Emily Walton Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

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Inhaltsangabe zu „Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte“ von Emily Walton

Was passiert, wenn F. Scott Fitzgerald, Ernest Hemingway, Dorothy Parker und Pablo Picasso
ihren Sommerurlaub in einem südfranzösischen Fischerdorf verbringen? Der Champagner fließt in Strömen, Eifersucht und Neid brodeln und die wilden Partys enden immer öfter im Exzess. Ausgerechnet Fitzgerald, dem Chronisten der Goldenen Zwanziger, wird dieser Sommer zum Verhängnis.
März 1926 in Juan-les-Pins, Südfrankreich: F. Scott Fitzgerald steht auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Im Vorjahr ist sein Roman Der große Gatsby erschienen, nun läuft das Stück mit großem Erfolg am Broadway, auch eine Filmanfrage aus Hollywood steht in Aussicht. Hier, an der Côte d_Azur, nimmt er die Arbeit an seinem nächsten Buch auf, mit dem er endgültig zum größten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart avancieren will. Unweit seiner Sommerresidenz haben seine Freunde, Sara und Gerald Murphy, eine kleine künstlerische Festung auf dem Cap d_Antibes geschaffen: die Villa America. Auf ihrem riesigen Anwesen trinken sie Cocktails mit ihren Künstlerfreunden, darunter Pablo Picasso, Dorothy Parker und Fernand Léger, veranstalten Kostümpartys, tanzen Charleston, halten Kühe und züchten Mais. Sie werden später in die Geschichte eingehen als die Erfinder der Sommersaison an der Küste.
1926 ist der letzte friedliche Sommer hier - bevor diese Gegend wirklich touristisch wird. Die Murphys sind in dieser Lebensphase Fitzgeralds engste Freunde - einige Jahre älter
und fast so etwas wie "Ersatzeltern" - und von ihm begeistert. Doch in diesem Jahr soll Scott nicht ihre ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen: Die Murphys haben Ernest Hemingway
kennengelernt und sind von ihm und vor allem von seiner Literatur beeindruckt. Für den aufmerksamkeitshungrigen Scott ist das ein Problem, das er durch besonders extravagantes
Verhalten zu lösen versucht. Am Ende des Sommers hat F. Scott Fitzgerald kein Geld und
kein Manuskript - dafür eine Menge Probleme. Es kriselt in seiner Ehe, die Gesundheit seiner Frau hat sich verschlechtert und seine Freunde haben sich von ihm distanziert.

Ein Muss für alle Fitzgerald und 1920er Jahre Fans! Ein Vergnügen

— naomiselina

Brillante Novelle über Amerikas "Golden Boy"

— RosaEmma

Eine kleine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger

— Schugga

Schöne, atmosphärische Lektüre. Die goldenen 20-ger an der Côte d' Azur sind da wieder lebendig und ganz nah. Lesenwert.

— Zmei

Saubere, fundierte Recherche mit eigener Interpretation - glattes Eis

— Bri

Hervorragende Charakterstudie und ein Spiegel der Zeit, aber nur bedingt ein gut zu lesender Roman.

— Mauela

Leider viel zu kurz, aber man wird trotzdem sehr gut in andere Welten entführt :)

— arizonancy

Viel mehr Biographie und Zeitstudie als Roman - leicht zu lesen, interessante Charaktere, witziger Titel - aber keine fesselnde Handlung.

— Sookie70

Man wird wie bei einer Zeitreise in die goldenen 20er an der französischen Mittelmeerküste katapultiert...skurril und stilvoll, genau meins!

— JessSoul

Eine grobe Zeichnung der damaligen Zeit, mit vielen Infos, die aber eindeutig noch ausgemalt gehört!

— Klene123

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    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    coffee2go

    28. November 2016 um 20:24

    Kurze Inhaltszusammenfassung: F. Scott Fitzgerald verbringt mit seiner Frau Zelda und der vierjährigen Tochter Scottie den Sommer an der Küste in Südfrankreich. Dort möchte er ohne Ablenkung an seinem Roman arbeiten und zugleich aufgrund der Währungsvorteile Geld sparen. Sein voriger Roman „Der große Gatsby“ war nicht ganz so erfolgreich wie erhofft und deshalb musste er sich mit Kurzgeschichten sein Leben finanzieren. Doch auch in der Abgeschiedenheit des französischen Dorfes lässt Fitzgeralds Arbeitseifer zu wünschen übrig, zu groß ist auch hier die Ablenkung durch Freunde, Partys, Alkohol und durch seine kränkelnde Frau.   Meine Meinung zum Buch: Die Autorin Emily Walton hat es geschafft, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich als Leser sofort in die 1920er Jahre hineinversetzt fühlt. Zum Teil hat man sogar das Gefühl, inmitten einer Autobiografie von F. Scott Fitzgerald geraten zu sein. Zudem beschreibt die Autorin sehr eindrucksvoll Fitzgeralds Alkoholexzesse und die damit verbundenen Dummheiten, die er anstellt. Nachdem auch noch weitere Künstler wie Ernest Hemingway ins Spiel kommen, wird die Geschichte inhaltlich noch runder und dadurch aufgewertet. Auch die wechselnden Freundschaftsbeziehungen sowie die Paarbeziehungen der Eheleute untereinander werden ausführlich und authentisch beschrieben. Im Epilog wird das weitere Leben der einzelnen Charaktere weiterverfolgt und kurz geschildert. Insgesamt bietet das Buch eine etwas andere Leseerfahrung, die für meinen Geschmack gerne etwas länger hätte ausfallen können.   Titel und Cover: Der Titel klingt sehr interessant und Neugierde erweckend – und das obwohl er ziemlich lange ist und ich eigentlich kürzere Titel bevorzuge. Einzig das fehlende Komma im Titel stört. Das Cover wirkt hochwertig und ist optisch sehr an den Stil der 1920er Jahre angepasst. Es zeigt eine Strandpromenade in Südfrankreich, somit passt es ausgezeichnet zum Inhalt des Buches.   Mein Fazit: Ich kann eine absolute Leseempfehlung für Literaturinteressierte, aber auch für Einsteiger abgeben.

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  • Trunken vom Leben

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    RosaEmma

    28. August 2016 um 12:11

    Noch nie haben so viele Autoren literarische Größen zu Protagonisten ihrer Romane gemacht wie in jüngster Zeit. Nachdem ich bereits Als Hemingway mich liebte von Naomi Wood und Westlich des Sunset von Stewart O’Nan rezensiert habe, möchte ich heute diese brillante Novelle der britischen Schriftstellerin Emily Walton empfehlen, die wirklich bemerkenswert ist. Während sich O’Nan in seinem Roman auf Fitzgeralds letzte Jahre in Hollywood fokussiert, handelt Waltons Werk vom schicksalhaften Sommer 1926, den der legendäre Schriftsteller mit seiner Frau Zelda bei seinen vermögenden Freunden Gerald und Sara Murphy in deren luxuriöser Villa America im südfranzösischen Fischerdorf Juan-les Pins an der Côte d’Azur verbrachte. Yale-Absolvent Gerald, Sohn eines wohlhabenden Lederwarenhändlers aus New York, und Sara, Tochter eines vermögenden Tintenherstellers, sind trotz ihres Reichtums bodenständig und führen mit ihren Kindern ein relativ normales Leben. Auf der anderen Seite sind sie sehr kunst- und literaturbegeistert und veranstalten in ihrem südfranzösischen Domizil regelmäßig exklusive Parties, zu denen die Crème de la crème der Künstler und Literaten eingeladen ist. In diesem ganz besonderen Sommer sind neben Fitzgerald auch Ernest Hemingway, Dorothy Parker, Pablo Picasso u.v.m. anwesend. Schicksalhafter Sommer zwischen Euphorie, Exzessen und Verzweiflung Für Fitzgerald ist die Côte d’Azur eine ganz besondere, Glück bringende Location, denn hier vollendete er schon seinen berühmten Roman The Great Gatsby, der sich zwar zunächst nur mäßig verkaufte, dann aber als Broadway-Inszenierung gefeiert wurde. Und so macht er sich denn auch voller Euphorie und Tatendrang daran, seinen neuen Roman, dessen Titel später Tender is the Night lauten wird, zu Papier zu bringen. Doch nichts will ihm gelingen: Er trinkt bis zum Exzess und benimmt sich auf den Parties seiner Freunde immer mehr daneben, bis man ihm sogar zeitweise Hausverbot erteilt. Seine Eifersucht auf Hemingway, den die Murphys vergöttern und dessen Roman Fiesta er sogar bereitwillig redigiert, wird immer offensichtlicher, denn er beneidet den literarischen Shooting-Star insgeheim um seine zur Schau gestellte Männlichkeit. Fitzgeralds Minderwertigkeitskomplexe und der verzweifelte Wunsch, unbedingt zu den Reichen und Schönen dazugehören zu wollen, verleiten ihn dazu, alles zu tun, um Aufmerksamkeit zu erhalten – wie peinlich es auch immer sein mag. Als dann auch noch die psychischen Probleme seiner Frau Zelda immer evidenter werden, gerät sein Leben mehr und mehr aus den Fugen. Neustart eines Überlebenskünstlers Am Ende dieses Sommers ist Fitzgerald nichts geblieben: Seine Freunde ziehen sich zurück, sein Roman ist nicht fertiggeworden und seine finanziellen Probleme rücken in den Vordergrund. Aber trotz aller Widrigkeiten wird er sich nicht unterkriegen lassen, nochmals alles auf eine Karte setzen und einen Neustart wagen – Richtung Hollywood. Auch wenn er sich selbst oftmals als Versager sah, so ist er doch die exakte Verkörperung des American Dream, dessen Maxime – niemals aufgeben, immer wieder aufstehen und sich stets neu erfinden – er sich so oft wie nötig zu eigen machte. Dieser unbedingte Überlebenswille ist es denn auch, der Fitzgerald – trotz aller Niederlagen – zu einem Sieger über all diejenigen machte, die ihn viel zu früh aufgaben. Brillant konzipierte Novelle über Amerikas Golden Boy Waltons einzigartige Novelle über Fitzgerald ist ein kleines Meisterwerk über einen Schriftsteller, der – wie kaum ein anderer – eine ganze Generation prägte. Auf der Grundlage ihrer exzellenten Recherchen erweckt die Autorin die künstlerischen Persönlichkeiten der Goldenen Zwanziger, allen voran natürlich Amerikas Golden Boy, wie man Fitzgerald nannte, wieder zum Leben und gewährt detaillierte Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt – dies so gekonnt, dass man als Leser das Gefühl hat, mitten im Geschehen unter alten Freunden zu sein und beinahe vergisst, dass es sich hierbei um Fiktion handelt. Das Buch ist darüber hinaus ein sehr guter Anreiz, um sich erneut oder zum ersten Mal mit Fitzgerald und seinen Werken zu beschäftigen, denn das literarische Vermächtnis, das er hinterlassen hat, wird die Zeit überdauern.

