Emily Gillmor Murphy Jetzt und hier und vielleicht für immer

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Inhaltsangabe zu „Jetzt und hier und vielleicht für immer“ von Emily Gillmor Murphy

Tom weiß allzu gut, dass man mit einem gewissen Alkoholpegel leichter durch den Tag kommt. Dann treffen ihn die Worte seiner Mutter nicht so sehr, und dass sich sein Vater nur noch für seine neue Familie interessiert, ist auch besser auszuhalten. Olive hingegen ist in einer intakten Familie aufgewachsen, die sie über alles liebt. Als sie nach Dublin zum Studieren geht, erlebt sie eine ganz neue Welt. Ihr Leben scheint perfekt – bis ein schreckliches Ereignis alles verändert. Als Olive und Tom sich auf einer Party kennenlernen, ist Olive genervt von dem bekanntesten Frauenheld der Stadt. Er hingegen erblickt etwas in ihren Augen, das er so noch nie bei einem Mädchen gesehen hat und beginnt, nach allen Regeln der Kunst um sie zu werben. Als sein wahres Motiv allerdings ans Tageslicht gerät, bricht er nicht nur Olives Herz, sondern fürchtet, selbst daran kaputtzugehen.

Eine schöne Liebesgeschichte zweier Studenten, allerdings durch die vielen Charaktere teilweise verwirrend

— liesdochmal
liesdochmal

Ein Blick hinter die verschiedensten Fassaden, traurig und wunderschön zugleich. Ich hätte nur gerne noch mehr gehabt!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Die Handlung ist nicht immer bis zum Schluss durchdacht.....es fehlen Verknüpfungen....darunter leidet das Buch.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine schöne Geschichte über verschiedene Probleme unterschiedlicher junger Erwachsener und in deren Mittelpunkt eine süße Liebesgeschichte.

— BookZoom
BookZoom

Die Geschichte von Tom und Olive, ein bezaubernder Roman über die Liebe und Freundschaften.Er sticht aus der Masse förmlich heraus.

— amiga
amiga

Eine so wundervolle Geschichte ♥

— Moonpie
Moonpie

Dieser Roman sticht aus der Masse hervor!

— Fabella
Fabella

... wird auf einer so wundervollen natürlichen und ehrlichen Weise dargeboten, dass man nicht anders kann als dieses Buch zu lieben!

— MissSnorkfraeulein
MissSnorkfraeulein

Eine wirklich schöne, realistische und berührende Geschichte über einen Neuanfang, eine junge Liebe und das Erwachsenwerden.

— DefinitelyMaybe
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  • Eine schöne Geschichte, jedoch zu viele unterschiedliche Probleme

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    BookZoom

    BookZoom

    11. July 2014 um 23:11

    Inhalt: Olive ist neu auf dem College in Dublin, als sie Tom kennenlernt. Zu Beginn ist sie nicht sehr begeistert von dem Frauenheld, doch Tom gibt nicht auf, denn er hat eine Wette am laufen. Doch nach und nach lernt er Olive kennen und es wird mehr, als nur eine Wette. Meinung: "Jetzt und hier und vielleicht für immer" ist das gelungene Debüt von Emily Gillmor Murphy. In 370 Seiten begleiten wir Olive und Tom, die beiden Hauptprotagonisten, aber auch deren Wegbegleiter. Olive kommt aus einem guten, aber nicht allzu leichtem, Familienhaus. Sie lernt Tom auf einer Party kennen und findet ihn gleich unsymphatisch, aber nach und nach lernt sie ihn kennen und natürlich auch lieben. Für meinen Geschmack war dieses Kennenlernen der beiden nicht allzu ausführlich beschrieben. Oft wurde in ein paar Sätzen die vergangenen Treffen kurz zusammengefasst, was natürlich nicht zu vermeiden ist, wenn man ein Buch über einen längeren Zeitraum schreibt, jedoch fehlten mir so Emotionen beim Lesen. Richtig ergreifen konnte mich das Buch leider nur in einer Szene, was jedoch dem Lesefluss bei mir keinen Abbruch tat, was vor allem wohl am Schreibstil lag. Dieser ist flüssig und zog mich ein in die Geschichte, so dass ich schon nach ein paar Seiten in der Handlung war. Nicht nur Olive und Tom berichten die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive, sondern auch noch zwei weitere Personen. Ich finde hier hätte die Autorin sich mehr auf die beiden Hauptprotagonisten konzentrieren sollen, denn so waren es zu viele Geschichten. Trotzdem habe ich auch diese Kapitel gern gelesen, denn die Geschichten an sich sind gut, nur wären sie vielleicht für weitere Bücher besser gewesen. Fazit: "Jetzt und hier und vielleicht für immer" ist trotz meiner Kritikpunkte eine schöne Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und hat mich gleich von Beginn an gefesselt. Die Grundidee finde ich sehr gut, auch wenn sie nicht viel neues aufzuweisen hat. Die jungen Erwachsenen haben mit vielen Problemen zu kämpfen, vielleicht mit zu vielen, denn so fehlten mir die ergreifenden, emotionalen Szenen. So gebe ich 3 1/2 Sterne, hier aufgerundet auf 4.

