Emily Gunnis

 4,3 Sterne bei 260 Bewertungen
Autorin von Das Haus der Verlassenen, Die verlorene Frau und weiteren Büchern.
Autorenbild von Emily Gunnis (©Laurie Fletcher)

Lebenslauf von Emily Gunnis

Wie die Mutter, so die Tochter: Emily Gunnis wollte schon als kleines Mädchen Schriftstellerin werden, spätestens seit ihre Mutter, Penny Vincenzi, ihren ersten Buchvertrag bekam und die beiden gemeinsam ihre Ideen für Geschichten und Plots besprachen. Obwohl es schließlich etwas schwerer war, als ihre Mutter es aussehen ließ, verwirklichte auch Gunnis ihren Traum vom Schreiben.

 1997 schloss Emily Gunnis ihr Studium in Journalismus ab und begann, als Drehbuchautorin für BBC zu arbeiten. Aber die andauernden Veränderungsvorschläge der Produzenten nahmen ihr den Spaß, weswegen sie vorerst als Assistentin für Fernsehen und Zeitung arbeitete und nebenbei ihre Schreibkünste trainierte. 

2018 gab sie mit ihrem Roman „The Girl in the Letter“ - 2019 in Deutschland unter dem Titel „Das Haus der Verlassenen“ erschienen -  ihr Debüt als Autorin. 

Heute lebt die zusammen mit ihrer Familie in Sussex.

Alle Bücher von Emily Gunnis

Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: 9783453423190)

Das Haus der Verlassenen

 (160)
Erschienen am 11.05.2020
Cover des Buches Die verlorene Frau (ISBN: 9783453425514)

Die verlorene Frau

 (85)
Erschienen am 14.06.2021
Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: 9783837145533)

Das Haus der Verlassenen

 (6)
Erschienen am 18.03.2019
Cover des Buches The Girl in the Letter (ISBN: 9781472255082)

The Girl in the Letter

 (9)
Erschienen am 01.08.2018

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Emily Gunnis

Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: 9783453423190)colour_hunter_bookss avatar

Rezension zu "Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunnis

Das Haus der Verlassenen
colour_hunter_booksvor 16 Tagen

„Das Haus der Verlassenen von Emily Gunnis“




Inhalt:


England im Jahre 1956, die junge Ivy Jenkins begibt sich auf Grund ihrer Schwangerschaft in das Heim für ledige Mütter, St. Margaret's. Was sie dort erwartet ist unmenschliches Leiden. 60 Jahre später findet die Journalistin Samantha Harper alte Briefe von eben dieser. Sie beginnt mit ihren Nachforschungen und stösst auf dunkle Geheimnisse und zerstörtes Leben.




Meinung:


Mein erstes Buch dieser Autorin und eins, das mir auf anhieb unglaublich gut gefallen hat. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Durch den rhythmischen Perspektivenwechsel erhält der Leser verschiedene Einblicke.


Der Schreibstil ist flüssig und sehr spannend, wodurch es mir schier unmöglich schien das Buch aus der Hand zu nehmen. Inhaltlich wird beschrieben mit wie viel Ungerechtigkeit Ivy im Kloster konfrontiert wird.


Die Nonnen des Hauses behandeln die jungen Mütter mit einer unsäglichen Grausamkeit. Ivy, so wie ihre Genossinnen müssen sowohl Missbrauch als auch schreckliches Leid ertragen. Es ist unfassbar, was der Stolz der Familie einen einzelnen Menschen ertragen lässt. 5/5




„Bitte, mein Liebster, ich flehe dich an, bitte hol mich schnell von hier weg.“




🇺🇸„The Girl in the Letter by Emily Gunnis"




Opinion:


My first book by this author and one that I immediately liked incredibly well. The story alternates between the past and the present. The rhythmic change of perspective gives the reader different insights.The writing style is fluent and very exciting, which made it almost impossible to take the book out of my hand. The content describes how much injustice Ivy is confronted with in the monastery.


The nuns of the house treat the young mothers with unspeakable cruelty. Ivy, like her comrades, has endured abuse and terrible suffering. It is incredible what family pride can make a single person endure. 5/5 ⭐




"Please, my love, I beg you, please get me out of here quickly."



