Emily Brontë Wuthering Heights

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Inhaltsangabe zu „Wuthering Heights“ von Emily Brontë

Emily Brontës Wuthering Heights erzählt eine tragische Geschichte von Liebe, Rache und Tod, in deren Mittelpunkt der Antiheld Heathcliff steht.

Gelesen als Macmillan Readers Ausgabe (Schullektüre, gekürzte, vereinfachte Version)

— MsPleasant

Eine wilde Liebesgeschichte...

— Irina_Rico

Etwas langatmig.

— LisaMe

Ich wurde mit den Charakteren leider nicht warm.

— BeverlyMarsh19

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  • Wuthering Heights

    Wuthering Heights

    Fornika

    06. June 2017 um 14:28

    Mitten im düsteren, trostlosen Moor von Yorkshire liegt das Anwesen Wuthering Heights. Eines Tages wird das Anwesen aufgeschreckt, denn der aufgefundene Waisenjunge Heathcliff kommt in den Haushalt. Jung und wild, unberechenbar und kaum zu zähmen. Nur die junge Catherine scheint einen Draht zu dem Wildfang zu haben…  Emily Brontë macht es dem Leser in ihrem einzigen Roman aber auch wirklich nicht leicht; für kaum einen Protagonisten kann man Mitgefühl oder Zuneigung entwickeln. Heathcliff wird mit den Jahren noch unliebsamer, auch Catherine ist nun wirklich keine liebreizende junge Dame. Man stelle sich einen Roman mit sämtlichen Antihelden aus z.B. den Büchern von Jane Austen vor: tadaaa, schon hat man die Besetzung von Wuthering Heights. Selten nur kann man Verständnis für die beiden entwickeln, obwohl ihre „Liebes“-geschichte eher ein Drama als romantische Geschichte ist. Sie waren mir trotzdem schlicht und ergreifend zu unsympathisch als dass ich sie hätte bedauern wollen ; ) Dennoch hat das Werk Charme, so habe ich mich beispielsweise königlich über den Diener Joseph amüsiert, der im breitesten (!) Dialekt durch die Seiten schlurft. Ebenso über Nelly, die Ziehmutter der beiden Hauptprotagonisten. Sie ist es auch, die uns ihre Geschichte erzählt, sodass uns das wahre Gefühls- und Innenleben von Heathcliff erspart bleibt. So viel Zorn und düstere Gedanken hätte wahrscheinlich auch kein Leser ausgehalten. Eigentlich gibt es gar nicht so viele Personen, trotzdem habe ich ständig verwechselt, wer denn nun mit wem verwandt, verschwägert oder sonstwie bekannt ist. Dass zwei Personen denselben Namen, und andere sehr ähnliche tragen, hat da nicht unbedingt gegen geholfen. Brontë schreibt sehr angenehm und fließend, die Dialoge sind sehr lebendig. Sie hat eine feine Feder fürs Erzählen und so habe ich trotz all der Düsternis und Antipathie die Geschichte sehr gerne gelesen. Was mich selbst am meisten gewundert hat ; )

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  • Vulkanausbruch im viktorianischen England

    Wuthering Heights

    Fritz_Nitzsch

    06. April 2017 um 17:37

    Die Geschichte von zwei Familien, Earnshaw und Linton, die sich durch gegenseitige Liebes- und Hassbeziehungen, gefördert durch den „Fremden“ Heathcliff zerstören. Auch wenn sich gegenseitig Liebe zwischen den einzelnen Familiengliedern abspielt, hassen sie sich doch über den Tod hinaus. Ferner die Geschichte der Rache des Fremden, der als Waise zur Familie der Lintons kam. Nelly, die Haushälterin erzählt diese Familiengeschichte dem Pächter Lockwood. Sie ist alles andere als unbeteiligt oder unschuldig an der Tragik. Eine pathetische Liebesgeschichte, die trotz ihrer Trivialität als Grund für die Handlungen der einzelnen Akteure ein Vulkanausbruch der Schonungslosigkeit im viktorianischen England gewesen sein muss.

