Emilia Licht Aus Deiner Sicht

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Inhaltsangabe zu „Aus Deiner Sicht“ von Emilia Licht

Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin in Frage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war. Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist.

Ein bewegendes Buch über zwei Schwestern die nach vielen Jahren eine schwere Entscheidung treffen müssen bei der es um Leben und Tod geht.

— BeaSurbeck
BeaSurbeck

Sehr bewegendes Buch über die Beziehung zweier Schwestern! Hat mich gefangen genommen und zum Weinen gebracht. Lest es!!

— Julie209
Julie209

Wunderbare Geschichte zweier Schwestern, die das Schicksal durch eine Krankheit zusammenschweißt.

— Chris65
Chris65

Ein tolles Buch mit einem ernsten Thema aber auch mit Humor und etwas liebe.Von Anfang bis Ende toll zu lesen und mit unerwarteten Wendungen

— funny1
funny1

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    Aus Deiner Sicht
    SaintGermain

    SaintGermain

    11. October 2016 um 19:36

    Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem straffen Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin infrage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war. Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist. Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht, ist ein echter Hingucker und drückt alles aus, um was es in dem Buch geht - 2 Schwestern, die sich voneinander abgekehrt haben. Der Grund dafür ist eigentlich etwas trivial, denn es geht nur um ihre Mutter, die gemeiner nicht hätte sein können. Ich verstehe nicht, warum Maren und Vincent sich diesen Drachen ins Haus geholt haben - Familie hin oder her. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, die Charaktere und Orte waren sehr gut beschrieben. sodass man mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Die Liebesgeschichte und das Familiendrama sind genial miteinander verknüpft, auch kleine Portionen Humor fließen gekonnt in dieses Buch ein. Das Buch hätte sich absolut 5 Sterne verdient, wenn nicht dieses Ende gewesen wäre. Die Auflösung der Geschichte ist zwar eigentlich sehr gut, aber sehr gehetzt; was mit dem letzten Kapitel noch eine unmögliche Lösung schien, wird in 2 Seiten Epilog abgehandelt. Dieses Ende hat sich dieses Buch nicht verdient, es wirkt als ob der Abgabetermin unbedingt eingehalten werden musste oder es die Autorin nicht mehr freute weiterzuschreiben. Deswegen auch nur 4 Sterne. Fazit: Sehr schöne Liebesgeschichte verwebt in ein Familiendrama mit vergebenem Schluss!

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  • Leserunde zu "Aus Deiner Sicht" von Emilia Licht

    Aus Deiner Sicht
    Emilia_Licht

    Emilia_Licht

    Hallo zusammen, in dieser zweiten Leserunde zu meinem neuen Roman möchte ich diejenigen unter euch ansprechen, die am liebsten Taschenbücher lesen. Ich verlose deshalb 7 Exemplare, natürlich signiert und weil die Bewerbungsfrist am Gründonnerstag endet, gibt es natürlich auch eine kleine Osterüberraschung dazu. Also dann, herzlich willkommen im Lostopf. 

    • 107
  • Thema zum Nachdenken

    Aus Deiner Sicht
    MissMoonlight

    MissMoonlight

    29. April 2016 um 08:08

    Klappentext: Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem straffen Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin infrage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war. Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist.   Meine Meinung: Das Thema Organspende ist ein sehr wichtiges und interessantes Thema, aus diesem Grund war ich auch neugierig auf dieses Buch. Leider muss ich einen Stern abziehen, da mir das Ende viel zu schnell abgehandelt wurde. Ich saß am Ende mit dem Buch in den Händen da und war ein bisschen perplex, weil ich mit so einem raschen Ende nicht gerechnet hatte. Ich denke auch, man hätte noch viel mehr schreiben können um das Thema der Organspende und der Familie zu vertiefen. Insgesamt kann ich sagen, dass alle Themen recht fix abgehandelt wurden.   Trotzdem war ich von den Protagonisten sehr begeistert, jeder hat auf seine Art einen faszinierenden Charakter und so konnte man sie leicht ins Herz schließen oder hassen. Elena mochte ich gleich zu Anfang, sie ist eine sehr starke Frau und weiß, was sie vom Leben erwartet. Auch ihre Schwester mochte ich gleich, auch wenn sie zu Anfang vielleicht nicht so rüberkommt. Beide Schwestern leben zwei sehr unterschiedliche Leben und doch sind beide glücklich so wie es ist. Und ich finde dies zeigt, dass man jeden so leben lassen sollte, wie er es eben möchte.

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  • In meinen Augen ein Volltreffer - ein Buch das Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt

    Aus Deiner Sicht
    BeaSurbeck

    BeaSurbeck

    19. April 2016 um 08:58

    Aus Deiner Sicht von Emilia Licht Klappentext: Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem straffen Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin infrage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war. Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist. Meine Meinung: Ein tolles Cover, ein Titel der neugierig macht und eine vielversprechende Inhaltsangabe führten dazu das ich mich bei LB um dieses Buch beworben habe. Ich hatte Glück und wurde aus dem Lostopf gefischt und war nun sehr gespannt ob mir das Buch, von der mir bis dahin unbekannten Autorin, gefallen und meine Erwartungen erfüllen würde. Der Schreibstil hat mir gleich zugesagt, ich habe angefangen zu lesen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bereits der kurze Prolog hat mich gefesselt. Man lernt Elena etwas kennen und erhält einen kleinen Einblick in ihr bisheriges Leben und kann so ein bissel erahnen warum sie ihr Elternhaus verlässt. Man spürt das die Mutter eine große Rolle dabei spielt, aber auch dass sie die Schwester nicht so gerne alleine lässt. Viele Jahre ziehen ins Land, Elena hat ihren Weg gefunden und ist nun Personalleiterin eines großen Hotels und alleinerziehende Mutter eines Sohnes im Teenager Alter. Sie hat ihr Leben gut im Griff, ihr zur Seite steht eine Perle von Haushälterin die fast schon ein Oma-Ersatz für ihren Sohn ist. Alles gerät ins Wanken als sie einen Anruf von ihrem Schwager bekommt der ihr in groben Zügen erklärt das ihre Schwester eine Nierentransplantation braucht und sie eventuell als Spenderin geeignet wäre. Er bittet sie um ihre Hilfe. Elenas geordnete Welt gerät aus allen Fugen, denn es geht um das Leben ihrer Schwester die ihr inzwischen fremd geworden ist und sie muss sich schnell entscheiden. Sie haddert mit sich, weiß aber das sie sich der Vergangenheit stellen muss um die richtige Entscheidung zu treffen. Deshalb an den Ort zurück den sie vor langer, langer Zeit als junge Erwachsene verlassen hat. Mir hat die Geschichte mit ihren unterschiedlichen Charakteren sehr gut gefallen. Elena mochte ich von Anfang an, sie hatte etwas an sich das sie mir gleich sympathisch machte und ich konnte mich von Anfang an in sie reinversetzen und mit ihr fühlen. Man spürte förmlich wie sie der Anruf aus der Bahn warf und vieles das sie verdrängt hatte auf einmal wieder da war. Ich konnte verstehen das sie nicht sofort ihr "ja" gab und erst einmal an den Ort der Vergangenheit zurück musste, ihre Familie wiedersehen musste ehe sie eine endgültige Entscheidung treffen konnte. Auf der anderen Seite dann ihre Schwester Maren die mir auch auf Anhieb gefiel. Sie war so ganz anders wie Elena und trotzdem schlich auch sie sich sofort in mein Herz. Ich mochte ihre Art und konnte sie auch sie verstehen. Sie braucht eine neue Niere, die Schwester wäre die beste Option aber da liegen Jahre der Entfremdung. Nie im Leben hätte sie den Mut aufgebracht sich an die Schwester zu wenden. Ihr Mann Vincent wusste das und hat deshalb eigenmächtig gehandelt. Auch bei Maren spürt man förmlich das sie hin und hergerissen ist, auf der einen Seite der Wunsch nach einem normalen Leben auf der anderen Seite die Angst die Operation könnte nicht klappen, aber auch die Entfremdung der Schwestern und der Gedanke das die Schwester ihr Leben für sie aufs Spiel setzen würde. Ein großer Faktor in der Geschichte war auch die Vergangenheit die beide immer noch beschäftigt und man spürt förmlich das diese bei beiden noch im Kopf herum spukt, beide sie nur verdrängt haben, aber nie verarbeitet haben. Ich war gespannt was da noch so alles auf den Tisch kommen würde und mir sicher das sich erst dann alles zum Guten wenden würde. Ich war gespannt auf das erste Treffen, nach all den Jahren, konnte die gemischten Gefühle der Schwestern komplett nachvollziehen. Erstaunlicherweise spürte ich aber auch die immer noch vorhandenen Bande der Schwestern sofort und als ich die Mutter kennenlernte konnte ich verstehen warum Elena damals ihren eigenen Weg gehen musste. Die ganze Familie stand immer noch unter der Fuchtel der alten Frau, die wohl selbst mit ihrem Leben nicht zufrieden war, immer die Nummer eins sein musste. Ich konnte die Frau