten gespielt und Samuel ihre Zuneigung zu Constantin nie  verheimlicht. Der arme Samuel durfte aber keine zweite Freundin haben, das hätte Minna zur Weißglut gebracht (nicht das er das jemals gemacht hätte). Ein bisschen seltsam, das sie sich das herausnehmen darf. Dabei pocht das Buch auf Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Natürlich war Minna auch in diesem Band wieder sehr unvorsichtig und hat wie in den anderen Teilen unbedacht gehandelt. Juna ist eigentlich ständig damit beschäftigt sich, um Minna zu sorgen. Ich mag sie am meisten, weil sie sich sehr treu bleibt. Trotzdem hätte ich mir gewünscht das sie noch mehr Auftritte bekommt und sich vielleicht etwas geschickter anstellt.

Auch in diesem Teil werden jede Menge schrecklicher Dinge angesprochen, die leider nur zu real sind. Doch während die ersten drei Teile sich mit definierten Verbrechern in Minnas direkter Umgebung beschäftigen, thematisiert Band 4 so viel mehr. Es geht um Tierquälerei, Misshandlung, Vergewaltigung und Kriegsverbrechen von der übelsten Sorte. Weil Minna auch überall zu Einsätzen gerufen wird, sieht sie das gesamte Ausmaß bösartiger Menschen. Mit Amina kommt auch erstmals eine fiese Frau mit ins Spiel. Weil alles so real ist, braucht man auch erstmal eine Weile um über das geschriebene nachzudenken. Elya C. Moss hat hier in ihren Büchern verarbeitet, was ihr anscheinend sehr auf der Seele lastet. Genau wie es Minna nach und nach auf ihre Seele schlägt. Hatte sie doch immer Hoffnung, die Welt zu retten. Nachdem sie sieht, wozu Menschen in der Lage sind, verliert auch sie nach und nach ihre Zuversicht. Jetzt hat die Dunkelheit leichtes Spiel Minnas Herz zu erobern, aber da ist auch noch die starke Liebe zu den Menschen sie sie unterstützen. Der Band ist so dunkel wie sein Cover.
Band 4 endet super krass, ich weiß echt nicht, was jetzt noch in Band 5 kommt. Ein paar Dinge sind noch offen geblieben und warten darauf beantwortet zu werden. Die Spannung ist jedenfalls da und die Story ist so unvorhersehbar wie Minna selbst.

Fazit: 

Leider konnte mich der vierte Band nicht ganz abholen. Stellenweise war er zu langatmig und die komplizierte Lovestory hat mich oft vergessen lassen, worum es in dem Buch wirklich geht. Atmosphärisch konnte mich das Buch allerdings sehr beeindrucken, auch wenn man oft wegen der Handlung doch schlucken muss. Band 4 ist provozierend und aufwühlend. 

Dritter Teil des großen Elmirin-Epos von Elya C. Moss ist in der ersten Hälfte der schwächste Teil der bisherigen Reihe und entwickelt sich dann in der zweiten Hälfte zu dem bisherigen Highlight!


Dritter Teil des großen Elmirin-Epos von Elya C. Moss ist in der ersten Hälfte der schwächste Teil der bisherigen Reihe und entwickelt sich dann in der zweiten Hälfte zu dem bisherigen Highlight!

 

 

Die fünfteilige Reihe wird von Band zu Band düsterer und auch länger, das hat zur Folge, dass ich manche Passagen als zu lang empfunden habe, aber auch dazu, dass mir die Reihe immer besser gefällt! Wir tauchen ein in die möglichst spoilerfreie Rezension, was super schwer fällt, da ich auch versuche, die ersten beiden Teile nicht zu spoilern.

 

Minna und Juna sind mittlerweile Studentinnen und auf dem Weg in die Sophia-Intarus Hochschule für Magie, als sie auf Zofia treffen, einer Frau, die aus einem ganz anderen Grund in die gleiche Richtung fährt. Dort angekommen macht Minna nicht nur Bekanntschaft mit neuen Freund*innen, einem Professor, den sie noch von früher kennt, und dem mysteriösen Schattenmann, der ihr eine einfache Lösung anbietet, sondern das Schicksal von Zofia lässt sie nicht los. Sie riskiert fast alles, um der anderen Frau zu helfen.

 

Zugegebenerweise empfand ich die erste Hälfte des Buches häufig als etwas zäh geschrieben. Bis alle Figuren an ihrem Ort sind, neue Freundschaften geschlossen sind und die Richtung des Plots feststeht, dauert es etwas. Es hat sich jedoch gelohnt, hier etwas Durchhaltevermögen zu beweisen, denn ab der Hälfte sind mir die Nebenfiguren ans Herz gewachsen, die Richtung klar, und der Spannungsbogen aufgespannt. Jedes der Elmirin-Chroniken haben ihr eigenes kleines Abenteuer (wenn man die Geschichte um Zofia als das bezeichnen möchte), einen eigenen Schauplatz und eine abgeschlossene Geschichte, trotzdem sind die Bände streng chronologisch. Es wird auch auf vorhergehende Bände zurückgegriffen und Personen von früher werden erwähnt und tauchen auch wieder auf. Die Handlung ist also ziemlich komplex - was mir aber durchaus sehr gefällt!

