Emily Kate Johnston

 3.8 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Ahsoka, A Thousand Nights und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Emily Kate Johnston

Ahsoka

Ahsoka

 (10)
Erschienen am 27.02.2017
Star Wars: Schatten der Königin

Star Wars: Schatten der Königin

 (0)
Erschienen am 28.05.2019
A Thousand Nights

A Thousand Nights

 (4)
Erschienen am 06.10.2015

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Rezension zu "Ahsoka" von Emily Kate Johnston

E.K. Johnston: »Ahsoka«
Yureliavor 10 Monaten

DAS Puzzleteil zwischen den Animationsserien The Clone Wars und Rebels. Es beantwortet die Frage: Was wurde aus Ahsoka Tano nachdem sie dem Orden der Jedi den Rücken gekehrt hat und wie wurde sie zu der Frau, die wir aus Rebels kennen?
Auf dieses Buch habe ich mich wirklich lange gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Es handelt sich hier um eine hochwertige Paperback-Bindung mit zwei Einschlagklappen, auf denen die Klappentexte stehen. Das Cover ist matt, während Protagonistin Ahsoka, Titel und Autorenname hochglänzend dargestellt sind. Leider ist die Bindung sehr stramm. Das Buch bleibt nicht offen liegen, wenn man es aufschlägt; man muss es ständig mit den Händen auseinanderhalten. 
Ein angenehmer Zeilenabstand und eine serifenlose Schrift fördern den Lesefluss. Die Schriftart passt im Übrigen sehr gut ins Genre des Buches.

Die Widmung der Autorin gefällt mir sehr und erinnerte mich sofort an ein Zitat aus dem Star-Wars-Film Die dunkle Bedrohung, sodass ich sofort recherchieren musste, wo im Film das Zitat vorkam. Schnell wurde ich fündig: Eine Zofe Amidalas sagt den Satz, als die Königin mit ihren Leuten von Naboo flieht.
Die Anspielung ist sicher Absicht.

