Emily Perkins

 3.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Die Forrests, Roman über meine Frau und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Emily Perkins

Emily Perkins, 1970 in Christchurch, Neuseeland, geboren, schreibt Kurzgeschichten und Romane. Sie lehrt an der University of Auckland, moderiert im neuseeländischen Fernsehen ihre eigene Literatursendung «The good Word» und lebt mit ihrer Familie in Auckland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Emily Perkins

Cover des Buches Die Forrests (ISBN:9783827010766)

Die Forrests

 (7)
Erschienen am 10.09.2012
Cover des Buches Roman über meine Frau (ISBN:9783833308369)

Roman über meine Frau

 (2)
Erschienen am 21.07.2012
Cover des Buches Die Forrests (ISBN:9783492982979)

Die Forrests

 (0)
Erschienen am 01.08.2016
Cover des Buches Novel About My Wife (ISBN:9780385662253)

Novel About My Wife

 (0)
Erschienen am 23.06.2009
Cover des Buches Leave Before You Go (ISBN:0060196610)

Leave Before You Go

 (0)
Erschienen am 01.05.2000
Cover des Buches The Forrests (ISBN:9781608196777)

The Forrests

 (0)
Erschienen am 07.08.2012

Neue Rezensionen zu Emily Perkins

Neu

Rezension zu "Die Forrests" von Emily Perkins

Rezension zu "Die Forrests" von Emily Perkins
Keeweekatvor 7 Jahren

Als die Familie Forrest anfang der Siebziger aus den USA nach Auckland, Neuseeland zieht, ändert sich das Leben der Geschwister Dorothy, Michael, Evelyn und Ruth von Grund auf. Ihr Vater, ein distanzierter Mensch, zieht sich immer mehr in sich selbst zurück, während ihre Mutter ein wildes Hippie-Leben in einer Frauenkommune führt. Besonders Eve und Dorothy entwickeln eine innige Schwesterliebe, die von beider Liebe zu Daniel überschattet wird, dem Jugendfreund ihres Bruders und praktisch Ziehsohn der Forrests. Je älter die Forrest-Geschwister werden, desto mehr driftet die Familie auseinander und es ist Dorothy, die über die Jahre versucht, ihr zerbröckelndes Leben zu meistern und ihre Geschwister nicht aus den Augen zu verlieren.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Emily Perkins pflegt einen unsteten, beinahe trägen und immer wieder auf kleinen Nebensächlichkeiten fokussierenden Erzählton, durch den es mir schwerfiel, konzentriert zu lesen. Das schlimmste und nervenaufreibendste für mich aber war, das die Autorin offenbar einen Roman der Zwischenszenen geschrieben hat. Es kommt mir tatsächlich so vor, als würde man als Leser immer nur die Nachwehen und Aufarbeitungen großer Ereignisse vorgesetzt bekommen. Zwei Protagonisten gehen eine Beziehung ein. Wir erfahren aber erst davon, lange nachdem die beiden schon wieder getrennt sind und wie die beiden damit umgehen. Jemand macht eine Rucksackreise durch Südamerika, wir bekommen davon nur aus Sicht der zu Hause wartenden Mutter mit. Wieder jemand anderes hat einen Unfall oder verfällt irgendeiner Sucht, und wieder setzt die jeweilige Episode erst Monate danach ein, man nimmt nur teil an der Aufarbeitung und Bewältigung des Vergangenen. So geht es das ganze Buch über. Die eigentliche Handlung dröppelt relativ stetig und mit einigen Zeitsprüngen vor sich hin, es gibt keinen direkten Spannungsbogen, eher ein gleichmäßiges Wellenreiten, das einen gerade so bei der Stange hält. Es passiert wirklich einiges mit unseren Protagonisten, gerade, weil die Handlung mehrere Schicksale über so viele Jahre verfolgt, aber Perkins lässt uns nur an den Gedankengängen und Gesprächen “dazwischen” teilhaben, den kleinen Gesten und kurzen Gesprächen. Das ist sicher so beabsichtigt, gibt der ganzen Story diese unvgergleichliche Zartheit und fordert den Leser zum Nachdenken und Interpretieren auf. Leser wie ich werden die knapp 400 Seiten auf der Suche nach der “eigentlichen Handlung” sein, um die es hier ironischer Weise aber gar nicht geht. Es sind eben die Zwischentöne, es ist das Ungesagte, das Nachdenkliche, was Perkins in ihrem Familienroman herausgearbeitet hat.

Was mir außerdem gefehlt hat, ist eine greifbarere Beschreibung der Protagonisten. Dafür, dass wir so viel von ihrem Innenleben erfahren (zumindest dem Dorothys, aus deren Sicht der Großteil der Handlung geschildert wird), weiß man fast nichts über ihr Äußeres, es gibt kaum Eigenheiten oder irgendetwas, woran man die vielen Namen festmachen könnte. Gerade, als die Handlung in der dritten Generation der Forrests angelangte, bin ich mit einigen Namen immer wieder durcheinandergekommen.

Ein Luxuskritikpunkt für mich ist außerdem, dass die Geschichte so gut wie nichts “Neuseeländisches” an sich hat. Bis auf ein, zwei Ortsnamen weist nichts daraufhin, wo die Handlung stattfindet. Für mich ein kleiner Wermutstropfen, weil ich mir erhofft hatte, etwas mehr Einblick in die neuseeländische Gesellschaft zu bekommen.

Fazit:

Schlussendlich ist “Die Forrests” ein zutiefst nachdenklicher und melancholischer Roman einer Familie, deren Mitglieder sich über die Jahre stetig gegen die Widrigkeiten des Lebens und ihren sorgsam voreinander abgeschirmten Problemen stellen müssen und dabei zu vergessen drohen, wie sehr sie einander brauchen.

Kommentieren0
8
Teilen

Rezension zu "Die Forrests" von Emily Perkins

Rezension zu "Die Forrests" von Emily Perkins
Katzenpersonal_Kleeblattvor 7 Jahren

Emily Perkins erzählt in ihrem Roman die Geschichte der Familie Forrest.
Die Hauptprotagonistin ist Dorothy, Dot genannt, deren Leben der Leser von frühester Jugend an mitverfolgen kann bis kurz vor ihrem Tod.
Dot ist eines von 4 Kindern, ihre Geschwister sind Michael, Evelyn und Ruth. Die Familie siedelte schon in frühen Jahren von New York nach Auckland, Neuseeland, um.
Ein Mitglied der Familie war auch Daniel. Er hatte Probleme mit seinen Eltern und seitdem er eine Nacht bei seinem Freund Michael geschlafen hatte, gehörte er so gut wie zur Familie, denn dort gefiel es ihm besser und er wurde akzeptiert.
Daniel war Dorothys erste Liebe, es war auch eine Liebe, die sie nie wieder losließ, auch wenn sie weit weg von ihm ihr Leben lebte.
Während im Großen und Ganzen Dorothys Geschichte erzählt wird, bekommt der Leser auch Kenntnis darüber, wie Dots Geschwister und auch Daniel ihr Leben meistern.

Es ist eine Geschichte, wie sie sicherlich in vielen Familien vorkommen mag. Die Entfremdung der Eltern, die später wieder zusammen mit der jüngsten Schwester Ruth aufgrund einer Erbschaft zurück nach Amerika umsiedelten, spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Dots Bruder Michael hält sich fern von der Familie und nur mit Evelyn hat Dot engen Kontakt.
Dorothy, die selbst 4 Kinder haben wird, gibt ihren Beruf als Lehrerin auf und bleibt, solange die Kinder sie brauchen, als Hausfrau und Mutter zu Hause. Auch wenn sie es nicht immer leicht hat, meisterst sie ihr Leben und managt ihre Familie.

Sich in das Buch hineinzufinden, empfand ich als nicht ganz einfach. Scheinbar unwillkürlich werden Episoden aus dem Leben Dorothys und deren Geschwister erzählt, die sich nicht gleich dem Leser erschließen und greifen lassen.
Es gib eine Unmenge von Personen oder Kindern, die plötzlich auftauchen, ohne dass näher auf sie eingegangen wird.
Erst durch das Eintauchen in das jeweilige Kapitel eröffnet sich dem Leser, in welchem Lebensabschnitt er sich gerade befindet. Manchmal liegen Jahre zwischen den einzelnen Kapiteln, ein anderes mal nur Momente.

Es ist eine Geschichte, in der es keinen Spannungsbogen gibt, sie plätschert so vor sich hin und doch ist es der Autorin gelungen, mich weiterlesen zu lassen. Auch wenn ich immer dachte, es muss doch noch irgendwann etwas Großes passieren, wollte ich letztendlich auch wissen, wie es Dorothy weiter ergangen ist, wohin ihr Weg sie führte.

Schade finde ich, dass so gar nichts von Neuseeland eine Rolle im Buch spielte. Da war nichts, keine Landschaftsbeschreibungen oder andere gesellschaftliche oder politische Ereignisse, die Erwähnung im Buch fanden. Der Handlungsort wäre somit durchaus mit jedem anderen Ort der Welt austauschbar.

Der Schreibstil der Autorin offenbarte sich mir als kurz und bündig, aber auf den Punkt gebracht. Eine Schreibweise, an die man sich gewöhnen muss, die aber nicht störend wirkt.

Von der Bewertung hätte ich gern 3,5 Pfötchen vergeben, da wir aber keine halben Punkte vergeben, habe ich mich für 4 Pfötchen entschieden.

Kommentieren0
12
Teilen

Rezension zu "Roman über meine Frau" von Emily Perkins

Rezension zu "Roman über meine Frau" von Emily Perkins
Ich_haltvor 10 Jahren

Das Buch lese ich seit nem Jahr ;-) weis nicht ob ich es zuende lesen werde! Die Story hört sich gut an und an und für sich ist auch der Schreibstil interessant..aber die Autorin verrennt sich immer in Kleinigkeiten und Beschreibungen.. Aber wer weis, vielleicht brauch ich die am Schluss??

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 25 Bibliotheken

auf 4 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks