Emilia Pfeifer

 4 Sterne bei 7 Bewertungen
Emilia Pfeifer

Lebenslauf von Emilia Pfeifer

Nach erfolgreichem Abitur stand für mich die Frage nach einem sinnvollen Studium. Sprachen war für mich schon immer etwas, was mir Spaß machte. Die für mich ideale Kombination Englisch und Französisch konnte ich nicht studieren. Englisch musste es unbedingt sein. Und da bot sich Deutsch noch an. Also mutierte ich zur Germanistin und Anglistin/ Amerikanistin. Anschließend durfte ich mich als Lehrerin bewähren. 20 Jahre arbeitete ich in diesem Beruf. Nun widme ich mich überwiegend dem Schreiben, Übersetzen und Dolmetschen. Jede dieser Arbeiten bereitet mir viel Freude. Nun konnte ich endlich auch mein erstes Buch auf den Markt bringen. Eine Fortsetzung war nie geplant. Der Satz lässt darauf schließen, dass es nun doch eine gibt. Ich liebe meine Kinder und unseren Hund Joker. Doch wenn ich einmal Abstand vom Laptop brauche, nehme ich die Nadeln zur Hand und stricke und häkle. Und das, so sagt man mir, nicht mal schlecht. Sonne, Strand und Meer sind meine Lebenselixiere.

Neue Rezensionen zu Emilia Pfeifer

Neu
kiki62s avatar

Bibliografie:
erschienen im Verlag DeBehr 2014
umfasst 221 Seiten

Inhalt:
Emilia geht zurück in die Türkei, da sie sich endlich wieder um ihr Geschäft kümmern musste. Was sie nicht berücksichtigt, ist die Tatsache, dass ihr Peiniger und ehemaliger Freund Idris darüber informiert werden würde. Nun folgen Angst und Bedrohung. Auch vonseiten des Anwaltes hat sie wenig Hilfe zu erwarten. Alle Versprechungen, die ihr Anwalt und Justiz gemacht hatten, sind ergebnislos verlaufen.
Emilia hat nicht vor, sich durch diesen Mann in ihrem Leben einschränken zu lassen. Deshalb nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand und macht ihren ehemaligen Freund auf eigene Faust ausfindig. Dass sie sich dabei in große Gefahr begibt, ignoriert sie in diesem Moment, denn sie erhofft sich dadurch, dass die Behörden endlich ihre Arbeit forcieren. Doch auch danach wird sie wieder enttäuscht.
Im Vordergrund ihres Lebens steht ihre kleine und noch junge Firma, die sie endlich voranbringen will. Jedoch lässt der Mann, der ihr so viel Leid angetan hat, nichts unversucht, um sie und ihre Pläne auszubremsen. Sein rigides Vorgehen bleibt auch bei ihr nicht ohne Folgen. Die ständigen Bedrohungen führen dazu, dass Emilia schon mit dem Gedanken spielt, lieber wieder zu dem Mann zurückzugehen, um endlich wieder unbehelligt leben zu können. Ihr Vertrauen in die Behörden und zu ihrem Rechtsanwalt war so stark angeschlagen, dass sie an ein ihr zustehendes Urteil am Ende nicht mehr glauben konnte.
Auch in Deutschland konnte sie keinen Abstand gewinnen. So beschloss sie, ihre gesamte Existenz in der Türkei zu kappen und wieder in Deutschland neu anzufangen. Ständig auf der Flucht zu sein, war für sie keine Option.
Obwohl sie schon nicht mehr daran glaubte, begann auch der Prozess gegen den brutalen Mann. Und sie musste nach richterlicher Anordnung zur Verhandlung erscheinen. Was sie nicht ahnte, war die Tatsache, dass ihm ein Urteil gesprochen wurde, das sie, als Opfer verhöhnte.

Sprachliche Gestaltung und Cover:
Mit viel Empathie lässt die Autorin den Leser an ihrem Leben teilhaben. Sie beschreibt ihre Gefühle so, dass der Leser zwar mitfühlen kann, aber auch noch genügend Raum für eigene Vorstellungen bleibt. An manchen Stellen greift sie auf eine nüchterne Darstellung, um den Leser zu eigenen Bildern anzuregen. Einfühlsam, emotional aber auch sachlich – der Sprachstil passt sich den entsprechenden Situationen an.
Schon das Cover lässt erahnen, dass die Autorin ihrem „Paradies“ den Rücken gekehrt hat. Somit ist der Satzanfang, der bei Verkündung eines jeden Urteils steht auch mit einem Fragezeichen versehen. Und das Buch bestätigt diese Infragestellung. 

Eigene Meinung:
Hat man beide Bücher gelesen, sieht man auch die starke Entwicklung, die Autorin genommen hat. Von einer Frau, die sich für eine Liebe aufgegeben hat, zu einer Frau, die selbstbewusst ihr Leben in die Hand nimmt und wieder ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen kann. Eine Frau, die nicht vergisst, aber dennoch einen Schlussstrich ziehen kann. Zu keiner Zeit lässt sie den Schluss zu, dass sie Hassgefühle entwickelt hat. Sie zeigt lediglich, dass sie von der Arbeit des Anwaltes und der Justiz maßlos enttäuscht ist.
Emilia Pfeifer beschreibt zum einen, was Frauen erdulden, um die scheinbare Liebe eines Menschen zugewinnen, zum anderen auch die Bedeutung einer starken Familie und die damit verbundene neu gewonnene Kraft, mit der es solchen Frauen gelingen kann, sich aus ihrem Martyrium zu befreien. Mit beiden Büchern will sie anderen Frauen, die in ähnlichen Situationen leben, Kraft und Mut geben, sich ein eigenständiges und glückliches Leben wiederaufzubauen. Ein Roman, ein Tatsachenbericht, ein Ratgeber – Das alles vereinen beide Bücher.

Kommentieren0
56
Teilen
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "MISSHANDELT im Namen seiner Ehre - Tatsachen-Roman" von Emilia Pfeifer

Eindringliche Story, schlechte Sprache
Gwhynwhyfarvor 5 Jahren

Wie soll ich das Buch bewerten? Es ist kurz und darum lesbar, obwohl es vom literarischen Standpunkt als Katastrophe zu bezeichnen ist.

Dies ist ein Tatsachenroman. Eine Frau Anfang Fünfzig kauft in der Türkei eine Ferienwohnung, genießt den Urlaub in eigenen vier Wänden am Meer. Emilia lernt Idris kennen. Von Anfang an rät ihr ein schlechtes Gefühl, diesen Mann nicht näher kennenzulernen. Aber er zeigt sich galant, höflich, unaufdringlich, humorvoll. Per Mail legt er ihr sein Herz zu Füssen. Zurück in der Türkei geht es dann ganz schnell: nach 4 Wochen ziehen sie zusammen. Hier fehlt mir ein Rückblick. Warum hat Emilia so viel Zeit, in die Türkei zu fahren, sie ist berufstätig? Später erwähnt sie, dass sie schon länger an Burnout und Depression leidet. Warum? Vielleicht würden Einblicke hierzu ihr Verhalten erklären. Die erste Gewalttat durch Idris fällt gleich in die erste Zeit, auch sein Alkoholismus. Emilia verzeiht. Es folgen immer wieder Trennungen und Exzesse, immer wieder lässt sich Emilia auf Idris ein, lässt sich einlullen in die „Verzeih mir, ich ändere mich – Nummer“. Emilia beschreibt, dass sie selbst nicht versteht, warum sie sich das alles gefallen lässt. Schnell erkennt sie, Idris ist Alkoholiker, er liebt nicht sie, sondern er benötigt einen Finanzier. Einmal beschreibt sie, wie glücklich sie war, wenn Idris sie mit seiner Liebe überschüttete, in seiner unvergleichlichen Art, das angenehme Gefühl geliebt zu werden, nicht allein zu sein. Ein anderes Mal freut sie sich, wie herzlich er mit ihrer fast erwachsenen Tochter umgeht. Hier kommt ihr schlechtes Gewissen heraus, der Tochter einen Vater zu geben, einen, den man gern haben kann.
Mit Logik ist das Handeln von Emilia nicht nachvollziehbar, wie eigentlich immer in solchen Beziehungen. Meistens geht es um Frauen, aber manchmal auch um Männer. Hier geht es um körperliche Gewalt. Aber auch psychische Gewalt ist nicht zu unterschätzen, die in Beziehungen über Jahre erduldet wird. Es geht immer um das Gleiche: Macht und Gewalt (körperlich oder psychisch), es geht um Demütigung und Unterdrückung des Partners. In der Schweiz gab gerade heute das Bundesgesundheitsamt eine Statistik heraus, dass bei den Fällen von häuslicher Gewalt meistens Alkohol im Spiel ist. Dieses Buch sollte man lesen, um zu verstehen. Der Gedemütigte kann sich selbst in der Regel nicht helfen. Jemand der gegenüber seinem Partner gewalttätig wird, macht es immer wieder. Es gibt keine Ausrutscher. Beim Lesen des Buches weiss man nicht genau, ob man die Taschentücher zum Heulen bereitlegen soll oder lieber den Eimer zum Kotzen. Es ist eindringlich. Und darum ist es ok. Ich habe es an einem Abend durchgelesen.
Nun zum Sprachlichen. Die Autorin erwähnt, sie besitze einen Hochschulanschluss. Den vermisse ich aber gewaltig! Das Buch ist in allereinfachster Ausdrucksweise verfasst, voller Grammatikfehler, in grober Hilfsverbkonstruktion, voller Füllworte. Ich hätte mir gewünscht, die Autorin hätte sich mit einem professionellen Schreiber zusammengetan, denn die Geschichte sollte erzählt werden. So muss man beide Augen zudrücken und sich sprachlich hindurchlavieren. Ex: „Sie sei zu Hause, weil auch im Hotel die Leute sich nach drinnen verzogen hätten. Doch warum heulte sie deswegen? Eigentlich hatte sie sich doch immer beschwert, dass sie auch mal einen freien Tag brauche, dass sie ihre Wohnung wieder einmal auf Vormann bringen wollte. Uns jetzt, wo sie diesen Tag hatte, heulte sie, brachte kaum ein Wort heraus. Ich erzählte dies Helmut. Auch er war verdattert.“ - „Geld hatte ich nicht mehr und eine Karte nicht dabei.“ (was auch immer die Karte ist) – Idris wischte die Wohnung, das Blut schien sich zu vermehren.“ (sie blutete nach einem Selbstmordversuch). – „Was ich nicht wusste, war, dass er, während ich auf den Bus wartete, im Krankenhaus angerufen hatte, um dort Bescheid zu geben, dass ich kommen müsste. Man sollte ihm Bescheid geben, wenn ich da wäre. Sonst hätte er mich gesucht. Er kannte Moni und so hätte er mich gefunden. Im Krankenhaus wurde mein Arm zusammengeflickt. Auf die Frage, was passiert sei, habe ich eine Ausrede gebraucht.“

