Elyseo da Silva

 4.4 Sterne bei 11 Bewertungen
Elyseo da Silva

Lebenslauf von Elyseo da Silva

Elyseo da Silva, geboren 1976 in Erlangen, studierte Literatur und Philosophie und absolvierte eine Ausbildung zum Übersetzer und Dolmetscher für Spanisch. Später arbeitete er viele Jahre als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache. Dennoch verlor er nie sein größtes Ziel aus den Augen: das Schreiben. Damit aber war für da Silva seit jeher vor allem eines aufs Engste verflochten: das Verstehen. Seine Neugier auf die Vielfalt des Lebens führte ihn in zahlreiche Länder der Erde (Kanada, Indien, Mexiko, den Iran und den Kaukasus, um nur einige Beispiele zu nennen). Vor dem Hintergrund dieser verschiedenen Kulissen entstanden auch weite Teile seines Erstlingswerks „Mosaik der verlorenen Zeit“. Bereits im Jahre 2003 führte ihn eine seiner ersten Reisen nach Guatemala, wo er mehrere Monate in einer kleinen Hütte ohne Wasser und Strom am Lago de Atitlán lebte und die dortigen Menschen und Gebräuche kennen lernen durfte. Unter dem Titel „Elyseos Welt“ betreibt er einen Blog, wo er dem Leser nicht nur die Möglichkeit bietet, ihm bei seinen Erkundungen jeglicher Couleur über die Schulter zu schauen, sondern zugleich immer wieder zu gesellschaftlich-politischen Themen Stellung bezieht und auch Menschliches, Allzumenschliches nicht ausspart. Elyseo da Silva lebt und schreibt in Köln und Lissabon. Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Roman. Das „Mosaik der verlorenen Zeit“ ist sein Romandebüt.

Alle Bücher von Elyseo da Silva

Mosaik der verlorenen Zeit

Mosaik der verlorenen Zeit

 (11)
Erschienen am 27.02.2016
Mosaik der verlorenen Zeit

Mosaik der verlorenen Zeit

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Erschienen am 07.06.2016

Neue Rezensionen zu Elyseo da Silva

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Rezension zu "Mosaik der verlorenen Zeit" von Elyseo da Silva

Mosaik-Erzählung
Janna_KeJasBlogvor 4 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Einen besseren Titel hätte der Autor für sein Buch nicht nehmen können und so habe ich das Wort „Mosaik“ auch für meine Überschrift gewählt. Erzählung trifft es nicht wirklich und ist doch passend. Es ist ein Roman, welcher verschiedene Ereignisse und Protagonist*innen skizziert, aber auch ein Teil Erzählung ist. Klingt kompliziert, vielleicht, ist es aber überhaupt nicht! Je mehr ich las, desto mehr tauchte ich in diese Geschichte ein.

Während ich besonders bei den Abschnitten von Julián und Kyriel bei manchen Formulierungen stolperte, umso mehr wurde ich von den anderen Abschnitten gefangen genommen! Somit Kritik auf hohem Niveau. Immer wieder muss Julián für Kyriel übersetzen und die aufmerksamen Leser*innen stellen schnell fest, dass besonders zum Ende hin erst auf diese Feinheit geachtet wurde. Dafür aber überzeugt Juliáns Mutter Lola auf ganzer Linie. Der Autor hat ihr einen passenden Akzent verliehen, um der Geschichte auch in diesen Abschnitten einen besonderen Flair und Glaubwürdigkeit zu verpassen. Natürlich wird dies mit verschiedenen Kürzeln und Wörtern des spanischen innerhalb anderer Konversationen ebenfalls unterstrichen, doch manchmal stolperte ich eher darüber. Ich wusste nicht recht, ob die Protagonist*innen nur für das Wort auf die Sprache zurückgreifen oder sich grundlegend spanisch unterhalten und einzelne Worte etwas hervorheben sollten. Dies mag vielen vielleicht nicht auffallen, ich jedoch hielt ein paar Mal inne – warum mir dies manchmal stark auffiel und manchmal gar nicht, weiß ich nicht recht und es ist für mich persönlich, wenn ich das Buch im Ganzen betrachtet, nur ein kleiner Kritikpunkt – und wie schon erwähnt auf hohem Niveau.