E.K. Johnston hat Ahsokas Geschichte gut und mitreißend geschrieben. Das Buch liest sich sehr schnell und man merkt sehr, dass die Autorin storymäßig in der Materie steckt. Sie hat definitiv ihre "Hausaufgaben" gemacht.
Nur mit technischen Details hat sie es anscheinend nicht so. Das ist ungewöhnlich für mich, da die Star-Wars-Romane normalerweise voll davon sind. In jedem anderen Roman hätte man lesen können, was für ein Schiff Ahsoka genau fliegt und wäre nicht mit dem sehr groben Begriff "Frachtraumer" abgespeist worden. Auch die genauen Modelle der Läufer beim Anschlag werden nicht erwähnt. Es wird lediglich erwähnt, dass die genauen Modelle herausgefunden werden. Aber ob es sich nun um AT-AT oder AT-ST oder andere Läufer handelt, wird nicht erwähnt.
Das tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch und ist eigentlich auch nicht storyrelevant, da es grundsätzlich reicht, solche Details grob zu umreißen, wie Johnston das hier getan hat. Bei den Läufern büßt es jedoch an Vorstellung ein, was schade ist.
Dahingegen sind Ahsokas Gefühle und Gedanken so gefühlvoll beschrieben, dass man merkt, wie viel Herz die Autorin hier reingesteckt hat.
Ahsokas Einsamkeit kann man fast greifen. So viele Male denkt sie an Anakin, Obi-Wan und Yoda zurück, dass sich mir jedes Mal krampfhaft das Herz zusammenzog. Man spürt regelrecht, wie sie ihre Freunde und ihren alten Meister vermisst und um sie trauert. Immer wieder sucht sie nach einer Verbindung zu Anakin oder überlegt, was aus den Jünglingen geworden ist.
Zwischenzeitlich wollte ich sie nur noch fest umarmen und trösten. Ihr sagen, dass Obi-Wan und Yoda noch leben. Arme Ahsoka... Es tat mir in der Seele weh, "Snips" so traurig, einsam und verzweifelt zu erleben. 😢
Da es sich hier um einen Roman handelt, der quasi eine Brücke zwischen The Clone Wars und Rebels baut, ist es natürlich nicht verwunderlich, dass viele Dinge vorhersehbar sind. Viele Dinge sind es aber auch nicht.
Ich habe mich sehr gefreut, als die Geschichte auch nach Alderaan schwenkt. 😉 In dem Ausmaß  habe ich nicht damit gerechnet.
Leider hat der Fehlerteufel ein paar Spuren hinterlassen, was zwischenzeitlich den Lesefluss störte und auch mal zu Verwirrung führte.
Ein etwas gravierender Fehler befindet sich auf Seite 104 als Vartan sagt: "Ahsoka hat Recht!" Zu dem Zeitpunkt ist Ahsokas richtiger Name bei den Farmern aber gar nicht bekannt. Hier weiß ich nicht, ob Übersetzer oder Autorin Schuld an diesem Fehler haben.
Weitere kleinere Fehler, die definitiv auf das Konto des Übersetzers gehen, sind leider nicht ausgeblieben. Da liest man schon mal "Sie" statt "Die" oder "hingegen" statt "hingeben" oder "alderaanianisch". Die meisten sind sicher Flüchtigkeitsfehler. Bei "alderaanianisch" bin ich mir jedoch nicht sicher... Ein weiterer Fehler befindet sich auf Seite 309. Es wird beschrieben, wie jemand die Finger um ein "Holo" schließt. Das ist jedoch überhaupt nicht möglich, da ein Holo(gramm) nur eine Projektion ist. Sicher ist ein Stick oder Ähnliches gemeint, auf dem sich die Holo-Nachricht befindet. Auch bei diesem Fehler bin ich mir jedoch nicht sicher, ob es nicht einfach am Übersetzer liegt.
Sehr gefallen haben mir Bails Gedanken und seine Gefühlswelt. Seine Sorge, um seine Tochter ... die sich von so etwas einfachem wie einem Aquarium begeistern lässt. 😊❤️
Es gibt eine Textstelle im Buch auf Seite 179, die aus Anakins Sicht geschrieben ist und seine Gedanken beschreibt, kurz bevor er auf Christophsis auf Ahsoka trifft und erfährt, dass sie seine Padawan ist und nicht Obi-Wans. Die Textstelle gefällt mir sehr, da sie einen guten Einblick in Anakins damalige Gefühlswelt gibt, aber eigentlich ergibt sie keinen Sinn und verwirrt mich immer noch. Sie trägt zur vorliegenden Geschichte nichts bei und Ahsoka kann von diesen Gedanken nichts wissen, weswegen es kein Rückblick ihrerseits sein kann. Es erweckt auch nicht den Eindruck, als würde Vader zurückblicken. Es ist zwar echt nett, das zu lesen, da man Anakin schon sehr an Ahsokas Seite vermisst, aber es ergibt nach wie vor keinen Sinn.
Die Textstelle aus Obi-Wans Sicht wiederum ergibt da schon mehr Sinn, da diese zur gleichen Zeit wie Ahsokas Geschichte spielt. Man erfährt in dieser kleinen Passage so viel über Obi-Wan, wie vielleicht im ganzen Buch »Kenobi« nicht. Ein trauriger, schöner und realistischer Text über Obi-Wan und seine Gefühle auf Tatooine.
Merkwürdig finde ich übrigens, dass immer wieder von "anderen Aufständischen" die Rede ist, als sich diese in den Höhlen verstecken, sodass man den Eindruck bekommt, dass es sich um eine ganze Menge handelt. Zu Wort melden sich jedoch immer wieder nur Kolvin, Miara, Kaeden und Neera. Hier bekomme ich den Eindruck, dass sich die Autorin einfach Ausschmückungen sparen wollte, was ich sehr schade finde.
Ahsokas Traum, in dem sie auf der Suche nach ihrem Lichtschwertkristall ist, ist wundervoll zu lesen und macht noch mal deutlich, dass Johnston wirklich Ahnung vom Star-Wars-Universum hat. Ich sah die The Clone Wars-Folge mit den Jünglingen und der Suche nach ihren Lichtschwertkristallen wieder direkt vor mir. 😍

Mein Fazit: 
Ein wunderbares Puzzleteil zwischen The Clone Wars und Rebels, das plausibel beschreibt, wie Ahsoka zu der Frau wird, die man in Rebels sieht. Bis auf kleine Schwächen ein wirklich tolles Buch.

