Wenn ihr uns findet

von Emily Murdoch 
4,5 Sterne bei134 Bewertungen
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Neue Kurzmeinungen

Malajubes avatar

Berührende Geschichte, die sich langsam im Tempo steigert, so dass man der Entwicklung der Hauptfigur gut folgen kann.

Federzaubers avatar

Großartig! In einem Rutsch durchgelesen und mehrfach Tränen in den Augen. Es hat mich sooo berührt. Ein Jahreshighlight!!!

Alle 134 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wenn ihr uns findet"

Es gibt Geheimnisse, die zu groß sind für das Herz eines Mädchens

Klamotten, Partys, Jungs und Schule: Diese Welt ist Carey und ihrer kleinen Schwester Jenessa völlig fremd. Die Geräusche des Waldes, das beengte und doch so vertraute Zusammenleben im Wohnwagen und die oft tagelange Abwesenheit ihrer Mom – das ist der Alltag der Mädchen, die in einem Trailer tief versteckt inmitten eines Naturschutzgebietes leben. Als Careys und Jenessas Vater die Mädchen zu sich und seiner neuen Familie holt, finden die Tage im Wald ein jähes Ende. Zu jäh für die fünfzehnjährige Carey, die sich daran gewöhnt hat, sich und ihre Schwester durchzubringen und zu beschützen, koste es, was es wolle. Dass der Preis dafür mitunter sehr hoch war, begreift sie erst jetzt durch die liebevolle Anteilnahme ihres Vaters. Weil sie das Geheimnis, das auf ihrem Herzen lastet, nicht für immer verdrängen kann …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453534346
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:03.03.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    vivreavecdeslivress avatar
    vivreavecdeslivresvor einem Jahr
    Wenn ihr uns findet | Rezension

    Dieses Exemplar hier ist ein klassisches Beispiel für die Sparte an Büchern, die ich mir vor Jahren (!) zugelegt habe und unbedingt lesen wollte - schliesslich lobten es alle in den Himmel -, aber dann doch tatsächlich erst einige Zeit später wirklich dazukomme. Ich war neugierig und gespannt, war genau in der richtigen Stimmung für eine etwas aufregendere Geschichte und war erstmal angetan, vom lockeren und leichten Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten fliegen liess. Aber ich konnte von der ersten Seite an keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren und überhaupt dem ganzen Buch feststellen.

    "Die besten Sachen auf der Welt gibt's fast für umsonst, sagt Mama immer.Wie zum Beispiel das gleissende Morgenlicht, das wie Diamanten über die Wasseroberfächeunseres Flüsschens tanzt. Oder der Fluss selbst, der den ganzen Tag lang Musik vor sichhin brabbelt, so wie Nessa als Baby. Glück is' umsonst, sagt Mama."


    Dabei sind einige der Ideen sehr gut umgesetzt und die Ausarbeitung der Charaktere auch sehr feinsinnig. So ist Carey sehr schlau, aber doch auch immer wieder wahnsinnig naiv und leichtgläubig. Was vielleicht einfach mit der fehlenden Erfahrung zusammenhängt. Aber diese beiden Polen wurden immer wieder ausgehoben und in die Extreme verfrachtet, etwas, was ich nicht leiden kann, weil das nicht wirklich real ist. Die Mischung sehr kluger und doch auch naiver Denkensweise gibt es oft, aber die Trennlinie ist oft nur sehr fein sichtbar. Hier gab es einige Stellen, an der ich das Buch stirnrunzelnd zur Seite gelegt habe, da ich einfach nicht damit zurecht kam, wie Careys Handlungen oder Äusserungen, unabhängig vom tatsächlichen Inhalt, beschrieben wurden.
    "Es stimmt: Wir hatten  nicht viel. Kein schickes Haus, teure Kleider oderSachen zum Angeben. Aber ich hab immer darauf geachtet, dass wir sauber sind.
    Sauber bedeutet frei."


    Irgendwie fehlte mir der Geschichte einfach an Substanz und Details. Das grosse Vorher (leben im Wald) sowie das grössere Nachher (in der zivilisierten Gesellschaft und den völlig fremden Sitten und Gegenständen) wurden ziemlich reduziert, es wurde einiges ausgelassen. Und vieles wurde beschönigt. Versteht mich nicht falsch, es geschahen schreckliche Dinge in der Vergangenheit der zwei Mädchen, jedoch waren mir diese Dinge zu sehr auf die Spitze getrieben. Es war dann immer ein Schlag. So fehlte der Geschichte einfach an Substanz. Das sind für mich diese Momente, in denen etwas nicht schwarz oder weiss ist, die feinfühligen und dadurch viel emotionaleren Momente. Es wurde mir in diesem Buch zu selten differenziert. So war die Beziehung der Schwestern einfach unglaublich eng, aber etwaige Abweichungen oder Sonderheiten mangelten Stark, was der Geschichte wieder an Authentizität und auch Fluss raubte. 
    "Vermutlich kann man zwar das Mädchen aus dem Wald holen,aber nicht den Wald aus dem Mädchen."
    Das ich das Buch als nicht wirklich gut empfand, hat wohl einige Gründe seitens des Buches, aber auch ich ging nicht unvoreingenommen daran ran. So hatte ich aufgrund all dieser positiven Meinungen sehr hohe Erwartungen. Und ich hatte kurz zuvor Room gesehen, bei diesem das Setting ganz anders war, die Geschichte aber eine ähnliche. Da wurden keine Details ausgelassen und alles war wahnsinnig vielschichtig und hatte so viel mehr Dimension. Natürlich war dies ein Film und es hat vielleicht auch mit dem Alters- und Geschlechterunterschied zu tun, aber es machte mich regelrecht wütend, als Careys neuen Leben fast schon beschränkt wurde auf Glitzerjeans, Dates und Partys. Das finde ich auch woanders, wenn ich Ablenkung brauch. Und tiefgründig ist dieser Roman meiner Meinung nach, bis auf die paar schönen Textstellen, die ich euch rausgesucht habe, halt einfach nicht.

    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/04/wenn-ihr-uns-findet.html

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    lovelybookfans avatar
    lovelybookfanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles und nachdenkliches Buch
    wundervolles und nachdenkliches Buch

    Dieses Buch bringt einem echt zum nachdenken. Es ist so wundervoll und doch gleich so traurig aber mit einem gutem Ende. 
    Ich konnte mich sofort in das Buch "hinein fühlen". Von Anfang an war ich sofort drin.

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    C
    ChalottePaulavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: ein buch zum hinein versetzen
    wenn ig uns findet

    ein Buch was einem zum nachdenken bringt, traurige Geschichte mit gutem ende. man könnte sogar meinen das die Geschichte war ist

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    Mizuiros avatar
    Mizuirovor 2 Jahren
    Düstere Leseempfehlung

    Wow. Wenn ihr uns findet war wirklich von Anfang bis zum Ende spannend.

    Wenn ihr uns findet handelt von der Protagonistin Carey, die seit sie vier war mit ihrer kleinen Schwester im Wald lebt. Eher weniger als mehr versorgt von ihrer Mutter, die oft abwesend ist übernimmt Carey die Mutterrolle für ihre Schwester Nessa.

    Carey ist es auch, die ihre Geschichte erzählt. Dabei legt sie vor allem im ersten Kapitel wenig Wert auf die korrekte Verwendung der Sprache - worüber sie auch selbst reflektiert und sich in den weiteren Kapiteln zusammenzureißen versucht.
    Einerseits ist es sehr gut, dass durch die Auslassung von Endsilben und die generelle Verwendung von Umgangssprache stets verdeutlich wird, von wem man als Leser die Geschichte vermittelt bekommt. Andererseits hat es mich auch gestört, weil es in der deutschen Übersetzung irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes war. Ich bin ziemlich sicher, dass das Bild, das durch ihre Sprache von Carey vermittelt wird viel stimmiger gewesen wäre und ärgere mich sehr, dass ich mich nicht bemüht habe, das Buch im Original zu bekommen.
    Ich mochte übrigens diese Art Metaebene die dadurch eingeführt wird, dass sich Carey selbst ermahnt nicht ständig die "t-s" zu vergessen.

    Dass man das Buch, wenn man die Möglichkeit hat, besser im Original lesen sollte, habe ich mir übrigens noch öfter gedacht, weil manche Dinge dann mehr Sinn ergeben. Zum Beispiel wird Carey von einer Figur CC genannt - Vermutlich von Clumsey Carey, was in der deutschen Version allerdings "Schussel Carey" heißt. Der Spitzname CC ergibt dann aber keinen Sinn.
    Naja, Kleinigkeiten...

    Die Figuren sind sehr gut beschrieben und entwickeln sich während des Verlaufs der Handlung. Manche ein bisschen zu schnell, sodass man ihre Entwicklung nicht wirklich beobachten und nachvollziehen kann.
    Hätte die Autorin die Entwicklung aber weiter erläutert wäre das Buch noch länger geworden und ich bin nicht sicher ob ich noch mehr Spannung ertragen hätte...

    Denn das Buch war - hab ichs vielleicht schon mal erwähnt? ;) - unglaublich spannend! Man fragt sich, was noch alles in Careys Vergangenheit passiert ist, genauso wie man sich fragt was ihr noch alles passieren wird. Eine wichtige Rolle spielt ein Geheimnis, das die Protagonistin mit sich herum schleppt und obwohl man sich gegen Ende schon denken kann, worum es sich handelt, war ich bis zum Schluss nicht sicher, ob ich mit meinen Vermutungen überhaupt recht habe. Wirklich gut geschrieben!

    Übrigens ist Wenn ihr uns findet sehr düster (Na, wer hätte das bei der Geschichte vermutet?) und die Stimmung wechselt nur selten.
    Alles in Allem ein fünf-Punkte-Buch und eine düstere Leseempfehlung von mir.

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    C
    Claudia107vor 3 Jahren
    Tolles Buch, was einen noch etwas nachhängt!

    Eigentlich gibt es zu diesem Buch nicht wirklich viel zu sagen. Ich fand es einfach nur WOW! Das Buch hat mich total fasziniert, habe jedes Wort in mir aufgesaugt und als ich es zu Ende gelesen hatte (was relativ schnell ging) war ich richtig traurig, dass die Geschichte zu Ende war. Zu gerne hätte ich gewusst wie es mit den beiden Mädchen weitergegangen ist....Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Einfach super!

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    Tinkerbellis avatar
    Tinkerbellivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein unglaublich reales Buch das einen fesselt und mit jeder Seite mehr Spannung aufbaut
    Einfach grandios

    Meine Meinung

    Sagenhaft, das Buch ist so toll geschrieben das ich es in einem Rutsch durch hatte. Emily Murdoch versteht wie man die Spannung von vorneherin aufbaut und sie bis zur Spitze treibt. Das Buch hat mich teilweise so gefesselt das mir die Luft weg blieb und ein paar Tränchen sind bei mir auch geflossen. 
    Carey die Protagonisten erzählt ihre Geschichte und ist mir ab der ersten Seite an mit ihrer Art einfach total ans Herz gewachsen. Für kaum einen anderen Protagonisten habe ich so mitgefiebert und gehofft das alles gut wird. Sie kümmert sich rührend um ihre kleine Schwester Janessa, für die sie ein Leben lang die Mutterrolle übernommen hat. 
    Janessa die ich liebevoll Nessi nenne ist das süßeste Mädchen überhaupt. Man muss sie einfach mögen, sie zieht in dem Buch nicht nur die anderen Charakteren in ihren Bann sondern auch ich war hin und weg von ihr. Sie ist so voller Glück und das nach all dem was geschehen ist. 
    Es passiert wirklich nicht oft aber bei dem Buch hab ich mir das erste Mal wirklich aufrichtig gewünscht hineinzuhüpfen um die beiden Mädels in den Arm zu nehmen und ihnen zur Seite zu stehen. Ich hab schon viele Bücher gelesen aber keines davon hat bei mir so viel Gefühlschaos hinterlassen. Es ist einfach so real und der Schreibstil macht es einem nicht leichter. 
    Der ganze Aufbau ist so perfekt das man sich wünscht das Buch geht ewig. Okay ich höre auf zu schwärmen sonst schreibe ich ewig weiter und verfalle wieder in Trauer weil es schon zu Ende ist. 

    Fazit

    Jedes Buch sollte genau das mit mir machen was dieses Buch geschafft hat. Es ist mitreissend und spannend das es schon fast weh tut.

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    Minjes avatar
    Minjevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: wow- ich hab dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen!
    Entführt und ausgesetzt

    "Wenn ihr uns findet" von Emily Murdoch erschien 2014 im Heyne Verlag München.

    Inhalt
    Jenessa (6) und Carey (14) leben mit ihrer drogenabhängigen Mutter  seit  Careys 5. Lebensjahr in einem Wald in Tennessee. Nur ist die Mutter meistens nicht da. Eines Tages ändert sich das Leben der beiden Mädchen. Sie kommen zu ihrem Vater und müssen zur Schule gehen. Wie werden sie mit ihrem neuen sozialen Umfeld zurechtkommen? Und was ist im Wald alles passiert?

    Thema
    Traumatisierung. Umgang mit Traumata. Mehrfache Misshandlung. Selektiver Mutismus. Isolation. Störung der Familie. Aussetzung. Patchworkfamilie. Eifersucht. Das erste Verliebtsein. Sozialisationsprozess.

    Meinung
    Dieses Buch hat einen hohen Spannungsfaktor. Daher gehört es zu den Büchern, die ich innerhalb eines Tages gelesen habe. Warum?
    Es ist ein Buch, dass emotional anrührt. Was man dem Inhalt ja entnehmen kann. Zuallererst hat man Angst um die Kinder- werden sie etwa voneinander getrennt? Ganz ehrlich, ich fände so etwas furchtbar. Es sind Geschwister!
    Dann stellt sich heraus, dass sie eine neue Schwester bekommen. Der das gar nicht gefällt, gleich zwei neue Schwestern zu haben. Man merkt gerade Carey an, dass sie Zeit braucht, um in der " neuen Welt" zurechtzukommen.
    Und Carey und Jenessa tragen beide ein dunkles Geheimnis mit sich herum. Die Auflösung? Schockierend. Es ist schon schockierend, was die Mutter machte und was sie zuließ. Doch die "Nacht der weißen Sterne" war noch um einiges schlimmer. Dramatischer. Belastender.
    Die Situation der beiden Mädchen wird gut beschrieben, detailiert.
    Verschimmeltes Brot, bei dem schnell der Schimmel abgeschnitten wird.
    Bohnenkonserven täglich. Vogeleier. Wild, das geschossen wird.
    Selbstversorger, da die Mutter verantwortungslos handelt.
    Auch auf die Ängste der Kinder wird eingegangen. Die Angst vor dem Neuem. Aber auch die Angst um ihre Mutter, das Gefühl, verstoßen worden zu sein.
    Carey gefällt mir. Aufgrund der Umstände musste sie früh erwachsen werden. Früh wurde sie in die Mutterrolle gestoßen, da die eigene Mutter oft unterwegs war. Wie gut, das sie lernt, sich ihrem Vater anzuvertrauen. Und ihm ihr düsteres Geheimnis verrät...

    Fazit
    Ein Buch, das emotional geschrieben wurde.

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    Avalees avatar
    Avaleevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat mich sofort mitgerissen. Von der ersten bis zur letzten Seite bin ich Careys Geschichte gebannt gefolgt
    Einfach genial!

    Diese Story handelt von Carey (aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird) und ihrer jüngeren Schwester Jenessa, die in einem Wald in einem Wohnwagen wohnend aufwachsen mussten, während ihre drogenabhängige Mutter häufig mit Abwesenheit glänzte. Als sie zu Anfang des Buches von Careys Vater und einer Sozialarbeiterin gefunden werden, sind sie viel zu dünn und Jenessa spricht nur mit ihrer Schwester und auch das nur wenig. Das ruhige, teilweise harte und "hungrige" Waldleben weichen bald einem aufregenden, behüteten und "satten" Leben in der Zivilisation. Während die sechsjährige Jenessa sich neugierig und schnell einzufügen scheint, wird Carey der Trubel (in der Schule, im Supermarkt ... ) schnell zu viel. Auch mit ihrer neuen, älteren Stiefschwester versteht Carey sich nicht sonderlich bzw. diese sich nicht mit ihr. Dann schließt sie Freundschaft mit "Pixie" und lernt Ryan kennen, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt, der aber ebenfalls ein Geheimnis hat ... Denn es ist nicht nur das Leben im Wald, das Carey ihren Mitschülern nicht verrät, um nicht als "Sonderling" zu gelten, wie ihre Siefschwester sie bereits nennt. Nein, sie hat ein weiteres, viel schlimmeres Geheimnis, das sie einfach nicht loslässt ...

    Da Carey sich und ihrer Schwester in den Wäldern lesen, schreiben, rechnen und alles was dazugehört beigebracht hat, haben die beiden eine gute Bildung, wobei Carey trotzdem zu Beginn sowohl in der Erzählung als auch im Sprechen gerne mal Buchstaben verschluckt. Da sie aber weiß, dass man das eigentlich nicht macht, bemüht sie sich sofort, alles richtig auszusprechen. So bekommt auch ihre Erzählung schnell eine korrektere Schreibweise (z.B. wird das 't' bei 'nicht' nicht mehr ausgelassen).

    Dieses Buch hat mich sofort mitgerissen. Von der ersten bis zur letzten Seite bin ich Careys Geschichte gebannt gefolgt und habe sofort Sympathie für sie und ihre Schwester empfunden. Ich begann schnell mich zu fragen, ob Careys Vater wirklich so schlimm ist, wie sie durch Erzählungen ihre Mutter glaubt. Denn ihr Vater sei der Grund gewesen, weshalb sie überhaupt in dem Wald leben mussten. Zu Careys Geheimis habe ich viel spekuliert und bin doch nicht gleich darauf gekommen, um was es sich handelt. Auch sonst gab es einige überraschende Momente. Des Weiteren finde ich die Geschehnisse in der Story recht realistisch dargestellt.

