Emily Wu , Larry Engelmann Feder im Sturm

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 28 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(11)
(8)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Feder im Sturm“ von Emily Wu

Emily Wu ist noch ein Kind, als Maos Kulturrevolution ihre Welt ins Chaos stürzt. Als Tochter eines Professors muss sie Unvorstellbares miterleben: Ihre Familie und auch sie selbst sind immer wieder Repressionen und Demütigungen ausgesetzt. Schikanen, Folter und Vergewaltigung sind an der Tagesordnung. Doch mit viel Mut und Erfindungsreichtum gelingt es Emily, sich dem Schicksal entgegenzustellen und den täglichen Kampf ums Überleben zu gewinnen. Am Ende geht sie gereift aus den Jahren des Schreckens hervor – und einer ersten Liebe entgegen ...

Das tief beeindruckende Schicksal einer Chinesin zur Zeit Maos

— sommerlese

Stöbern in Biografie

Schwarze Magnolie

Ein mehr als beeindruckender Erfahrungsbericht. Was diese Frau erlebt hat, hätte für zehn Leben gereicht!

AmyJBrown

Ein deutsches Mädchen

Sehr mutig, super aktuell, sympathisch und nachvollziehbar hat micch die Autorin mitgenommen auf eine Reise in ihre braune Vergangenheit,

sabrinchen

Nachtlichter

Toll erzählte Lebenserfahrung

brauneye29

Wir hier draußen

Ein sehr "spezielles" Thema mit einer für mich befremdlichen Umsetzung

Klusi

Dichterhäuser

Ein farbenprächtiger Bildband, der Appetit macht, sich mit der Lebens- und Arbeitsumgebung deutschsprahiger Dichter zu beschäftigen

Bellis-Perennis

Heute hat die Welt Geburtstag

Ein durchaus gelungenes und unterhaltsames Buch mit interessanten Einblicken hinter die Kulissen einer deutschen Band

Buchraettin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine schwere Kindheit im Sturm der Kulturrevolution

    Feder im Sturm

    sommerlese

    29. July 2015 um 09:00

    Im Roman "*Feder im Sturm*" erzählt "*Emily Wu*" von ihrer Kindheit in China. Das Buch erschien 2009 im "*Knaur Verlag*". Emily Wu ist noch ein Kind, als Maos Kulturrevolution ihre Welt ins Chaos stürzt. Als Tochter eines Professors muss sie Unvorstellbares miterleben: Ihre Familie und auch sie selbst sind immer wieder Repressionen und Demütigungen ausgesetzt. Schikanen, Folter und Vergewaltigung sind an der Tagesordnung. Doch mit viel Mut und Erfindungsreichtum gelingt es Emily, sich dem Schicksal entgegenzustellen und den täglichen Kampf ums Überleben zu gewinnen. Diese autobiografische Erzählung einer chinesischen Kindheit, beschreibt die Zeit der "Großen Säuberung" Chinas, bekannter unter dem Begriff Kulturrevolution. Emily Wu, deren chinesischer Name "Yimao" übersetzt Feder heißt, ist knapp drei Jahre alt, als unter Mao Tse Tung Millionen Menschen in China Not leiden und verhungern. Die benötigten Lebensmittel werden an andere sozialistische Länder verkauft, um mit dem Geld die Kampffähigkeit des Landes auszubauen. Yimao erlebt mit ihren Eltern und Geschwistern, wie sie von den "Roten Garden" als "schwarze Familie" degradiert werden. Denn ihre Familie hat einen bürgerlichen Hintergrund und wird von nun an von den Kommunisten denunziert, ihrer Güter beraubt, körperlich misshandelt und aufs Tiefste gedemütigt. Die Eltern sind Intellektuelle und ihr Vater hat in Amerika Literatur studierte, damit gilt er als verhasster Spion. Selbst seine eigenen Studenten wenden sich auf einmal gegen ihn. Der Klassenkampf beginnt. 1966 wird die Familie aufs Land verbannt, wo sie unter widrigsten Bedingungen arbeiten müssen und den ungebildeten Bauern ausgesetzt sind. Hier sind Aberglaube und Dummheit perfekte Nährböden für Feindseligkeiten gegen die aufgeklärten Stadtmenschen. Im Namen Maos sind Misshandlungen, Vergewaltigungen und Morde an der Tagesordnung. Frauen gelten wenig im revolutionären China, Babys werden getötet und das Land versinkt in einem Alptraum von Gewalt und Leid. Was in diesem Buch zur Sprache gebracht wird, schockiert, macht betroffen und entsetzt zutiefst. Auch die Autorin Emily Wu brauchte 20 Jahre bis sie ihre schrecklichen Erlebnisse in geschriebene Worte umsetzen konnte. Sie wanderte 1981 in die USA aus, wo sie Anglistik studierte und Erzählungen publizierte. Sie ist freie Schrifstellerin und lebt mit ihren beiden Kindern in Cupertino, Kalifornien. Dieses Buch steht in China noch immer auf dem chinesischen Index. Ein Umdenken ist in vielen chinesischen Köpfen nicht erwünscht. Dieses unglaublich ergreifende Buch mahnt zur Achtung von Leben und Menschenwürde, denn es zeigt wie solche Werte mit Füssen getreten werden. Eine geschichtliche Annäherung an ein trauriges Kapitel in der Geschichte Chinas.

    Mehr
  • Leserunde zu "Der Totenleser" von Antonio Manuel Garrido

    Der Totenleser

    aufbauverlag

    Der chinesische Medicus China, um das Jahr 1200: Mitten in den turbulenten Zeiten der Song-Dynastie arbeitet sich der mittellose und verwaiste Song Ci mit Fleiß und Entschlossenheit vom Leichenbestatter zum besten Studenten der angesehenen Ming-Akademie hoch. Seine Gabe, die dunklen Geheimnisse aufzudecken, die sich hinter den Verletzungen der Toten verbergen, erregt Aufsehen – aber auch Missgunst. Ci wird denunziert und wegen seiner revolutionären Obduktionsmethoden von der Justiz verfolgt. Doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten sprechen sich herum, bis sie schließlich auch dem Kaiser Song Nin Zong zu Ohren kommen. Er lässt den „Totenleser“ zu sich rufen und bittet ihn, eine Reihe grausamer Morde am Hof zu untersuchen, die seine Dynastie zu vernichten drohen. Song Ci willigt ein – nicht ahnend, zwischen welche Fronten er schon bald gerät, gegen welche Mauern aus Schweigen er stoßen und welchen Intrigen er begegnen wird. Als er sich leidenschaftlich in die kaiserliche Konkubine Blaue Iris verliebt, wird die Luft im Palast dünn für ihn. Wem kann er vertrauen, und wer wird ihn verraten? Wollt Ihr gemeinsam mit uns in das alte, geheimnisvolle China reisen und das faszinierende Leben des ersten Gerichtsmediziners der Geschichte kennenlernen? Dann bewerbt Euch bis einschließlich 2.12. für eines von 25 Freiexemplaren.  Hier geht´s zur Leseprobe.  Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen.  Euer Team vom Aufbau Verlag

    Mehr
    • 558
  • Rezension zu "Feder im Sturm" von Emily Wu

    Feder im Sturm

    Dilbertine

    19. December 2009 um 14:59

    „Oberflächlich gesehen bin ich eine glückliche Person. Ich feiere, tanze, singe wie andere Menschen auch. Aber tief in mir ist etwas zerstört worden. Da ist eine Wunde, die immer blutet. Ich fühle sie nur nicht immer, weil ich mit meinen Kindern, meiner Arbeit, meinem Leben beschäftigt bin. Ich lasse mich nur nicht mehr fallen in meine Trauer. Ich schätze sehr, was ich habe.“ Emily Wu in einem Interview mit Welt-Online ************************** „Feder im Sturm“ ist die autobiografische Erzählung einer chinesischen Kindheit, die keine Kindheit war, während der „Großen Säuberung“ Chinas, bekannter unter dem Begriff Kulturrevolution. Emily Wu, deren chinesischer Name „Yimao“ lautet und übersetzt Feder heißt, ist knapp drei Jahre alt, als 38 Millionen Menschen in China verhungern, weil die so dringend benötigten Lebensmittel an andere sozialistische Länder weitergereicht werden, um die Möglichkeiten für die Herstellung einer Atombombe zu schaffen. 1966 erlebt Yimao, wie ihre Eltern, ihre Geschwister und sie selbst, von den „Roten Garden“ verfolgt, beraubt, körperlich geschändet, denunziert und gedemütigt werden. Ihre Familie wird im kommunistischen China der offiziell geltenden Kategorie „schwarze Familie“ zugeordnet, weil sie einen bürgerlichen Klassenhintergrund hat, Mutter und Vater als intellektuell eingestuft wurden und ihr Vater zu allem Unglück in Amerika Literatur studierte und somit unweigerlich als amerikanischer Spion gilt. Der Uniprofessor wird von seinen eigenen Studenten verprügelt, verfolgt und denunziert. ************** „Unsere Glückwünsche! Ihr alle folgt dem Ruf des Vorsitzenden Mao. Ihr siedelt in die Dörfer um, um von den Bauern zu lernen. Werdet so wie sie. Harte körperliche Arbeit wird euch von euren bourgeoisen Ansichten befreien. Wir entbieten euch unseren feierlichen Gruß und beglückwünschen euch.“ ************** Die Familie wird fünf Jahres aufs Land verbannt, wo sie der Willkür der einfach gestrickten Landarbeiter ausgesetzt ist, die ebenso vom krankhaften politischen Wahnsinn des Mao Tse Tung ergriffen sind und mit offenbar großem Vergnügen schlagen, rauben, misshandeln vergewaltigen und morden. Als wäre das nicht schon genug, wird das Mädchen auch noch mit dem Aberglauben und Überlieferungen, die das Denken und Handeln der Landbevölkerung bestimmen, konfrontiert. Besonders erschreckt hat mich die offen gelebte Feindlichkeit gegenüber dem weiblichen Geschlecht, schockiert haben mich die darin begründeten grausamen und detailliert beschriebenen Babymordmethoden. Yimao erlebt eine albtraumhafte, traumatisierende Kindheit und Jugend in einem Land, das auch heute noch häufig wegen der Verletzung von Menschenrechten im Fokus der Weltöffentlichkeit steht. Sie erzählt ihre Geschichte in einer gewaltvollen, brutalen und bedrohlichen, der Kulturrevolution eigenen, Sprache. („Du verderbte Konterrevolutionärin!“ „Ihr dreckigen schwarzen Schlampen!“ „Du dreckige Großgrundbesiterzin!“) Die Autorin Emily Wu musste ihren Weg finden, um mit den schmerzhaften Erinnerungen weiterleben zu können. 20 Jahre hat es gedauert, bis die literarische Verarbeitung ihrer Geschichte gelungen ist. Ihre persönliche Erfahrung, der Raub ihrer Freiheit, Kindheit und Jugend, ist eine Warnung und Herausstellung der Achtung des Lebens und der Würde des Menschen. Sachverhalte, die als Selbstverständlichkeiten beim europäischen Leser gelten, aber es leider weltweit immer noch nicht sind. „Feder im Sturm“ steht laut einem Interview mit der Autorin auf dem chinesischen Index. Da verwundert es wenig, dass 40 % der chinesischen Bevölkerung Mao Tse Tung immer noch als den Schöpfer der Einheit und Unabhängigkeit ansehen.

    Mehr
  • Rezension zu "Feder im Sturm" von Emily Wu

    Feder im Sturm

    gryffindor69

    23. March 2008 um 17:30

    Emily Wu hat es geschafft ihre Geschichte und die Ihrer Familie deutlich zu schildern. Ich habe von der ersten Seite an mit dem Mädchen mitgefiebert, mich mit Ihr gefreut und war auch passend zu dem Verauf wirklich traurig. Ein sehr schön geschriebenes Buch, das mir erlaubt hat auch in die jüngere Geschichte Chinas und die Gedanken der Menschen, einen Einblick zu haben. Am Ende hätte ich gerne noch mehr von der Geschichte gehört.

    Mehr
  • Rezension zu "Feder im Sturm" von Emily Wu

    Feder im Sturm

    Laotse

    28. August 2007 um 18:50

    Feder im Sturm ist ein sehr schön geschriebenes Buch, das die ganze Zeit eher als erzählte Geschichte über eine Kindheit zu Zeiten der Kulturrevolution anmutet, als eine wirkliche Autobiografie. Dies wird aber im Nachwort erklärt, indem Emily Wu erklärt, dass sie zu Recherchezwecken noch einmal nach China fuhr um dort mit Menschen, sowohl Freunden und Unterstützer, als auch Denunzianten und "Feinden", zu sprechen und so Geschehnisse ausserhalb ihres damaligen Kenntnisstandes in das Buch aufnehmen konnte. Das Buch zeigt mal wieder, wie erschreckend schwer und uneinsichtig das Leben damals in China gewesen sein muss. Leider kommt es nicht ganz an "Wilde Schwäne" von Wei Hu heran und reicht als wirkliches Informationsbuch über die damalige Zeit nicht wirklich aus, ist aber doch sehr interessant zu lesen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks