Emily Perkins Die Forrests

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Inhaltsangabe zu „Die Forrests“ von Emily Perkins

Emily Perkins hat einen berührenden Familien-, Generationen- und Neuseelandroman geschrieben, einen Roman, der das Leben in seiner überwältigenden Vielfalt preist, in all seiner Sinnlichkeit und Farbigkeit.

Von New York City nach Auckland, Neuseeland - nach einem Umzug um den halben Globus tauchen die Forrests in eine neue Welt ein, eine Welt tiefen, satten Grüns, wechselnden Lichts und silberglänzender Gewässer. So anarchisch das Familienleben mit vier Kindern und entrückten Eltern, so unbändig ihre Lust, die fremde Umgebung zu erforschen. Die Straßen der Nachbarschaft, die wild wuchernden Gärten der Frauenkommune, in die sie vorübergehend übersiedeln, die Flüsse, die Parks.
Dorothy, genannt Dottie, ist die Hellhörige, Feinnervige unter den Geschwistern, mit wachem Auge, wachem Sinn nimmt sie die Welt um sich wahr, fühlt mit und lässt sich mitreißen. Sie ist das Zentrum eines Romans, der sich dem Leben selbst verschrieben hat, der von junger Liebe, von Ehe und Kindern, vom Altern, von Krankheit, von Tod erzählt, von tiefen, unerschütterlichen Verbindungen, die ein Leben durchziehen.
Emily Perkins Ton ist von großer Intensität, lakonisch und verschwenderisch zugleich. Sie hat einen Roman geschrieben, der die Bewegungen des Lebens aufnimmt, die großen und die kleinen Schwingungen, und es wagt, einen weiten Bogen zu schlagen. Ein Roman voll ungebändigter Kraft und Zuversicht.

Nach einem starken atmosphärischen Anfang ging leider schon bald die Besonderheit dieser Familiengeschichte verloren.

— Poesiesoso

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  • Ein merkwürdiger Familienroman

    Die Forrests

    michael_lehmann-pape

    17. February 2014 um 15:44

    Ein merkwürdiger Familienroman Der Begriff „unübersichtlich“ beschreibt am ehesten den Eindruck, den der Leser bei diesem Familienroman über eine ganz besondere, ein wenig „haltlos“ zu nennende Familie, von Beginn an erhält. Ein Eindruck, der sich durch das gesamte Buch hindurch ziehen wird. Ein Buch, das aneinanderreihend einfach den Alltag der Figuren, vor allem der Hauptfigur, nachvollzieht. Die Jahre, die vergehen, die Verluste, die neuen Bindungen, die Fragen nach dem Sinn, dem Sein und dem Gefühl einer kaum verhüllten Sinnlosigkeit all dieses Tuns. Hier und da inhaltliche, auch zeitliche Sprünge, Rückblicke im Vorblick (auf das Ende des Vaters, als dieser eigentlich noch ganz munter seinen breiten „Raum einfordert) und eine gewisse Form der Unzugänglichkeit zu den Personen, machen es dem Leser nicht einfach, jederzeit auf der Höhe der äußeren, vor allem aber der inneren Ereignisse zu sein. Der vielgerühmte und gepriesene „Forrest-Treuhandfonds“, von vorhergehenden Generationen erwirtschaftet, entpuppt sich zu Beginn der Ereignisse mehr und mehr als eine Luftblase. Einer der Gründe, warum die Familie mit vier Kindern von New York, dem „Mittelpunkt der Welt“ nun in Neuseeland aufschlägt. Mit einem Vater, der sich vor allem um eines kümmert, nämlich sich selbst. Mit schwankenden Launen, mit hochfliegenden Plänen, mit wenig, was er in dieser Welt dann als „Theatermann“ wirklich einzusetzen hätte. Denn eigentlich langweilt er die Zuschauer und bekommt so kein Bein auf den Boden (wie auch beim Leser, im Übrigen) Während Lee, die Mutter, ebenso seltsam diffus, im Familienverband ihre Kreise zieht und ebenso selten für den Leser als Person wirklich fassbar in den Raum tritt. Da ist Dorothy, die Hauptfigur der Geschichte, doch von etwas anderem Kaliber. Sie macht und tut, sie kümmert sich zumindest im Ansatz auch um äußere Belange, versucht mit ihren Geschwistern, die jeder und jede auf seine und ihre Weise in einer ganz eigenen Welt leben, die dünnen Fäden der Zusammengehörigkeit zu halten. Und geht mit Daniel, einem Freund des Bruders, eine Beziehung ein. Die im Übrigen in der umkreisenden, auch sprunghaften Sprache der Autorin zwar begleitend im Raume steht, aber eben auch ein stückweit nicht wirklich fassbar wird. Wie vieles in diesem Buch. Irgendwie läuft das Leben vor sich hin. Geht hierhin und dorthin, wird zunehmend bestimmt vom Geldmangel, führt zu einer Aufteilung der Familie, als die Eltern doch wieder in Amerika „ihr Glück“ suchen. Ein „Dahin-Laufen“ des Lebens, das arbeitet Perkins spürbar heraus, dass fast wahllos den Zufällen des Lebens nachgeht, dass zu neuen Familiengründungen führt, zu Verlusten von alten Bindungen und letztlich doch fast im Belanglosen verbleibt. Erst ein Todesfall rüttelt zumindest Dorothy ein stückweit wach. Lässt sie das Geschehen reflektieren, vage Antworten suchen und baut im zweiten Teil des Buches mehr und mehr Düsternis und Trauer auf über eben die Belanglosigkeit und die reine Egozentrik aller Beteiligten, vor allem der Eltern. Eine Dorothy, die als einzige wohl sich überhaupt auf die Suche nach sich, nach ihrem „Leben in sich selbst“ gemacht hat und mit Mühe eine Haltung zu ihrem Leben gewonnen hat, die mehr in sich trägt, als das „Verleben der Tage“. Diese Bitterkeit ist es am ehesten, die dem Buch und den Ereignissen späterhin einen roten Faden gibt, den Leser durchaus mit ergreift im Blick auf eine fast Sinnlosigkeit und Wahllosigkeit allen Geschehens, wenn nicht Verantwortung auch für das Leben der anderen, Anvertrauten übernommen wird. Ein nicht leicht zu lesender Roman, der des Öfteren bis zum Schluss hin auch ratlos zurücklässt, im Stil nicht einfach zu lesen ist und dennoch hier und da den Leser auffordert, einen Schritt aus dem eigenen Alltag zu treten und das eigene „Beziehungsleben“ zu überprüfen.

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  • Rezension zu "Die Forrests" von Emily Perkins

    Die Forrests

    Keeweekat

    15. December 2012 um 21:41

    Als die Familie Forrest anfang der Siebziger aus den USA nach Auckland, Neuseeland zieht, ändert sich das Leben der Geschwister Dorothy, Michael, Evelyn und Ruth von Grund auf. Ihr Vater, ein distanzierter Mensch, zieht sich immer mehr in sich selbst zurück, während ihre Mutter ein wildes Hippie-Leben in einer Frauenkommune führt. Besonders Eve und Dorothy entwickeln eine innige Schwesterliebe, die von beider Liebe zu Daniel überschattet wird, dem Jugendfreund ihres Bruders und praktisch Ziehsohn der Forrests. Je älter die Forrest-Geschwister werden, desto mehr driftet die Familie auseinander und es ist Dorothy, die über die Jahre versucht, ihr zerbröckelndes Leben zu meistern und ihre Geschwister nicht aus den Augen zu verlieren. Meine Meinung: Dieses Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Emily Perkins pflegt einen unsteten, beinahe trägen und immer wieder auf kleinen Nebensächlichkeiten fokussierenden Erzählton, durch den es mir schwerfiel, konzentriert zu lesen. Das schlimmste und nervenaufreibendste für mich aber war, das die Autorin offenbar einen Roman der Zwischenszenen geschrieben hat. Es kommt mir tatsächlich so vor, als würde man als Leser immer nur die Nachwehen und Aufarbeitungen großer Ereignisse vorgesetzt bekommen. Zwei Protagonisten gehen eine Beziehung ein. Wir erfahren aber erst davon, lange nachdem die beiden schon wieder getrennt sind und wie die beiden damit umgehen. Jemand macht eine Rucksackreise durch Südamerika, wir bekommen davon nur aus Sicht der zu Hause wartenden Mutter mit. Wieder jemand anderes hat einen Unfall oder verfällt irgendeiner Sucht, und wieder setzt die jeweilige Episode erst Monate danach ein, man nimmt nur teil an der Aufarbeitung und Bewältigung des Vergangenen. So geht es das ganze Buch über. Die eigentliche Handlung dröppelt relativ stetig und mit einigen Zeitsprüngen vor sich hin, es gibt keinen direkten Spannungsbogen, eher ein gleichmäßiges Wellenreiten, das einen gerade so bei der Stange hält. Es passiert wirklich einiges mit unseren Protagonisten, gerade, weil die Handlung mehrere Schicksale über so viele Jahre verfolgt, aber Perkins lässt uns nur an den Gedankengängen und Gesprächen “dazwischen” teilhaben, den kleinen Gesten und kurzen Gesprächen. Das ist sicher so beabsichtigt, gibt der ganzen Story diese unvgergleichliche Zartheit und fordert den Leser zum Nachdenken und Interpretieren auf. Leser wie ich werden die knapp 400 Seiten auf der Suche nach der “eigentlichen Handlung” sein, um die es hier ironischer Weise aber gar nicht geht. Es sind eben die Zwischentöne, es ist das Ungesagte, das Nachdenkliche, was Perkins in ihrem Familienroman herausgearbeitet hat. Was mir außerdem gefehlt hat, ist eine greifbarere Beschreibung der Protagonisten. Dafür, dass wir so viel von ihrem Innenleben erfahren (zumindest dem Dorothys, aus deren Sicht der Großteil der Handlung geschildert wird), weiß man fast nichts über ihr Äußeres, es gibt kaum Eigenheiten oder irgendetwas, woran man die vielen Namen festmachen könnte. Gerade, als die Handlung in der dritten Generation der Forrests angelangte, bin ich mit einigen Namen immer wieder durcheinandergekommen. Ein Luxuskritikpunkt für mich ist außerdem, dass die Geschichte so gut wie nichts “Neuseeländisches” an sich hat. Bis auf ein, zwei Ortsnamen weist nichts daraufhin, wo die Handlung stattfindet. Für mich ein kleiner Wermutstropfen, weil ich mir erhofft hatte, etwas mehr Einblick in die neuseeländische Gesellschaft zu bekommen. Fazit: Schlussendlich ist “Die Forrests” ein zutiefst nachdenklicher und melancholischer Roman einer Familie, deren Mitglieder sich über die Jahre stetig gegen die Widrigkeiten des Lebens und ihren sorgsam voreinander abgeschirmten Problemen stellen müssen und dabei zu vergessen drohen, wie sehr sie einander brauchen.