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  • der sommer...

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    angelj222012

    10. July 2016 um 17:55

    dieses Buch ist eine Biographie. nicht die eines bestimmten Menschen (auch wenn besonderes Augenmerk auf die Fitzgeralds und die Murphys gelegt wird) sondern die Biographie eines sommers die eine Gruppe außergewöhnlicher Menschen an der Reviera verbringt ( noch bevor es angesagt war). es herrscht nicht immer eitel Sonnenschein aber so ist eben das leben. das Name Doping war echt extrem und das Buch hat mich sehr gefesselt.

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  • Der Sommer 1926

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Bri

    Der Sommer 1926 sollte ein intensiver und arbeitsreicher werden, einer der mit einem weit gereiften oder gar vollendeten Romanmanuskript sein Ende findet. So jedenfalls stellte sich F. Scott Fitzgerald seine Zeit in Juan-les-Pins, das seinen letzten ruhigen Sommer vor der Touristenschwemme erlebt, vor. Die Idee des Romans im Kopf, das Konzept noch unausgereift, will er zur Ruhe kommen, schreiben, tatsächlich arbeiten. Keine Ablenkungen durch Freunde oder Gelage, wie es in Paris so häufig der Fall ist. Doch erstens kommt es anders … und zweitens als man denkt.Zelda und Scott wohnen mit ihrer kleinen Tochter Scottie nicht weit entfernt von der Villa America, die ihre guten Freunde Sara und Gerald Murphy zu einem Treffpunkt der Kunst machen. Gerald harkt den kleinen – zu dieser Zeit noch öffentlichen – Strand eigenhändig, damit sich die kleine dauerhaft anwesende Gesellschaft dort wohlfühlt. Sara bewirtschaftet liebevoll ihren Garten und kümmert sich professionell um das Wohl der wechselnden Gäste, zu denen auch Dorothy Parker oder Pablo Picasso gehören. Fitzgerald sieht in den etwas älteren Murphys mehr als nur gute Freunde. Obwohl das Ehepaar selbst ursprünglich nicht aus künstlerischen , sondern eher aus Fabrikantenkreisen stammt, schart es die verschiedensten Künstler der unterschiedlichsten Gattungen um sich und fällt auch selbst durch absolut kreative und kunstvolle Aktionen auf. Der neueste „Erwerb“ ihrer „Künstlersammlung“ ist ein junger amerikanischer Schriftsteller, der ebenfalls als Expatriot in Paris lebt und den Fitzgerald persönlich seinem eigenen Verlag so lange empfahl, bis dieser ihn unter Vertrag nahm: Ernest Hemingway.Dass Fitzgerald aufgrund seines egozentrisch angelegten Charakters nicht damit klar kommt, dass er seinen Platz im Freundeskreis mit Hemingway, den er für sehr begabt hält, teilen oder gar an ihn abgeben muss, ist die Interpretation Emily Waltons in ihrer zwar kurzen aber gut recherchierten und detailreichen, literarischen Biographie Der Sommer in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte. Emily Walton bleibt dabei aber nicht nur bei Fitzgerald und seinen Kapriolen, sondern beschreibt das Gefühl dieses einen letzten Sommers ohne Touristenströme, der diese Gegend noch bezaubernder und die Zeit noch goldener erscheinen läßt.Der F. Scott Fitzgerald, den Emily Walton zeigt, ist ein komplett egozentriert agierender und lebender Mensch. Obwohl die zitierten Passagen aus Briefen durchaus Raum für andere Auslegungen lassen.“ Noch in Paris hat er seinem dortigen Saufkumpan James Rennie angeboten, an der Dramatisierung des Stücks The life of Brigham zu arbeiten. Sonst in seinen Briefen so von sich selbst und seinem Können überzeugt, schreibt er nun in seiner verschnörkelten Handschrift: „Ich nüchterte in Paris aus und verbrachte drei Tage damit, [das Stück] Brigham in eine Form zu bringen. Danach habe ich hier unten noch eine Weile daran gearbeitet und ein zaghaftes Konzept gemacht. Aber ich glaube nicht, dass ich das Rennen machen könnte. Je mehr ich mich damit plage, desto überzeugter bin ich, dass ich die Idee zugrunde richten würde.“ "Aus diesen Zeilen spricht für mich eher das Erkennen des eigenen Unvermögens, sich des Stoffes eines anderen anzunehmen und ihn in eine Bühnenfassung zu bringen. Emily Walton hingegen deutet die paar Zeilen des Briefes anders:„Zwischen den Zeilen steht, dass Scott hier in Südfrankreich Besseres zu tun hat. Er will nicht fremden Stoff bearbeiten. Im Moment will er nicht einmal eigenen Stoff schreiben.“Doch woher sie diesen Eindruck nimmt, das erfährt man nicht. Und genau das ist es, was ein kleines Manko an diesem ansonsten sehr schön und liebevoll gestalten – außen wie innen – Büchlein für mich darstellt: Personen, die vor langer Zeit gelebt haben und Situationen, die sich ebenso lange her ergaben, werden bewertet. Und das ganz eindeutig. Zugute halten muss man der Autorin aber auch, dass sie sich sehr eingehend mit diesem Sommer 1926, nach dem sich einiges im Leben der angesprochenen Personen geändert haben wird, beschäftigt hat und alle Darsteller dieser Sommergeschichte gleichermaßen interpretiert. Kritisch lässt sie ihren Blick auf alle fallen, nicht nur auf Fitzgerald. Sprachlich bleibt sie dabei schnörkellos. Man merkt dem Text, der kein Roman ist, sondern der biographischen Literatur zugeordnet werden muss, an, dass Emily Walton sich sehr eingehend mit Zeit, Ort und Personen beschäftigt hat.Die äußeren Umstände, die Fitzgerald von der Arbeit abhalten – Zelda ist kränklich, er selbst kann damit nicht umgehen, zu viele neue Bekanntschaften und alte Freunde verleiten zum exzessiven Trinken – führen dazu, dass der geplante Roman erst Jahre später vollendet sein wird. Die zugrunde liegende Idee wird verworfen und der Sommer 1926 mit seinen extravaganten Auswüchsen wird das Thema des Romans, der neben dem heute als zukunftsweisend geltenden, damals aber kaum verkauften Gatsby, als einer der besten amerikanischen Romane aller Zeiten gilt: Zärtlich ist die Nacht. Gewidmet hat er ihn – nach mehreren Umarbeitungsmaßnahmen – seinen damaligen Freunden Sara und Gerald. Genutzt hat die Widmung nichts. Die Freundschaft hatte durch zu viele Eskapaden, durch zu viel persönliches, was in literarischer Abwandlung an die Öffentlichkeit kam, durch zu viele Verletzungen zu stark strapaziert. Zurück geblieben ist jedoch ein meisterhaftes Werk und das sollte man unbeeindruckt von den menschlichen Schwächen des Autors kennen lernen – und somit wertfrei.

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    • 3
  • Eine kleine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Schugga

    03. June 2016 um 23:58

    Das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet: Schmal, das Cover in leichtem Sepia-Stich und, passend zu den Goldenen Zwanzigern, mit teils goldenem Titel und goldfarbenem Lesebändchen. Hochwertig, zu schade, um im Bücherregal zu verschwinden.Beschrieben wird das Leben der Bohéme an der Côte d’Azur der 1920er, insbesondere im Jahr 1926. Dort trafen sich auf dem Cap d'Antibes rund um die Sommerresidenz von Sara und Gerald Murphy, der Villa America, europäische und amerikanische Künstler wie Pablo Picasso, Ernest Hemingway, Dorothy Parker - und eben F. Scott Fitzgerald. Dieser hat kürzlich seinen Roman "Der große Gatsby" veröffentlicht, die Story läuft erfolgreich im New Yorker Theater und über die Filmrechte wird ebenfalls verhandelt. Diesen Sommer des Jahres 1926 möchte er nun nutzen, um seinen nächsten Bestseller zu verfassen, den er plant, am Ende der Sommersaison mit nach Amerika zu nehmen. Doch es kommt alles anders als geplant.Aufwendig recherchiert schildert Emily Walton, wie die Amerikaner zu Beginn der 1920er die Côte d’Azur für sich entdeckt haben und zu einer Urlaubsgegend werden ließen. Sara und Gerald Murphy genießen mit ihren Kindern und ihren Künstlerfreunden das dortige Leben. Der Dollarkurs steht gut, das Leben ist für die Amerikaner an der azurblauen Küste erschwinglich. Nach und nach passen sich auch Gastronomie und Hotellerie den neuen Gästen an. Doch 1926 steht F. Scott Fitzgerald, stets für jeden Streich zu haben, längst nicht mehr so sehr im Mittelpunkt, wie er es sich wünscht. Missmutig verfällt er immer mehr dem Alkohol, sein Verhalten wird von Tag zu Tag exzentrischer, so dass er unter starkem Alkoholeinfluss sogar beinahe einen Kellner zersägt, wie es der Titel des Buches bereits verrät.Das Buch liest sich wie eine kurze historische Zeitreise und endet mit dem Jahr 1926. In einem Epilog schildert Emily Walton dem Leser anschließend den weiteren Lebenslauf der Hauptprotagonisten anhand entsprechend wichtiger Ereignisse. Das Buch steckt voller Wissen und Recherchen, erkennbar an selbst kleinen im Buch beschriebenen Details. Durch die verschieden Sprünge von Person zu Person liest sich das Buch leider nicht immer flüssig und es fehlt eine Art Höhepunkt, auf welchen ich beim Lesen gewartet und gehofft hatte. Daher bekommt Emily Walton für ihr Buch von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Ein extravaganter Sommer

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Landkartenleser

    02. June 2016 um 18:01

    Inhalt: "Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte" von Emily Walton erzählt vom Leben der Fitzgeralds im Sommer 1926, den sie in der Villa St. Louis an der Côte d'Azur verbrachten. Sie treffen dort ihre Freunde die Familie Murphy, Ernest Hemingway, sowie viele weitere Bekannte. Es werden viele extravagante Partys gefeiert und es fließt literweise Alkohol. Ein Sommer, der die Fitzgeralds für immer prägen wird. Cover und Aufmachung: Die Schriftart des Titels erinnert sofort an die Zwanziger. Der Titel selbst klingt ehr verrückt, der Leser wird jedoch im Buch aufgeklärt, was es damit auf sich hat. Die Farbgebung finde ich auch sehr schön, allerdings entspricht das Coverbild nicht dem verrückten Treiben des Sommer 1926, sondern ehr der Einsamkeit im Inneren der Protagonisten und der Ruhe vor dem Sturm. Im Großen und Ganzen gefällt es mir aber wirklich gut. Meine Meinung: Wenn man "Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte" beginnt, ist es, als würde man in einen Film der Goldenen Zwanziger entführt werden. Emily Walton gibt dem Leser eine gute Schilderung der Lebensumstände zur damaligen Zeit. Sie beschreibt nicht nur das luxuriöse Leben an der Côte d'Azur, sondern auch die tolle Mode und die schicken Frisuren. Die Autorin scheint für ihr Werk viel recherchiert zu haben, allerdings waren es an mancher Stelle doch oft zu viele Informationen auf einmal, die angeführt wurden. Aus diesem Grund fiel mir es anfangs etwas schwerer in das Geschehen einzusteigen und alles zu verarbeiten. Auch die Zeitsprünge, die an mancher Stelle vorkommen, waren ab und zu leicht vewirrend. Es hat mir wirklich gut gefallen, dass Emily Walton eine Fülle von Zitaten zum Beispiel aus Briefen von F. Scott Fitzgerald angeführt hat, jedoch hätte das Buch für diese Menge einfach länger sein müssen, so wirken die Information oft zusammen gepresst. Sehr gut ist, dass die Autorin nichts beschönigt. Sie zeigt offen die Nachteile, der wilden Partys damals und welche Auswirkungen diese auf das Leben der Protagonisten haben. Die im Klappentext erwähnten Berühmtheiten wie Dorothy Parker und Pablo Picasso sind leider zu kurz gekommen und das Buch wurde gegen Ende etwas langatmig. Dafür konnte der Epilog wieder einiges herausholen, aufgrund der Schilderung über das weitere Leben der häufig erwähnten Personen und die Veränderungen der Côte d'Azur zwischen damals und heute, die gezeigt werden. Fazit: Eine Art ausführliche Biographie über das Leben der Fitzgeralds im Sommer 1926, die gegen Ende etwas langatmig wurde. "Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte" erhält von mir 3 Sterne.

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  • Wer ist en vogue in den 20ern?

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    wandablue

    En vogue in den 20ern Das kleine, nur 165 Seiten umfassende Büchlein im DIN A 5 Format von Emily Walton plakatiert den Sommer 1926, in dem das wohlhabende amerikanische Paar Sara und Gerald Murphy in Südfrankreich ihre Künstlerfreunde um sich schart und mit ihnen das Leben zelebriert. Das Ehepaar fungiert durchaus als eine Art Mäzen und wer in ihren Freundeskreis aufgenommen wird, gehört dazu, zu den Intellektuellen, den Modernen, den Revolutionären, den Pionieren, den Reichen, den Elitären, den Angesagten. Sie sind mal mehr mal weniger liebenswerte Snobs, die sich nicht scheuen, auch Menschen aus ihrer Mitte als zweitklassig abzustempeln. Dieser Sommer, so führt die Autorin dem Leser vor Augen, ist der letzte unbeschwerte Höhepunkt von Unbekümmertheit und Lebenskraft, bevor Fortuna die Hand auf das Füllhorn des Glücks legt. Auch der amerikanische Schriftsteller F. Scott Fitzgerald erlebt diesen großartigen Sommer in Juan-les-Pins mit seinen Freunden und seiner Frau. Doch bei dem Ehepaar Scott zeigen sich schon in diesem Sommer an der französischen Riviera Auflösungserscheinungen. Ich mag dieses Büchlein recht gerne, weil es wunderschöne Bilder vor mein Auge zeichnet und dafür, dass es sich auf eine sehr kurze Zeitspanne fokusiert, trotzdem sehr informativ ist. Dass die Autorin in einem kurzen Epilog die Sicht auf die weitere Zukunft seiner Protagonisten freigibt, rundet das Ganze ab. Die Sprache versucht lyrisch zu sein, vielleicht ist die Satzmelodie manchmal ein bisschen holprig und es gibt bereits im zweiten Satz des Buches einen Lapsus, der an dieser exponierten Stelle einfach nicht unbemerkt und ungestraft bleiben kann: Möwen gurren nicht. Dafür gibt es Punktabzug. Fazit: Eine sehr hübsche Darstellung des Lebensgefühls einer kleinen Gruppe von Menschen, die in den 1920ern en vogue gewesen sind. Kategorie: Biographische Literatur Verlag: Braunmüller, Wien, 2016

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    • 10

    Bri

    25. April 2016 um 12:09
    wandablue schreibt Prima Ergänzung, Bri. Danke! Und du hast recht; es ist deshalb auch keine "reine" Biografie. Hat mir gerade wegen der Wertung(en) recht gut gefallen. Und "Tender is the night" habe ich daraufhin ...

    Tender is the night ist neben dem Gatsby meine Bibel. Man darf nur nicht an der Oberfläche bleiben bei Fitzgerald ;) Da steckt viel mehr dahinter, als man zunächst vermutet. Er war ein genialer ...

