Emily Ruskovich

 3.3 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor von Idaho und Idaho.

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Emily RuskovichIdaho
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Idaho
Idaho
 (68)
Erschienen am 19.02.2018
Emily RuskovichIdaho
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Idaho
Idaho
 (1)
Erschienen am 16.02.2017

Neue Rezensionen zu Emily Ruskovich

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calimero8169s avatar

Rezension zu "Idaho" von Emily Ruskovich

Zuviel Unwichtiges, zuwenig Wichtiges
calimero8169vor einem Monat

Inhalt

Ein flirrender Sommertag, eine Familie im Wald. Zwei Mädchen, die spielen, während die Eltern den Pick-up mit Brennholz für den Winter beladen. Die Luft steht, die Muter hat ein Beil in der Hand - und von einer Sekunde auf die andere ist die Idylle für immer zerstört.

Eindruck

Nie habe ich mich so durch ein Buch quälen müssen wie durch "Idaho". Der Titel, die Aufmachung und die Beschreibung haben mich so neugierig auf  die Geschichte gemacht, doch es hat mich enttäuscht und verwirrt zurück gelassen.

Der Schreibstil steif und distanziert, ständige Zeitsprünge, die mir normalerweise gut gefallen, doch hier haben sie mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht, Nebenstränge die meiner Meinung nach mit der Geschichte nichts zu tun haben und sie auch keinen Millimeter voranbringen und nicht einmal der Ansatz einer Auflösung. Eine Protagonistin, die mir von Beginn an auf die
Nerven ging, weil das Motiv ihres Handels für mich im Dunkeln blieb. 

Die Beschreibungen der Landschaften und die Schwierigkeiten des einsamen Lebens auf dem Berg mit all seinen Widrigkeiten - vor allem im Winter sowie Wades schleichender Verfall konnten mich für sich gewinnen. Das Vergessen, dass durch die schreckliche Krankheit hervorgerufen wird, hat ein beklemmendes Gefühl hinterlassen. 

Fazit

"Idaho" eine Geschichte die mich frustriert zurückgelassen mit der Frage: "Was will mir die Autorin mit dieser Geschichte sagen?"

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Dajobamas avatar

Rezension zu "Idaho" von Emily Ruskovich

Ein einziger Moment
Dajobamavor einem Monat

Emily Ruskovich – Idaho

Die Autorin Emily Ruskovich hat mit diesem Buch ein vielversprechendes Debut vorgelegt, für mich ist es eine Mischung aus Roman und Thriller, über ein bedrückendes Thema.

Eine ganz normale Familie arbeitet an einem heißen Sommertag im Wald – eine perfekte Idylle. Bis ein einziger Moment alles zerstört. Wades jüngere Tochter ist tot, die ältere spurlos verschwunden. Seine Frau Jenny wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Jahre später beginnt Wades zweite Frau Ann nachzuforschen, doch seine beginnende Demenz, erschwert dies. Ihr Zusammenleben mit ihm ist überhaupt nur aus der Tragödie heraus möglich, diese bildet quasi die Grundlage. So fühlt auch sie sich indirekt schuldig und versucht etwas wiedergutzumachen, das längst zerstört ist.

„Sie hat Wades Vergangenheit genommen und vor sich ausgebreitet. Ihre Zukunft ist ein Weg in die Vergangenheit, auch wenn er langsam verschwindet. Jenes langsame Ausradieren, jene weiße Linie, die sich durch das Dunkel in seinem Gedächtnis zieht, dieser Linie wird sie durch ihr eigenes Leben folgen. Und sie wird sie mit Gewissheit in ihr eigenes geheimes Gefängnis führen, direkt bis vors Tor.“ Seite 202

Emily Ruskovich hat eine ganz eigene, eindringliche Art zu erzählen. Ihr Werk ist sehr angenehm lesbar, wenn auch nicht immer leicht auszuhalten. Eine bedrohliche Stimmung schwingt zwischen den Zeilen stets mit. Sie erzählt aus verschiedenen Perspektiven und aus den unterschiedlichen Zeitebenen, stellt immer wieder die Frage, was ist damals wirklich passiert, wie konnte so etwas geschehen. Ganz wichtig: sie schafft es, Verständnis und Mitleid für alle Figuren entstehen zu lassen, selbst und besonders für die Mutter, die des Mordes an ihrer Tochter verurteilt wurde. Einen beträchtlichen Teil des Romans nimmt so die Beschreibung des Alltags und der Probleme Jennys im Frauengefängnis ein.