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  • Kabale und Liebe im Hochmoor

    Wuthering Heights

    ichundelaine

    05. January 2017 um 17:04

    Immer wenn ich den Titel "Wuthering Heights" lese, muss ich an das Video denken, in dem Kate Bush schrill singend durch die Heide stakst und Heathcliff kreischt (wer es noch nicht kennt https://www.youtube.com/watch?v=BW3gKKiTvjs) Leider verhält es sich bei der literarischen Vorlage ähnlich wie bei dem Song - nach einer Weile nervt er mich ganz gewaltig. Eigentlich wollte ich dem Buch, nachdem ich die vereinfachte Version irgendwann mal in der Schule gelesen hatte, nach 16 Jahren noch mal eine Chance geben, aber meine Abneigung gegen fast alle Personen im Buch ist geblieben. Ferner war ich von den ganzen Namen von drei Generationen von spinnerten, überspannten Moortrotteln teilweise etwas verwirrt und das Ganze eignet sich absolut nicht als Bahn-Lektüre. Natürlich möchte ich niemandem den Inhalt des Elends vorenthalten, also ein kurzer Abriss der Geschichte:Die Story spielt in den Hochmooren in Yorkshire, eine ziemlich trostlose Gegend, weshalb man sich dort entweder dem Glauben ekstatisch hingibt oder seine eigenen kleinen hauseigenen Psychodramen veranstaltet, so wie die Family Earnshaw, die mächtig durcheinander geschüttelt wird, als der Vater das Findelkind Heathcliff mit nach Hause bringt, welcher sich mit seiner Stiefschwester Catherine sehr gut, mit seinem Stiefbruder Hindley allerdings gar nicht versteht. Als Catherine gegen ihr Herz eine Ehe mit Edgar Linton eingeht, da ihr diese weitaus mehr Prestige udn Reichtümer bringen als eine mit Heathcliff, verlässt letzterer wutschnaubend das Haus und kehrt erst Jahre später als gemachter Mann zurück und drängt Katherine, ihren Mann, den sie eh nicht liebt, zu verlassen. Wer hier jetzt an billige Seifenopern denkt, dem sei gesagt, dass es noch dicker kommt: Heathcliff heiratet die Schwester von Edgar und misshandelt diese und Catherine stirbt bei der Geburt ihrer Tochter Catherine. Nun gibt es für den rachsüchtigen Heathcliff kein Halten mehr und nun zum größten Kritikpunkt an dem Klassiker: die durchweg übertriebenen, durchweg total überspannten Charaktere, denen man gerne einen Yogi-Tee reichen würde, damit sie sich, ihre Existenz und überhaupt alles einfach nicht mehr so wichtig nehmen. Man könnte das Ganze freilich auch als Satire lesen, aber dafür fehlte mich dann doch die Geduld. Habe mich also tapfer durch diesen Roman gequält und werde ihn bei der nächsten Gelegenheit im Bücherschrank aussetzen...