    Diesem Debütroman konnte ich nur volle 5 Punkte geben und ihn direkt in mein Favoritenregal einordnen.

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    JanasBookworms avatar
    JanasBookwormvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich finde Diese Geschichte Herzzerreisend. Es hat mich wirklich berührt wie gut es geschrieben ist.
    "Wenn ihr uns findet" Bewertung

    Ich finde Diese Geschichte Herzzerreisend. Es hat mich wirklich berührt wie gut es geschrieben ist.

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    Zroyas_Papiergefluesters avatar
    Zroyas_Papiergefluestervor 3 Jahren
    Bezaubernde Hommage an die Liebe einer Familie

    Manchmal passiert es, dass mich ein Buch so bewegt, dass ich am Ende keine Worte finde. Ich sitze still, presse mir weinend das Buch an die Brust und wiege still vor und zurück. Und auch, wenn ich dann völlig überfordert bin, nicht weiß, wohin mit mir und meinem Kummer - eigentlich sollte jedes Buch genau das mit mir machen. Mich aufwühlen, beeindrucken, mir den Atem verschlagen, verzweifelte Emotionen wecken - im positiven, wie negativen Sinne. Katniss im Dorf der Sieger. Ky, der Cassia seine Geschichte auf Papier erzählt. Dobby, Fred, Snape, Lupin und Tonks, die im finalen Kampf gegen Voldemort sterben. Manchmal gelingt es, für meinen Geschmack viel zu selten.

    Wenn ihr uns findet hat es seit langer Zeit mal wieder geschafft. Ich kann gar nicht genau erklären, warum eigentlich. Aber so ist das eben, wenn man nicht die richtigen Worte findet.

    Carey und ihre selektiv mutistische Schwester Nessa leben halb verwildert im Wald, seit ihre Mutter von einem Besuch in der Stadt, um neue Konserven zu besorgen, nicht zurück gekommen ist. Die letzten Jahre haben sie zu dritt im Wald gelebt, fern ab der Zivilisation, nur mit dem Nötigsten, immer hungrig, immer frierend, immer irgendwie überlebend. Gerade, als das Essen endgültig knapp wird, tauchen Careys Vater und eine Mitarbeiterin des Jugendamts auf. Carey und Nessa müssen den Wald verlassen und kommen fortan beim Vater und dessen neuer Familie unter. Während Nessa im neuen Umfeld aufblüht, kann sich Carey nicht einfügen. Zu groß sind die Verletzungen der Vergangenheit, zu furchtbar die schrecklichen Erlebnisse ihrer Jugend, zu bösartig die von der Mutter implementierten Erinnerungen an den Vater.

    Ganz, ganz langsam - mit viel Geduld, Kraft, Mut, einer neuen Freundin, der ersten zarten Liebe und Verständnis - gelingt es Carey, einen Platz in ihrem neuen Leben zu finden. Aber die Angst überschattet alles. Die Angst davor, jemand könnte heraus finden, was Carey im Wald tun musste, um zu überleben. Doch nur wenn schließlich alle Geheimnisse gelüftet werden, kann Carey wirklich glücklich werden.

    Das Buch stand lange auf meiner Buchliste und als ich es schließlich in den Händen hielt, konnte ich es nicht wieder zur Seite legen. Von der ersten Seite an war ich wie verzaubert. Auch wenn ich mich zuerst an Careys unbeholfene, holprige Sprechweise gewöhnen musste, haben mich die sprachlichen Bilder, Metaphern und Bedeutungen zwischen den Zeilen sofort in ihren Bann gezogen. Immer wieder schossen mir Tränen in die Augen, ich musste mir Zitate notieren, Worte auf der Zunge zergehen lassen, Klöße im Hals schlucken, Sätze verdauen und den Atem anhalten. Vor allem, als Carey am Ende ihr Geheimnis und damit den Grund für Nessas Verstummen verrät, wusste ich nicht mehr, wohin mit meinem Kummer.

    Dass Glück und Liebe für jeden etwas anderes bedeuten, und je nach Bedeutung besonders fragil sind, ist in diesem Buch wieder einmal ganz besonders deutlich zu erkennen. Das, was zuletzt bleibt, ist die Familie. Wie auch immer die aussieht. Mit genug Liebe kann sie jede Form annehmen.

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