Wer über die grottenschlechte Sprache hinwegsehen kann, der sollte das Buch lesen, die Geschichte ist es wert. 

Kommentieren0
4
Teilen
K

Rezension zu "Im Namen der Gerechtigkeit? - Misshandelt im Namen seiner Ehre Band 2 - Tatsachenroman" von Emilia Pfeifer

Enttäuscht von der Gerechtigkeit
Katja05vor 5 Jahren

Bibliografie:
erschienen im Verlag DeBehr 2014
umfasst 221 Seiten

Inhalt:
Emilia geht zurück in die Türkei, da sie sich endlich wieder um ihr Geschäft kümmern musste. Was sie nicht berücksichtigt, ist die Tatsache, dass ihr Peiniger und ehemaliger Freund Idris darüber informiert werden würde. Nun folgen Angst und Bedrohung. Auch vonseiten des Anwaltes hat sie wenig Hilfe zu erwarten. Alle Versprechungen, die ihr Anwalt und Justiz gemacht hatten, sind ergebnislos verlaufen.
Emilia hat nicht vor, sich durch diesen Mann in ihrem Leben einschränken zu lassen. Deshalb nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand und macht ihren ehemaligen Freund auf eigene Faust ausfindig. Dass sie sich dabei in große Gefahr begibt, ignoriert sie in diesem Moment, denn sie erhofft sich dadurch, dass die Behörden endlich ihre Arbeit forcieren. Doch auch danach wird sie wieder enttäuscht.
Im Vordergrund ihres Lebens steht ihre kleine und noch junge Firma, die sie endlich voranbringen will. Jedoch lässt der Mann, der ihr so viel Leid angetan hat, nichts unversucht, um sie und ihre Pläne auszubremsen. Sein rigides Vorgehen bleibt auch bei ihr nicht ohne Folgen. Die ständigen Bedrohungen führen dazu, dass Emilia schon mit dem Gedanken spielt, lieber wieder zu dem Mann zurückzugehen, um endlich wieder unbehelligt leben zu können. Ihr Vertrauen in die Behörden und zu ihrem Rechtsanwalt war so stark angeschlagen, dass sie an ein ihr zustehendes Urteil am Ende nicht mehr glauben konnte.
Auch in Deutschland konnte sie keinen Abstand gewinnen. So beschloss sie, ihre gesamte Existenz in der Türkei zu kappen und wieder in Deutschland neu anzufangen. Ständig auf der Flucht zu sein, war für sie keine Option.
Obwohl sie schon nicht mehr daran glaubte, begann auch der Prozess gegen den brutalen Mann. Und sie musste nach richterlicher Anordnung zur Verhandlung erscheinen. Was sie nicht ahnte, war die Tatsache, dass ihm ein Urteil gesprochen wurde, das sie, als Opfer verhöhnte.

