Was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?
Ich freue mich tatsächlich über jegliches Feedback, sei es der direkte Austausch während der Leserunden hier bei Lovelybooks, aber natürlich auch über Rezensionen, die meistens sehr ausführlich ausfallen. Allerdings bin ich immer sehr gerührt, wenn Leser mich persönlich anschreiben und sich für die Geschichte bedanken. Das ist so großartig, weil sich diese Person die Mühe gemacht hat, mir eine liebe Email zu senden. Ich denke, das ist nicht selbstverständlich.
Wann kommen dir die besten Ideen?
Ich war schon immer ein Tagträumer und meine Gedanken wandern ständig in meiner selbsterschaffen Welt umher. Die besten Ideen entstehen bei schöner Musik, die mich inspiriert. Die meiste Zeit sieht man mich mit Kopfhörern in den Ohren. Gerne lasse ich mich auch während des Schreibens treiben und übergebe das Zepter an meine Protagonisten, um dann anschließend das Chaos wieder zu beseitigen.
Welche Musik hörst du gerne beim Schreiben?
Bereits als Kind entdeckte ich meine große Liebe für instrumentale Filmmusik, die bis heute anhält. Als ich damals zum allerersten Mal den Soundtrack zu „E.T. – Der Außerirdische“ von John Williams hörte, war ich fasziniert, welch starke Emotionen diese Art von Musik in mir auslöste. Ich denke dabei allerdings niemals an den jeweiligen Film. Gedanklich erschaffe ich neue Szenerien, die ich dann zu Papier bringe.
Hast du ein Lieblingswort?
Die deutsche Sprache verfügt über so viele wunderschöne Wörter, dass es wirklich schwer ist, irgendeins zu favorisieren. Ich mag aber die Schätze aus den Grimmschen Erzählungen. Goldschön, Mondscheinschimmer oder Schlitterschlatter. Letzteres habe ich auch in der Morgan-Saga verwendet. Meine amerikanische Protagonistin Elizabeth, deren Mutter Österreicherin ist, erhält zu Weihnachten ein Märchenbuch der Gebrüder Grimm, das sie sehr liebt und versucht zu übersetzen, jedoch an Begriffen wie „Glückstraumtrunken“ scheitert.
Welches Buch verschenkst du gerne?
Das ist völlig unterschiedlich, denn die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Meine Familie und Freunde haben es da gerade leichter und verschenken meine Bücher :-)
Gibt es etwas, was du gerne lernen wĂĽrdest?
So unendlich viel. Ich habe mich schon immer für die Schauspielerei interessiert und ich könnte mir vorstellen, Theaterkurse zu belegen. Eine Sprecherausbildung reizt mich ebenso.
Wofür hast du eine Schwäche oder heimliche Leidenschaft?
Pasta, Pasta, Pasta. Ich könnte tatsächlich jeden Tag Spaghetti & Co essen. Leider. Dafür bin ich keine Naschkatze und ziehe jedem Dessert eine Käseauswahl vor. Wie vermutlich jeder Mensch, reise ich gerne und ich lasse mich dabei von unterschiedlichen Landschaften und Kulturen inspirieren. Als Teenager verbrachte ich einen Sonnentag am bezaubernden Eibsee, unmittelbar am Fuße der Zugspitze. An diesem Tag entstand die Idee zu „Morgan’s Hall“ – das ist zwanzig Jahre her.
Ein Satz ĂĽber dein neues Buch:
Drama, Baby, Drama! Ich glaube, mehr ist nicht hinzuzufĂĽgen.
Ein Satz aus deinem neuen Buch:
„Das menschliche Wesen ist das tiefste Mysterium unserer Welt.“
Zu guter Letzt: Welche Figur aus einer Buchwelt wĂĽrdest du gerne treffen? Und was wĂĽrdet ihr unternehmen?
Vermutlich würde ich am liebsten den Indianer Phil aus meiner Morgan-Saga treffen und mit ihm am Lagerfeuer über die Geheimnisse dieser Welt plaudern. Allerdings wünsche ich mir lieber ein Treffen mit Zeitzeugen unserer Geschichte. John F. Kennedy fragen, ob er tatsächlich eine Affäre mit Marylin Monroe hatte und mich vor Sophie Scholl verneigen.