Emile Zola Emile Zola : Die Eroberung von Plassans

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Inhaltsangabe zu „Emile Zola : Die Eroberung von Plassans“ von Emile Zola

Jaja, die Hinterhältigkeit des Klerus und deren verächtliche Machenschaften den vertrauensvollen braven Seelen gegenüber!

— Phil_Skurril
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    Emile Zola : Die Eroberung von Plassans

    sKnaerzle

    23. April 2014 um 21:42

    Im Haus des Kleinbürgers Mouret in der Provinzstadt Plassans mietet sich der verarmte Priester Abbé Faujas ein. In Wahrheit kommt er im Auftrag einer "gewissen hochgestellten Persönlichkeit" um Plassans zu erobern, denn der Ort hat nach dem Staatsstreich Louis Bonaparts nie den offiziellen Parlamentsabgeordneten gewählt, sondern die Konservativen und die Republikaner haben aus Protest gegen das Regime gemeinsam einen völlig unpolitischen Marquis gewählt. Was jetzt beginnt, sind zwei Intrigen, eine politische, eine private. Die politische beginnt damit, wie der Abbe gegen viele Widerstände im Ort Fuß fasst, Schritt für Schritt an Einfluss gewinnt und am Ende die Wahl eines angeblich neutralen Kandidaten durchsetzt, der dann aber stets mit der Regierung stimmt. Kleiner Tipp: am Anfang erklärt Mouret dem Abbé, welche Personen sich in der Unterpräfektur treffen (das sind die Bonapartisten) und welche bei dem anderen Nachbarn (das sind die konservativen Königstreuen). An dieser Stelle sofort mitschreiben, wer zu welcher Partei gehört! Zola gibt sich später nicht mehr mit Personencharakterisierungen ab, es treten ein Haufen Leute auf, die man aber kaum von einander unterscheiden kann und wenn man sie nicht gleich in die richtige Schublade steckt, kann man das später nie wieder. Obwohl Zola sehr bitter über eine Diktatur schreibt, die sich ein demokratisches Mäntelchen gibt, ist diese politische Intrige insgesamt eher langweilig. Gleichzeitig manipulieren Abbé Faujas samt Mutter, Schwester und Schwager auch die Familie Mouret. Die Ehefrau wird fromm bis zum Wahnsinn und wendet sich von ihrem Mann ab, die Kinder werden nach und nach aus dem Haus geschickt, der Mann vertrieben... Faujas und Anhang leben wie die Maden im Speck! Aber unrecht Gut gedeihet nicht und es kommt zum großen Showdown! Und leider siegt am Ende nicht wirklich das Gute, sondern die Oberintriganten Rougon sind mächtiger als je. Auch die private Intrige ist manchmal etwas lang und die Art, wie Mouret klein beigibt, erscheint mir unrealistisch, aber am Schluss, wenn der Kampf gegen Faujas beginnt, wird es richtig spannend!

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  • Rezension zu "Emile Zola : Die Eroberung von Plassans" von Emile Zola

    Emile Zola : Die Eroberung von Plassans

    Maximilian_Schlesier

    - trotz wie immer großer Bildgewalt langwierige Geschichte mit dafür umso großartigerem Ende

    • 2
  • Rezension zu "Emile Zola : Die Eroberung von Plassans" von Emile Zola

    Emile Zola : Die Eroberung von Plassans

    hanna_lorelei

    12. February 2012 um 22:54

    Die Eroberung von Plassans ist eine gelungene - leicht satirische/ironische - Geschichte, welche die Machtkämpfe der Politik einer Kleinstadt darstellt. Wer kommt wie zu Macht und wie geht er mit erhaltener Macht um? Dabei vergisst Zola nicht, dass auch das Familiendrama der Rougan-Marquarts erwähnt werden muss und stellt auf wunderbarer Weise über die Veranlagung/vererbung psychischer Krankheiten paraleelen zum ersten Werk der Reihe her. Für mich das bisher schönste Werk der Reihe - Kritik an Religion und Politikgefüge und dann noch die Betrachtung der Entwicklung vereberter Nervenkrankheiten in einer Familie, wo Cousin und Cousine heiraten, die (leider?) beide Großmutters labile Psyche erbten - ganz großes Kino :)

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