Ich bin so ein- und abgetaucht in die politischen Ereignisse Guatemalas und der Rebellion, dem Kult der Mayas, das ich überhaupt nicht mehr daran dachte, gewisse Zitat zu notieren. Und es wäre auch kaum machbar gewesen! So wundervoll einige Sätze sind, so sehr wären sie aus ihrem Kontext gerissen wurden. Und doch habe ich eines, das dem Buch gerecht wird, ohne Zusammenhang verstanden werden kann:

"So ist das mit den Erinnerungen, nicht wahr? Sie erzählen uns die Geschichte unseres Lebens. Wir erzählen uns diese Geschichte."
(97% des eBooks, Kapitel 64)

Denn genau das ist diese Geschichte. Sie ist eine Erinnerung an die Mayas, an ihren Widerstandskampf, eine Kultur die für Viele heute nur eine Randnotiz ist, ein Volk das vor Jahrhunderten ihre große Zeit hatte. Und es ist noch vielmehr! Es sind nicht nur die politischen Ereignisse oder die Mayas. Es ist eine Suche nach sich selbst, vereint mit vielen Themen wie Liebe, Selbstzweifel, Sexualität, Vergänglichkeit. Ich kann den Roman kaum zusammenfassen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Ich kann ihn Euch nur ans Leseherz legen, auch wenn die Vielfalt an Themen groß erscheinen mag, so erschlägt sie nicht. Wundervoll miteinander verwoben und in den Rahmen des Buches eingearbeitet!

Mehrere Handlungsstränge und Protagonist*innen, bei denen der Zusammenhang nicht direkt zu Beginn greifbar ist, sondern sich nach und nach zusammensetzt. Viele kleine Einzelteile, die im weiteren Verlauf ein Gesamtbild schaffen, eben genauso wie beim Zusammensetzen eines Mosaikbildes! Ein Feuertraum und das Ende eines Lebens sind der Anfang dieser Geschichte, viele Fragen ohne eine einzige Antwort.

Immer wieder baut der Autor Elyseo da Silva wahre Ereignisse der damaligen Zeit in Guatemala ein. Fußnoten und Zeitungsartikel schaffen den Leser*innen Einblicke ohne dabei die zu überfordern, die sich mit der Widerstandsbewegung der Guerilleros bis dato nicht auseinandergesetzt oder befasst haben. Eine gelungene Zusammenführung von Realität und Fiktion. Auch wenn der Autor diese Artikel innerhalb der Geschichte selbst formuliert hat, basieren sie auf wahren Ereignissen.
600 Seiten umfasst die Printausgabe und ich bin kaum in der Lage eine umfassende Rezension zu schreiben. Nicht nur wegen der Befürchtung ausversehen etwas vorwegzunehmen, vielmehr müsste ich das Mosaik wieder in seine Einzelteile legen und es würde am Ende vielleicht ein falsches Bild entstehen … Die Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt, mit den unterschiedlichsten Protagonist*innen und ihren Lebens- und Leidensgeschichten. Und doch kann kaum eine davon einzeln betrachtet werden, da sie sich am Ende zu einer einzigen zusammenfügen.

Da sind Pascal und Kyriel, beide verlieren dieselbe Frau ihres Lebens.
Julián der ohne Vater aufwuchs und von seinem Erbe heimgesucht wird. Gemeinsam mit Kyriel begibt er sich auf die Reise seines Lebens. Auch Pascal sucht Antworten und entdeckt dabei eine ganz andere Laura, als die, die er liebte. Laura selbst, ihr Leben wird nach und nach von Pascal zusammengesetzt. Briefe die nach einem Freund schreien und eine Familie der Mayas, die über Generationen von ihren Erfahrungen berichten.

Wie zu Beginn, holperte ich ein wenig im Lesefluss der beiden Protas Julián und Kyriel, aber dies verflüchtigte sich mit der Zeit. Dennoch war ich mir nicht gänzlich sicher, ob ich Kritik übe oder doch vollends begeistert bin. Aber der Autor hat mich überzeugt, mit seinem ganz eigenen Flair, mit seiner recherche und mit einer Geschichte die so nicht häufig zu finden ist. Und er hat mich berührt! Nicht nur das ich mitfühlte, am Ende bekam ich Gänsehaut! Wenn ein Tränchen läuft, dann wurde beim Schreiben alles richtig gemacht!


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ManuelWagns avatar

Rezension zu "Mosaik der verlorenen Zeit" von Elyseo da Silva

Lesen! Es ist keine verlorene Zeit.
ManuelWagnvor einem Jahr

Schon nach den ersten Seiten erinnerte mich 'Mosaik der verlorenen Zeit' an David Mitchells 'Cloud Atlas'. Deshalb fand ich es später nicht überraschend, ein Zitat genau dieses Autors in Elyseo da Silvas Roman zu finden.

Die Geschichten sind ähnlich durch Raum und Zeit verwoben und dennoch empfand ich 'Mosaik der verlorenen Zeit' wesentlich eingängiger zu lesen, ohne dass ich es als trivial empfunden hätte. Dazu muss gesagt werden, dass es das Erstlingswerk eines Self-Publishers ist und es sich dabei nicht um ein Verlagswerk handelt. Das ist im besten Sinne erstaunlich, denn weder sprachlich, inhaltlich noch von der Anzahl der Fehler, muss sich dieser Roman hinter Verlagswerken verstecken.

Es werden verschiedene Handlungsstränge vorgestellt, die sich immer wieder abwechseln, so dass das Lesen stets kurzweilig bleibt. Sobald eine Geschichte genug Spannung aufgebaut hat, beginnt ein neues Kapitel mit einem anderen Handlungsstrang beziehungsweise wird ein vorheriger Handlungsstrang wieder fortgeführt. Am Anfang wirken die Geschichten nur geringfügig verwoben. Mit der Zeit offenbaren die einzelnen Steinchen der Geschichte immer mehr vom Gesamtbild. Erst gegen Ende des Buches bilden sie ein fertiges Mosaik.

Ich bin kein Fan davon, in den Inhalt einzusteigen, weil ich nicht gerne spoilere. Objektiv ist dieses Buch ein ganz klares Fünf-Sterne-Buch. Die meisten Sätze sind ein Genuss. Hier ist kein ein banaler Autor zu Gange. Hier schreibt ein ausgezeichneter Schriftsteller.

Einzig problematisch war manchmal die zuweilen schwermütige Stimmung, weil ich mich sehr stark in die Geschichten und die Gedanken reinziehen lasse. Viele der schwermütigen Gedanken der Figuren hat man bestimmt schon einmal gedacht, aber wahrscheinlich selten in dieser Präzision. Aus meiner subjektiven Sicht hätten der Geschichte ein paar leichtere Momente ganz gut getan.

Ab und zu hätte ich mir vielleicht noch die eine oder andere originellere Überraschung vorstellen können, aber das stört quasi nicht, weil die Geschichten einfach schön erzählt sind und das Bekannte in diesem Fall sehr reizvoll ist. Das spricht für die hohe Qualität des Romans, denn wenn einen Geschichten wirklich gut unterhalten, die einem aus dem Alltag oder aus anderen Geschichten bekannt vorkommen, dann spricht das eindeutig für den Autoren.

Eine Teil des Mosaiks ist auf jeden Fall originell, denn wer kennt schon Guatemala? Auch wenn es zunächst gewöhnungsbedürftig war, sich die vielen guatemaltekischen Namen zu merken, war es äußerst interessant in diesen Teil der Erde, mit seinen liebenswerten Menschen und der bewegten Historie einzutauchen.

Man spürt in den meisten Zeilen die Arbeit, die in diesem Werk steckt. Hier hat kein Autor mal so spontan vor sich hingeschrieben. Man spürt die unglaubliche Energie, die in jeder Seite steckt.

Ich würde die Wertung zweiteilen. Nach objektiven Kriterien ist es ganz klar ein 5-Sterne Buch. Da kann ich keinen Stern abziehen. Schwieriger ist es nach der subjektiven Einschätzung, also was mir persönlich als Leser gefällt. Ich liebe gut geschriebene Texte. Schwermut und Nachdenklichkeit waren mir manchmal etwas zu viel, gefesselt hat mich der Roman trotzdem oder sogar gerade deswegen. Nichtsdestotrotz liegt meine subjektive Bewertung der Geschichte bei 4-4,5 Sternen. Wegen dem ausgezeichneten Handwerk ergibt sich für den Roman natürlich noch immer eine 5-Sterne-Bewertung.

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KKahawas avatar

Rezension zu "Mosaik der verlorenen Zeit" von Elyseo da Silva

Ich will zurück – Mosaik der verlorenen Zeit
KKahawavor einem Jahr

Ich mache es so, wie es Pascal, Julián, Kyriel und Yoyotli an den entsprechenden Stellen im Buch getan haben: Ich beginne mit dem Schluss.

Und der hinterlässt mich als Leser nach einigen vielen Minuten Löcher-in-die-Luft-Starren mit dem Gefühl, zurückzuwollen.

Das Lesen war für mich wie ein ausgedehnter Urlaub, bei dem man sich jedes Mal gefreut hat, wie viel Zeit vor einem liegt. Doch kaum sind die Seiten vorüber, weiß man nichts mehr mit sich anzufangen, mindestens für ... in meinem Fall jetzt 36 Minuten.

Aber das Leben geht weiter. Trotzdem will ich zurück nach Guatemala und mehr erleben, mehr erfahren. Jedes Wort in diesem Buch erscheint mir so verdammt wahr, dass es im Nachhinein wehtut. Es ist dieses Wehtun, das man empfindet, wenn man etwas Bedeutsames und Erfüllendes erlebt hat, aber weiß, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann.

 

Aber kommen wir zur eigentlichen Rezension vom Mosaik der verlorenen Zeit.

 

Warum ich keine volle Punktzahl geben kann

Und da will ich gleich zum Negativen kommen, denn ich konnte und wollte dem Buch keine fünf Sterne geben. Das fühlt sich fast schon wie Fremdgehen an, hat mich das Buch doch so sehr mitgenommen und überzeugt. Aber ich kann nicht anders, als meinen Mecker-Punkten ein entsprechendes Gewicht einzuräumen.

Das Mosaik der verlorenen Zeit als Taschenbuch selbst ist unheimlich unhandlich. Der Abstand vom Text zum Seitenrand ist so gering, dass mir immer ein Finger im Weg ist und ich Probleme beim Lesen hatte. Es lässt sich auch aufgrund der 600 Seiten nicht mal eben mit einer Hand lesen und als Lektüre im Bett ist es deutlich schwieriger zu lesen, als als Buch für unterwegs in Bus und Bahn. Daher habe ich auch geschlagene sieben Monate gebraucht, um immer wieder Zeit für das Mosaik zu finden.

Auch der Klappentext stört mich im Nachhinein noch mehr, als er es nach hundert Seiten schon getan hat. Die Fragen, die der beschreibende Text aufwirft, werden beantwortet und der Leser kann alles entdecken, was der Text verspricht, aber der Text verspricht einfach zu wenig. Das Symbol auf dem Felsen, die weiße Hand, die der Autor hinten auf dem Buch spoilert, raubt meiner Meinung nach Platz für eine treffendere Beschreibung, die mehr vom relevanteren Teil des Inhalts verrät. Ich möchte die Geschichte nicht spoilern, führe hier also nicht auf, welche Variante des Klappentextes ich treffender gefunden hätte.

Ab etwa Seite 197 hatte ich ein kleines Tief mit dem Mosaik der verlorenen Zeit. Alles fühlte sich gezogen an und als würden die Handlungen zerfasern. Mir fehlten in den folgenden 50 - 80 Seiten die Hinweise, die den Leser bei Laune halten und rätseln, denken und lieben lassen. Da Silva holt dies im letzten Teil des Buches nach und merzt diese kleine Schwäche vollkommen aus. Die Geschichte um Don Pedro herum war mir ebenfalls etwas zu schmal, da wollte ich mehr, da musste man ein bisschen zu viel selbst schlussfolgern. Auch gibt es einen Handlungsstrang zwischen den Zeilen, der nicht aufgelöst wird und nur angedeutet wird. Ohne zu spoilern kann ich nicht sagen, worum es sich hierbei handelt. Aber eines sei hier gesagt: Das Mosaik selbst setzt sich zusammen ;)

Auch hätte ich mir gewünscht, dass die Briefe an Godot irgendwie noch aufgelöst würden. Klar, Godot ist derjenige, auf den man wartet und der nicht kommt. Aber die Vermutungen, die ich angestellt habe, konnten sich weder bewahrheiten, noch wurden sie verneint. Spekulieren ist gut, und offene Handlungsstränge sind nicht verboten. Aber in Kombination mit dem mir wenigersagenden Klappentext, dem unhantlichen Seitenrand (ich gebe zu, er begründet 80 % meines Stern-Abzugs!) und dem Handlungs-Zerfaser-Tief ziehe ich hierfür einen Stern ab.

 

Was Menschen meistens im Kopf bleibt, ist das, was zum Schluss gesagt wird. Also möchte ich jetzt auf das Positive eingehen. Und davon gibt es eine Menge.

 

Ein Schreibstil fast in Perfektion

Der Schreibstil von Elyseo da Silva ist höchst professionell. Man könnte meinen, man hielte einen Roman eines Bestsellerautors in der Hand, der seinen dreißigsten Roman formuliert – wie so ein geübter Profi eben. Dass es sich beim Mosaik der verlorenen Zeit um einen Debütroman handelt, liest man in keiner einzigen Formulierung heraus. An dieser Stelle Hut ab vor diesem grandiosen Stil, der gleichzeitig prägnant und leicht zu lesen ist.

Übrigens: Wer Spaß am Vergleichen meiner Schreibstil-Einschätzungen hat, kann sich gerne Kapitel 7 und Kapitel 59 vergleichen. Kapitel 7 empfinde ich als eine schriftstellerische Perle der Perfektion, Kapitel 59 machte mich glücklich, als ich mit Kapitel 60 beginnen konnte.

"Mit kühlen Fingern tastete eine Brise nach ihr." S. 273

"Mit einem Mal zerrissen Donnerschläge die Luft." S. 240

"Das letzte Licht der des Tages verglomm über den Hausdächern" S. 339

"Sein Blick folgte den Rauchschwaden, die ihre Reise ins Nichts antraten" S. 15

Solche romantisch gemalten Beschreibungen ziehen sich durch das gesamte Buch. Sie geben immer wieder Halt in der aufregenden Handlung der vier (oder fünf? Ich habe nie gezählt) verschiedenen Handlungssträngen, ohne dass ich als Leser aufgehalten werde oder es als unpassend empfinde. Insgesamt bedient sich der Autor immer wieder einer etwas älteren Sprache und schreibt nie, ohne jeden Absatz mit Besonderem zu schmücken. Dass er das über fast 600 Seiten durchzieht und mir damit an keiner Stelle auf den Keks ging oder dies unauthentisch rüberbrachte, ist genial.