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  • Einheitsbrei

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    splitterherz

    splitterherz

    06. July 2014 um 17:42

    "Leben bedeutet, dass man atmet. Sich bewegt. Das Herz pumpt Blut durch den Körper. Wenn man Glück hat, hat man fünf funktionstüchtige Sinne. Man sieht, riecht, berührt, schmeckt und hört. Doch was, wenn sie nicht mehr funktionieren? Wenn Verstand und Körper nicht mehr normal arbeiten und alles weg ist? Wenn man nichts mehr fühlt? Nur noch Taubheit?" ["Jetzt und hier und vielleicht für immer" // Emily Gillmor Murphy // S. 319] Erster Satz: Der eiskalte Wind verschlug mir den Atem. Inhalt: Tom weiß allzu gut, dass man mit einem gewissen Alkoholpegel leichter durch den Tag kommt. Dann treffen ihn die Worte seiner Mutter nicht so sehr, und dass sich sein Vater nur noch für seine neue Familie interessiert, ist auch besser auszuhalten. Olive hingegen ist in einer intakten Familie aufgewachsen, die sie über alles liebt. Als sie nach Dublin zum Studieren geht, erlebt sie eine ganz neue Welt. Ihr Leben scheint perfekt – bis ein schreckliches Ereignis alles verändert. Als Olive und Tom sich auf einer Party kennenlernen, ist Olive ge­nervt von dem bekanntesten Frauenheld der Stadt. Er hingegen erblickt etwas in ihren Augen, das er so noch nie bei einem Mädchen gesehen hat und beginnt, nach allen Regeln der Kunst um sie zu werben. Als sein wahres Motiv allerdings ans Tageslicht gerät, bricht er nicht nur Olives Herz, sondern fürchtet, selbst daran kaputtzugehen. [via Amazon] Meine Meinung: "Jetzt und hier und vielleicht für immer" hat versucht mich auf den verschiedensten Ebenen zu packen, ist mir mit donnernden Schritten hinterhergerannt, hat versucht, mich mit bösen Jungs und Drogen zu beeindrucken, ist die Mitleids-Trauer-Schiene gefahren und hat es mit einer Liebesgeschichte ausprobiert, aber letztendlich ist jede Bemühung gescheitert. "Jetzt und hier und vielleicht für immer" konnte mich nicht packen. Nicht am Anfang, nicht in der Mitte und auch nicht am Ende, denn diese Geschichte ist so spurlos an mir vorbeigegangen, dass ich zwischenzeitlich das Gefühl habe, sie gar nicht gelesen zu haben. Vielleicht weil die Geschichte um Olive und Tom nicht wirklich Neues bietet, vielleicht aber auch, weil die Autorin es sich mit den vielen verschiedenen Perspektiven wirklich sehr schwer gemacht hat, vielleicht letztendlich auch, weil es einfach zu überladen war. Wo man auch hinsieht, in diesem Buch findet man Drama an jeder Ecke und ganz ehrlich - irgendwann wird einem die Stimmung zu schwer, irgendwann weiß man auch gar nicht mehr, in welche Richtung die Geschichte überhaupt gehen soll. Soll sie Liebesdrama sein? Charakterroman? Eine Drogenerzählung? Oder vielleicht gar eine Geschichte, die von Verlust erzählt? Irgendwie versucht sie all das zusammen zu sein und schafft so die Kurve zu einem berührenden Buch nicht. Ja, die Geschichte hat mich nicht einmal in den dramatischsten und traurigsten Momenten berührt, der zähe Erzählstil hat mich gelangweilt und das immergleiche Schema (Wette, Bad Boy, Zähmung, Auflösung) genervt. Murphy bringt einfach keine Originalität in die Geschichte und rettet das Ganze nicht einmal mit interessanten Figuren. Im Gegenteil, alle Charaktere entsprechen einem Klischee und wirken so starr und blass, was eine Identifikation schier unmöglich machte. Protagonistin Olive wirkt unnahbar und überhaupt konnte ich mich nicht auf sie einlassen, weil sie passiv und langweilig anmutet. Im Gegensatz dazu versucht Tom den harten Bad Boy zu mimen, was man ihm aber irgendwie auch nicht abkaufen mag. Die verschiedenen Perspektiven von Nebenfiguren verwirren und führen dazu, dass man sein Interesse nicht auf eine Figur projizieren kann, sondern vielmehr das Gefühl hat, an viel zu vielen Fronten zu kämpfen. "Es ist schon verrückt, dass sich innerhalb kürzester Zeit  alles verändern kann. Aber manchmal ist es auch so, dass die Freude einfach bleibt. Dass man glücklich ist." [S. 337] Doch auch die Handlung bietet weder Spannung, noch frischen Wind. Bei manchen Büchern ist es ja ganz nett, wenn man weiß, wie die Geschichte endet, aber in diesem Fall wusste man zwischenzeitlich sogar, was im Mittelteil passiert. Alles war vorhersehbar, überspitzt und langatmig und führte dazu, dass ich ganz glücklich war, als ich die (eigentlich ja ganz humanen) dreihundertsiebzig Seiten endlich durchgelesen hatte. Wenn man schon einen Roman schreibt, der in die selbe Kerbe schlägt, wie dutzende andere Romane zuvor, muss es dann tatsächlich NOCHMAL eine Geschichte mit Wette sein? NOCHMAL eine Geschichte mit Bad-Boy-Zähmung und allerlei aufgebauschten Drama? Noch dazu eine "traurige" Familiengeschichte, die Mitleid erzeugen soll, am Ende aber einfach nur unecht und sinnlos wirkte? Fazit: Weder jetzt, noch hier und schon gar nicht für immer werde ich diese Geschichte weiterempfehlen. Wer etwas aus dem Genre lesen möchte, ist mit vielen anderen Büchern besser bedient, denn "Jetzt und hier und vielleicht für immer" wärmt lediglich Altbekanntes auf eine ziemlich zähe Art und Weise wieder auf ohne frischen Wind oder Originalität in die Suppe zu werfen. Mit blassen Figuren und konstruierten Schicksalsschlägen bleibt die Geschichte um Olive und Tom lasch und eindimensional, vor allen Dingen aber mit den vielen Perspektiven hat sich Murphy verzettelt, denn die führen nur dazu, dass das Buch noch viel langatmiger ist, als es zuvor schon war - und wie ein Lückenfüller wirkt das ganze dazu. Keine Empfehlung von mir!