  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Mauela

    Was passiert, wenn der Autor F. Scott Fitzgerald und noch andere bekannte Größen wie der Autor Ernest Hemingway, die Schriftstellerin Dorothy Parker und der Maler Pablo Picasso zusammen treffen? In ihrem Roman Der Sommer in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte erzählt Emily Watson genau diese Geschichte. Die vier Größen treffen in einem Sommerurlaub in einem französischen Fischerdorf aufeinander. F. Scott Fitzgerald ist berauscht von seinem großen Erfolg den er mit Der große Gatsby hatte und möchte an diesen Erfolg anknüpfen. Doch leider scheint ihm das Schreiben nicht mehr leicht von der Hand zu gehen und anstatt ein neues literarisches Meisterwerk zu erschaffen, versinken Fitzgerald und die anderen Protagonisten in einem Kaviar und Champagnerrausch. Leider hat der immense Alkoholkonsum auch seine negativen Auswirkungen und so ist Fitzgerald bald kein gern gesehener Gast auf Festivitäten mehr, denn er benimmt sich immer mehr und mehr daneben und wird einfach unausstehlich.Der Roman mit diesem außergewöhnlichen Titel konnte mich leider nicht mitreißen auch wenn die Autorin sehr gut und viel recherchiert zu haben scheint. Bei dem 164 Seiten umfassenden Büchlein handelt es sich mehr um eine Charakterstudie und einen Spiegel der Zeit als um einen spannenden oder unterhaltsamen Roman. Und obwohl die Charakterstudien hervorragend und interessant zu lesen sind, genügt das meiner Meinung nach nicht um den anspruchsvollen Leser vollständig zufrieden zu stellen.Von mir daher nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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    • 2
  • Rezension - "Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte" von Emily Walton

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    arizonancy

    15. April 2016 um 11:26

    • Die Eckdaten • Titel: “Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte”, Reihe: /, Autor: Emily Walton, Verlag: braumüller, Seitenanzahl: 167, Genre: Roman/Historie, Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag für 19,90€ • Der Klappentext • Rückseite: “Was passiert, wenn F. Scott Fitzgerald, Ernest Hemingway, Dorothy Parker und Pablo Picasso ihren Sommerurlaub in einem südfranzösischen Fischerdorf verbringen? Der Champagner fließt in Strömen, Eifersucht und Neid brodeln und die wilden Partys enden immer öfter im Exzess. Ausgerechnet Fitzgerald, dem Chronisten der Goldenen Zwanziger, wird dieser Sommer zum Verhängnis. März 1926 in Juan-les-Pins, Südfrankreich: F. Scott Fitzgerald steht auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Im Vorjahr ist sein Roman Der große Gatsby erschienen, nun läuft das Stück mit großem Erfolg am Broadway, auch eine Filmanfrage aus Hollywood steht in Aussicht. Hier, an der Côte d’Azur, nimmt er die Arbeit an seinem nächsten Buch auf, mit dem er endgültig zum größten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart avancieren will. Innenseite: “Sommer an der Côte d’Azur: Der berühmte amerikanische Schriftsteller F. Scott Fitzgerald reist am Höhepunkt seiner Karriere im März 1926 nach Juan-les-Pins, um dort seinen neuen Roman zu schreiben. Unweit seiner Sommerresidenz haben seine Freunde, Sara und Gerald Murphy, eine kleine künstlerische Festung auf dem Cap d’Antibes geschaffen: die Villa America. Auf ihrem riesigen Anwesen trinken sie Cocktails mit ihren Künstlerfreunden, darunter Pablo Picasso, Dorothy Parker und Fernand Léger, veranstalten Kostümpartys, tanzen Charleston, halten Kühe und züchten Mais. Sie werden später in die Geschichte eingehen als die Erfinder der Sommersaison an der Küste. 1926 ist der letzte friedliche Sommer hier – bevor diese Gegend wirklich touristisch wird. Die Murphys sind in dieser Lebensphase Fitzgeralds engste Freunde – einige Jahre älter und fast so etwas wie “Ersatzeltern” – und von ihm begeistert. Doch in diesem Jahr soll Scott nicht ihre ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen: Die Murphys haben Ernest Hemingway kennengelernt und sind von ihm und vor allem von seiner Literatur beeindruckt. Für den aufmerksamkeitshungrigen Scott ist das ein Problem, das er durch besonders extra-vagantes Verhalten zu lösen versucht. Am Ende des Sommers hat F. Scott Fitzgerald kein Geld und kein Manuskript – dafür eine Menge Probleme. Es kriselt in seiner Ehe, die Gesundheit seiner Frau hat sich verschlechtert und seine Freunde haben sich von ihm distanziert.”  • Meine Meinung • Zugegebenermaßen bin ich an dieses Werk mit sehr geringem Vorwissen und dementsprechend auch geringen Erwartungen heran gegangen, da ich sowohl über Fitzgerald und Co., als auch auf diese Art und Weise noch nie so wirklich etwas gelesen habe. Umso begeisterter war ich letztendlich von der Geschichte, die Walton uns hier bietet. Sie verknüpft tatsächliche Geschehnisse und ihre Schauplätze mit fiktionalen Dingen zu einer unterhaltenden und zugleich informativen Geschichte über die Berühmtheiten der Goldenen Zwanziger. Dabei lies sich der Schreibstil sehr flüssig lesen und konnte ebenso die Vorgänge anschaulich darstellen. Sehr gut gefallen hat mir auch die Erzählperspektive, die flüssig von einer Person zur nächsten überging, ohne das man dies deutlich spürt. Mit 162 Seiten war mir das Buch allerdings viel zu kurz. Da der Roman einen Zeitraum von mehreren Jahren beinhaltet, hätte ich mir gewünscht, das an einigen Stellen mehr in die Tiefe gegangen wird. Die Charaktere, die hier im Vordergrund stehen, machen in dieser Zeit jeder für sich eine Entwicklung durch, die sehr viel mehr hätte beleuchtet werden können. Der interessante, zweigeteilte Epilog hat dem Roman noch den letzten Schliff gegeben und konnte das Ganze gelungen abrunden. :)• Fazit • Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, weswegen ich mir auch noch ein paar hundert Seiten mehr gewünscht hätte. Das Leben von F. Scott Fitzgerald und seinen Freunden und Bekannten hat eine gute Basis für einen solchen Roman geboten, der aber durchaus noch ausführlicher hätte sein können. Nicht zuletzt ist es Emily Waltons Schreibstil und ihrer Recherchearbeit zu verdanken, dass ich nun neugieriger auf Fitzgerald und Hemingway geworden bin, und “Der große Gatsby” auf direktem Wege auf meine Wunschliste gewandert ist. Ich hoffe sehr, dass die Autorin weitere Bücher in diese Richtung und auf diese Art und Weise schreibt, mir bleibt das Buch und seine Schöpferin auf jeden Fall im Gedächtnis! :) 4 ♥♥♥♥ dafür!

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  • Sehr Enttäuschend

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Florian850

    09. April 2016 um 19:58

    Heute durfte ich den Roman von Emily Walton mit dem Titel, Der Sommer in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte lesen. In diesem Buch geht es um den Autor F. Scott Fitzgerald der mit den bekannten Größen, wie Ernest Hemingway, Dorothy Parker und Pablo Picasso, einen Sommerurlaub in einem südfranzösischen Fischerdorf verbringt. Während dieser Zeit fließt der Champagner in Strömen. Eifersucht und Neid brodeln und die wilden Partys enden immer öfter in Exzessen. Ausgerechnet Fitzgerald, dem Chronisten der Goldenen Zwanziger wird dieser Sommer zum Verhängnis. Im März 1926 in Juan-les-Pins, Südfrankreich, befindet sich F. Scott Fitzgerald auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Im Vorjahr ist sein Roma der große Gatsby erschien und nun läuft das Stück mit Erfolg am Broadway und auch eine Filmanfrage aus Hollywood, steht in Aussicht. Hier an der Cote d‘ Azur, nimmt er die Arbeit an seinem nächsten Buch auf, mit dem er endgültig zum größten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart avancieren will. Fitzgerald merkt aber nach einiger Zeit, dass er nichts Brauchbares zu Papier bekommt. Und so unterstützt er lieber den aufsteigenden Schriftsteller Hemingway. Der massenhafte Alkoholkonsum wird Scott allerdings zum Verhängnis und er wird bald darauf von den anderen ausgestoßen. Auch die Probleme mit seiner Frau werden immer schlimmer. Ich fand am Anfang war es sehr interessant einen Einblick in das Leben solcher Personen zu bekommen, musste nach einer Zeit feststellen, dass es etwas langweilig ist und es schwierig war die Spannung und somit die Lust am Lesen nicht zu verlieren. Auch hatte ich während des ganzen Buches nicht das Gefühl einen Zugang zu dem Buch zu bekommen. Meiner Meinung nach hätten die Protagonisten des Buches auch ausführlicher vorgestellt werden können. Dadurch das die einzelnen Texte nicht in einander verliefen, viel es mir manchmal echt schwer nicht die Lust am Lesen zu verlieren. Zudem Buchtitel kann ich nur sagen, dass er viel zu lang und sperrig ist. Auch das Cover des Buches finde ich nicht besonders gut gelungen und es veranlasst einem nicht das Buch in die Hand zu nehmen. Das gesamte Buch wirkt eher wie eine Sammlung von wissenschaftlichen Texten als wie ein Roman. Fazit: Abschließend kann ich nur sagen, dass ich von diesem Buch ziemlich enttäuscht bin. Dieses Buch würde ich nur Personen empfehlen die schon Bezug zu diesen Personen haben. Da ja die einzelnen Personen nicht genauer beschrieben werden. Das Buch erhält daher leider nur 2 von 5 Sternen von mir.

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  • Wie man erfolgreich ein erfolgreiches Leben zerstört

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Nicky_G

    F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda verbringen Mitte der 1920er Jahre fast drei Jahre an der Südküste Frankreichs. Aber nicht nur sie, sondern auch andere wie Picasso oder Hemingway zieht es hierher und so wird das Leben durch Partys, Sonne, Strand und Alkohol bestimmt. Auch F. Scott Fitzgerald, der mit seinem Roman „Der große Gatsby“ mäßige Erfolge feiert, lässt sich mitreißen und versinkt immer mehr im trägen Alkoholsumpf. F. Scott und Zelda Fitzgerald waren in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts das Glamourpaar schlechthin und zelebrierten ein ebenso luxuriöses wie tragisches Leben. Diese Welt erscheint einem fern, nicht nur zeitlich gesehen, sondern auch weil das Leben an sich so anders, so unglaublich war. Aber es geht hier nicht nur um F. Scott Fitzgerald, sondern auch um die Freunde und Bekannte, die er um sich scharte. Es ist, als würde man ihnen über die Schulter sehen und sie unsichtbar begleiten. Deshalb gewinnt das Buch den Eindruck einer Dokumentation über diese schillernde High Society, die geprägt war von egoistischen Charakteren, allen voran F. Scott Fitzgerald, der durch seine leicht zu kränkende Eitelkeit und seine Minderwertigkeitskomplexe auffällt. Sobald er nicht im Vordergrund steht, versucht er alles, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Ein Biotop für Psychologen. Absolut beeindruckend war für mich diese Selbstverständlichkeit, mit der mit Kunst und Kultur umgegangen wird. Zahlreiche Anekdoten bereichern dieses kurze Buch, das aber durch seine Präzision besticht. Auf jeder Seite entdeckt man etwas Neues über die beschriebenen Personen, die allesamt individuelle Charaktere waren, die damals wie heute faszinieren. Die Lebensläufe werden flüchtig umrissen, aber nur, was für die Geschichte in diesem Buch wichtig ist. Dadurch hat man das Gefühl, eine Kontur der Figuren zu gewinnen, die man bei Bedarf selber ausfüllen kann. Eine Studie, wie man sich selbst zerstören und seine Freunde von sich wegstoßen kann. Dass der Epilog den Bogen zur heutigen Zeit schlägt, finde ich einen schönen Abschluss. Daran erkennt man, wie sehr sich alles mit der Zeit ändert und dass man es nicht aufhalten kann.

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  • Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Lily2311

    30. March 2016 um 22:17

    F. Scott Fitzgerald hat seinen Roman "der große Gatsby" veröffentlicht. Dieser wird zu einem riesen Erfolg und bringt Fitzgerald eine Menge Geld ein. Nach der ganzen Aufregung entscheidet er sich, mit seiner Frau Zelda in das kleine Dorf Juan-les-Pins an der Cote d'Azur zu reisen. Hier möchten sie den Kopf frei bekommen und die Kultur kennen lernen. Beide sind sehr begeistert und können ihre Freunde Sara und Gerald Murphy davon überzeugen, mit ihren Kindern, die Sommermonate auch dort zu verbringen. Es spricht sich rum und auch Pablo Picasso und der noch unbekannte Ernest Hemingway kommen nach Südfrankreich. Fitzgerald merkt bald, dass er erstmal nichts Brauchbares zu Papier bringt und so unterstützt er Hemingway und fördert ihn in seiner Schriftstellerentwicklung. Das Leben an der Cote d'Azur feiern die Künstler ausgiebig. Der massenhafte Alkoholkonsum wird Fitzgerald zum Verhängnis und er wird bald von den anderen ausgestoßen. Auch die Probleme mit seiner Frau werden dadurch immer schlimmer. Es war interessant für mich mal einen Einblick in das Leben dieser Künstler zu bekommen. Doch zwischenzeitlich war es etwas langweilig und schwierig die Spannung zu halten. Dazu sollte man die Personen im Vorfeld ein wenig kennen, da sie nicht tiefer beschrieben werden.

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  • Klar umrissener, biographischer Roman

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    Sookie70

    30. March 2016 um 18:34

    Die Granden der Goldenen Zwanzigerjahre treffen alljährlich an der Côte d'Azur aufeinander - viel mehr um zu feiern und sich feiern zu lassen, als um zu arbeiten.Im Mittelpunkt des Romans steht F. Scott Fitzgerald in seinem Schicksalsjahr 1926, als er den Sommer mit seiner Frau Zelda und Töchterchen Scottie bei seinen Freunden in Antibes verbringt. Die Charaktere sind klar umrissen, der Zeitgeist der 1920er Jahre gut eingefangen - insgesamt wirkt das Buch auf mich aber ein bisschen wie eine Skizze, wie ein Entwurf oder der Rahmen für eine größere Idee...

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  • Die High Society sind auch nur Menschen

    Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

    JessSoul

    28. March 2016 um 18:18

    Wenn die High Society sich einen Ort als Paradies aussucht, dann kommen irgendwie gleich alle...Nicht nur F. Scott Fitgerald, der Autor des weltberühmten Klassikers "The Great Gatsby" tummelt sich gern an der französischen Mittelmeerküste, auch andere Schriftsteller wie Ernest Hemingway und weitere namhafte Persönlichkeiten wie Coco Chanel und Pablo Picasso genießen die Sonne und das Meer und das Savoir Vivre. Fitzgerald hat sich gerade mit Gatsby einen Namen gemacht und versucht nun hier an der Küste, sein nächstes Buch zu schreiben, dass ihm endlich den Platz an der Spitze bescheren soll. Was anfangs noch nach einem fröhlichen Leben in Saus und Braus, umgeben von herzensguten Freunden und schillernden Persönlichkeiten aussieht, wird mehr und mehr zur Qual für Fitzgerald. Je mehr er dem Alkohol zuspricht, umso weniger Ansehen genießt er in der Gesellschaft, und auch seine Freunde und Familie ziehen sich zurück. Als dann auch noch Hemingway an die Küste kommt, ist er hin- und hergerissen zwischen Mentorendasein, Freundschaft und Rivalität, denn er merkt, dass Ernest mehr und mehr seinen Platz des begehrten Freundes von jedermann einnimmt. Diese Zurückweisung zieht ihn nur noch mehr in einen Strudel aus Verklärung und anfänglichem Wahnsinn."Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte" ist ein unbeschönigtes Bild der damaligen High Society, denn was nach außen luxuriös und fröhlich wirkt, fängt im Kern an zu gären. Und so wird Fitzgerald selbst zu einer seiner besten Figuren, vom geliebten und umjubelten Mittelpunkt der feinen Gesellschaft zu jemandem, der seine Freunde vor den Kopf stößt, sich im Alkoholrausch danebenbenimmt, anderen den Erfolg neidet und selbst nichts mehr zustande bringt. Dieser biographische Roman schafft es, das Gleichgewicht zwischen genießerischer Lebensart und tragischen Charakterentwicklungen zu halten. Man bleibt erstaunt, ein wenig neidisch, aber auch beruhigt zurück, da man hier lesen kann, was die meisten schon längst wissen, nämlich dass auch die feine Gesellschaft vor allem eines ist: Menschlich.

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