Das Licht der letzten Tage

von Emily St. John Mandel 
3,8 Sterne bei326 Bewertungen
Das Licht der letzten Tage
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (202):
R

Toller Schreibstil und eine packende Handlung mit viel Liebe zum Detail. Definitiv eins meiner persönlichen Highlights!

Kritisch (43):
artphilias avatar

Konnte mich nicht überzeugen, obwohl es spannend anfing. Instrumente anstelle von Namen/Personen waren mir dann doch zu weit hergeholt.

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Inhaltsangabe zu "Das Licht der letzten Tage"

Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492060226
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:14.09.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.09.2015 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Winny04vor einem Monat
    Angenehnme Dystopie mit ganz eigener Stimmung

    Mal was anderes. Die Geschichte ist langsam und schön erzählt, regt zum nachdenken an und hat eine ganz eigene wirklich angenehme Stimmung. Die Figuren sind auf gute Art miteinander verbunden. Das ganze baut sich langsam auf und überzeugt dann mit einer wirklich nachdenklicher Stimmung, die einen berührt. 

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    killerprincesss avatar
    killerprincessvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine düstere Version der Zukunft, verschiedene Charaktere, deren direkte oder indirekte Verbindung zueinander ich interessant fand
    Das Licht der letzten Tage

    Meinung


    Mir hat "Das Licht der letzten Tage" sehr gut gefallen. Ein sehr eindringlicher, dystopischer Roman, der Gewalt und die Düsternis der Zukunft einfängt, aber auch gefühlvolle Töne anschlagen kann und einfach etwas besonderes bietet.

    Wie man vielleicht schon weiß (weil ich es auch zufälligerweise in meinen letzten zwei Rezensionen schon erwähnt habe), bin ich ein Fan von mehreren Perspektiven. In diesem Buch haben mir ausnahmslos alle Perspektiven gefallen! Neben verschiedenen Perspektiven wechseln sich auf die Zeiten ab: kurz vor der Georgischen Grippe, die den Großteil der Menschheit dahinrafft, als sie da ist und dann 20 Jahre später.

    Mir hat es gefallen, die vielen direkten und indirekten Verbindungen der Charaktere zu entdecken. Alles hing irgendwie miteinander zusammen. Das hat mir einfach was gegeben beim Lesen der Geschichte.

    Für mich war es interessant einmal eine Dystopie, bzw. einen Endzeitroman zu lesen, welcher nicht nur den Übergang beschreibt, sondern schon ein gutes Stückchen weiter, wo es tatsächlich so langsam beginnt, dass die übrigen Menschen sich etwas aufbauen wollen. Und wer weiß, vielleicht auch wieder das erreichen, was damals zugrunde gegangen ist? -Auch diese hoffnungsvollen Töne haben mir gefallen.

    Fazit

    Ein richtig tolles Buch, von außen und innen. Ein Schatz in meinem Regal, den ich nicht missen möchte. Ich kann es voll und ganz empfehlen, wenn man nicht nur Details zum Überlebenskampf lesen möchte.

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    Eliza_s avatar
    Eliza_vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine etwas andere Dystopie, es bestimmen die leisen Töne und das zwischenmenschliche in der Geschichte.
    Ungewöhnlicher interessanter Erzählstil

    "Überleben allein ist unzureichend."


    Inhalt:
    Die georgische Grippe löscht den Großteil der Menscheit aus, innerhalb kürzester Zeit sterben alle Menschen, die mit den Erkrankten in Kontakt kommen.

    Wir lesen die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Meine Meinung:
    Anfangs kam ich nur sehr schwer in die Geschichte rein. Es beginnt mit Tag 0, dem Ausbruch der Pandemie in Toronto. Nur um kurze Zeit später aus dem Jahr 20 nach der Pandemie zu lesen. Auf diese Zeitsprünge welche die Autorin häufig macht musste ich mich erst einstellen.

    Diese Dystopie ist anders als ich sie sonst kenne, so Lesen wir von verschiedenen Personen in unterschiedlichen Zeiten die aber alle miteinander verstrickt sind.