Sprachliche Gestaltung und Cover:
Mit viel Empathie lässt die Autorin den Leser an ihrem Leben teilhaben. Sie beschreibt ihre Gefühle so, dass der Leser zwar mitfühlen kann, aber auch noch genügend Raum für eigene Vorstellungen bleibt. An manchen Stellen greift sie auf eine nüchterne Darstellung, um den Leser zu eigenen Bildern anzuregen. Einfühlsam, emotional aber auch sachlich – der Sprachstil passt sich den entsprechenden Situationen an.
Schon das Cover lässt erahnen, dass die Autorin ihrem „Paradies“ den Rücken gekehrt hat. Somit ist der Satzanfang, der bei Verkündung eines jeden Urteils steht auch mit einem Fragezeichen versehen. Und das Buch bestätigt diese Infragestellung. 

Eigene Meinung:
Hat man beide Bücher gelesen, sieht man auch die starke Entwicklung, die Autorin genommen hat. Von einer Frau, die sich für eine Liebe aufgegeben hat, zu einer Frau, die selbstbewusst ihr Leben in die Hand nimmt und wieder ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen kann. Eine Frau, die nicht vergisst, aber dennoch einen Schlussstrich ziehen kann. Zu keiner Zeit lässt sie den Schluss zu, dass sie Hassgefühle entwickelt hat. Sie zeigt lediglich, dass sie von der Arbeit des Anwaltes und der Justiz maßlos enttäuscht ist.
Emilia Pfeifer beschreibt zum einen, was Frauen erdulden, um die scheinbare Liebe eines Menschen zugewinnen, zum anderen auch die Bedeutung einer starken Familie und die damit verbundene neu gewonnene Kraft, mit der es solchen Frauen gelingen kann, sich aus ihrem Martyrium zu befreien. Mit beiden Büchern will sie anderen Frauen, die in ähnlichen Situationen leben, Kraft und Mut geben, sich ein eigenständiges und glückliches Leben wiederaufzubauen. Ein Roman, ein Tatsachenbericht, ein Ratgeber – Das alles vereinen beide Bücher.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
kiki62s avatar
Es geht mir das Herz auf, wenn ich sehe, dass mein buch bei Amazon so gut angenommen wird. Die Platzierungen bei den e-Books zeigen, dass es anscheinend viele Frauen gibt, die mit dem Thema Gewalt in einer Beziehung konfrontiert werden. Ich habe das Buch geschrieben, um anderen Frauen Mut zu machen, ihnen bei einer wichtigen Entscheidungsfindung zu helfen. 
Raus der Gewaltspirale. Nur so kann Frau wieder ein erfülltes und glückliches Leben führen. Lasst euch nicht erst halb tot schlagen. Dieses Recht hat kein Mann. Und von Liebe kann man da wohl schon gar nicht sprechen. Ich nenne es Besitzergreifung und Entwürdigung. 
Zum Thema
kiki62s avatar
Mein Tatsachenroman "Misshandelt im Namen seiner Ehre" ist endlich auf dem Buchmarkt. Ich hoffe, dass meine Absicht auch umgesetzt werdene kann. Ich will Frauen Mut machen, sich aus der Gewaltspirale zu befreien. Nicht erst nach dem x-ten Mal, sondern sofort, nach dem ersten Gewaltausbruch. Mich hat es fast mein Leben gekostet, dass ich diesem Mann verziehen habe. Niemals sind Schläge oder auch "nur" eine Ohrfeige ein Ausrutscher oder Schuld des Opfers.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Emilia Pfeifer wurde am 26. Juli 1962 in Greiz (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 8 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks