Emitis Pohl Deutschsein für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Deutschsein für Anfänger“ von Emitis Pohl

Integration ist kein Zuckerschlecken, aber machbar, wenn man es will. Emitis Pohl wollte es – und hat es geschafft. Heute ist die gebürtige Iranerin Inhaberin einer erfolgreichen Werbeagentur, verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. «Die deutsche Grammatik ist immer noch mein Feind», lacht sie, «aber Deutschland ist meine zweite Heimat geworden.» (Emitis Pohl)
Allerdings: Die Silvesternacht in Köln, die Übergriffe auf Frauen durch Migranten – Emitis Pohl war mit ihren Töchtern und Familie hautnah mittendrin. Es hat sie entsetzt. Als Perserin sagt sie: «Wir brauchen mehr Druck auf Zuwanderer. Ohne klare Regeln geht es nicht!»

Ein Buch, das Pflichtlektüre für gesetzgebende Politiker ebenso wie für Flüchtlinge sein müsste.

— gst

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  • Deutschsein für Anfänger - Integration ist meine Pflicht

    Deutschsein für Anfänger

    Tigerbaer

    19. December 2016 um 08:35

    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich „Deutschsein für Anfänger – Integration ist meine Pflicht“ von Emitis Pohl lesen.Die Autorin war mit ihrer Familie an Silvester 2015 mitten im Chaos in Köln und hat sich hinterher Fragen gestellt, die wohl vielen von uns durch den Kopf gegangen ist.Nicht erst seit 2015 wird in Deutschland über das Thema Flüchtlinge, Flüchtlingskrise und Integration derselben diskutiert. Was ist Integration? Wie kann das Ganze funktionieren?Emitis Pohl, die mit 13 Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen ist, in Deutschland eine Werbeagentur betreibt, verheiratet ist und zwei Töchter hat, sagt „Integration ist MEINE Pflicht!“.In „Deutschsein für Anfänger“ erzählt Emitis von ihrem Leben, als Kind im Iran, als Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland, wie zwei Herzen in ihrer Brust schlagen, was sie an Deutschland mag, was sie den Kopfschütteln lässt und verknüpft ihre Gedanken immer wieder mit den Ereignissen der Kölner Silvesternacht.Emitis redet „Tacheles“ – wie man so schön sagt und haut sinnbildlich gesehen auch mal mit der Faust auf den Tisch und ich kann nur aus tiefstem Herzen sagen: „Recht hat sie!!!“. Wir reden in Deutschland viel zu viel, davon lösen sich die Probleme aber nicht und statt zu jammern und lamentieren, was wir – da muss ich Emitis zustimmen – als Deutsche wirklich gut können, sollten wir lieber die Ärmel hochkrempeln und etwas tun.Ich kann nur sagen: „Danke Emitis Pohl!“ und jetzt lasst es uns endlich anpacken!!!

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  • Beeindruckender Beitrag zur Flüchtlingsdiskussion - von einem ehemaligen Flüchtling!

    Deutschsein für Anfänger

    cho-ice

    16. December 2016 um 16:06

    In diesen Tagen wird heiß diskutiert über die Frage, was erfolgreiche Integration bedeutet. Emitis Pohl, als Iranerin geboren, aber seit vielen Jahren in Deutschland lebend und arbeitend, legt hier eine 250 Seiten starke Streitschrift mit ihren persönlichen, praxiserprobten Antworten vor. In DER Silvesternacht in Köln war sie live dabei, mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Was sie erlebt hat, so schreibt sie, habe sie dazu bewegt, sich öffentlich zu äußern. So entstand 2016 auch dieses Buch. „Deutschsein für Anfänger“ beschreibt zunächst auf humorvolle und klare Weise den einzigartigen Weg der Zugewanderten hinein in die deutsche Kultur und Gesellschaft. Und gerade weil sie aus erster Hand weiß, was Integration sie gekostet hat und welche Hürden ihr dabei begegnet sind, kann sie so überzeugend allgemeingültige Leitlinien für den Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden vorstellen. Der Untertitel „Integration ist meine Pflicht“ beschreibt prägnant ihr Herzensanliegen und ihre tiefe Überzeugung: Ja, eine erfolgreiche Integration kann durch das Umfeld und die Aufnahmegesellschaft gefördert werden – aber letztlich ist der eigene Wille zur Integration entscheidend. Umso wichtiger ist es daher, diesen Willen zu fördern und auch zu fordern, auf vielfältige Weise. Die lebendige Sprache, die inhaltliche Dichte und der leicht ironische Unterton haben mich stellenweise an die (sehr guten) Bücher von Markus Spieker erinnert. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, ich würde Frau Pohl bei einer Tasse Kaffee (oder vielleicht doch einem längeren, leckeren Abendessen?) gegenübersitzen und sie säße vor mir, leidenschaftlich sprechend und dabei lebhaft gestikulierend. Ihr Temperament scheint auf jeden Fall auch durch die schwarz-weißen Zeilen hindurch – ein großes Plus des Buches und daher ein dickes Lob an den Verlag! Einen Stern Abzug vergebe ich trotzdem aus zwei Gründen: Zum einen gab es für meinen Geschmack zu viele Wiederholungen kleinerer Details aus Frau Pohls Leben. Das ist sicher der nicht streng chronologischen Erzählstruktur geschuldet. Es ergibt zwar durchaus Sinn, die Kapitel nach Themen zu ordnen, aber die Umsetzung hätte meines Erachtens noch etwas besser sein können. Man kann dem Leser zutrauen, die beschriebenen Hintergründe auch über mehrere Seiten hinweg zu behalten. Zum anderen schweigt sich Frau Pohl bis auf wenige Randbemerkungen zum Thema Religion und ihren eigenen Überzeugungen dazu völlig aus. Der Glaube ist scheinbar bewusst kein Thema. „Warum erscheint das Buch dann in einem christlichen Verlag?“, frage ich mich. Abgesehen von diesen beiden Kritikpunkten ist „Deutschsein für Anfänger“ aber ein wichtiges, authentisches und überzeugendes Buch, dem ich eine weite Verbreitung wünsche. Ich empfehle es allen, die sich mit der Flüchtlingsfrage und ihrer Bedeutung für die deutsche Gesellschaft auseinandersetzen – und allen, die gern ansprechende Biografien lesen.

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  • Leserunde zu "Deutschsein für Anfänger" von Emitis Pohl

    Deutschsein für Anfänger

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der fontis-Verlag stellt sechs Exemplare des Buches "Deutschsein für Anfänger" von Emitis Pohl zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Integration ist kein Zuckerschlecken, aber machbar, wenn man es will. Emitis Pohl wollte es – und hat es geschafft. Heute ist die gebürtige Iranerin Inhaberin einer erfolgreichen Werbeagentur, verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. «Die deutsche Grammatik ist immer noch mein Feind», lacht sie, «aber Deutschland ist meine zweite Heimat geworden.» (Emitis Pohl) Allerdings: Die Silvesternacht in Köln, die Übergriffe auf Frauen durch Migranten – Emitis Pohl war mit ihren Töchtern und Familie hautnah mittendrin. Es hat sie entsetzt. Als Perserin sagt sie: «Wir brauchen mehr Druck auf Zuwanderer. Ohne klare Regeln geht es nicht!»" Bitte bewerbt euch bis zum 11. November hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch das Thema "Integration" interessiert. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Eure Rezensionen könnt ihr sehr gerne auch auf anderen Internetseiten veröffentlichen.

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    Tigerbaer

    07. December 2016 um 09:51
    Mrs. Dalloway schreibt Der Schreibstil gefällt mir, man spürt die Zerrissenheit und das Unverständnis als Kind zwischen der alten, modernen und der neuen, altmodischen Welt im Iran - eigentlich ein Widerspruch in sich.

    Das habe ich beim Lesen auch gedacht.