    Den Ausbruch der Katastrophe erleben wir mit einem früheren Paparazzi und Journalist, der gerade noch als Zuschauer im Shakespeares Theaterstück "König Lear" sitzt und miterlebt, wie König Lear, gespielt von Arthur Leander, während der Aufführung an einem Herzinfarkt stirbt. Noch am selben Abend bricht die Pandemie aus.

    20 Jahre später ist die Theater-, und Musikgruppe Symphonie unterwegs und zieht durch verlassene Städte der USA. Dort haben sich vereinzelt Gruppen von Menschen zusammengeschlossen. 

    Es gibt keinen Strom, kein Benzin, keine intakten Städte, keine Medikamente, keine Feuerwehr, keine Polizei mehr. Nichts ist wie vor dem Ausbruch der Pandemie.

    Beide Erzählstränge sind durch den Comic "Station Eleven", einer Graphic Novel, verknüpft.


    Fazit:
    Eine etwa andere Post-Apokalypse/Dystopie, der Roman ist zu Beginn noch etwas langatmig, und nimmt erst nach und nach Fahrt auf. Anfangs war ich wegen den ständigen Zeitsprüngen noch leicht verwirrt, die zusammenhanglosen Geschichten verknüpfen sich später aber alle miteinander.
    Es bestimmen die leisen Töne und das zwischenmenschliche in dieser Geschichte.

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    Literaturcocktailvor 7 Monaten
    Abgebrochen

    Auf der Welt bricht eine bösartige Grippewelle aus und die Bewohner der Erde sind vom Aussterben bedroht, es wird nichts wie vorher sein, nur wenige überleben.

    Das Buch ist in mehreren Teilen aufgeteilt. Teil 1 erzählt die Vorgeschichte und es werden verschiedene Charaktere vorgestellt, von denen man annimmt, dass es die Hauptfiguren werden. Ab Teil 2 geht die eigentliche Handlung los.

    Die Menschen leben nun wie im Mittelalter, mich störte, dass die Menschen von ihren Fähigkeiten, die sie vorher im ,,normalen“ Leben erworben haben müssen, keinen Gebrauch machen. Sie träumen von vergangenen Zeiten wie Gitarre spielen, im Internet surfen und hoffen auf bessere Zeiten. Sie nehmen ihre Situation hin wie sie ist und handeln nicht lösungsorientiert.

    Die Bindung die man im ersten Teil zu der Geschichte und den Charakteren aufgebaut hat, fand ich im zweiten Teil nicht wieder. Ich hatte den Eindruck, dass ich ein anderes Buch in den Händen halte. Charaktere die im ersten Teil kurz Raum eingenommen haben, wurden zur Hauptperson. Der Wechsel zwischen Personen und Zeiten haben ohne Erklärung stattgefunden. Es war für mich ein großes Hin und Her.

    Leider habe ich das Buch demnach schnell für beendet erklärt.

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    KKTVCAMs avatar
    KKTVCAMvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Achtung, das Buch regt zum Denken an :)
    Wahnsinn

    wow

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    C
    Cora21vor 9 Monaten
    Leider eine große Enttäuschung

    Vorab: Ich liebe Bücher aller Art. Dass ich ein Buch als schlecht bezeichne und es nicht zu Ende lese kam bisher nur ein einziges Mal in meinem Leben vor, und ich habe SEHR viel gelesen.
    Nun zu diesem Roman:
    Der Anfang war gar nicht so schlecht, wäre es in dem Stil weiter gegangen, hätte ich damit leben können. Außer vielleicht mit der Grammatik. Ich zitiere: "Arthur war also mit niemand verheiratet (...)?" oder "Der Inspizient hatte noch nie jemand sterben sehen". Falls das eine besondere Art eines Schreibstils ist tut es mir leid, dann verstehe ich ihn wohl einfach nicht. So ist es für mich einfach nur eine furchtbar schlechte Übersetzung, die beim Lesen sehr störend ist.
    Dazu kommt, dass ich den Grundaufbau dieses Buches einfach absurd finde. Eine Krankheit hat einen Großteil der Menschheit ausgerottet, so weit so gut. Jetzt leben die Leute wieder wie im Mittelalter, tragen lumpige Klamotten, spannen Pferde vor Autos und es gibt keinen Strom mehr und kein Benzin. Okay, es sind weniger Menschen geworden, dennoch leben noch einige. Mir kann doch keiner erzählen, dass sämtliches Wissen verloren gegangen ist und die Leute plötzlich unfähig sind Kleidung herzustellen oder Medikamente oder Strom zu erzeugen. Das Wissen dazu ist doch da und die Utensilien auch. Wir sprechen hier von einer Grippe, keinem Meteoriteneinschlag oder einem Atomkrieg. Noch dazu leben die Leute jetzt in Tankstellen, Motels, McDonald's- oder IHOP-Filialen. Wenn so viele Menschen gestorben sind, wieso kann man dann nicht weiter in WOHNHÄUSERN leben statt in einem Restaurant? Wieso ist das Rathaus jetzt in einer Highschool-Turnhalle, das alte Rathaus wird ja durch den Tod einiger Menschen nicht sofort in sich zusammen gefallen sein. Wieso werden Pick-ups umgebaut und zu Wohnwagen umfunktioniert vor die man Pferde spannt, wenn es vorher schon Wohnwagen und Kutschen gab? Wieso betreibt man dann den Aufwand einen Pick-up umzubauen? All diese Punkte haben mich beim Lesen derart gestört, dass meine Motivation weiter zu lesen leider gegen Null geht. Das Buch sah ansprechend aus und hörte sich anfangs auch so an. Man hätte auf dieser Idee eine wunderbare Geschichte aufbauen können, dies ist leider nicht gelungen.

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    Flocke86s avatar
    Flocke86vor einem Jahr
    Rezension zu "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

    Inhalt: 
    Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer. 


    Meinung: 
    Es ist einmal eine andere Dystopie die ich sonst in den Händen halte. Sie ist nicht so typisch wie die anderen, die fast alle nach dem gleichen Schema gehen. Sie ist realistischer. Fühlt sich echter an und lässt einen nachdenklicher zurück. Wird unsere Welt tatsächlich so enden, wenn ein tödlicher Virus die Menschheit dahin rafft? Mendel versteht es großartig, Geschichten real zu erzählen ohne viel Schnick Schnack.  Es ging mehr um das zwischenmenschliche, als um das Virus an sich. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Die Autorin erzählt das ganze wirklich sehr realistisch und fast so wie ich es mir auch vorstellen würde, wenn die Welt tatsächlich untergehen sollte. Es war mein erstes Buch der Autorin und sicherlich nicht mein letztes. ♥ 


    Fazit: 
    Wunderbar geschrieben, stimmungsvoll, emotional und eine sehr realistische Variante einer Dystopie! Ein Must Read in jedem Fall! :)  

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    lesewurm40vor einem Jahr
    Kurzmeinung: eine sehr eigenwillige Ode an die Menschlichkeit in Zeiten des Wahnsinns
    Schade schade !

    Ich habe seinerzeit dieses Buch für die Leserunde gewonnen und auch im Rahmen der Zeitlinie meine Rezession zum Besten gegeben!
    Nun scheint diese aber abhanden gekommen zu sein....daher nun noch einmal mein persönlicher Eindruck!
    Ich habe mich wie Bolle auf dieses Buch gefreut und war bis zum Ende des 2.Kapitel auch hin und weg!
    Dann allerdings war Schluss mit Lustig ! Ich habe es als absolut erschöpfend empfunden ständig zwischen 3 Zeiten hin und her springen zu müssen und daher hatte ich auch das Gefühl , das die Autorin sich hier und da verzettelt hat...auf einmal waren da "logische " Zusammenhänge die aus heiteren Himmel auftauchten! Mal ist der Roman sehr über das Ziel hinausgeschossen und dann wieder sehr hinter seinen Möglichkeiten geblieben!Die Grundidee und der Grundgedanke waren super....mich hat es sehr herausgefordert , es fertig zu lesen! Der Schreibstil ist eigentlich sehr angenehm und leicht...auch das verliert sich wärend des weiteren lesens!
    Mein persönliches Fazit :
    auch in stand am Ende im Dunkeln und habe wie die Hauptprotagonisten die kleinen Lichter am Horizont gesehn!Für mich eine herbe Enttäuschung

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    Gwennileins avatar
    Gwennileinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beeindruckend zauberhaft
    Beeindruckend zauberhaft

    Wow! Einfach nur Wow! Ich habe mich vollkommen in das Buch verliebt. Es war irgendwie magisch und einfach zauberhaft. Ein düsteres Thema, welches betroffen macht. Scheinbar zusammenhanglose Geschichten, die sich später jedoch alle miteinander verweben. Die liebevoll herausgearbeiteten Details - alles ein echtes Lesevergnügen. Ich war komplett in der neuen Welt versunken und schwebte mit den Figuren von einem Kapitel zum nächsten. Ein Buch, das in Erinnerung bleibt!

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Postapokalyptischer Plot, der erst ab der zweiten Hälfte des Romans an Spannung und Emotionen zulegen konnte
    Postapokalyptischer Plot . Spannung und Emotionen gab es erst ab der zweiten Hälfte des Romans


    In Georgien bricht eine tödliche Grippeerkrankung aus, die sich als Pandemie schnell bis nach Nordamerika und die ganze Welt ausbreitet. Innerhalb kürzester Zeit sterben die Menschen, die mit den Erkrankten in Kontakt kommen. 


    Den Ausbruch der Katastrophe erlebt der Leser mit Jeevan, einem ehemaligen Paparazzi und Journalist, der gerade noch als Zuschauer im Theaterstück "König Lear" sitzt und miterlebt, wie König Lear, gespielt von Arthur Leander, während der Aufführung an einem Herzinfarkt stirbt. Noch am selben Abend wird ihm von einem befreundeten Arzt empfohlen wegen des Ausbruchs der georgischen Grippe, die Stadt zu verlassen, weshalb er damit beginnt, Lebensmittel zu bevorraten und bei seinem gehbehinderten Bruder einzuziehen. In den Nachrichten erfahren sie, wie sich die Pandemie ausbreitet und letztlich muss sich Jeevan allein auf den Weg in Richtung Süden machen, als die Vorräte zu neige gehen. 


    19 Jahre später ist die "Symphonie" unterwegs und zieht als Theater-/ Musikergruppe durch verlassene Städte an der Küste der USA. Dort haben sich vereinzelt autarke Gruppen von Menschen zusammengeschlossen, die das Zusammenleben neu organisieren mussten. Ohne die Annehmlichkeiten, an die man sich in der Gegenwart gewöhnt hatte, leben die Menschen jetzt ohne Benzin, Strom etc. wie in vergangenen Jahrhunderten - mit dem Unterschied, dass sie ein anderes, komfortableres, sicheres Leben kennengelernt hatten. 


    Der Roman wechselt zwischen Vergangenheit (vor der Katastrophe) und der gegenwärtigen Situation (knapp 20 Jahre nach der Katastrophe) ab. Beide Erzählstränge sind durch den Comic "Station Eleven", eine Grafic Novel, die die Künstlerin Miranda, die die Ex-Ehefrau von Arthur ist, gezeichnet hat und die Lebensgeschichte des Schauspielers miteinander verknüpft. 
    In den verlassenen Häusern, in denen das Symphonie-Mitglied Kristen einbricht, macht sie sich auf die Suche nach Veröffentlichungen des Comics und nach Presseartikeln über Arthur Leander, mit dem sie als Kinderschauspielerin auf der Bühne stand. 


    Auf dem Flughafen Severn City in Michigan sind kurz nach dem Ausbruch der Katastrophe, als die Grundversorgung zusammengebrochen ist, die Passagiere mehrere Flugzeuge, darunter auch eine der Ex-Ehefrauen von Arthur und sein Sohn Tyler, gestrandet. Sie harren mehrere Tage am Flughafen aus, bis es an Tag 29 ein Pilot wagt, nach Los Angeles abzufliegen. Die restlichen Menschen verbleiben am Flughafen, ernähren sich vom Wild, das sie in den Wäldern jagen und beginnen sich wieder ein zivilisiertes Leben aufzubauen. Es entsteht sogar ein eigenes kleines Museum, wo sie Dinge sammeln, die sie an ihr altes Leben erinnern, aber nun nutzlos geworden sind. Severn City wird die größte Menschenansammlung in Nordamerika werden. 


    Ich hatte mich auf den interessanten Plot dieses Katastrophenromans gefreut, fand die Umsetzung der Erzählung aber unnötig kompliziert und verwirrend und vor allem den Alltag nach der Katastrophe nicht ganz schlüssig nachvollziehbar.


