Im kriegsgebeutelten Großbritannien des 5. Jahrhunderts hat König Artus viel zu tun das Land zu vereinen - und dann gibt es dann noch jede Menge Magie. Wir lernen einen jungen Kelten namens Sivar kennen der eine magische Herkunft und ein magisches Schicksal hat.
Der Graphic Novel überzeugt mit einem wunderschönen und einzigartigem Zeichenstil der hervorragend zur Darstellung der keltischen Magie sowie dem hier dargestellten Großbritannien passte. Von düsteren Schlachtfeldern bis zu emotionalen Meerestreffen ist hier alles vorhanden. Leider war das auch das einzige, was mich an der Geschichte überzeugen konnte. Denn.. ich schaffte es nicht in die Handlung reinzukommen. Sivar ist mir unsympathisch & die anderen Protagonisten auch. Es gibt viele Charaktere die nur als Dramatisierung verwendet werden (ganz am Anfang die Freundin von Sivar zB) und die mich einfach nicht berührt haben. Dazu kommt noch, dass die Geschichte einfach nicht authentisch wirkte. Der Plot geht viel zu schnell voran, wirkt auf mich oft viel zu perfekt konstruiert (ich will hier nicht spoilern aber manche Ereignisse haben auf mich klischeehaft und überdramatisch gewirkt und waren irgendwie vorhersehbar) als dass er mich erreicht hätte.
Es mag sein, dass sich die Autoren sehr viel Mühe in der Darstellung von König Artus & Sivar gesteckt haben, mich haben sie damit leider nicht erreicht. Ich habe den Band nach der Hälfte der Zeit abgebrochen. Es fehlten mir einfach wirklich sympathische Charaktere (von Anfang an!), starke Frauen (die auch mal Kriegerinnen sein dürfen) und kleine süße Momente die mehr als nur Mittel zum Zweck sind.
Emiliano Tanzillo
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Emiliano Tanzillo
Der Drachenritter am Artushof
Neue Rezensionen zu Emiliano Tanzillo
Emanuele Arioli hat nach eigenen Angaben zehn Jahre benötigt, um den verschollenen Ritter der Tafelrunde zu finden. Der Roman, der dieser Recherche entsprang, wurde im Herbst 2024 veröffentlicht. Dieses Buch ist die Adaption dieser Geschichte als Graphic Novel.
Die Erzählung ist deutlich stärker von Magie und nordischer Mythologie geprägt wie alle anderen Artus-Geschichten, die mir bekannt sind. Dadurch, dass die dunklen Mächte in diesem Buch Einzug erhalten, ist das Buch nur bedingt für jüngere Leser geeignet. Ich persönlich finde die Geschichte zudem relativ komplex, weshalb es nachvollziehbar ist, dass der Verlag das Buch Lesern ab 12 Jahren empfiehlt.
Es ist auch darüber hinaus kein klassischer Schwert&Degen-Roman und hat auch weniger etwas von einer Abenteuergeschichte. Für mich hatte die Geschichte viel mehr einen deutlich Einschlag von Fantasy. Es mag vielleicht an der jetzigen Zeit liegen, dass der Autor seine gefundenen Fragmente in dieser Art und Weise zusammensetzt. Immerhin hat er mir die Romanvorlage interessant genug gemacht, als dass ich sie mir irgendwann mal vornehmen möchte.
Die Zeichnungen sind markant und die Farbgebung der Story entsprechend angepasst. Was aber besonders auffällt, ist das Großformat, in dem das Buch gedruckt wurde. In diesem kommen die Zeichnungen opulent zur Geltung und gar nicht mal selten, werden Passagen ohne Text erzählt.
Fazit
Es ist eine Geschichte nach meinem Geschmack. Sie bietet eine ausreichend komplexe Story, ist ein gelungener Genremix und ist als Gesamtpaket sehr ansehnlich. Wer gerne für diese Art von Geschichten empfänglich ist, sollte unbedingt einen Blick riskieren.