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  • Rezension zu "Die Forrests" von Emily Perkins

    Die Forrests

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    20. October 2012 um 07:33

    Emily Perkins erzählt in ihrem Roman die Geschichte der Familie Forrest. Die Hauptprotagonistin ist Dorothy, Dot genannt, deren Leben der Leser von frühester Jugend an mitverfolgen kann bis kurz vor ihrem Tod. Dot ist eines von 4 Kindern, ihre Geschwister sind Michael, Evelyn und Ruth. Die Familie siedelte schon in frühen Jahren von New York nach Auckland, Neuseeland, um. Ein Mitglied der Familie war auch Daniel. Er hatte Probleme mit seinen Eltern und seitdem er eine Nacht bei seinem Freund Michael geschlafen hatte, gehörte er so gut wie zur Familie, denn dort gefiel es ihm besser und er wurde akzeptiert. Daniel war Dorothys erste Liebe, es war auch eine Liebe, die sie nie wieder losließ, auch wenn sie weit weg von ihm ihr Leben lebte. Während im Großen und Ganzen Dorothys Geschichte erzählt wird, bekommt der Leser auch Kenntnis darüber, wie Dots Geschwister und auch Daniel ihr Leben meistern. Es ist eine Geschichte, wie sie sicherlich in vielen Familien vorkommen mag. Die Entfremdung der Eltern, die später wieder zusammen mit der jüngsten Schwester Ruth aufgrund einer Erbschaft zurück nach Amerika umsiedelten, spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Dots Bruder Michael hält sich fern von der Familie und nur mit Evelyn hat Dot engen Kontakt. Dorothy, die selbst 4 Kinder haben wird, gibt ihren Beruf als Lehrerin auf und bleibt, solange die Kinder sie brauchen, als Hausfrau und Mutter zu Hause. Auch wenn sie es nicht immer leicht hat, meisterst sie ihr Leben und managt ihre Familie. Sich in das Buch hineinzufinden, empfand ich als nicht ganz einfach. Scheinbar unwillkürlich werden Episoden aus dem Leben Dorothys und deren Geschwister erzählt, die sich nicht gleich dem Leser erschließen und greifen lassen. Es gib eine Unmenge von Personen oder Kindern, die plötzlich auftauchen, ohne dass näher auf sie eingegangen wird. Erst durch das Eintauchen in das jeweilige Kapitel eröffnet sich dem Leser, in welchem Lebensabschnitt er sich gerade befindet. Manchmal liegen Jahre zwischen den einzelnen Kapiteln, ein anderes mal nur Momente. Es ist eine Geschichte, in der es keinen Spannungsbogen gibt, sie plätschert so vor sich hin und doch ist es der Autorin gelungen, mich weiterlesen zu lassen. Auch wenn ich immer dachte, es muss doch noch irgendwann etwas Großes passieren, wollte ich letztendlich auch wissen, wie es Dorothy weiter ergangen ist, wohin ihr Weg sie führte. Schade finde ich, dass so gar nichts von Neuseeland eine Rolle im Buch spielte. Da war nichts, keine Landschaftsbeschreibungen oder andere gesellschaftliche oder politische Ereignisse, die Erwähnung im Buch fanden. Der Handlungsort wäre somit durchaus mit jedem anderen Ort der Welt austauschbar. Der Schreibstil der Autorin offenbarte sich mir als kurz und bündig, aber auf den Punkt gebracht. Eine Schreibweise, an die man sich gewöhnen muss, die aber nicht störend wirkt. Von der Bewertung hätte ich gern 3,5 Pfötchen vergeben, da wir aber keine halben Punkte vergeben, habe ich mich für 4 Pfötchen entschieden.

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