Emily Walton

 3.8 Sterne bei 43 Bewertungen

Alle Bücher von Emily Walton

Emily WaltonDer Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte
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Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte
Emily WaltonBrüssel abseits der Pfade
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Brüssel abseits der Pfade
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Erschienen am 04.11.2016
Emily WaltonSalzburg
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Salzburg
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Erschienen am 01.06.2014
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Straßburg abseits der Pfade
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Erschienen am 02.03.2015
Emily WaltonBrüssel
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Brüssel
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Erschienen am 01.05.2015
Emily WaltonMein Leben ist ein Senfglas
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Mein Leben ist ein Senfglas
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Erschienen am 01.02.2012

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coffee2gos avatar

Rezension zu "Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte" von Emily Walton

könnte ruhig länger sein
coffee2govor 2 Jahren

Kurze Inhaltszusammenfassung:

F. Scott Fitzgerald verbringt mit seiner Frau Zelda und der vierjährigen Tochter Scottie den Sommer an der Küste in Südfrankreich. Dort möchte er ohne Ablenkung an seinem Roman arbeiten und zugleich aufgrund der Währungsvorteile Geld sparen. Sein voriger Roman „Der große Gatsby“ war nicht ganz so erfolgreich wie erhofft und deshalb musste er sich mit Kurzgeschichten sein Leben finanzieren. Doch auch in der Abgeschiedenheit des französischen Dorfes lässt Fitzgeralds Arbeitseifer zu wünschen übrig, zu groß ist auch hier die Ablenkung durch Freunde, Partys, Alkohol und durch seine kränkelnde Frau.

 

Meine Meinung zum Buch:

Die Autorin Emily Walton hat es geschafft, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich als Leser sofort in die 1920er Jahre hineinversetzt fühlt. Zum Teil hat man sogar das Gefühl, inmitten einer Autobiografie von F. Scott Fitzgerald geraten zu sein. Zudem beschreibt die Autorin sehr eindrucksvoll Fitzgeralds Alkoholexzesse und die damit verbundenen Dummheiten, die er anstellt. Nachdem auch noch weitere Künstler wie Ernest Hemingway ins Spiel kommen, wird die Geschichte inhaltlich noch runder und dadurch aufgewertet. Auch die wechselnden Freundschaftsbeziehungen sowie die Paarbeziehungen der Eheleute untereinander werden ausführlich und authentisch beschrieben. Im Epilog wird das weitere Leben der einzelnen Charaktere weiterverfolgt und kurz geschildert. Insgesamt bietet das Buch eine etwas andere Leseerfahrung, die für meinen Geschmack gerne etwas länger hätte ausfallen können.

 

Titel und Cover:

Der Titel klingt sehr interessant und Neugierde erweckend – und das obwohl er ziemlich lange ist und ich eigentlich kürzere Titel bevorzuge. Einzig das fehlende Komma im Titel stört. Das Cover wirkt hochwertig und ist optisch sehr an den Stil der 1920er Jahre angepasst. Es zeigt eine Strandpromenade in Südfrankreich, somit passt es ausgezeichnet zum Inhalt des Buches.

 

Mein Fazit:

Ich kann eine absolute Leseempfehlung für Literaturinteressierte, aber auch für Einsteiger abgeben.

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RosaEmmas avatar

Noch nie haben so viele Autoren literarische Größen zu Protagonisten ihrer Romane gemacht wie in jüngster Zeit. Nachdem ich bereits Als Hemingway mich liebte von Naomi Wood und Westlich des Sunset von Stewart O’Nan rezensiert habe, möchte ich heute diese brillante Novelle der britischen Schriftstellerin Emily Walton empfehlen, die wirklich bemerkenswert ist. Während sich O’Nan in seinem Roman auf Fitzgeralds letzte Jahre in Hollywood fokussiert, handelt Waltons Werk vom schicksalhaften Sommer 1926, den der legendäre Schriftsteller mit seiner Frau Zelda bei seinen vermögenden Freunden Gerald und Sara Murphy in deren luxuriöser Villa America im südfranzösischen Fischerdorf Juan-les Pins an der Côte d’Azur verbrachte. Yale-Absolvent Gerald, Sohn eines wohlhabenden Lederwarenhändlers aus New York, und Sara, Tochter eines vermögenden Tintenherstellers, sind trotz ihres Reichtums bodenständig und führen mit ihren Kindern ein relativ normales Leben. Auf der anderen Seite sind sie sehr kunst- und literaturbegeistert und veranstalten in ihrem südfranzösischen Domizil regelmäßig exklusive Parties, zu denen die Crème de la crème der Künstler und Literaten eingeladen ist. In diesem ganz besonderen Sommer sind neben Fitzgerald auch Ernest Hemingway, Dorothy Parker, Pablo Picasso u.v.m. anwesend.

Schicksalhafter Sommer zwischen Euphorie, Exzessen und Verzweiflung

Für Fitzgerald ist die Côte d’Azur eine ganz besondere, Glück bringende Location, denn hier vollendete er schon seinen berühmten Roman The Great Gatsby, der sich zwar zunächst nur mäßig verkaufte, dann aber als Broadway-Inszenierung gefeiert wurde. Und so macht er sich denn auch voller Euphorie und Tatendrang daran, seinen neuen Roman, dessen Titel später Tender is the Night lauten wird, zu Papier zu bringen. Doch nichts will ihm gelingen: Er trinkt bis zum Exzess und benimmt sich auf den Parties seiner Freunde immer mehr daneben, bis man ihm sogar zeitweise Hausverbot erteilt. Seine Eifersucht auf Hemingway, den die Murphys vergöttern und dessen Roman Fiesta er sogar bereitwillig redigiert, wird immer offensichtlicher, denn er beneidet den literarischen Shooting-Star insgeheim um seine zur Schau gestellte Männlichkeit. Fitzgeralds Minderwertigkeitskomplexe und der verzweifelte Wunsch, unbedingt zu den Reichen und Schönen dazugehören zu wollen, verleiten ihn dazu, alles zu tun, um Aufmerksamkeit zu erhalten – wie peinlich es auch immer sein mag. Als dann auch noch die psychischen Probleme seiner Frau Zelda immer evidenter werden, gerät sein Leben mehr und mehr aus den Fugen.

Neustart eines Überlebenskünstlers

Am Ende dieses Sommers ist Fitzgerald nichts geblieben: Seine Freunde ziehen sich zurück, sein Roman ist nicht fertiggeworden und seine finanziellen Probleme rücken in den Vordergrund. Aber trotz aller Widrigkeiten wird er sich nicht unterkriegen lassen, nochmals alles auf eine Karte setzen und einen Neustart wagen – Richtung Hollywood. Auch wenn er sich selbst oftmals als Versager sah, so ist er doch die exakte Verkörperung des American Dream, dessen Maxime niemals aufgeben, immer wieder aufstehen und sich stets neu erfinden – er sich so oft wie nötig zu eigen machte. Dieser unbedingte Überlebenswille ist es denn auch, der Fitzgerald – trotz aller Niederlagen – zu einem Sieger über all diejenigen machte, die ihn viel zu früh aufgaben.

Brillant konzipierte Novelle über Amerikas Golden Boy

Waltons einzigartige Novelle über Fitzgerald ist ein kleines Meisterwerk über einen Schriftsteller, der – wie kaum ein anderer – eine ganze Generation prägte. Auf der Grundlage ihrer exzellenten Recherchen erweckt die Autorin die künstlerischen Persönlichkeiten der Goldenen Zwanziger, allen voran natürlich Amerikas Golden Boy, wie man Fitzgerald nannte, wieder zum Leben und gewährt detaillierte Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt – dies so gekonnt, dass man als Leser das Gefühl hat, mitten im Geschehen unter alten Freunden zu sein und beinahe vergisst, dass es sich hierbei um Fiktion handelt. Das Buch ist darüber hinaus ein sehr guter Anreiz, um sich erneut oder zum ersten Mal mit Fitzgerald und seinen Werken zu beschäftigen, denn das literarische Vermächtnis, das er hinterlassen hat, wird die Zeit überdauern.

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A

dieses Buch ist eine Biographie. nicht die eines bestimmten Menschen (auch wenn besonderes Augenmerk auf die Fitzgeralds und die Murphys gelegt wird) sondern die Biographie eines sommers die eine Gruppe außergewöhnlicher Menschen an der Reviera verbringt ( noch bevor es angesagt war).
es herrscht nicht immer eitel Sonnenschein aber so ist eben das leben. das Name Doping war echt extrem und das Buch hat mich sehr gefesselt.

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