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Cover des Buches Das Haus der Verlassenen (ISBN: 9783453423190)Ava_lons avatar

Rezension zu "Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunnis

Meine Heldin heißt Ivy
Ava_lonvor 3 Monaten

Inhalt

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, muss sie ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später findet die Journalistin Sam einen flehentlichen Brief Ivys. Sie beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.

Cover

Eine Landschaft, ein schlossähnliches Gebäude und ein Gitter welches den Zugang versperrt.

Ein eher neutrales Cover, welches für viele Arten von Geschichten stehen kann, die einen historischen Hintergrund haben.

Ein Wort vorneweg

Meine Rezensionen können sowohl Spoiler enthalten als auch Analysen und Bewertungen, wobei der Schwerpunkt auf meinen persönlichen Eindrücken liegt.

Mein Eindruck

Den Prolog empfand ich schon ein wenig gruselig und mein Kopfkino sprang sofort an. Einen kurzen Moment lang habe ich überlegt, ob ich eine Geschichte über die Heime für ledige Mütter in den 50’er Jahren lesen möchte. Eine Zeit die sehr stark von der Unterdrückung der Frauen geprägt war und den Vorurteilen gegenüber jungen ledigen Müttern.

Nach dem 1.Kapitel war dann das Eis sehr schnell gebrochen und ich habe mit Begeisterung weitergelesen. Ich fand die Journalistin Sam als Hauptfigur sehr gelungen und konnte mich gut mit ihr identifizieren. Sie war einerseits neugierig und an Recherchen interessiert, zeitgleich versuchte sie den Spagat zwischen Kind und Beruf zu bewältigen. Obwohl sie durch ihre Faszination sowie Engagement für ihre Arbeit und den Fall „Ivy“ die Konflikte zwischen ihrem Exmann und ihrem Chef steigerte, war es nicht nur ein Job. Es wurde zunehmend zu einer Herzensangelegenheit und letztlich auch zu einer Aufarbeitung einer alten Familiengeschichte.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit enthielt so manche Überraschung. Erst zum Ende hin offenbarten sich die Zusammenhänge. 

Fazit

Ein spannender Roman, der ein wichtiges Thema in den Mittelpunkt gerückt hat. Eine junge Frau voller Liebe und Vertrauen, die versucht ein kleines Kind zu schützen und zu retten. Sie teilt ihr Schicksal über Briefe und findet, wenn auch erst 50 Jahre später Gehör. Eine Protagonistin die mitfühlt, die Vergangenheit hinterfragt und mit kriminalistischen Gespür Sachverhalte aufklärt. Letztlich stellt sie sich auf die Seite der benachteiligten Frauen und wird zu deren Sprachrohr. Es geht um die Freiheit, das Recht auf ein freies und selbst bestimmtes Leben.  

 22.07.21

Kommentare: 1
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Cover des Buches Die verlorene Frau (ISBN: 9783453425514)Sir_Gerry_63s avatar

Rezension zu "Die verlorene Frau" von Emily Gunnis

Geheimnisvolles und spannendes Familiengeheimnis!
Sir_Gerry_63vor 8 Monaten

Im Mittelpunkt dieses zweiten hervorragenden Romans von Emily Gunnis steht Rebecca, die bereits als 13jährige 1960 den gewaltsamen Tod ihrer Eltern Harriet und Jakob miterleben musste. Jahre später heiratet sie ihren Jugendfreund Harvey und bekommt die Tochter Jessie. Nach der Scheidung haben Rebecca und Harvey neue Partner und Rebecca bekommt noch eine weitere Tochter Iris. 2014 ist Jessie schwanger und besucht ihre Mutter, zu der sie bislang so gut wie keinen  Kontakt hatte, an einem Freitag auf, bevor sie im Krankenhaus ihr Kind zur Welt bringt. Doch Jessie,  selbst depressiv, verschwindet kurz nach der Geburt spurlos aus dem Krankenhaus mit dem Neugeborenen, das jedoch dringend Medikamente braucht. Rebecca bittet verzweifelt Iris, Jessie zu suchen. Viel Zeit bleibt nicht…..