 





Das Cover ist blau-grau gehalten. Wir blicken in eine nebelverhangene Fjordlandschaft mit hohen Bergen und Wasser. Es regnet stark und eine kleine Elfe (die im Buch nicht die größte Rolle einnimmt) schwebt über dem Wasser. Ihr Kleid scheint aus Blitzen gefertigt zu sein. Es ist von allen fünf Covern neben dem von Band 5 mein Lieblingscover!

 

Die Hauptperson Minna wird logisch weiter entwickelt. Sie hat immer noch ihren kleinen Sturkopf, den sie schon immer hatte und den auch Traudel ihr nicht aberziehen konnte, und eine unglaubliche Willenskraft, die sie dort, wo sie eigentlich herkommt, auch dringend braucht. Sie ist aber erwachsener, reifer und mir gefällt ihr tiefer Gerechtigkeitssinn. Ihr geht es besser, sie lacht und genießt die Zeit mit ihren Mitstudierenden, aber die vergangenen Wunden haben doch Narben hinterlassen. Sie ist für mich eine sehr glaubhafte, stark geschriebene Frauenfigur. Die Elmirin Reihe lebt auch von ihrem tiefgründigen Charakter und der Entwicklung, die die junge Frau bereits gemacht hat.

 

Die Nebenfiguren haben mir dieses Mal ebenfalls sehr gefallen. Die Freundschaft zu Juna ist sehr liebevoll geschrieben, die Liebesgeschichte zu Samuel sehr süß und voller gegenseitiger Akzeptanz, und die Studierenden um Minna und Juna sehr wärmend für den doch teilweise sehr harten Stoff, der im Buch verarbeitet wird. Ich habe sowohl die Szenen zwischen Minna und Samuel sehr genossen, aber es auch geliebt, den Internatsalltag von Minna und Juna mit ihren Freund*innen zu verfolgen. Die Clique ist sehr divers, was mir sehr gefallen hat. Unterschiedliche Herkünfte und unterschiedliche Sexualitäten werden unaufgeregt akzeptiert und von der Autorin selbstverständlich eingebunden. 

 





Der Roman ist aus der dritten Perspektive geschrieben und wechselt die Perspektive oft. Ich hätte es vielleicht bevorzugt, wenn wir nur Minnas Perspektive einnehmen, um mehr in ihre Wahrnehmung einzutauchen und die der Nebenfiguren nur durch ihre Augen erfahren, aber insgesamt finde ich es cool, dass diese Reihe auf die Ich-Perspektive verzichtet (nicht, weil diese schlechter ist, sondern weil diese in den letzten Jahren sehr häufig verwendet wird).

 

Wie wir es von Elya C. Moss gewohnt sind, schwingt in dem Roman viel Gesellschaftskritik mit und auch in diesem hier widmen wir uns einem Thema, über das ich bisher noch nicht viel gelesen habe, das aber unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient: Menschenhandel, Prostitution von Frauen und sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Teilweise ist das sehr hart geschrieben und das, was wir da zusammen mit Minna und Juna erleben, schwer zu ertragen - aber ich bin wie gesagt der Meinung, dass wir dennoch über den ganzen Themenkomplex Prostitution viel häufiger reden müssten.

 

Was mir auch gefallen hat, war die Tatsache, dass Menschen nicht einfach böse oder gut sind, sondern böse Dinge tun, manche auch aus Gründen, die vielleicht nachvollziehbar sind. Zum Beispiel ist hier auch sehr stark, als Minna in ein Gefängnis geht und dort mit Personen redet, die in der Handlung zuvor antagonistisch aufgetreten sind und deren Motivation nun fassbarer für Minna werden. Keine Entschuldigung, aber eine Erklärung. 

 

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gefallen und ich halte es auch für das stärkste der Reihe, die enorme Länge war für mich aber schon eine Herausforderung. Das ist eine ganz persönliche Meinung, ich weiß, dass es viele Lesende gibt, die genau das lieben werden. 

 

Der dritte Teil der Elmirin-Chroniken erhält meine voller Empfehlung. Für Lesende, die die Reihe jedoch noch nicht kennen, empfehle ich ganz dringend den ersten Teil zu lesen: Die Nacht der Zeitwächter. Es ist wirklich wichtig, Minna von klein auf kennenzulernen und ihre Herkunft zu verstehen, außerdem sind viele Figuren wiederkehrend. Auch den ersten (sowie den zweiten) Teil habe ich rezensiert. Die Rezensionen können auf meiner Homepage nachgelesen werden.

 

Ich freue mich auf die weiteren zwei Bände und bin sehr gespannt, wie es mit Minna weitergeht. Sie hat bereits zum Ende des dritten Band neue Pfade eingeschlagen und das macht richtig Lust auf den vierten Band.


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