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  • ein tolles Buch über das Erwachsen werden :

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    amiga

    amiga

    01. July 2014 um 08:59

    Tom und Olive lernen sich auf einem Studentenfest kennen. Tom ist ein Draufgänger, Olive ist ein ruhiges Mädchen. Sie beide sind verschieden wie Tag und Nacht. Und dann geht es auch noch um eine Wette, die alles aufs Spiel setzt. Lest die Geschichte  von Tom und  Olive, ein gelungenes Debüt übers Erwachsen werden, mit allen Höhen und Tiefen.   Für Jugendliche ab 14 Jahren  und  Erwachsene ebenso........

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  • gelungener Erstling

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    robbylesegern

    robbylesegern

    07. June 2014 um 10:37

    Emily Gillmore Murphy, 1990 geboren, hat mit ihrem Debüt bewiesen, dass sie das Leben , die Sorgen und die Gefühle junger Erwachsener gut beschreiben kann. Realistisch und lebensnah wird hier ein Bild junger Studenten beschrieben, die den Weg ins Erwachsenenleben lernen müssen, auch wenn der Weg nicht immer einfach ist. Der Roman setzt sich aus verschiedenen Schilderungen junger Menschen zusammen , die alle irgendwie miteinander verbunden sind. Olive und Tom sind die Hauptakteure, da ihre Beziehung einen großen Teil dieser Geschichte bestimmt. Aber auch ihre Mitstudenten/ innen und deren Freunde spielen eine Rolle in diesem Roman , der vom Erwachsenwerden und einer großen Liebe erzählt. Auch die wirtschaftliche Lage Irlands spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle, da sie Toms Leben mitbestimmt. Tom ist der Schwarm aller Frauen, gutaussehend und immer zum Feiern bereit, bei dem auch Alkohol und Drogen eine wichtige Rolle spielen. Die Frauen wechselt er wie die Unterwäsche und ist zu einer Beziehung nicht bereit. Sein Studium schmeißt er so nebenbei, da es ihm seine Intelligenz ermöglicht, mit wenig Aufwand gute Noten zu schreiben. Er lebt bei seiner depressiven Mutter, die mit ihren Putzjobs gerade mal ein Leben an der Sozialhilfegrenze ermöglicht. Sein Vater, zu dem er keine Beziehung hat, hat wieder geheiratet und ist froh, wenn er nichts von Tom hört. Toms Leben läuft absolut nicht rund, bis er Olive trifft, die gerade ihr Studium in Dublin beginnt. Olive kommt aus einer scheinbar gut funktionierenden Familie, doch nach und nach erfährt der Leser, dass jede Familie ihr Päckchen zu tragen hat. Als die beiden aufeinandertreffen, kann von Sympathie seitens Olive keine Rede sein. Doch sie lernen sich nach und nach kennen und merken, dass dort mehr ist. Doch Tom will keine feste Beziehung und außerdem will er Olive doch auch nur ins Bett kriegen , um eine Wette zu gewinnen. Dadurch , dass die Autorin die einzelnen Personen zu Wort kommen lässt, erfährt der Leser, welche Sorgen , Wünsche und Träume diese jungen Menschen beschäftigen. Nicht alles , was nach außen hin blendend aussieht, kann hinter den Kulissen die Fassade aufrecht erhalten. Desinteresse der Eltern, der nicht in das Milieu passende Partner und kranke Geschwister belasten das Leben der jungen Erwachsenen. Die Autorin schafft es ,dies lebensnah und realistisch zu schildern, so dass man sich als Leser gleich angesprochen fühlt. Die einzelnen Geschichten , die jeweils aus der Sicht der erzählenden Person geschrieben sind, werden spannend , teilweise unterhaltsam und mit viel Empathie erzählt. Freundschaft, aber auch Verantwortungsgefühl, der Weg in die Selbstständigkeit und das Nachdenken über das eigene Handeln und natürlich die Liebe bestimmen dieses Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehlen möchte.

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  • Eher so 08/15...