  • Ein Buch, das kaum aktueller sein könnte

    Deutschsein für Anfänger

    gst

    02. December 2016 um 15:20

    Wer weiß besser, was Integration bedeutet, als eine in Deutschland lebende Iranerin? Emitis hat als 13jährige ihr Elternhaus verlassen, weil sie nach Ruhollah Chomeinis Machtübernahme nicht mehr in der zuvor gewohnten Freiheit aufwachsen konnte. Allein kam sie zu ihrer bereits hier lebenden Oma nach Hamburg, ging zur Schule und studierte. In einer Mischung aus Autobiografie und Meinungsbuch bezieht sie klar Stellung für Integration. Der Wille dazu muss von denjenigen ausgehen, die nach Deutschland kommen. „Warum tun wir uns so schwer, unsere Regeln bei denen einzufordern, die sie offenbar noch nicht kennen oder nicht kennen wollen? Wir haben das Hausrecht, wir sind die Gastgeber“ (Seite 131). Ohne die Schwierigkeiten zu negieren, die auf die Menschen warten, die als Fremde in unser Land kommen, stellt sie gerechtfertigte Forderungen. „ ... wünscht sich die Möglichkeit, einfaches Alltagsdeutsch zu lernen, nicht die ganz große Literatur mit Akkusativ, Dativ und Genitiv. Das sollten wir mal überdenken“ (Seite 131) Nicht allein die Sprachkurse macht die Autorin zum Thema, sondern auch bürokratische Hürden: „Wir können uns nicht einerseits beschweren, dass die Flüchtlinge uns auf der Tasche liegen und den ganzen Tag nichts tun, gleichzeitig aber gesetzliche Hürden aufbauen, die ihnen die Arbeit unmöglich machen“. Statt das Selbstwertgefühl der Eingewanderten zu untergraben, plädiert sie dafür ihnen zu ermöglichen, sich selbst zu erhalten. Auch sie habe während ihrer Schul- und Ausbildungszeit durch diverse Aushilfsjobs die Lebensgrundlage aufgebessert, die ihr die Eltern aus dem Iran zukommen ließen. „Harte Arbeit und Zielstrebigkeit sind nötig, wenn man es schaffen will. Das ist es, was ich nicht nur meinen Töchtern, sondern auch den Flüchtlingen gerne weitergeben würde, denn sie werden diese Einstellung brauchen. Gleichzeitig brauchen wir aber auch eine Arbeitskultur in Deutschland, die leistungswilligen Einwanderern keine Steine in den Weg legt und Eigeninitiative nicht erstickt.“ (Seite 160) Um nicht in der Theorie zu verharren, kümmert sich Frau Pohl um einen minderjährigen Afghanen, der als einziger seiner Familie bis hierher gekommen ist. Nur mit menschlicher Nähe sei es möglich, ihm die deutsche Lebensweise nahe zu bringen. Dabei heiße Integration nicht, Wurzeln zu verleugnen, abzulegen und zu ersetzen, sondern sie mit den deutschen Werten zu füttern und aufzubessern. Auf manchen Gebieten deutscher als wir Deutschen, hat die Unternehmerin geschafft, was so manchem Einheimischen nicht gelingt. So hält sie dem Leser einen Spiegel vor, der mich als Leserin hin und wieder peinlich berührte. Sie sieht, was wir oft nicht sehen wollen. Vor allem in den letzten Kapiteln nimmt Emitis Pohl kein Blatt vor den Mund. Sie fordert, dass sich jeder an die Regeln des Zusammenlebens halten muss – und wenn nicht, das Land zu verlassen hat. „Integration ist dann erst gelungen, wenn Willkommenskultur nicht nur bedeutet, dass wir auf die Fremden zugehen, sondern sie auch auf uns zu Schritte tun“ (Seite 249) Mich hat nicht nur die frische, deutliche Schreibstil angesprochen, sondern auch die Aussage. Nach dieser gut zu lesenden Lektüre bleibt mir gar nichts anderes übrig, als das Buch mit fünf Sternen zu bewerten.

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  • Eine Iranerin fordert preußische Tugenden

    Deutschsein für Anfänger

    Mrs. Dalloway

    30. November 2016 um 11:53

    Flüchtlingspolitik, Sprachkurse, Integration - ein scheinbar nicht enden wollendes Thema. Nun hat sich auch Emitis Pohl in ihrem Buch zu dieser Problematik zu Wort gemeldet.Emitis Pohl wuchs im Iran auf, wurde aus Sicherheitsgründen in den schwierigen Kriegszeiten von ihren Eltern nach Deutschland geschickt. Damals war sie 13 Jahre alt und hat sich hat erkämpfen müssen, dass ihr Aufenthalt immer wieder genehmigt wurde. Sie hat alles alleine geschafft, denn sie hatte nur ihre Oma in Deutschland, die aber kein Deutsch sprach. Durch viel Lernen und harte Arbeit hat sie sich hier eine gutes Leben aufgebaut, hat geheiratet und zwei Töchter. Ehrenamtlich hat sie sich eines Flüchtlingsjungens angenommen.Die Autorin hat eine sehr direkte Art was in ihrem Buch sehr deutlich widergespiegelt wird. Sie erzählt von ihren eigenen Erfahrungen als Jugendliche ganz allein in Deutschland anzukommen und kritisiert dann die Momente Situation der Flüchtlinge in Deutschland. Viele Leute würden sie gerne einstellen, Arbeiter werden gesucht, doch sie haben keine Arbeitserlaubnis. Andererseits lässt man ihnen alles durchgehen, so gab es zum Beispiel kaum Verhaftungen in der Kölner Silvesternacht, die man wohl nicht mehr vergessen wird. Emitis war mit ihrer Familie mitten drin. Sie weiß genau wovon sie redet, denn sie kümmert sich um Sami, einen jungen Geflüchteten.Ihre direkte Art mag etwas gewöhnungsbedürftig sein. Einem fremden Kind die Zunge festhalten, auch wenn es frech ist, das macht man eigentlich nicht. Und auch der Verkäuferin, die patzig und unfreundlich ist und man die Kleidung selber zurück bringen soll, die Ware vor die Füße pfeffern? Wenn man sich als gut erzogenen Menschen bezeichnet, dann lässt man die Sachen liegen und geht hoch erhobenen Hauptes aus dem Laden. Das Gute aber ist, sie hat doch einen relativ gut reflektierten Blick auf ihre eigene Kindheit, in der sie als Einzelkind sehr verwöhnt wurde, und macht es bei ihren eigenen Kindern heute anders.Fazit: ein gelungenes Buch einer Deutsch-Iranerin über die aktuelle Integrationsproblematik. Die Frau weiß wovon sie redet, auch wenn sie vielleicht manchmal einen Ticken zu impulsiv ist. Aber sie hat das Herz am rechten Fleck, ist mir durchaus sympathisch und ich finde, sie könnte das eigentlich fast professionell machen ;)

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