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  • Wuthering Heights

    Wuthering Heights

    FabAusten

    Der junge Waise Heathcliff wird von dem alten Gutsbesitzer Earnshaw aufgenommen. Von nun an lebt er zusammen mit dessen Kindern Hindley und Catherine, genannt Cathy, auf dem Gut Wuthering Heights/Sturmhöhe. Während er und Cathy durch eine Art Seelenverwandtschaft verbunden sind, entwickelt sich zwischen ihm und Hindley große Abneigung. Als der Vater Jahre später stirbt, übernimmt sein Sohn alle Besitztümer. Fortan wird Heathcliff wie ein ungebildeter Arbeiter behandelt und noch mehr als zuvor schikaniert. Als Hindleys Frau stirbt und ihn mit seinem Sohn Hareton zurücklässt, verfällt der dem Spiel und dem Alkohol. Allein Cathy macht Heathcliffs Dasein erträglich, doch eines Tages muss er ein Gespräch belauschen, in dem sie eine mögliche Ehe mit ihm aus gesellschaftlichen Gründen rigoros ausschließt. Hals über Kopf verlässt er daraufhin Sturmhöhe. Dies wiederum stürzt Cathy in eine tiefe Krise, hohes Fieber bricht aus und ihre Nerven werden angegriffen, denn Heathcliff bedeutet ihr mehr, als sie sich selbst eingestehen möchte. Jahre später ist der ein gemachter Mann. Reich und erfahren kehrt er nach Sturmhöhe urück. Da er sich Cathy nun ebenbürtig fühlt, möchte er sie für sich gewinnen, muss aber feststellen, dass sie bereits verheiratet ist. Obwohl sie sich ihrer Liebe zu ihm sehr wohl bewusst ist, lehnt sie es ab, ihren Mann zu verlassen. Schon aus moralischen und gesellschaftlichen Gründen ist sie nicht gewillt, ihre Ehe aufzugeben. Heathcliff sinnt fortan auf Rache und beschwört damit dramatische Ereignisse, denen niemand entkommen kann. Den Plot von Wuthering Heights kann auf die einfache Formel "Rache und Sterben" heruntergebrochen werden. Ohne Zweifel ist der Roman ein Klassiker, aber leider auch eine extreme Schwarte. Im Gegensatz zu Jane Eyre, dem Werk ihrer Schwester Charlotte. ist Sturmhöhe weniger elegant und feinfühlig sondern eher ein wuchtiger Roman. Die Szenerie der dunklen, stürmischen und kargen Moore Yorkshires und dem kalten, unwohnlichen Herrenhaus ist ebenso unerträglich wie die Charaktere. An Cathy ist nichts Liebenswertes. Sie ist verwöhnt, hochnäsig und verletzt Heathcliff gerne mit ihren Worten. Seine Vernarrtheit kann lässt sich nur so erklären, dass er froh ist, dass in dieser gefühlskalten Welt überhaupt jemand etwas Interesse an ihm zeigt. Im Übrigen ist er ebenfalls ein grausamer Charakter. Es ist zwar nachvollziehbar, warum er auf Rache sinnt, aber da er darüber hinaus keine menschlichen Qualitäten aufweist, fällt es dem Leser schwer Mitgefühl zu haben. Vielmehr entwickelt er gegen ihn, wie auch gegen Hindley und Catherine, eine sehr starke Abneigung. Zum Teil wäre eine Kopfwäsche für Catherine und Heatcliff angesichts ihres Verhaltens mehr als wünschenswert gewesen. Überhaupt werden alle Figuren als schwache Persönlichkeiten gezeigt, wenn sie auch hartherzig sind oder wie Heatcliff stur ihre Pläne verfolgen. Im Grunde sind sie schwach und können nicht großmütig oder mildtätig handeln. Könnten sie es, hätte sich niemals der schicksalhafte Reigen in Gang setzen können, in dem schließlich alle gefangen sind. Allein die Sprache vermag es, den Roman über ein Mittelmaß hinauszuheben. Sie wirkt harmonisch, erweckt die Personen zum Leben und transportiert Stimmungen. Insgesamt ist es zwar erstaunlich, welche Sprachgewalt und Fantasie Emily Bronte mit ihrem Roman zeigt. Andererseits ist der Plot sehr deprimierend und die Figuren negativ. Allein der Status als Klassiker rät jedoch dazu, sich über ihr Werk eine eigene Meinung zu bilden. Wie das einem jeden Leser ja immer zu empfehlen ist. Es gibt eine sehr gute Verfilmung mit Ralph Fiennes und Juliette Binoche aus den 90er Jahren. Eine neuere Adaption für das britische Fernsehen, die sehr werkgetreu sein soll, wurde vor wenigen Jahren gedreht. Von der Aktualität und Attraktivität der Romanvorlage zeugt außerdem eine weitere Verfilmung, die 2012 im Kino zu sehen war. Falls man sich nicht durch den Roman „quälen“ möchte, kann man dort erleben, wie Heathcliff an den Earnshaws und Lintons Rache übt.

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    • 8
  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    Sokrates

    30. November 2011 um 12:22

    Sturmhöhe ist ein Roman, den man immer wieder gerne liest oder sich als Hörbuch vorlesen lässt. Emily Bronte gelingt es sogar ein klein wenig besser, Dramatik, Gefühl und Spannung in einer intelligenten (Liebes-)Geschichte zu vereinen wie ihrer Schwester Charlotte Bronte mit Jane Eyre. – Die Person des Heathcliffe hat Literaturgeschichte geschrieben, genauso wie die Yorkshire Dales, deren Atmosphäre – hat man sie einmal real dort erlebt, so wie ich – einem in Kombination mit der Erinnerung an diesen Roman einfach nicht mehr loslässt. Zur Handlung möchte ich nicht viel verraten; jedoch gelingt Emily Bronte durch eine intelligente Handlung, kleineren mystischen Effekten, eigenwilligen Charakteren und einem äußerst dramatischen Handlungsverlauf (mit wenig optimistischen Einschüben) eine packende und sehr emotionale Liebesgeschichte zu schreiben.

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  • Rezension zu "Wuthering Heights"

    Wuthering Heights

    100Buecher

    27. August 2011 um 23:29

    “And I pray one prayer–I repeat it till my tongue stiffens–Catherine Earnshaw, may you not rest as long as I am living; you said I killed you–haunt me, then! The murdered DO haunt their murderers, I believe. I know that ghosts HAVE wandered on earth. Be with me always–take any form–drive me mad! Only DO not leave me in this abyss, where I cannot find you! Oh, God! it is unutterable! I CANNOT live without my life! I CANNOT live without my soul!" . Wieder habe ich hier ein Buch der Schwestern Brontë. Diesmal schreibt Emily Brontë und es wird ihr einziges Buch bleiben, denn ein Jahr nach seiner Veröffentlichung stirbt die Autorin an Tuberkulose.Angeblich weigerte sie sich bis zuletzt, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich ins Bett zu legen, weil sie "der Natur ihren Lauf" lassen wollte. Ein tragischer Verlust, denn damit hat sie die Welt um weitere Geschichten wie diese gebracht! Vor ein paar Tagen habe ich ich Wuthering Heights zu Ende gelesen. Ich konnte mich bis jetzt noch nicht überwinden, eine Rezension zu schreiben, ganz einfach weil mir die Worte fehlen. Dieses Buch ist eine Naturgewalt, es überrollt den Leser mit seiner Leidenschaft, seiner Grausamkeit, seiner Schönheit. Seit ich die Geschichte aus der Hand gelegt habe, konnte ich sie kaum einen Moment aus meinen Gedanken verbannen. Die Charaktere verfolgen den Leser weit über das Ende hinaus. . Wuthering Heights, zu deutsch "Sturmhöhe", ist ein Anwesen tief im Herzen der Moore Englands. Die Menschen hier sind abgehärtet und zäh, die rauhe Landschaft und das harte Wetter können ihnen nichts anhaben. Zwei Geschwister wachsen auf dem Anwesen auf, Catherine Earnshaw, Cathy genannt, und ihr älterer Bruder. Als Cathy sechs Jahre alt ist, bringt ihr Vater ein Findelkind mit nach Hause. Dieser kleine Junge mit dem Namen Heathcliff wird von da an vom alten Earnshaw ständig bevorzugt, was Cathys Bruder dazu bringt, ihn abgrundtief zu hassen und zu schickanieren. Cathy leidet darunter, denn sie und Heathcliff werden die allerbesten Freunde. Als die Jahre vergehen, wächst Cathy zu einer atemberaubend schönen, jedoch furchtbar egoistischen jungen Frau heran. Heathcliff, dem nach dem Tod des Vaters niemand mehr Aufmerksamkeit, geschweige denn Bildung, zuteil werden lassen hat, verwahrlost immer mehr und wird zu einem finsteren, übellaunigen Eigenbrötler. Seine ganze Liebe gehört Cathy, denn die beiden sind weiterhin unzertrennlich. . Die Geschichte spitzt sich zu, als Cathy den Heiratsantrag des jungen, reichen und dabei herzensguten Edgar Linton annimmt, obwohl sie ganz genau weiß, dass sie ihn nicht liebt. "I have no more business to marry Edgar Linton, than I have to be in heaven; and if the wicked man in there had not brought Heathcliff so low, I shouldn´t have thought of it. It would degrade me, to marry Heathcliff now, so he shall never know how i love him: and that, not because he´s handsome, Nelly, but because he´s more myself than I am. Whatever our souls are made of, his and mine are the same: and Linton is as different as a moonbeam from lightning, or frost from fire." Heathcliff, der diese Sätze zufällig mit angehört hat, läuft davon. Drei Jahre lang bleibt er verschwunden und in dieser Zeit heiraten Cathy und Edgar Linton und führen eine einigermaßen glückliche Ehe, die vor allem davon getragen wird, dass Edgar seine launische, selbstzerstörerische Frau vergöttert und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Doch dann steht auf einmal Heathcliff wieder vor der Tür, und er ist nicht mehr der verwahrloste kleine Junge, sondern ein gepflegter Gentleman, der es zu Geld gebracht hat. Und er sinnt auf Rache. . Dieses Buch hat im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts eine ganze Flut von Kritikern hinter den Öfen hervor gelockt. Als dann noch bekannt wurde, dass das Buch von einer Frau geschrieben worden war (Wie ihre Schwester hatte auch Emily Brontë zuerst unter einem männlichen Pseudonym veröffentlicht), kannte die Entrüstung keine Grenzen mehr. Wie konnte eine Frau derart wilde Charaktere erschaffen? Zum ersten mal in dieser Zeit wurde ein so offensichtlich bösartiger Charakter wie Heathcliff zum Held eines Buches. Doch auch heute noch ist das verwirrend. Normalerweise gibt es in einer Geschichte ganz klar abgegrenzt das Gute und das Böse, das Helle und das Dunkle. Der Leser weiß genau, auf welcher Seite er zu stehen hat. Und normalerweise sind die "Guten" diejenigen, die die Liebe auf ihrer Seite haben.Wie aber ist es hier? Alle Figuren zeigen irgendeine Art von Liebe, mit Sicherheit. Aber keinem Charakter wird von der Autorin eine derartige Präsenz zugebilligt wie der zerstörerischen Strahlkraft Catherines, der vergeltungsgetriebenen Leidenschaft Heathcliffs. Und aus seiner Leidenschaft speist sich das Buch,sie gibt ihm seine Kraft. Die weniger leidenschaftlichen, dafür nach menschlichen Maßstäben "guten" Charaktere werden von Catherine und Heathcliff ins Abseits gedrängt, sie sind austauschbar, kaum präsent. . Mein Fazit: Ich habe Wuthering Heights atemlos verschlungen. Liebe war niemals so gefährlich, so zerstörerisch, wie hier. Wenn zwei derart egoistische Charaktere wie Heathcliff und Cathy aufeinandertreffen, dann wird ihre Liebe zu einer unberechenbaren dunklen Macht, die alles verbrennt, was mit ihr in Berührung kommt. Als das Buch beginnt, ist Cathy schon tot; in den Wahnsinn getrieben und dann zugrunde gerichtet durch ihre unmögliche Liebe. Heathcliff jedoch überlebt und seine verzweifelte Bösartigkeit ruiniert im Laufe des Buches mehrere Leben. Der Leser verfällt einem Sog, der alles mit in den Abgrund reißt. Und ganz nebenbei verfällt er auch der Schönheit der wilden, englischen Landschaft. Ein Klassiker. Ein Muss. Und eine Fragen aufwerfende Abhandlung über den Egoismus der Liebe