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Rezension zu "Ahsoka" von Emily Kate Johnston

In Ordnung, aber das Potential wurde bei Weitem nicht ganz ausgeschöpft
--lina--vor 10 Monaten

Von der Geschichte her, wie es mit Ahsoka nach der Order 66 weitergeht, durchaus lesenswert, aber im Vergleich zu anderen Star Wars Büchern leider sehr schwach. Die Handlung passt es gut ins Universum, aber die Umsetzung ist nicht überall gelungen. Vor allem sobald auch nur kleine technische Aspekte dazu kommen, hat es sich die Autorin sehr leicht gemacht. Beispielsweise tritt Ahsoka gegen einen Erntedroiden, entfernt ein paar Teile ohne auch nur eine Grundausrüstung an Werkzeug zu haben und schon läuft der Kasten besser als je zuvor und dieses Muster wiederholt sich zu oft.
Ein Spannungsbogen ist durchaus erkennbar, doch leider an vielen Stellen sehr vorhersehbar.
Wenn man die gelegenheit hat es sich auszuleihen durchaus lesenswert, ist jedoch kein Muss für das Regal eines jeden Star Wars Fans.

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Mila_1981s avatar

Rezension zu "Ahsoka" von Emily Kate Johnston

Eine TieIn-Story zwischen The Clone Wars und Rebels
Mila_1981vor einem Jahr

Star Wars - Ahsoka (E.K. Johnston)

Mit einiger Verspätung bringe ich endlich die Rezension zu diesem Buch fertig...und es hat wahrlich zu lange gedauert, aber manchmal kommt leider das Leben dazwischen. Und in diesem Fall tut es mir doppelt leid, da mir dieses Buch extrem gut gefallen hat, aber alles zu seiner Zeit.

Die Sache mit dem neuen Kanon habe ich ja jetzt schon oft genug angesprochen. Das alte expanded Universe existiert nicht mehr. Nur noch die Werke, die von Walt Disney abgesegnet und nach der Übernahme veröffentlicht werden, gehören zum Neuen Kanon. Dieser hat schon einige m.M.n. beeindruckende Werke hervorgebracht...und ebenso einige wenige Veröffentlichungen die besser in der Schublade geblieben wären.

Dazu zählen einerseits die originalen Filme (ich denke, das ist klar), aber andererseits auch die Nebenerscheinungen aus dem "Kinderprogramm" - namentlich "The Clone Wars" und "Rebels". Wobei ich hier gerne den Begriff Kinderprogramm relativieren möchte. Klar handelt es sich um Produktionen die primär für eine jüngere Zielgruppe geschaffen wurden, doch teilweise waren die Handlungsstränge echt gut für Zeichentrickserien. Und mitunter auch recht düster. Gerade Rebels hat neben seiner quitschbunten Optik, teilweise einen ziemlich bedrohlichen Grundtenor - den man zu Zeiten des Imperiums auch erwarten darf. Natürlich ist alles kindgerecht aufbereitet...und viel passiert in MEINER Gefühlswelt...immerhin habe ich als "erwachsene" Person einen anderen Bezug zu Krieg und Unterdrückung...dennoch merkt man auch den Serien das "Erwachsenwerden" von Star Wars an.

Worum geht es?

Das mir vorliegende Buch "Ahsoka" handelt von...lasst mich kurz überlegen...Ahsoka!

Who da Fuck is Ahsoka? 

Was? Ihr kennt Ahsoka nicht? Anakins höchst eigene Padawan Schülerin? Die er mal eben in der Zeit zwischen Episode II und III ausgebildet und wieder verloren hat? Ja, richtig gehört. Bei Ahsoka Tano handelt es sich um eine in der Serie "The Clone Wars" etablierte Figur, die Anakin und Obi-Wan fortan als Side-Kick zur Seite stand. Als Anakins persönlicher Padawan stand sie ihm ganz besonders nahe und hat viel von ihm gelernt - Technik, Taktik, Teamplay (und sein Draufgängertum).

Wer sich jetzt fragt, wo Ahsoka denn dann bitte in Episode III abgeblieben ist und mit keinem Wort erwähnt wurde - sie wurde erst NACH dem Film erfunden und als zusätzlicher Cartooncharakter eingeführt. Damit sich das nicht mit der etablierten Timeline beisst, musste sie aber dann natürlich kurz vor den Ereignissen von Episode III "weggeschrieben" werden - was in Form eines Komplotts statt fand, in dessen Verlauf sie in Ungnade gefallen ist und den Jedi Tempel verlassen musste. Was in der Folge mit ihr passiert ist, blieb bisher ungewiss...bis jetzt.