nicht verstehen, hätte erwartet das sie als Mutter sich freuen würde ihre Tochter wieder zu sehen, sie ihr vielleicht zeigen würde wie sehr sie ihr gefehlt hat und wie toll sie es findet was sie erreicht hat, aber nichts von alle dem trat ein. Dazwischen hockte dann Vincent, Marens Mann der wohl auch in der Vergangenheit eine große Rolle in Elenas Leben gespielt hat und mit ein Grund für ihren Fortgang war. Maren gefiel mir im Laufe des Buches immer besser und man spürte förmlich das sie auch Angst um ihre Schwester hatte. Besonders gut gefallen hat mir auch das es in der Geschichte einen zweiten Handlungsstrang gegeben hat. Bei ihrem ersten Besuch in der alten Heimat hat Elena einen Wildunfall und Tristan war als Retter in der Not zur Stelle. Dadurch das er der Neffe ihrer Pensionswirtin ist laufen sich die beiden öfters über den Weg und langsam keimt eine zarte Liebe auf. Mir hat das gut gefallen, denn hier lernt man Elena nochmals von einer anderen Seite kennen und erfährt sehr viel über sie, aber auch die Vergangenheit, ihrem Leben das sie alleine aufgebaut hat . Tristan und Elena kommen sich näher und die Schwestern finden auch wieder zueinander, allerdings nicht ohne Konflikte, was die Geschichte für mich noch realer erscheinen lies. Während Elena sich ihrer Sache bald sicher ist, hat die Schwester noch viele Kämpfe mit sich selbst auszustehen und es gibt die ein oder andere Wendung die man so nicht vermutet hätte. Aber auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, sei es nun Bens Sohn der für sein Alter recht reif war, Elenas Haushälterin die "Perle" Frau Senger die eigentlich schon ein Familienmitglied war oder aber Tante Fanny - die Pensionswirtin mit dem guten Herzen die immer genau wusste was Elena dringend brauchte. Vincent, der immer mehr aus sich heraus kam und letztendlich endlich einmal Herr im Hause war und der Schwiegermutter entgegen trat. Elenas Mutter selbst mochte ich gar nicht, aber für die Geschichte war sie wohl, so wie sie war, goldrichtig. Aber auch Lisa, Elenas Assistentin hat sich in mein Herz geschlichen. Egal auf welchen Charakter Elena getroffen ist, man lernte sie immer von einer anderen Seite kennen und konnte sich so immer mehr ein Bild von Elena machen. Die Geschichte hat mich so sehr gefesselt das ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Ich konnte alles gut nachvollziehen und mich in beide Schwestern reinversetzen. Anfangs war ich erstaunt das Maren diese Operation und die Hilfe ihrer Schwester nicht wollte, aber so nach und nach konnte ich sie verstehen und das hat mich dann ungemein berührt. Marens Sichtweise bereicherte das Buch ungemein und brachte mich oftmals zum Nachdenken. Wie würde ich an Marens Stelle handeln, wie an Elenas Stelle. Irgendwann wurde mir klar das es für so eine Operation wohl wirklich wichtig ist das man sich vertraut und die Vergangenheit verarbeitet hat und über alles gesprochen hat. Man weiß ja nie was noch alles kommt und wie die Operation ausgeht. Die unterschiedlichen Gedankengänge, gerade die Zweifel der kranken Maren bereicherten das Buch ungemein, aber auch das sie das Wohl der Schwester mit an die oberste Stelle setzte. Je näher sich die Schwestern kamen umso mehr beschlich mich das Gefühl das sie der Operation nur dann zustimmen würde wenn sie wüsste das es auch für ihre Schwester ein gutes Ende nehmen würde. Dann diese Wendung am Schluss, wo das Schicksal nochmals seine eigenen Fäden spinnte - für mich war gleich klar wohin es führen würde, einfach weil ich so sehr mit beiden gefühlt habe. Mein Fazit: Ein wunderbares Buch mit einem Thema über das man schon oft gehört und gelesen hat mit dem man sich aber nicht wirklich auseinander gesetzt hat. Ein Buch das einem die Gefühlswelt des Betroffenen näher bringt, aber auch die des möglichen Spenders. Eine Geschichte wie sie das Leben schreibt. Ein Buchende das der Anfang für einen zweiten Teil sein könnte. Für mich durchaus vorstellbar, ich würde gerne mehr lesen. "Aus deiner Sicht" ein wirklich gut gewählter Titel der unglaublich gut zu dem Buch passt das ich an dieser Stelle jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ein Buch mit einer tollen Botschaft, ein Buch das Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt und zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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  • Aus deiner Sicht --> sehr bewegendes Buch über die Beziehung zweier Schwestern

    Aus Deiner Sicht
    Julie209

    Julie209

    10. April 2016 um 15:36

    „Aus deiner Sicht“ von Emilia Licht (7,90€, erschienen am 03.03.16 bei Books on Demand)   Als Elena einen Anruf von Vincent, dem Mann ihrer Schwester, bekommt, ist sie überrascht, denn der Kontakt zwischen den Schwestern ist eher spärlich und wird von den Schatten einer harten Kindheit überschattet, mit der die beiden unterschiedlich umgehen. Ihre Schwester Maren hat eine erbliche Nierenerkrankung und braucht eine Spenderniere. Als Elena sich auf die Reise in ihr Heimatdorf an der Ostsee macht, wirbelt sie den Staub ihrer Vergangenheit wieder auf und stößt mit ihrer Art zu leben und zu helfen immer wieder auf Kritik. Und dann ist da auch noch Tristan, der Neffe der Pensionschefin, in der sich Elena einquartiert hat…   Der Einstieg in die Geschichte war sehr gut. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und ich war sehr überrascht, wie gut die Vergangenheit in den eigentlichen Handlungsverlauf integriert ist. Man hat keine Stelle, in der man als Leser eine Seite überblättern möchte! Die Puzzleteile werden erst nach und nach zusammengetragen, man hat als Leser genügend Raum zu spekulieren und die Geschichte ist nicht gänzlich vorhersehbar. Das Cover passt zeigt die Ostseeküste und einen hölzernen Pfad. Davor sind die zwei Schatten der Schwerstern abgebildet, die sich den Rücken zukehren. Schon auf diesem Bild ist zu erkennen, wie unterschiedlich die Schwestern sind und wie unabhängig sie voneinander scheinen. Genau dieser Aspekt ist im Buch wunderbar thematisiert. Die Charaktere sind sehr authentisch mit ihren Ecken und Kanten. Besonders gut gefällt mir, dass die Charaktere keineswegs perfekt sind, man sie als Leser aber sehr gut verstehen kann, warum sie so handeln. (Mit Ausnahme der Mutter, aber die wird vermutlich nur jemand mit einem ähnlichen Charakterzug verstehen können :D) Der Zeitpunkt des Endes ist gut gewählt und lässt mich als Leser einerseits zufrieden zurück und lässt mir dennoch genügend Raum, mir noch ein wenig Gedanken über die Zukunft der Schwestern zu machen. Die Autorin hat aber auch noch die Möglichkeit die Geschichte fortzusetzen. Das Thema einer Lebendspende wird sehr einfühlsam aber offen behandelt und zeigt durch die Schwestern, die verschiedenen Standpunkte eines Spenders und auch denen eines Empfängers, die mir vor dem Buch nicht so wirklich klar waren. Man erhält nicht nur Informationen darüber, wie eine solche Spende abläuft, sondern auch die verschiedenen Hürden, die es zu nehmen gilt, bevor so etwas überhaupt möglich ist. Das Ganze ist in die Geschichte wunderbar eingegliedert und liest sich sehr fesselnd und überhaupt nicht langatmig, denn die Gefühle, die dabei immer mitspielen, werden sehr einfühlsam von der Autorin beschrieben, so dass sogar manchmal die Tränen flossen.   Zum Schluss möchte ich mich noch bei der Autorin Emilia Licht für dieses wunderbare Buch bedanken, das ich als Rezensionsexemplar lesen durfte.   Zusammenfassend gesagt: Ein sehr emotionales Buch, das ehrlich über das schwieriges Thema Lebendspende an Angehörige und eine schwierige Schwesternbeziehung berichtet, die von einer harten Vergangenheit überschattet wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!!

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  • Rezension

    Aus Deiner Sicht
    funny1

    funny1

    04. April 2016 um 08:48

    Um was geht es in dem Buch:Elena bekommt unerwartet einen Anruf von ihrem Schwager Vincent der ihr erzählt das ihre Schwester Maren eine Nierentransplantation braucht, sie ist hin und her gerissen da sie seit fast 20Jahren keinen kontakt mehr zu ihrer Familie hatte und sich entfremdet haben. Als sie sich doch dafür entscheidet zu fahren lehnt Maren ab sie will Elenas Niere nicht. Dann trifft Elena auf Tristan ein netter junger Mann der alles ändert in ihrem leben.....Das Cover:Es spiegelt die Seele des Buchs wieder, echt super gelungen.Meine Meinung:Die Autorin hat einen sehr guten Schreibstiel, man kommt super leicht in die Geschichte und es läßt sich flüssig lesen, da fliegen die Seiten nur so vor sich hin. Die Protagonisten sind auch sehr gut beschrieben und am Symphatischten sind mir Elena und Tristan. Ich finde in dem Buch wurde ein sehr ernstes Thema aufgegriffen aber es wurde auch mit ein bischen Humor und Liebe gepaart, was ich als sehr gute Kompination finde. Mir hat das Buch von der ersten Seite bis zum Schluß richtig gut gefallen, deshalb gebe ich dem Buch 5 Sterne. Ich kann es nur allen weiteremphelen und vielleicht gibt es ja bald eine Vortsetzung da das Ende ja noch Spekulationen offen läßt.Fazit:Es ist ein sehr gelungenes Buch über ein ernstes Thema gepaart mit Humor und Liebe. Wer gerne etwas von alle dem mag ist bei diesem Buch genau richtig. Ich kann dieses Buch mit gutem gewissen nur weiteremphelen, und rate euch es mal zu lesen. Das Ende ist auch nicht so wie man erwartet, echt ein klasse Buch.

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  • Pures Lesevergnügen

    Aus Deiner Sicht
    zauberblume

    zauberblume

    03. April 2016 um 21:03

    Ich habe mich schon riesig auf den neuen Roman "Aus Deiner Sicht" von Emilia Licht gefreut. Die Autorin entführt uns an die Ostsee, in ein kleines Dorf in der Nähe von Rostock. Hier beginnt Elenas Geschichte.Der Inhalt: Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin in Frage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war.Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist.Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort wieder begeistert. Ich bin sofort eingetaucht in Elenas Welt. Eine sympathische Protagonistin, die in jungen Jahren fluchtartig ihre Heimat verlassen hat und sich mittlerweile zu einer erfolgreichen Personalchefin entwickelt hat. Sie hat einen 14jährigen Sohn und ist eigentlich durch nichts so schnell aus der Ruhe zu bringen. Doch der plötzliche Anruf aus der alten Heimat reist alte Wunden auf. Ich kann Elena verstehen, lernt man erst mal ihre Mutter kennen. Auch ist die Unsicherheit zwischen Elena und ihrer Schwester deutlich zu spüren. Doch Familie ist Familie und die beiden näher sich langsam wieder. Besonders gefallen hat mir auch der Ausflug mit Tristan. Die Landschaft muss ja traumhaft schön sein. Für mich ist dies eine ganz besondere Geschichte, die sich auch mit einem besonderen Thema auseinandersetzt und den Leser zum Nachdenken anregt. Man kann viele Hürden überwinden, wenn man nur mutig genug ist. Und ich wünsche Maren und Elena alles Glück der Welt für ihre mutige Entscheidung.Das ansprechende Cover passt hervorragend zur Geschichte. Strahlt eine gewissen Melancholie, aber auch eine große Zuversicht aus.Eine herausragende Geschichte. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und vergebe selbstverständlich 5 Sterne. Freue mich schon riesig auf das nächste Buch der Autorin.

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  • Leserunde zu "Aus Deiner Sicht" von Emilia Licht

    Aus Deiner Sicht
    Emilia_Licht

    Emilia_Licht

    Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem straffen Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin infrage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war.  Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist.

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    • 120
  • Sehr gutes Buch mit einer bewegenden Geschichte!