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. May 2014 um 20:11

    Olive ist in ihrem ersten Jahr am College in Dublin als sie Tom auf einer Studentenparty kennenlernt, sie findet ihn abstoßend, denn er scheint der Typ Mann zu sein dem es einfach nur darum geht sich zu betrinken und ne Frau ins Bett zu kriegen. Nichts worauf Olive Lust hat. Tom kommt aus ärmlichen Verhältnissen und kennt bisher nichts anderes im Leben als saufen und Frauen aufreißen, als er Olive auf einer Party sieht und sie ihn abblitzen lässt, schließt er mit seinen Kumpels eine Wette ab, Olive ins Bett zu kriegen. Tom versucht es zuerst auf seine typische Art, als er merkt, dass er damit nicht weit kommt und Olives Zimmergenossin ihm den Tipp gibt, dass Olive eine Frau ist die umgarnt und erobert werden möchte, versucht er das und hat Erfolg. Die beiden kommen zusammen und haben eine schöne Zeit, bis Olive auf einer Party von der Wette erfährt und Tom somit alles verliert und völlig abstürzt... Als Nebenhandlung geht es um die familiären Hintergründe der beiden, Toms Elternhaus war nie das beste, seine Eltern sind geschieden und er kommt mit der neuen Familie seines Vaters nicht zurecht, außer mit seiner kleinen Halbschwester, sein Vater scheint ihn zu hassen. Toms Mutter ist depressiv und schwankt zwischen Liebe und Hass zu Tom und so versucht er ständig weit weg von alledem zu sein. Olive kommt aus einer normalen Familie, im Vordergrund steht die Beziehung zu ihrem Bruder, der schizophren ist und so für die Familie eine "Belastung"darstellt, im Laufe der Geschichte nimmt dieser sich sogar das Leben und verändert somit Olive und auch das Familienleben. Mir hat bei diesem Buch ein wenig die Tiefe gefehlt, ich mochte die Nebenhandlung mit Olives Bruder sehr gern, fand es aber schade, dass er stirbt, Olive trauert zwar aber danach spielt er kaum noch eine Rolle. Tom als Typ fand ich sehr unsymphatisch, er konnte bei mir kein Mitleid erwecken und so war er für mich einfach der kaputte, versoffene Frauenheld. Eine nette Story für zwischendurch aber eben eher so 08/15, besonders wenn man die ganzen anderen Lovestorys kennt, die zur Zeit sehr beliebt sind und eine nach der anderen erscheint.

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  • Dieser Roman sticht aus der Masse hervor!

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    Fabella

    Fabella

    21. April 2014 um 08:41

    Inhalt: Sie könnten verschiedener nicht sein. Olive will nur eins: studieren. Mit Jungs hat sie nicht viel am Hut. Tom will vieles: rauchen, trinken, Frauen. Als sie sich begegnen, wird es eine Katastrophe. Doch dann geht Tom eine Wette mit Freunden ein und Olive ist der Mittelpunkt. Und was anfangs als unerreichbar scheint, ändert sich im Laufe der Zeit und Tom kommt Olive näher. Und erstmals in seinem Leben merkt er, dass es mehr gibt als Alkohol und Sex. Und er will mehr davon, doch dann erfährt Olive von seinem  Betrug und sie kann nicht verzeihen. Und Tom fällt ins bodenlose. Meine Meinung: Ein sehr ungewöhnlich geschriebenes Buch, wie ich finde. Ein bisschen hat man das Gefühl, selbst im Studentenwohnheim wie Olive zu leben. Mit ihren Mitbewohnern und den Besuchern. Denn jedes Kapitel ist jemand anderem gewidmet und immer aus dessen Ich-Perspektive geschrieben. Die meisten Kapital sind zwar aus Olives oder Toms Sicht geschrieben, doch dazwischen erfahren wir immer mehr von Beth und Roz - den Mitbewohnerinnen von Olive, aber auch von weiteren Personen. Mir gefiel dieser etwas eigenwillige Stil und das Gefühl, das er vermittelte. Allerdings hatte er auch den Nachteil, dass ich mich nicht völlig in die Geschichte fallen lassen konnte, dass ich mich nicht mit einer der Figuren identifzieren konnte, sondern mich mehr wie ein zufälliger Besucher auf dem Campus fühlte. Eigentlich beinhaltet das Buch so viele Geschichten, deren Außenränder hier zufällig zusammentreffen. Olive und ihre Familie, die ein ziemliches Paket zu tragen haben. Tom und auch seine Familie, dem der Halt gänzlich in seinem Leben fehlt. Beth und ihre Liebe zu Michael, die von Anfang an verboten war und Roz, die nichts ernst nehmen kann, sondern lieber in den Tag hinein lebt - und ihrer kaputten Familie. Jeder von ihnen bemüht sich um Normalität, darum, den Alltag zu meistern. Aus dem Kreislauf auszubrechen und nimmt dabei sich selbst gar nicht so wichtig - so ist es halt, man muss damit leben. Ich finde, das Buch zeigt auch eine Menge Menschen auf ihrem Weg, Erwachsen zu werden. Und es macht Freude, sie dabei zu begleiten, auch wenn es mehr Situtationen gibt, die einen zum Nachdenken bringen oder auch mal die Tränen in die Augen treiben. Doch man findet auch viel Schönes hier. Freundschaften, Treue, Familienverbundenheit, Liebe. Und alles in allem zeigt es einem, was wirklich wichtig ist. Trotz der Schwere der Themen war es irgendwie ein leichtes Buch. Die Seiten verflogen und schon war man am Ende angekommen. Ich gebe zu, mich hat zu diesem Buch einfach der Titel verleitet. Ich mag solche Titel, die eigentlich gar nicht viel aussagen und doch so viel und einen irgendwie nicht loslassen. Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch, das aus der Masse hervorsticht und meiner Meinung nach durch einen ungewöhnlichen Aufbau besticht. Eine Geschichte, die eigentlich aus vielen Einzelnen besteht, die aber nur zusammen einen Sinn ergeben. Ein tolles Debüt!

