MISSHANDELT im Namen seiner Ehre - Tatsachen-Roman

von Emilia Pfeifer 
3,0 Sterne bei1 Bewertungen
MISSHANDELT im Namen seiner Ehre - Tatsachen-Roman
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Inhaltsangabe zu "MISSHANDELT im Namen seiner Ehre - Tatsachen-Roman"

Da bin ich nun, geschunden, misshandelt, in einem fremden Land, bei einer alten Frau. Sie gewährt mir heimlich Unterschlupf und versorgt mich. Bei meiner Flucht aus der Wohnung konnte ich nur das Notwendigste an Kleidung mitnehmen. Ich spüre diese Schmerzen. Und die Bedrohung, die von dem Mann ausgeht, den ich doch liebte, mit dem es hätte so schön sein sollen - aber er zeigte mir bald sein wahres Gesicht. Jetzt sucht er nach mir. Ich soll zu ihm zurück. Ich habe seine Ehre verletzt. Angst schnürt mir die Kehle zu - was, wenn er mich FINDET! Meine erwachsenen Kinder warten verzweifelt, dass ich nach Hause komme, um in Deutschland endlich in Sicherheit zu sein. Ich lasse die letzten Jahre Revue passieren. Vieles hat schon darauf hingewiesen, dass mir große Gefahr droht, an diesem malerischen Ort am Meer, einem Paradies auf Erden, welches ich mit einem Monster teilte... Ein Tatsachenroman. Als Taschenbuch 214 Seiten, 191.593 Zeichen

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B00C8CPPNA
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:118 Seiten
Verlag:DeBehr Verlag
Erscheinungsdatum:05.04.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 5 Jahren
    Eindringliche Story, schlechte Sprache

    Wie soll ich das Buch bewerten? Es ist kurz und darum lesbar, obwohl es vom literarischen Standpunkt als Katastrophe zu bezeichnen ist.

    Dies ist ein Tatsachenroman. Eine Frau Anfang Fünfzig kauft in der Türkei eine Ferienwohnung, genießt den Urlaub in eigenen vier Wänden am Meer. Emilia lernt Idris kennen. Von Anfang an rät ihr ein schlechtes Gefühl, diesen Mann nicht näher kennenzulernen. Aber er zeigt sich galant, höflich, unaufdringlich, humorvoll. Per Mail legt er ihr sein Herz zu Füssen. Zurück in der Türkei geht es dann ganz schnell: nach 4 Wochen ziehen sie zusammen. Hier fehlt mir ein Rückblick. Warum hat Emilia so viel Zeit, in die Türkei zu fahren, sie ist berufstätig? Später erwähnt sie, dass sie schon länger an Burnout und Depression leidet. Warum? Vielleicht würden Einblicke hierzu ihr Verhalten erklären. Die erste Gewalttat durch Idris fällt gleich in die erste Zeit, auch sein Alkoholismus. Emilia verzeiht. Es folgen immer wieder Trennungen und Exzesse, immer wieder lässt sich Emilia auf Idris ein, lässt sich einlullen in die „Verzeih mir, ich ändere mich – Nummer“. Emilia beschreibt, dass sie selbst nicht versteht, warum sie sich das alles gefallen lässt. Schnell erkennt sie, Idris ist Alkoholiker, er liebt nicht sie, sondern er benötigt einen Finanzier. Einmal beschreibt sie, wie glücklich sie war, wenn Idris sie mit seiner Liebe überschüttete, in seiner unvergleichlichen Art, das angenehme Gefühl geliebt zu werden, nicht allein zu sein. Ein anderes Mal freut sie sich, wie herzlich er mit ihrer fast erwachsenen Tochter umgeht. Hier kommt ihr schlechtes Gewissen heraus, der Tochter einen Vater zu geben, einen, den man gern haben kann.
    Mit Logik ist das Handeln von Emilia nicht nachvollziehbar, wie eigentlich immer in solchen Beziehungen. Meistens geht es um Frauen, aber manchmal auch um Männer. Hier geht es um körperliche Gewalt. Aber auch psychische Gewalt ist nicht zu unterschätzen, die in Beziehungen über Jahre erduldet wird. Es geht immer um das Gleiche: Macht und Gewalt (körperlich oder psychisch), es geht um Demütigung und Unterdrückung des Partners. In der Schweiz gab gerade heute das Bundesgesundheitsamt eine Statistik heraus, dass bei den Fällen von häuslicher Gewalt meistens Alkohol im Spiel ist. Dieses Buch sollte man lesen, um zu verstehen. Der Gedemütigte kann sich selbst in der Regel nicht helfen. Jemand der gegenüber seinem Partner gewalttätig wird, macht es immer wieder. Es gibt keine Ausrutscher. Beim Lesen des Buches weiss man nicht genau, ob man die Taschentücher zum Heulen bereitlegen soll oder lieber den Eimer zum Kotzen. Es ist eindringlich. Und darum ist es ok. Ich habe es an einem Abend durchgelesen.
    Nun zum Sprachlichen. Die Autorin erwähnt, sie besitze einen Hochschulanschluss. Den vermisse ich aber gewaltig! Das Buch ist in allereinfachster Ausdrucksweise verfasst, voller Grammatikfehler, in grober Hilfsverbkonstruktion, voller Füllworte. Ich hätte mir gewünscht, die Autorin hätte sich mit einem professionellen Schreiber zusammengetan, denn die Geschichte sollte erzählt werden. So muss man beide Augen zudrücken und sich sprachlich hindurchlavieren. Ex: „Sie sei zu Hause, weil auch im Hotel die Leute sich nach drinnen verzogen hätten. Doch warum heulte sie deswegen? Eigentlich hatte sie sich doch immer beschwert, dass sie auch mal einen freien Tag brauche, dass sie ihre Wohnung wieder einmal auf Vormann bringen wollte. Uns jetzt, wo sie diesen Tag hatte, heulte sie, brachte kaum ein Wort heraus. Ich erzählte dies Helmut. Auch er war verdattert.“ - „Geld hatte ich nicht mehr und eine Karte nicht dabei.“ (was auch immer die Karte ist) – Idris wischte die Wohnung, das Blut schien sich zu vermehren.“ (sie blutete nach einem Selbstmordversuch). – „Was ich nicht wusste, war, dass er, während ich auf den Bus wartete, im Krankenhaus angerufen hatte, um dort Bescheid zu geben, dass ich kommen müsste. Man sollte ihm Bescheid geben, wenn ich da wäre. Sonst hätte er mich gesucht. Er kannte Moni und so hätte er mich gefunden. Im Krankenhaus wurde mein Arm zusammengeflickt. Auf die Frage, was passiert sei, habe ich eine Ausrede gebraucht.“

    Wer über die grottenschlechte Sprache hinwegsehen kann, der sollte das Buch lesen, die Geschichte ist es wert. 

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