    Aus Deiner Sicht
    vicky_1990

    vicky_1990

    02. March 2016 um 10:23

    Sehr gutes Buch mit einer bewegenden Geschichte!  Einen Stern Abzug habe ich vergeben weil mir das Ende der Erzählung zu abrupt daher kam. Andererseits war es bei der geringen Seitenanzahl aber wohl zu erwarten dass alles recht flott abgehandelt wird sonst geht es sich ja nicht so knapp aus. Das finde ich persönlich ehrlich gesagt sehr schade, ich hätte noch gerne mehr über Elena - ihre Arbeit, Freunde und Familie gelesen – hätte nichts gegen eine Verdopplung der Seiten gehabt um die Geschichte zu vertiefen und mich länger an Elena und ihrer Welt zu erfreuen :-) Das Buchcover sieht sehr liebevoll gestaltet aus. Das  Bild mit den Schatten zweier sehr unterschiedlicher Frauen passt sehr gut zur Geschichte. Obwohl die Frauen annähernd gleich groß sind erkennt man bei genauerem Hinschauen doch viele Unterschiede: Haare, Gesichtsform (Nase, Kinn), Haare, Kleidungsstil und die Haltung.  Der Schreibstil ist sehr ansprechend und flott. Das Buch ist gut strukturiert und die Hauptpersonen wachsen einem jeder auf seine Art ans Herz oder man kann sie schlicht und ergreifen gar nicht leiden.  Elena wurde mir gleich zu Beginn im Bewerbungsgespräch sympathisch und das hat sich bis zum Ende nicht geändert. Ich finde beide Schwester sowie die Beziehung zueinander gut beschrieben. Man kann ihre unterschiedlichen Ansichten zum Leben – egal ob es die Karriere, die Familie/Erziehung oder schlicht nur das glücklich sein betrifft – gut nachvollziehen und ringt während des gesamten Buches auf wessen Seite man sich stellen soll. Ständig schwankte ich zwischen Elena und Maren. Jede hat etwas für sich und doch ist keine von beiden perfekt – aber das ist eine Beziehung zwischen Schwestern wohl nie. Ich finde die Autorin hat das in diesem Buch sehr gut getroffen.

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  • Zwei Schwestern

    Aus Deiner Sicht
    mabuerele

    mabuerele

    "...Ungeklärte Fragen, ungelöste Probleme, versteckte Konflikte, all das brauchte man nicht unter den Teppich zu kehren. Je öfter man das tat, desto größer die Stolpergefahr..." Die 18jährige Elena verlässt ihr Elternhaus in Löbnitz und geht zum Studium nach Berlin. Jahre später ist sie eine erfolgreiche Geschäftsfrau in der Hotelbranche in München. Nach Löbnitz ist sie nie zurückgekehrt. Nun erhält sie einen Telefonanruf von ihrem Schwager Vincent. Er teilt ihr mit, dass ihre Schwester Maren eine Nierentransplantation braucht und sie eventuell für eine Lebendspende infrage kommt. Die Autorin hat einen brisanten und in die Tiefe gehenden Gegenwartsroman geschrieben. Elena, die es gewohnt ist, schnelle Entscheidungen zu treffen, steht nun vor einer schwierigen Situation. Plötzlich kommen all die Dinge aus der Vergangenheit wieder hoch, die sie erfolgreich verdrängt hat. Obiges Zitat bringt die Situation genau auf den Punkt. Bei der Ankunft trifft Elena nicht nur auf ihre Mutter, sondern auch auf eine Schwester, die die Nierenspende gar nicht will. Die Autorin versteht es, durch ihren ausgefeilten Schriftstil die verschiedenen Szenarien geschickt auszuformulieren. Das beginnt schon mit der Fahrt von Elena. Die selbstbewussten Frau fragt sich plötzlich, was die Leute zu ihren Auftreten sagen werden. Nach und nach wird deutlich, was in der Vergangenheit geschehen ist und wie die zerstörend die negative Dominanz einer Mutter sein kann. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur Vincent gelingt es, die Schwiegermutter zur Räson zu bringen. Elena ist schnelles Handeln gewohnt. Das aber trifft bei Maren auf keine Gegenliebe. Bildhafte Beschreibung von Land und Leuten geben der Geschichte einen besonderen Reiz. Den Gegensatz zum Treffen von Elena mit ihrer Familie bilden die Begegnungen von Elena mit Tristan. Ihm gelingt es, durch ihren Panzer durchzudringen und sie zu Dingen zu bewegen, denen sie eigentlich ablehnend gegenübersteht. Gut gefallen hat mir außerdem, dass das notwendige Wissen über die Vorgehensweise bei einer Lebendspende gekonnt in die Handlung integriert wurde. Das wirkt schon deshalb nicht aufgesetzt, weil Elena und Maren den Weg Schritt für Schritt gehen müssen und an jedem Punkt die Möglichkeit der Umkehr besteht. Die innere Spannung nimmt die Geschichte aus den unaufgearbeiteten Konflikten der Vergangenheit. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Hier wird ein ernstes Thema anspruchsvoll und interessant dargestellt.

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    • 4
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    13. February 2016 um 15:48
  • Emotionen und Tiefgang hat mir gefehlt

    Aus Deiner Sicht
    YaBiaLina

    YaBiaLina

    Inhalt: Elena und Maren sind Schwestern.Leider haben sie schon seit Jahren kein gutes Verhältnis miteinander.Mit ein Grund dafür ist ihre Mutter.Doch als der Mann von Maren anruft,ändert sich alles.Maren braucht eine Niere,am besten von einem Verwandten.Doch als sich Elena auf den Weg von München nach Rostock macht,gerät alles etwas aus den Fugen.Und dann ist da auch noch Tristian. Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch rangegangen,da dies doch kein alltägliches Thema ist.Weder im realen Leben noch in einem Buch.Ich selbst habe damit keinerlei Erfahrungen und umso interessanter war dieses Buch für mich. Jedoch wurde ich etwas enttäuscht.Ich fand die Geschichte zwischen den beiden Schwestern und ihren Problemen miteinander sowie die das Zusammenkommen von Tristian und Elena interessanter als die Tatsache das Maren eine Niere von Elena bekommen sollte.Klar braucht man schon Hintergrundinformationen warum dies und jenes jetzt so ist,wie es ist.Doch wurden die Probleme der Schwester und Tristian in den Vordergrund gedrückt und die Nierengeschichte war dann eher so nebensächlich. Klar fand ich das schön,das die Schwestern sich wieder näher kamen und auch das Elena nochmal eine Liebe in ihrem Leben finden durfte,doch war das ja nicht ausschlaggebende Punkt warum ich das Buch lesen wollte. Auch haben mir hier die Emotionen und der Tiefgang gefehlt,teils las es sich auch recht langweilig. Fazit: Auch wenn hier das Hauptthema etwas in den Hintergrund gerutscht ist und andere Dinge vorgeholt wurden,wollte ich trotzdem wissen wie es ausgeht und ob Maren eine neue Niere bekommt.Auch hat mir das Happy End und die kleine Überraschung am Schluss gefallen.

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    • 2
  • aus deiner Sicht

    Aus Deiner Sicht
    karin66

    karin66

    09. February 2016 um 17:54

    Sowohl das Cover, als auch der Titel haben mich sofort angesprochen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und schön zu lesen. Die einzelnen Charaktere sind vortrefflich gewählt. Elena, die tolle Geschäftsfrau, die in München lebt, bekommt von ihrem Schwager einen Anruf. Ihre Schwester benötigt eine nierenspende. Obwohl die beiden Schwestern eigentlich keinen Kontakt mehr haben, beschließt Elena zu ihr zu fliegen und sich vor Ort zu informieren.  Es treten einige Schwierigkeiten auf, doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.  Ein  sehr schönes Buch,  das ich nur wärmstens empfehlen kann. 

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  • Blut ist dicker als Wasser

    Aus Deiner Sicht
    Mina1705

    Mina1705

    09. February 2016 um 16:02

    Vielen Dank an Autorin Emilia Licht für das Leseexemplar. Inhalt: Ein Anruf aus der alten Heimat reißt Elena aus ihrem straffen Businessalltag. Ihre Schwester braucht eine Nierentransplantation und Elena käme vielleicht als Spenderin infrage. Normalerweise würde sie keine Sekunde zögern, doch zum ersten Mal in ihrem Leben braucht sie mehr als nur Mut für eine Entscheidung. Sie und Maren sind sich völlig fremd, haben seit fast zwanzig Jahren kaum Kontakt zueinander. Zwischen ihnen stehen eine hartherzige Mutter und die Erinnerung an eine Kindheit, die von Misstrauen und Verrat geprägt war. Trotzdem macht Elena sich auf die Reise. Sie hofft, ihren Frieden mit der Vergangenheit machen zu können. Doch in dem kleinen Dorf in Vorpommern stiftet sie mit ihrem Drang, alles reparieren und gleichzeitig kontrollieren zu wollen, mehr Unruhe, als ihr lieb ist...(Quelle: LB) Mein Eindruck: Ich habe das Buch sehr schnell lesen können, da mich sowohl der Inhalt als auch der Schreibstil direkt überzeugen konnten. Hauptprotagonistin Elena war mir sehr sympathisch und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren und mich in ihre Gefühlslage hinein versetzen. Sie ist eine starke Frau, die sich ein eigenes, erfolgreiches Leben aufgebaut hat, auf das sie sehr stolz sein kann. Ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Maren, die zwar auch glücklich ist, aber keinen Wert auf großen Erfolg legt. Beide führen ein komplett unterschiedliches Leben und haben sehr wenig bis gar keinen Kontakt. Ein Anruf soll dies allerdings schneller ändern, als beiden lieb ist. Der Verlauf der Geschichte ist ein echter Pageturner und mich hat es wie gebannt durch die Seiten gezogen. Durch Einblicke in die Vergangenheit erfährt man, dass sich weitaus mehr Konflikte und Probleme hinter Elena und ihrer Familie verstecken, als nur die Nierentransplantation. Das geht ans Herz! Und wenn wir schon mal beim Herz sind, auch die Liebesgeschichte fand ich toll mit einbezogen. Eigentlich nimmt sie sogar den Hauptteil des Buches ein. Daher geriet die Thematik rund um die Nierentransplantation und Elenas schwierigen Familienverhältnisse etwas in den Hintergrund, was ich schade fand. Da hätte ich mir hier und da ein paar mehr Einblicke gewünscht. Das Ende kam schnell. Vielleicht etwas zu schnell. Dennoch ist es absolut passend und hat mich sehr zufrieden zurück gelassen. Fazit: Eine schöne Geschichte über Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein können und nach einigen Hürden wieder zusammenfinden. Tolle Lovestory, die den Rest allerdings etwas in den Hintergrund rücken lässt. Dennoch eine klare Leseempfehlung, weil's einfach schön war.

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    hundeliebhaber

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    Elena Mohn bekommt einen Anruf aus ihrer Heimat. Ihre Schwester, mit der sie seit 20 Jahren kaum noch Kontakt hat, braucht eine Niere und Elena käme als einzige Lebendspenderin in Frage. Elena fällt die Entscheidung nicht leicht, dennoch fährt sie zu ihrer Schwester und wird dort von der Vergangenheit eingeholt... Die Thematik, dass die Protagonistin ihrer Schwester, zu der sie keine enge Beziehung hat und die sie jahrelang nicht gesehen hat, finde ich sehr brisant und potentiell. Allerdings finde ich die Idee in Emilia Lichts Roman für meinen Geschmack nicht sehr gut umgesetzt, da der Roman an der Oberfläche bleibt. Es wird zwar auf die Vergangenheit der Schwestern eingegangen, allerdings geschieht das durch sehr oberflächliche und kurz gehaltene Schilderungen. Daher konnte ich mich nicht mit den Schwestern identifizieren, weil so auch ihre Beziehung und deren Veränderung, die für eine geplante Nierenspende meines Erachtens sehr wichtig ist, an der Oberfläche bleibt. Im Gegensatz dazu nimmt die Liebesgeschichte zwischen Elena und Tristan für mein Empfinden viel mehr Platz ein und verdrängt die Thematik der Nierenspende im Roman. Für mich wurde sie dadurch zu einer Nebensache, da alle Entwicklungen an der Oberfläche blieben und auch die Charaktere keine Tiefe entwickelt haben. Schade, dass der Roman an der Oberfläche blieb, da die Thematik einer Nierenspende viel Potential für eine tiefgründige und bewegende Geschichte bietet...

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    pallas

    pallas

    07. February 2016 um 12:17

    Elena ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die mit beiden Beinen im Leben steht und nichts so leicht aus der Bahn werfen kann. Das ändert sich jedoch schlagrührend, als sie einen Anruf von ihrem Schwager Vincet aus Löbnitz erhält: Dieser bittet sie ihrer Schwester Maren eine Niere zu spenden.  Elena verließ vor zwanzig Jahren das gemeinsame Zuhause. Seit dieser Zeit haben sich diese Schwestern nicht mehr gesehen. Ihre gemeinsame Kindheit war nicht gerade schön zu nennen, zumal die ganze Familie unter der permanenten Unzufriedenheit der Mutter litt. Nach dem Telefonat mit Vincent macht sich Elena also auf die Reise zu ihrer Schwester. Als sie bei Maren ankommt wird sie von der nun alt gewordenen Mutter sofort mit Vorwürfen attakiert. Ihre spitze Zunge hat nichts von der Schärfe verloren unter der seinerzeit schon alle litten. Beide Schwestern versuchen nun ihre Differenzen zu klären und sich anzunähern. Elena ist bereit ihrer Schwester eine Niere zu spenden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zu bewältigen. Emilia Licht hat mit diesem Roman ein recht brisantes Thema aufgegriffen. Die Autrorin schuf eine emotionale Story und überzeugt mit sorgfältiger Recherche und Sachkompetenz. Auch das Thema Liebe um einen charismatischen, gutaussehenden Mann kommt dabei nicht zu kurz. Die Charaktere sind sehr vielfältig und sehr detailliert beschrieben. Der Roman ist durch die vielen bewegenden Themen sehr interessant gestaltet und über die leicht verständliche Sprache flüssig zu lesen. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, das über eine interessante Problematik fasziniert.

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