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  • Der Mensch. Das Leben & Die Suche nach Geborgenheit.

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    MissSnorkfraeulein

    MissSnorkfraeulein

    18. April 2014 um 11:56

    „Ich war nur ein Mensch. Menschen machten Fehler, und zwar viele! Wir lassen uns von unseren Gefühlen leiten, wir tun und sagen Dinge, die wir nicht so meinen, und manchmal stolpern wir, aber die, die uns lieben, werden uns immer wieder aufhelfen.“ (S. 256) Als Olive und Tom sich auf einer Studentenparty in Dublin kennenlernen ist sie genervt von dem bekanntesten Frauenhelden der Stadt, mit den unverschämt schönen Augen, der haltlos durchs Leben taumelt und seine Zuflucht im Alkohol sucht. Doch Tom beginnt um sie zu kämpfen und begeht im Zuge dessen den größten Fehler seines Lebens, der alles zu zerstören droht… „Jetzt und hier und vielleicht für immer“ bewegt sich so nah am Leben, dass es mich während des Lesens, als auch noch danach beschäftig und mich sogar jetzt noch immer nicht ganz loslassen will! Die Geschichte selbst spielt in Dublin, wo auch die Autorin (Emily Gilmore Murphy) selbst studiert hat. Es ist ihr Debütroman, der ihr meiner Meinung nach absolut wundervoll gelungen ist! Der Schreibstil ist leicht und verständlich und das Buch lässt sich auch gut und gerne in einem Rutsch durchlesen, wobei ich manchmal einfach zwischendurch Pausen brauchte, weil mich das Buch an einigen Stellen nachdenklich gestimmt hat! Der Leser blickt aus den unterschiedlichsten Perspektiven auf die gesamte Geschichte, wobei Olive und Tom natürlich zentral im Mittelpunkt stehen und die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Aber dennoch - und das hat mir unwahrscheinlich gut gefallen - blicken wir auch das ein oder andere Mal zwischendurch auf die persönlichen Geschichten einzelner Nebencharaktere, wie Olive’ s Mitbewohnerin Beth oder ihrem kleinen Bruder Andy… Dieser Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen, weil man nicht nur die eine Geschichte im Vordergrund hat, sondern das Leben und die Vorgeschichte mehrerer Personen und ihre Gedankenwelt betrachten kann. Hierdurch hat sich der Roman eine eigene kleine Welt aufgebaut, mit den unterschiedlichsten Charakteren, die einem überhaupt nicht genervt haben oder ähnliches, sondern wodurch ein Gesamtbild im Kopf entstand, dass einem die Geschichte sehr realitätsnah erscheinen ließ. Die Story wirkte wie aus dem wahren Leben gegriffen und sehr nahe am echten Leben gebaut, wodurch es mich in einigen Situationen sehr bewegt hat. Es ist die Geschichte unterschiedlichster Personen, die ihren Platz im Leben suchen, mit sich selbst und ihren Entscheidungen oder Ängsten kämpfen und versuchen sich selbst zu verstehen und dabei Fehler begehen, diese vielleicht bereuen, aber dennoch akzeptieren und versuchen irgendwie aus dem Strudel in den sie geraten sind herauszukommen… Die Personen erscheinen dabei so greifbar und keineswegs übertrieben gezeichnet, sondern wirken überaus realistisch und natürlich! sehr sympathisch. Das Buch hat mich durch seine Ehrlichkeit und den Blick auf das Leben selbst überrascht. Ich muss zugeben nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich einen typische Lovestory erwartet, wie ich sie vlt. schon hundertfach gelesen habe;-) ABER ich habe eine wundervolle Geschichte lesen dürfen, die wirklich unglaublich nahe ging und um Himmels Willen keine klassische Lovestory ist, die sich um einen Badboy dreht, der ein süßes Mädel trifft und versucht diese rumzukriegen… sie lässt sich dann nach den ersten 50 Seiten flachlegen bzw. um den Finger wickeln (naiv) und er dreht sich natürlich um 180 Grad (nur für sie natürlich!) und leben daraufhin Glücklich und Zufrieden bis an ihr Lebensende in einer Vorstadtvilla… Nein! So ist diese Geschichte zum Glück nicht! „Jetzt und hier und vielleicht für immer“ bietet dem Leser so viel Leben, dass man mit den Personen fühlt, leidet, trauert, lacht und hofft. Ein Buch, dass ich nur jedem ans Herz legen kann! Es ist sowohl etwas für Leser, die gerne Liebesgeschichten lesen oder Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind und einen nachdenklich stimmen… Und auch wenn es eigentlich vor allem ein Cover Kauf war ((muss ich gestehen), dass mich total überzeugt hat, weil ich es so gelungen fand… (auf der Innenseite ist sogar noch eine kleine Überraschung<3)) hat mich die Autorin mit dieser Geschichte absolut überzeugt und mein Herz berührt! Es hat sich gelohnt es zu lesen und es schwirrt mir noch immer im Kopf herum, so dass ich erstmal ein paar Stunden warte, bis ich mich dem nächsten Buch widme… Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten, falls noch weitere Bücher kommen sollten, was ich doch sehr hoffe^-^!!! Von mir gibts 4.5 Sterne!!!