Ein weiteres großes Thema dieses Buches ist Wades Demenz, deren Vergessen für ihn Fluch und Gnade zugleich sind. So kämpft jeder gegen seine eigene Verzweiflung, sucht seinen eigenen Weg, mit der Tragödie zu leben.

Keine einfache Lektüre, aber hervorragend umgesetzt, ohne ständig auf die Tränendrüse zu drücken – für mich ganz große Literatur! Dringende Leseempfehlung.

Kommentare: 2
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mondblumes avatar

Rezension zu "Idaho" von Emily Ruskovich

Keine einfache Kost, aber es lohnt sich!
mondblumevor 2 Monaten

Ein wunderschönes Buch, poetisch und dennoch schnörkellos. Genial, wie sich das, was zunächst nach einer Nebensächlichkeit aussieht, in einem späteren Kapitel in ein wichtiges Verbindungsglied verwandelt, und sich die Geschichte so auf eine vielschichte Art und Weise entfaltet.

Vieles bleibt offen in dieser Geschichte; einiges kann man sich versuchen, selber zu erklären, anderes soll einfach nicht aufgelöst werden. Einige werden sich daran stören, ich fand hingegen, dass es einfach passte, weil es in seiner Unvollendheit wie das Leben selber ist. Man kann nicht immer alles erklären und auflösen.

Es gab Momente, in denen ich aufgrund der Zeitsprünge etwas verwirrt war, da die Kapitel ziemlich unauffällig angeschrieben sind. Das soll aber den Inhalt nicht abwerten.

Keine schnelle Lektüre für Zwischendurch, aber (oder genau deswegen) es hat mir grosses Vergnügen bereitet, in diese Geschichte einzutauchen.

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Gespräche aus der Community

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abas avatar

"Ich bin hier, weil du nicht hier bist."

Können wir unserem Gedächtnis jederzeit vertrauen? Haben sich alle Ereignisse in unserem Leben so abgespielt, wie wir sie in Erinnerung haben?
In "Idaho" versucht Emily Ruskovich eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Das Ergebnis ist ein sprachgewaltiger Debütroman über die Grenzen des Erinnerungsvermögens und die Macht der Einbildungskraft, und eine faszinierende Studie über menschliche Charaktere.

Der dritte Titel im LovelyBooks Literatursalon entführt den Leser nach Idaho!
Wenn ihr zusammen mit uns eine besondere und exklusive Literaturreise antreten möchtet, dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen.

In unserem LovelyBooks Literatursalon erwarten euch weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben!

Zum Inhalt
Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, langsam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hießen und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch Ann, die Frau, deren Liebe groß genug ist, um zu Wade in das leere Haus zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und nimmt schließlich Kontakt zu Jenny auf. Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns.

Bereit für eine spannende Leseprobe?

Zur Autorin
Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers' Workshop. Seit Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. "Idaho" ist ihr erster Roman.

Möchtet ihr erfahren, was in diesem Wald in Idaho wirklich geschehen ist?
Zusammen mit Hanser verlosen wir 30 Exemplare von "Idaho" unter allen, die sich über dieses spannende Thema im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.
Möchtet ihr dabei sein? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 25.02. und antwortet auf folgende Frage:

Wie zuverlässig sind unsere Erinnerungen? Habt ihr es schon mal erlebt, dass euer Gedächtnis euch einen Streich gespielt hat? Und wie habt ihr es herausgefunden?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.


Die Leserunde endet am 09.04.2018.
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auf 40 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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