„Märzküsse“, der nun fünfte Band der Reihe „Love Is For Everyone“ von Emilia J. Bedford und der fünfte Band, den ich nun vorab lesen und rezensieren durfte, hat mich mal wieder auf ganzer Linie glücklich werden lassen. Danke dafür, liebe Emilia!
Auch hier war das Cover wieder kitschig, was für mich mittlerweile schon kein Punkt mehr ist, den ich sehr negativ sehe. Dieses helle Blau zusammen mit den Figuren passt einfach zu den bisherigen Bänden und ergänzt damit ganz harmonisch. Mir gefällt es!
Zu aller erst möchte ich anmerken, dass, obwohl Märzküsse ähnliche Figuren behandelt wie Novemberküsse schon, beide Romane komplett unabhängig voneinander gelesen werden können. Alte Charaktere? JA! JA! Die O’Conners sieht man endlich wieder. Das hat mich so gefreut, weil diese Familie mich schon im ersten Band quasi adoptiert hat und mir so unglaublich ans Herz gewachsen ist, wie nur wenige andere. Dieses Buch war für also so etwas wie ein Familientreffen. Direkt von Anfang hab ich wieder eine so herzliche Stimmung wahrgenommen, dass ich den Roman gar nicht weglegen wollte und es am liebsten in einer Nacht durchgelesen hätte. Leider hat mir der kleine „Zwischenfall“ einen deutlichen Dämpfer verpasst. Das Ganze begann damit, dass Laurie und Marshall von einem Seminar nach Hause gefahren sind und auf dem Weg einen Autounfall hatten. So weit so gut, nh? Ehrlich gesagt, in meinen Augen nicht. Man muss dazu wissen, dass ich ne ziemlich lange Zeit auf Wattpad verbracht habe und dort Autounfälle so normal wie das Atmen sind. Das dieser Punkt also nichts tragisches mehr in mir auslösen kann, hat das Buch also ziemlich flach gehalten. Aber es geht ja noch weiter: Was hat ein Autounfall für Folgen in Büchern? Richtig: Gedächtnisverlust. Das war dann das erste Mal, dass ich meinen E-Reader freiwillig zur Seite gelegt habe. Es war mir einfach zu normal. Zu gängig.
Aber einmal weg von den schlechten Dingen, denn ansonsten kann ich nicht meckern. Wieder hat sich Emilie J. Bedford an ein Thema gewagt, vor dem ich sehr viel Respekt habe, nämlich Autismus, um genauer zu sei: Asperger. Ich möchte nicht darüber urteilen ob Emilia dieses Syndrom richtig beschrieben und umgesetzt hat, aber für mich, die sich damit keinen Deut auskennt, kam es ziemlich authentisch rüber und hat mich richtig staunen lassen, wie gut Laurie mit Marshalls Gedächtnisverlust umgehen kann.
Laurie an sich war für mich ein sehr schöner Charakter, eine empathievolle junge Frau, die mit Leidenschaft an ihren Job herangeht. Nicht nur, dass sie alles getan hat um Marshall zu helfen, an seine Erinnerungen zu kommen, sondern auch, wie sie fast an ihrer einseitigen Liebe verzweifelt ist, hat mich jede Zeile mitfühlen lassen.
𝕱𝖆𝖟𝖎𝖙
Ein Buch, wie es perfekt in die Reihe L.I.F.E hineinpasst, bekommt von mir (auch mit ein paar Rechtschreibfehlern) 3,5 von 5 Sternen. Den Abzug muss ich leider machen, auch wenn es mir im Herzen weh tut, aber den Gedächtnisverlust hätte man auch anders als mit diesem 08/15 Trick auslösen können. Das nagt wirklich an mir. Aber gut. Sonst habe ich dieses Buch wirklich genossen und freue mich schon auf den sechsten Band!