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  • Liebesgeschichte & Coming of Age-Story

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    Romanticbookfan

    Romanticbookfan

    17. April 2014 um 16:54

    Jetzt und hier und vielleicht für immer beschreibt als Titel des Buches die On-/Off-Liebesgeschichte zwischen Tom und Olive schon sehr gut. Zum Inhalt: Tom hat es nicht leicht: Er lebt mit seiner Mutter in einer winzigen Wohnung und flüchtet sich oft in den Alkohol und Drogen. Sein Vater hat inzwischen eine neue Familie und kümmert sich nicht um Tom.  Olive hingegen hatte eine schöne Kindheit, nur ihr jüngere Bruder Andy macht es der Familie nicht leicht. Als die beiden aufeinander treffen, sind sie wie Feuer und Wasser und scheinen überhaupt nicht zusammen zu passen. Dennoch ist da etwas zwischen den beiden. Als Tom jedoch einen Fehler macht, scheint ihr kurzes Glück wieder vorbei zu sein... Meine Meinung: "Jetzt und hier und vielleicht für immer" beinhaltet eine sehr gegensätzliche Liebesgeschichte, denn Olive und Tom könnten unterschiedlicher nicht sein.  Tom ist der Zyniker, der das Gefühl hat, von niemandem wirklich geschätzt zu werden während Olive die geliebte Tochter aus einer Mittelstands-Familie ist. Sie kommt vom Land und ist ein sehr ehrlicher und loyaler Mensch. Die Geschichte wird abwechselnd aus Olives und Toms Sicht erzählt. Dabei fängt Olive gerade frisch ihr Studium an und versucht sich in der neuen Stadt zu Recht zu finden. Ihre erste Begegnung mit Tom verläuft alles andere als optimal, doch mit der Zeit fangen die beiden an, zueinander zu finden. Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam und geht durch viele Höhen und Tiefen, so dass der Titel wirklich perfekt passt. Tom selbst begleiten wir auch abseits von Olive bei der Bewältigung seiner Probleme. Als Leser lernen wir ihn besser kennen und das Gefühl, von keinem gebraucht und geliebt zu werden, begleitet ihn die ganze Zeit. Stellenweise macht man es ihm sehr schwer, stellenweise steht er sich auch selbst im Weg. Auch Olive muss einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Parallel werden einige Kapitel von Freunden oder Bekannten von Olive und Tom eingestreut, die das ganze Geschehen noch einmal aus einem anderen Blickwinkel aufzeigen. Fazit: Emily Gillmor Murphy erzählt in ihrem Buch eine sehr gegensätzliche Liebesgeschichte und lässt den Leser an Olives und Toms Leben teilhaben. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist ein schöner Teil davon, der jedoch nicht ohne Auf und Ab`s abläuft.

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  • Sicherlich geht es noch schlimmer, aber ist schlimm genug

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    Gackelchen

    Gackelchen

    14. April 2014 um 17:54

    Seit den Verlagsvorschauen habe ich im Grunde nur noch auf dieses Buch gewartet. Ich hab die Tage gezählt, es am Erstverkauftag sofort gekauft und Abends sofort mit lesen begonnen. Bereits nach 20 Seiten die Ernüchterung.  Man, ist das Buch schlecht. Teenager im American Pie Stil an der Uni leben von Party zu Party und Tom ist der Weiberheld schlechthin. Jede Nacht eine Andere bis ihm auf einer Party Olive unter die Augen kommt.  Olive ist das Mauerblümchen aus einem irischen Hinterort und nicht an Tom interessiert. Seine Freunde schliessen daraufhin eine Wette mit ihm ab dass er sie nie niemals nie flachlegen wird. Er nimmt die Wette an und beginnt sie zu stalken, solange bis sie ihn mag und beide sich ineinander verlieben. Es kommt wie es kommt, Olive findet die Wette heraus und macht schluss, alle sind wieder depressiv.  Sorry aber diese Geschichte ist so vorsehbar wie jede nächste 08/15 Teenagerkomödie. Die Autorin versucht aber krampfhaft tiefe mit reinzubringen indem sie ganz viele tragische Schicksale mit einstrickt; Scheidung, Drogen, Teenagerhochzeit, Väter die mit 18jährigen Partyfreundinnen Sex haben, Schizophrenie, ...  Von allem etwas, nichts wirklich durchdacht und ohne Abschluss. Ganz schrecklich fand ich folgende Szene:  Damien erklärt von seiner letzter Nacht und was die Frau mit ihm gemacht hat. Die Jungs ( Tom und Peter ) erklären dass er Vergewaltigt wurde. Wie reagieren alle? Sie lachen Damien aus. Der Junge wurde wirklich vergewaltigt und wird von seinen Freunden (mehrmals) deswegen ausgelacht. Ich konnte kaum fassen was ich da lass und musste nur daran denken dass wenn ein Junge das Buch lesen sollte, dem eventuell auch etwas ähnliches passiert ist, lernt dass er ausgelacht wird wenn er es erwähnt. Keine Hilfe, nein du wirst ausgelacht. Ein absolutes No-Go für mich! 