Das Buch

setzt ein Paar Jahre nach der Machtübernahme durch den Imperator ein. Das noch junge Imperium umschliesst die Galaxis mit eisernem Griff - die Neue Ordnung wird mit roher, brutaler Gewalt durchgesetzt. Die Klone sind Vergangenheit und die neuen Sturmtruppen sind überall anzutreffen, um als langer Arm von Palpis neuer Marschroute zu agieren.

Die Order 66 hat die Jedi überraschend getroffen und die wenigsten sind mit heiler Haut davon gekommen. Der Jedi Orden existiert nicht mehr und die wenigen Überlebenden haben sich abgesetzt und sind ins Exil gegangen.

Ahsoka Tano ist eine dieser wenigen überlebenden Jedi, auch wenn sie sich selber nicht mehr als Jedi, oder viel mehr Padawan, sieht. Sie ist heimatlos, ziellos, auf der Flucht. Sie hat keine Freunde und keine Familie und immer spürt sie den Atem des Imperiums im Nacken. Ihre Lichtschwerter hat sie bei einem fingierten Grab zurückgelassen...für eine Jedi heisst es in Zeiten des Imperiums, um jeden Preis unauffällig zu bleiben.

Sie schlägt sich so durch, heuert mal hier an, repariert dort mal einen Droiden und ist nie sesshaft; immer fluchtbereit, sobald sie nur einen imperialen Schatten sieht. Gerade als sie das erste mal seit Jahren, so etwas wie Beständigkeit und vielleicht sogar Freundschaft spürt, taucht ein Imperialer Sternzerstörer auf, um die hiesige Garnison aufzurüsten. Sofort greift der Fluchtreflex und sie lässt abermals alles zurück.

Wohin als nächstes?

Soweit weg vom Imperium wie irgend möglich! Irgendwo an den galaktischen Rand. Irgendein Hinterwäldlerplanet. Radaa. Genau richtig. Ein kleiner Felsbrocken, der sich mit etwas Landwirtschaft gerade so am leben erhält. Das soll ihr Ziel sein.

Hier lässt sie sich als Handwerkerin nieder und kümmert sich fortan um die landwirtschaftlichen Geräte der Bewohner und findet auch als bald Anschluss in der hiesigen Gemeinschaft...und so sehr sie sich auch wehrt...Freunde. Alle sind so nett und hilfsbereit, das sie nicht anders kann, als sich schon bald heimisch zu fühlen...

Bis abermals das Imperium auftaucht

Ab hier beginnen die Dinge kompliziert zu werden. Einerseits will sie sofort wieder verschwinden, um sich UND ihre neuen Freunde zu schützen...andererseits will sie nicht ihr ganzes Leben lang auf der Flucht sein. Sie entscheidet sich einstweilen zu bleiben und ihren Freunden während der Besatzung beizustehen. Leider eskaliert die Situation unter der imperialen Besatzung und einige der Anwohner begehen eine Dummheit, die mit mehreren Toten und Ahsokas Enttarnung enden....

Fazit:

Nachdem bereits "Schülerin der Dunkelheit" lose Fäden der Serie "The Clone Wars" aufnahm und sich wie ein völlig überzeichneter Comic las, bin ich von diesem Buch absolut begeistert. Dieses Buch ist nicht einfach ein in Buchform aufgeplustertes Episodendrehbuch - dieses Buch zeigt den imperialen Schrecken. Besatzung. Ausbeutung und Unterdrückung. Und Hoffnung.

Aus Ahsoka ist ein tiefgründiger und nachvollziehbarer Charakter geworden, der sich von der flüchtigen Padawan zu einem starken Beschützer der unterdrückten Farmer wandelt. Weglaufen funktioniert eben nur so und so lange, wenn sich der Schrecken des Imperiums in alle Richtungen ausbreitet.

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, welches einen sehr schönen Beitrag zu Disneys "erwachseneren" Star Wars bietet. Pflichtlektüre, auch wenn die Figur Ahsoka unbekannt sein sollte.


Link zu meinem Blogartikel

 

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