Die Geschichte hat mich bewegt und lässt mich das Thema "Loslassen", das in meinem Leben schon oft eine entscheidende Bedeutung eingenommen hat, mit anderen Augen sehen. Ich konnte mich super mit Kyriel identifizieren, da wir sehr viel gemeinsam haben. Auch die Entscheidungen von Julián, Pascal, Simon und Laura waren zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar und so, als gäbe es keine Alternative.

 

Danke, dass es das Mosaik der verlorenen Zeit gibt!

Und das ist es auch, was ich mit dieser Rezension ausdrücken will: Es gibt keine Alternative. Das Mosaik der verlorenen Zeit ist hermetisch. So sehr in sich geschlossen und durch eine solch natürliche Entwicklung beim Schreiben entstanden, dass die Geschichte nicht anders wahr sein kann. Es fühlt sich an, als wäre alles wahr und als könnte ich die Geschichte nur noch als Erinnerung für mich behalten. Dabei ist sie bis auf die geschichtlich recherchierten Daten fiktiv!

Lieber Elyseo: Danke, vielen Dank für das Mosaik der verlorenen Zeit! Es ist ein wirklich tolles Werk. Danke, dass ich diese Reise miterleben durfte und dass du weiterschreibst. Ich freue mich auf alles, was deiner Feder in Zukunft entspringt und lasse mich von deinen Figuren jederzeit wieder entführen.

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Gespräche aus der Community

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ElyseoDaSilvas avatar

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Ich möchte Dich einladen, mit meinen Freunden Julián, Kyriel, Pascal, Laura und Yoyo auf die Reise zu gehen. Eine Reise zu verschiedenen Orten dieser Welt, eine Reise durch Europa, aber auch nach Guatemala, wo ein grausames Militärregime Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt.

Zugleich ist das Mosaik der verlorenen Zeit jedoch auch eine Reise auf den Spuren der Vergangenheit, eine Reise auf der Suche nach dem eigenen Ich und den eigenen Werten.

Jeder meiner Freunde hat sich mit Verlusten auseinanderzusetzen, zum Teil solchen, wie auch Du sie bereits erlebt haben dürftest, zum Teil welchen, von denen ich hoffe, sie mögen Dir in Deinem Leben erspart bleiben. Was meine Freunde eint, ist die Sehnsucht danach, zusammenfügen, was zu Bruch gegangen ist. Ob und – falls ja – wie ihnen das gelingt, davon erzählt das Mosaik der verlorenen Zeit.

 

Das Mosaik der verlorenen Zeit ist mein Romandebüt.

Sieben Jahre lang habe ich an diesem Roman geschrieben, recherchiert, ihn umgeschrieben und neu geschrieben, sodass er letztlich in seiner jetzigen Form vor Dir liegt. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie wichtig es nun für mich ist, von Deinen Eindrücken und Gedanken zu erfahren. Ich freue mich auf einen regen Austausch!

Wenn Du vorab mehr zum Inhalt erfahren möchtest, schau doch einfach auf der Website zum Roman - www.mosaikderverlorenenzeit.de - vorbei oder schnupper in die Leseproben auf amazon, Thalia o.Ä..


Du hast Lust, auf diese Reise zu gehen? Dann beantworte bitte die folgende Frage:

Welches Gefühl suchst Du, wenn Du einen Roman liest?

 

Unter allen Teilnehmern verlose ich 20 e-book-Versionen des Mosaik der verlorenen Zeit (in den Formaten mobi - für den Kindle – oder epub – für tolino, Tablet oder andere e-reader).


Ich freue mich auf Deine Bewerbung!


Dein Elyseo da Silva

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Elyseo da Silva wurde am 04. März 1976 in Erlangen (Deutschland) geboren.

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