Emily Gunnis schildert über drei Generationen hinweg das Leben von Harriet, Rebecca und Jessie. Immer wieder gibt es Zeitsprünge in die Vergangenheit, beginnend mit dem Jahr 1945. Jakob überlebt den Zweiten Weltkrieg, leidet aber an  posttraumatischer Belastungsstörung und kurze Zeit später in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Anfang der 1950er Jahre wird er entlassen. Damit endet jäh die bis dahin ruhige und schöne Zweisamkeit von Harriet und Rebecca. In den Kapiteln über Harriet erfahren wir viel darüber, wie sie in diesen Zeiten ihre Familie ernährte und wie sie Jakobs heftige und brutalen Gefühls- und Gewaltausbrüchen erlebte. Harriet nutzt dazu ein Tagebuch, deren Inhalte  widergegeben werden.

In der Gegenwart des Jahres 2014 sind nur zwei Tage maßgebend, Freitag, der 14.11. und Mittwoch, der 19.11. Am 14.11. hat Jessie mit Rebecca gesprochen. Hier muss es einen Auslöser für Jessies Verschwinden gegeben haben. Am Mittwoch, den 19.11. wird das Verschwinden von Jessie sowie deren Suche durch die Polizei, Harvey und Iris geschildert. Nach und nach wird ein Familiengeheimnis gelüftet.

Und dann gibt es auch Kapitel, in der rätselhafterweise eine Person aus der Ich-Perspektive erzählt. Das trägt wunderbar zur Verwirrung und Spannung bei.

Emily Gunnis hat hier eine wunderbare Geschichte geschrieben, ihr Schreibstil ist wunderbar leicht und bildhaft, man fiebert bei der Suche mit und fragt sich, was im Gespräch zwischen Jessi und Rebecca an diesem Freitag erzählt worden ist. Nach und nach ergeben die Puzzleteile ein Bild. Die Frauenfiguren wirken zerbrechlich, in manchen Szenen unbeholfen und hilfesuchend, aber sie sind auch starke Persönlichkeiten mit ihren Ecken und Kanten, bei denen es nicht immer nur glatt und problemlos im Leben zugeht. Gunnis behandelt die Themen häusliche Gewalt, Kriegstraumata, Psychosen und schildert wie die Gesellschaft mit psychisch Kranken umgegangen ist. Hier ist  nur das Stichwort Elektroschocktherapie zu nennen. Das Buch ist kein Thriller oder Kriminalroman, aber durchaus auch spannend.

Ein wunderbar erzählter Roman, dem ich 5 von 5 Sternen vergebe.

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Gespräche aus der Community

Um eine junge Mutter und ihr todkrankes Baby zu finden, muss Iris tief in die düsteren Abgründe ihrer Familiengeschichte blicken und aufklären, welch dunkles Geheimnis ihre eigene Mutter seit mehr als 50 Jahren hütet. In dem neuen spannenden Familienroman von Emily Gunnis dreht sich alles um das Schicksal eines verschollenen Babys und ein Geheimnis, das bis ins Jahr 1960          zurückreicht. 

Möchtet ihr herausfinden, ob es Iris gelingt das Geheimnis ihrer Familie zu lüften und so das Leben des Babys zu retten?

Wir verlosen gemeinsam mit dem Heyne Verlag 30 Exemplare des fesselnden Romans "Die verlorene Frau" von Emily Gunnis unter allen, die uns bis zum 17. Mai 2020 die folgende Frage beantworten:

Gibt es in eurer Familie auch (kleine) Geheimnisse oder teilt ihr jedes Ereignis sofort mit euren Liebsten?
Wir drücken euch die Daumen für die Verlosung!

872 BeiträgeVerlosung beendet
Fanti2412s avatar
Letzter Beitrag von  Fanti2412vor einem Jahr

So, hier ist dann auch endlich meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Emily-Gunnis/Die-verlorene-Frau-2330295102-w/rezension/2642921295/

Sorry, dass es etwas gedauert hat, aber die aktuelle Sitution macht mir viel Arbeit und lässt manchmal leider wenig Freizeit.

Auf meinem Blog habe ich die Rezension natürlich auch veröffentlicht:

https://fanti2412.blogspot.com/2020/07/die-verlorene-frau-von-emily-gunnis.html

Gleichlautend außerdem noch bei Amazon, WLD, Lesejury und Leserkanone

Danke für dieses tolle Buch!

Zusätzliche Informationen

Emily Gunnis im Netz:

Community-Statistik

in 358 Bibliotheken

von 128 Lesern aktuell gelesen

von 6 Lesern gefolgt

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