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  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    TNTina

    06. August 2011 um 15:20

    Als Name schon länger ein Begriff, wusste ich doch nicht mehr, als dass es eine traurige Liebesgeschichte sein sollte und dass es einen Boom auf das Buch gab, nachdem es Stephenie Meyer in ihren Romanen der Twilight-Sage so oft zitiert. Demensprechend mit großen Erwartungen ging ich ans Lesen. Naja, was soll ich sagen, ich war nicht wirklich begeistert und kann auch den Hype um das Buch nicht wirklich verstehen. Der Inhalt: Das Buch handelt von den beiden Familien Earnshaw und Linton. Die Earnshaws bestehen aus Vater, Mutter sowie den Kindern Catherine und Hindley, bis eines Tages der Vater von seinen Reisen einen Zögling (Heathcliff) mitbringt, von dem niemand so wirklich weiß, woher er eigentlich stammt. Die Familie Linton besteht ebenfalls aus Vater, Mutter und zwei Kindern: Isabella und Edgar. In der Jugend spielen Catherine und Heathcliff viel gemeinsam, verbringen ihre Zeit gemeinsam und werden Freunde. Nur leider ziemt sich das nicht wirklich, da Heathcliff ja nicht wirklich vom Stande ist. So heiratet Catherine später Edgar Linton und Heathcliff hat sein Leben darunter zu leiden, dass er kein wirklicher Earnshaw ist. Deshalb sinnt er auf Rache. Er brennt mit Edgars Schwester Isabella durch und heiratete diese. Alle weiteren Schritte seinerseits sind eigentlich Maßnahmen seiner Racheaktion gegen alle, von denen er sich ungerecht behandelt fühlte. Und er stürzt damit mehr als nur sich selbst ins Unglück. Meine Meinung: Dass die Handlung nicht wirklich fröhlich und heiter sein würde, war mir von Anfang an klar. Aber das Buch wurde von einer solchen Düsterheit durchzogen und immer wieder wurden Neuerungen nur mit Gewalt vorangetrieben, so dass mich dieses Buch oft sehr schnell ermüdete. Was ich besonders gut fand, war der Familienstammbaum in meiner Ausgabe, so dass man dem anfangs doch recht verworrenenen Handlungssträngen gut folgen konnte. Wo jetzt aber die besondere Liebe der beiden Hauptgestalten Catherine und Heathcliff stattfinden sollte, ist mir leider nicht klar geworden. Große Liebe ist normalerweise nicht unbedingt von Egosimus geprägt, sondern von dem Zusammensein wollen, dem Gemeinsamen. Ein Fazit des Romans findet sich jedoch trotzdem: der Verlust einer besonderen Liebe lässt den Hinterbliebenen oftmals nicht mehr Herr seiner Sinne sein und denn Verstand verlieren.

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  • Leserunde zu "Sturmhöhe" von Emily Brontë

    Sturmhöhe

    Mina - Das Irrlicht

    Nun eröffne ich feierlich die erste der Hallen der Klassiker. Mögen wir viel Freude und Erkenntnis haben, in dem wir gemeinsam in die Welt der Klassiker abtauchen und einander berichten, was wir fühlen, denken und erleben. Möge hier Raum sein für Fragen und Meinungen aller Art Die Leserunde beginnt offiziell am 01.07.2011 - aber es darf auch vorgestöbert und -geplaudert werden! Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit!

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    • 135
  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. March 2011 um 08:05

    Einer der beliebtesten Romane der englischen Literatur, und Emily Brontes einziger Roman. Er erzählt von der Freundschaft und Liebe zwischen der verwöhnten Catherine und dem Waisenjungen Heathcliff, und den Verwirrungen und Tragödien die daraus für die beiden und für die nachfolgenden Generationen entstehen. Eine spannende und leidenschaftliche, zuweilen auch schaurige Geschichte, die in starken Bildern erzählt wird. Brontes einzigartiger Stil und die große Emotionalität machen das Lesen zu einem Erlebnis. Trotzdem hatte ich von diesem Roman ein wenig mehr erwartet, an die Romane ihrer Schwestern reicht er für mich nicht heran, die Charaktere konnten mich nicht wirklich fesseln sondern blieben für mich zu flach und ihre Beweggründe zu undurchdacht. Zudem ist die Erzählperspektive manchmal etwas verwirrend.

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  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    karlla

    04. November 2010 um 22:09

    Der altmodishe Sprachstil ist für den ungeübten Leser englischsprachiger Literatur möglicherweise anfangs etwas anstrengend. Aber ich finde gerade diese Eigentümlichkeit sehr charmant. Inhaltlich finde ich das Buch eher anstrengend. Man könnte den Eindruck gewinnen, Emily Bronte habe eine schlechte Meinung von Männern. Die männlichen Charaktere sind endweder abgrundtief bösartig und egoistisch oder verweichlichte Jammerlappen. Das naive, verwöhnte Mädchen, das blindlings in die Falle des finsteren Protagonisten tappt, strapaziert meine Geduld. Soviel Ignoranz und Ungehorsam kann es doch eigentlich gar nicht geben - nicht zu dieser Zeit. Aber niemand vermag es, sie zur Vernunft zu bringen, und ich möchte am liebsten reihenweise Ohrfeigen verteilen. So macht mir lesen keinen Spaß... Eigentlich bin ich mit dem Buch fast durch, aber ich komme nur noch schleppend voran, weil ich es immer wieder zur Seite legen muß.

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  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    Miserable

    18. July 2010 um 13:28

    Wuthering Heights - Sturmhöhe, wer hat noch nicht von diesem Werk gehört? Flüchtig ist wohl vielen die Liebesgeschichte von Cathy und Heathcliff bekannt, sodass ich beschloss, sie mir komplett zu Gemüte zu führen. Heathcliff wird als Kind von Cathys Familie aufgenommen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und später auch Liebe. Doch Catherines Bruder Hindley verabscheut Heathcliff und macht ihm das Leben schwer, sodass Heathcliff eines Tages flieht. Nach mehreren Jahren kehrt er zurück, Catherine ist mittlerweile mehr oder weniger glücklich verheiratet; ihre Gefühle für Heathcliff sind über die Jahre nicht gemindert worden. Als sie am Kindbett stirbt, ist Heathcliff der absolutn Verzweiflung nahe und er macht sich daran, sich an den Leuten zu rächen, die seiner Meinung nach für Cathys Tod verantwortlich sind. Seine Verzweiflung kennt keine Grenzen und erst als er stirbt, ist er wieder glücklich und mit Catherine vereint. Die Geschichte an sich finde ich wunderschön, sehr schön geschrieben und man kann sich oft nur schwer entscheiden, ob man mit Heathcliff sympathisiert oder nicht; schließlich ruiniert er die Leben einiger Leute und besitzt ein sehr hitziges Temperament. Doch in all seinen Taten erkennt man die Sehnsucht nach Catherine, er kann ihren Tod einfach nicht verkraften und sucht Schuldige, um seine eigene von sich zu weisen. Ein großes Manko an Emily Brontes Werk ist für mich der Schreibstil. Die Liebesgeschichte wird rückblickend von Catherines Kindermädchen und von Mr. Lockwood erzählt, sodass es oft eine gewisse Distanz zu dem Erzählten gibt und man nur schwer die Gefühle und Gedankengänge der Protagonistern verstehen kann. So hat sich das Buch auch teilweise etwas gezogen, sodass ich es, als ich ungefähr in der Mitte angelangt war, weglegen wollte, doch zum Glück habe ich das nicht getan, da vor allem das Ende für mich absolut atemberaubend ist. Insgesamt lässt sich also sagen, dass Wuthering Heights zu Recht den Ruf at, gelesen werden zu müssen, auch wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig ist.

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  • Rezension zu "Wuthering Heights"

    Wuthering Heights

    labellokiss

    02. January 2010 um 19:26

    Die Sturmhöhe ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, einfach weil es mitreißend und gefühlvoll ist und mich der hinreißende Schreibstil von Emily Bronte immer wieder aufs Neue bezaubert. Nachdem ich das Buch schon zig tausend Mal auf Deutsch gelesen habe, wollte ich es jetzt auch auf Englisch lesen und ich bin wirklich froh, dass ich es getan habe! Meiner Meinung nach ist die Sprache gut verständlich, nur wenn Joseph im Yorkshire-Dialekt redet, versteht man wenig bis gar nichts. Ansonsten finde ich, dass die Sprache die Handlung zusätzlich unterstreicht und wenn man gut in Englisch ist, sollte man das Buch auf jeden Fall auch in der Originalsprache lesen!

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  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    sonjastevens

    13. September 2009 um 16:34

    "Wuthering Heights" beschreibt eine Geschichte um das Haus "Wuthering Heights" und seine Bewohner üner drei Generationen. Der Protagonist, man könnte in diesem Fall auch von einem Antagonisten reden, wird in jungen Jahren vom Herren des Hauses aufgefunden und adoptiert. Jedoch wird er von den anderen Familienmitgliedern verstoßen, nur zu seiner "Schwester" Cathrine entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Als ihr Vater stibt und der Sohn Herr des Hauses wird, sind die schönen Zeiten für Cathrine, aber auch vor allem für Heathcliff vorbei. Aus der Freundschaft zwischen Cathrine und Heathcliff entwickelte sich LIebe, jedoch sah Cathrine in einer Ehe mit dem Nachbarn von Thrushcross Grange Edgar Linton mehr gesellschaftliches Ansehen, daher entschied sie sich für ihn. Das war nun der Punkt an dem Heathcliff nach Rache sehnte. "Sturmhöhe" von Emily Bronte ist ein Klassiker aus der viktorianischen Zeit, geschieben 1848. Die Figur Heathcliffs, das Findelkind, glit als Representant der englischen Unterklasse, die damals von der Oberschichte unterdrückt worden ist. Daher kann das Buch als gesellschaftskritisch gesehen werden. Heathcliff wird aber auch oft als Ding, oder in Bezug zu Satan dargestellt. Besonders an dem Roman ist, dass wirklich alle Charaktere in dem Roman unsympathisch sind, was das Buch auch ziemlich schwierig gemacht hat für mich zu lesen, denn man konnte sich nicht wirklich mit den Personen mitfühlen, eigentlich war es eher egal, was mit ihnen passiert. Das Buch, welches im Original in zwei Teile eingeteilt ist, war vor allem im ersten Teil sehr langweilig. Der zweite Teil war dann schon fessenlder. Ich selber habe für mich gemerkt, dass mir Romane, in denen die Personen sympathisch sind, mir viel besser gefallen. Dennoch denke ich, dass es schon interessant ist, einen mal etwas anderen Roman zu lesen. Ob ich denn nun das Buch weiterempfehlen würde? Das kann ich nicht beantworten, wohl eher nicht, sei denn die Leser interessieren sich sehr für Bücher aus der viktorianschen Zeit Englands. Das englische Original fand ich schwer zu lesen und zu verstehen, so dass ich mich nach ein paar Kapiteln umentschlossen habe und doch das Buch in der deutschen Überstetztung gelesen habe.

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  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    Belle410

    12. March 2009 um 16:18

    Der Roman handelt von der Familie Earnshaw, die auf dem auf einer windgepeitschten Anhöhe im Hochmoor von Yorkshire gelegenen Gutshof „Wuthering Heights“ lebt und der Familie Linton, die im - im fruchtbaren Tal gelegenen - Herrenhaus „Thrushcross Grange“ residiert. Die miteinander verwobene Geschichte der beiden Familien wird über drei Generationen hinweg erzählt. Heathcliff wird als sechsjähriges Findelkind vom alten Earnshaw in Liverpool aufgelesen und mit nach Wuthering Heights genommen, wo er zusammen mit dessen Kindern Hind-ley und Catherine aufgezogen wird. Während Catherine und Heathcliff eine tiefe Freundschaft, fast Seelenverwandtschaft verbindet, schikaniert und misshandelt Hindley den Stiefbruder nach dem Tod des alten Earnshaw. Als sich Catherine dann mit Edgar Linton, dem künftigen Erben von Thrushcross Grange verlobt - nicht weil sie ihn mag, sondern weil er reich ist -, verlässt der gekränkte Heathcliff Wuthering Heights. Drei Jahre später kehrt er jedoch zurück und sinnt auf Rache. Dieser Roman behält durchgängig eine düstere Stimmung bei. Immer wieder wird kriti-siert (und das Gefühl hatte ich auch), dass man sich mit keinem der Protagonisten iden-tifizieren kann, weil keiner durchgängig sympathisch oder durchgängig unsympathisch handelt. Sicherlich ist man am Schicksal von Heathcliff interessiert, aber ob man deshalb in ihm den strahlenden Held der Geschichte sieht? Nein! Dessen ungeachtet ist es eine wunderschöne Geschichte, die trotz Düsternis, Trauer, Intrigen und Verrat doch ein Happy End hat. Zu empfehlen ist das Buch vor allem weiblichen Lesern, die sich für Literatur aus dem 19. Jahrhundert begeistern können. Oder denen, die durch ständige Bezugnahmen auf „Wuthering Heights“ in Literatur und Musik auf die „Urgeschichte“ neugierig geworden sind. In der Originalsprache ist es natürlich um einiges besser.

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  • Rezension zu "Wuthering Heights" von Emily Brontë

    Wuthering Heights

    JuliaO

    10. December 2008 um 23:02

    50/50...
    es ist eine wirklich interessante Geschichte, aber teilweise etwas "zäh"...
    Vor allem wenn man direkt davor eine Jane Austen gelesen hat ;)

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