    Durch die georgische Grippe wurde ein Großteil der Menschheit ausgelöscht. Die Überlebenden werden in Form der "Symphonie" beschrieben, eine Gruppe von (Laien-)schauspielern und Musikern, die durch die USA ziehen und den verbliebenen Bewohnern der Städte ein Stück Vergangenheit durch die Aufführung von Shakespeare-Stücken zurückbringen. 


    Ich habe nicht ganz nachvollziehen können, warum die Menschen es nicht schaffen bzw. gar nicht erst versuchen, wieder eine Infrastruktur aufzubauen und sich damit abfinden, dass sie sich per Pferd fortbewegen und ohne Stromversorgung auskommen. Auch war mir schleierhaft, warum sie sich in Kleingruppen in Tankstellen und Restaurants zusammentun und nicht in ihre Wohnhäuser zurückkehren. 


    Ich musste mich wirklich lange in "Das Licht der letzten Tage" einlesen und ab Seite 200 ziehen sich die Fäden dann auch zusammen, der Roman wird runder und spannender zu lesen. Erst dann kann man auch die große Anzahl von Protagonisten unterscheiden und wie sie miteinander zusammenhängen und mit ihren Schicksalen mitfühlen.


    Die offenen Fragen und eine Handlung, die nach der Katastrophe immer wieder durch Rückblicken in Arthurs Leben unterbrochen wird und darüber hinaus sich etwas ereignislos in die Länge zieht, störten mich lange in meinem Lesefluss, wobei der Roman in der zweiten Hälfte deutlich an Spannung und Emotionen gewinnen konnte. Der postapokalyptische Plot und die unterschiedlichen Charaktere zusammen mit der melancholische Stimmung hätten durchaus mehr Potenzial gehabt, das die Autorin nicht ganz ausgeschöpft hat. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TinaLiests avatar

    "Ich habe dieses Jahr viele gute Romane gelesen, aber einer überstrahlt alle anderen: 'Das Licht der letzten Tage' von Emily St. John Mandel. Es lässt mich einfach nicht mehr los!" George R.R. Martin

    "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel ist ein Buch, das man nicht so einfach in eine Schublade stecken kann.  Es ist hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön - und ganz anders als alle Bücher, die ihr bisher gelesen habt. Möchtet ihr eintauchen in eine Welt, die man sich am liebsten nicht einmal vorstellen möchte? Möchtet ihr euch einlassen auf eine literarische Reise zu den Grenzen der Menschheit? Dann ist die Lesechallenge im September zu "Das Licht der letzten Tage" genau das Richtige für euch!

    Mehr zum Buch:

    Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.

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    Wir vergeben gemeinsam mit dem Piper Verlag 50 Exemplare von Emily St. John Mandels "Das Licht der letzten Tage" für die LovelyBooks Lesechallenge im September. Wenn ihr Lust habt das Buch in der Lesechallenge zu lesen, zu diskutieren und die Aufgaben zu lösen, dann bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben" - Button oben und verratet uns, warum ihr das Buch gerne lesen möchtet!

    Jede Woche stellen wir euch eine neue Aufgabe, die es zu lösen gilt. Wer bis zum Ende der Challenge am 20. Oktober am meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt einen Hauptpreis, der euch für den Untergang bestens vorbereitet: Ihr könnt euch entscheiden, ob ihr euch einen Vorrat überlebenswichtiges Müsli bei mymuesli zulegen, oder euch lieber bei Globetrotter die passende Survival-Ausrüstung aussuchen möchtet - jeweils im Form eines Gutscheins im Wert von 100 Euro! Auch die Plätze 2-10 erhalten einen Preis und gewinnen jeweils ein Buchpaket aus dem Piper Verlag mit tollem neuen Lesestoff!

    Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Lesechallenge teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen! Ihr könnt jederzeit in die Challenge einsteigen.

    Die Frist für die Bearbeitung der Aufgaben der Lesechallenge im September ist Dienstag, der 20. Oktober - d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich diesen Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Punktewertung mit einfließen.
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    Letzter Beitrag von  Daniliesingvor 3 Jahren
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    Pressestimmen

    Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

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    AnnBeevor 3 Monaten
    Ich bin immer auf der Suche nach guten Dystopien!
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