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  • Harte Themen, wenig Kitsch, berührend - gelungenes Debüt

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    Franzis2110

    Franzis2110

    13. April 2014 um 11:12

    Olive und Tom lernen sich auf einer Studentenparty kennen. Es ist Olvie's erster Tag ma UCD und ihr erster Tag in der Großstadt. Tom lebt in Dublin. Sie findet er ist ein Arschloch und er hasst es, dass er abgeblitzt ist. Aber auch das Leben und seine Probleme spielen eine große Rolle. Meinung: Die Geschichte ist in der Ich-Form erzählt. Immer wieder wird der Blickwinkel zwischen den Protagnoisten gewechselt. Das Buch ist locker und sehr umgangssprachlich geschrieben, was super zu den Protagonisten und zur Handlung passt. Ich konnte Olive und Tom im Laufe des Buches gut kennenlernen. Olive kommt als Landei daher, voller Spannung vor ihrem neuen Leben am UCD. Ich fand Olive von Beginn an sympathisch. Tom konnte ich, wie Olive es auch nicht konnte, am Anfang gar nicht ausstehen. Nach und nach kommt aber sein wahres ich an den Tag und die Fassade bröckelt, so dass ich auch mit ihm warm werden konnte. “Es kam mir so vor, als hätte ich kein echtes Zuhause mehr. Es gab nur noch verschiedene Orte, wo man mir Unterschlupf gewährte.” (S. 83)Die Liebesgeschite war für mich nur nebensächlicht, Gott sei dank war sie auch nicht so kitischitg oder zu romantsich. Das Buch empfand ich als eine Geschichte über das Leben mit all seinen Problemen, eine, die davon erzählt, dass alles was schwarz ist auch weiß werden kann und umgekehrt. Eine die auch davon erzählt, dass man hinter die Fassade der Menschen blicken muss, denn wie das Sprichwort sagt, es ist nicht alles Gold was glänzt aber es zeigt auch es ist nicht alles so schwarz und aussichtlos, wie man machmal denkt. Fazit: Mich haben die vielen Klischees und die Masse an harten Themen etwas gestört. Ein etwas geringeres Maß wäre auch ausreichend gewesen. Trotzdem fesselte das Buch mich und brachte mich auch zum Weinen. Die Geschichte ist gut gemacht und ein lesenswertes Debüt.

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  • Knappe vier Sterne

    Jetzt und hier und vielleicht für immer
    kitty_montamer

    kitty_montamer

    31. March 2014 um 16:24

    Der erste Satz Der eiskalte Wind verschlug mir den Atem.   Meine Meinung Inhalt Olive und Tom können verschiedener nicht sein. Sie  ist behütet und geliebt aufgewachsen, während Tom es in seiner Kindheit nicht leicht hatte und sich auch niemals geliebt gefühlt hat. Das Einzige, was die Zwei miteinander verbindet ist, dass beide ihre Päckchen zu tragen haben und sie sich irgendwann ineinander verlieben. Tom blüht nun auf und versucht endlich sein Leben in den Griff zu bekommen und für Olive ist Tom der rettende Hafen in einer schweren Zeit. Alles könnte so toll sein, bis Olive etwas über Tom herausfindet, was sie enttäuscht und traurig zum Anlass nimmt, ihn weit von sich zu stoßen. Werden sie wieder zueinander finden? Sie erwartete viel mehr, als ich je einer anderen gegeben hatte, aber ich musste es wenigstens versuchen. Wenn ich ehrlich war, hatte ich mir noch nie etwas mehr gewünscht. Seite 187 Charaktere Olive ist ein bisschen zurückhaltend. Als sie den ersten Tag in der Uni verbringt wirkte sie auf mich ein bisschen verloren. Doch im Laufe des Buches blüht sie förmlich auf. Olive hat eine enge Verbindung zu ihrer Familie. Sie liebt ihren Bruder, der ein Handicap hat, über alles und verbringt jedes Wochenende bei ihm und ihren Eltern. Ich habe Olive sehr gemocht. Ihre Gefühle waren für mich fast immer nachvollziehbar und auch ihren Charakter mochte ich sehr. Tom war mir am Anfang einfach zuwider. Er war eingebildet und so dermaßen von sich überzeugt, dass ich ihn am liebsten geschüttelt hätte, damit er wieder auf dem Boden ankommt. Je mehr ich aber von ihm erfahren habe, umso mehr tat er mir leid und umso besser konnte ich seine Handlungen nachvollziehen. Ich habe seine Taten zwar nicht immer für gut befunden, das Verständnis hat mir meist aber nicht gefehlt. Tom führt ein einfaches Leben und hat, im Gegensatz zu Olive, mit seiner Familie nicht viel am Hut. Der erste Schnitt tut höllisch weh, aber die Wunde, die bleibt, schmerzt noch viel, viel schlimmer. Das klaffende Loch wächst einfach nicht zu, und man spürt es, wo immer man ist, was immer man tut - immer. Seite 212    Gesamt Ist das Cover nicht wunderschön? Ich habe es zig mal angeschaut und kann mich gar nicht mehr daran satt sehen. Nach meinem Empfinden sehen wir darauf Olive und Tom wie sie Händchen haltend durch die Straße gehen. Da ich ein Cover-Fan bin und mich auch der Klappentext sehr angesprochen hat, war es für mich total klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Ich habe ein romantisches Buch erwartet, voll gestopft mit tiefen Gefühlen. Leider muss ich jetzt sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht bin, denn "Jetzt und hier und vielleicht für immer" konnte mich zu keiner Zeit auf irgendeine Weise berühren. Natürlich habe ich an der ein oder anderen Stelle schon ein bisschen mitgefühlt, aber die großen Emotionen, die mich so sehr berühren, dass ich am Liebsten losheulen würde, blieben völlig aus. Mein Kopf wurde bei diesem Roman mehr angestengt als mein Herz. Dachte ich zu Beginn des Buches noch, ich würde bestimmt wieder einen gefühlvollen Roman lesen, wurde ich irgendwann eines besseren belehrt. Emily Gillmor Murphy hat mich sehr damit überrascht, wie viele ernste Themen sie in ihrem Roman behandelt. Da beim Klappentext eher die Rede von einer Liebesgeschichte ist, wurde ich in die Irre geführt, denn das was ich erwartet habe, bekam ich nicht. Am Anfang fand ich dies überhaupt nicht lustig, konnte aber aufgrund des guten, flüssigen Schreibstils drüber hinweg sehen. Irgendwann war es mir schließlich egal, das ich etwas völlig anderes bekam, als ich erhofft und womit ich gerechnet hatte. Die Geschichte ist einfach so toll geschrieben, dass sie vor meinen Augen farbig wurde und ich es miterlebt habe, wie Olive und Tom zu sich finden, was für Probleme es gab und wie es mit den beiden weiter ging. Die Autorin hat den Protagonisten so viel Leben eingehaucht, dass sie für mich fast schon real waren. Man erfährt viel über Tom und Olive, da die Autorin sie abwechselnd die Geschichte erzählen lässt. Sie bedient sich der "Ich-Form", was es mir persönlich immer sehr leicht macht, die einzelnen Charaktere verstehen zu können. Leider wurde dieses Buch jedoch nicht nur von den beiden Protagonisten erzählt, sondern auch manchmal von Freunden der beiden. Das war mir persönlich jetzt ein bisschen zu viel, denn ehrlich gesagt hat mich die Story von Olive und Tom viel mehr interessiert, als die ihrer Freunde. Ich fand die Passagen ein bisschen unwichtig, weil sie die eigentliche Geschichte nicht voran getrieben haben. Die viele Dramatik die Emily Gillmor Murphy mit in das Buch hat einfließen lassen, überraschte mich sehr. Ich persönlich habe die ein oder andere Sache als too much empfunden. Hier gilt meiner Meinung nach: Weniger ist mehr. Fazit Ich hatte völlig falsche und vielleicht auch zu hohe Erwartungen an diesen Roman. Von romantischen Gefühlen habe ich zu keiner Zeit etwas gespürt. Ich war eher geschockt, was für Geheimnisse Tom, Olive und deren Freunde mit sich herumschleppen und wie man immer mehr davon erfährt. Die Zwischenkapitel, wo es sich nicht um die Protagonisten handelte habe ich als überflüssig empfunden, denn mir ging zu dieser Zeit ein bisschen der eigentliche Kern der Geschichte verloren. Dadurch dass natürlich jeder der Charaktere irgendwelche Probleme mit sich herumschleppt und jene in diesen Kapiteln zur Sprache kamen, fand ich die dadurch aufkommende Dramatik ein bisschen zu überladen. Es hat mich jetzt nicht gestört diese Kapitel zu lesen, aber ich fand sie schlicht nebensächlich. Positiv bewerten muss ich vor allen Dingen den unglaublich guten Schreibstil, den die Autorin bei diesem Roman an den Tag gelegt hat. Die Seiten huschten nur so an mir vorbei und wenn man von den paar Sachen absieht, die ich persönlich nicht so gelungen fand, kann ich diesen Roman doch empfehlen. Allerdings sollte sich jeder, der dieses Buch lesen möchte darüber im Klaren sein, dass es keine typische Liebesgeschichte ist, die man aufgrund des Klappentextes erwartet. "Jetzt und hier und vielleicht für immer" besteht eher auch noch aus vielen aktuellen Themen, mit denen man sich während des Lesens auseinandersetzt und über die man auch noch nachdem man das Buch gelesen hat nachdenkt.  © www.mybooksparadise.de

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